Zahl der Deutschen mit Zweitjob steigt

24.03.2014

Mehr als drei Millionen Menschen mit Zweitjob

Die Zahl der Arbeitnehmer mit Zweitjob hat sich seit der Wiedervereinigung verdreifacht: auf über drei Millionen Menschen. Gerade die steuerlichen Regelungen bei Minijobs begünstigen einen Nebenverdienst.

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Die Zahl der Beschäftigten mit einem Nebenjob hat in Deutschland einen Rekordwert erreicht. Im vergangenen Jahr hatten erstmals mehr als drei Millionen Menschen neben ihrem Hauptberuf einen Zweitjob, berichtet die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach hat sich die Zahl der Arbeitnehmer mit einem Nebenjob seit der Wiedervereinigung mehr als verdreifacht auf zuletzt 3,02 Millionen.

Ein wesentlicher Grund für den Anstieg seien Vergünstigungen für Zweitjobs, die die Politik im Zuge der Hartz-Reformen beschlossen habe, sagte IAB-Forscher Enzo Weber der Zeitung. So müssen Beschäftigte, die neben ihrem Hauptberuf einen Minijob ausüben, seit 2003 für diesen Nebenjob keine Sozialabgaben mehr bezahlen. Eine solche „Subvention eines zweiten Jobs ist schwer nachvollziehbar“, kritisierte Weber. Entlastet würden nicht nur Geringverdiener, die aus finanziellen Gründen zwei Jobs übernehmen müssen. Von der Regelung profitierten auch Gutverdiener mit einer Nebentätigkeit.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit hatten zuletzt elf Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen zusätzlich einen Minijob. Bei den Männern waren es demnach sieben Prozent.

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/rekordwert-mehr-als-drei-millionen-menschen-mit-zweitjob/9658936.html

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05.02.2014

Zahl der Deutschen mit Zweitjob steigt

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Immer mehr Beschäftigte nehmen offenbar einen Zweitjob an. Der Anteil der Menschen in Deutschland, die neben ihrem Hauptberuf noch etwas hinzuverdienen, hat sich nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Im Juni 2013 gingen demnach 2,62 Millionen Beschäftigte mit einer sozialversicherungspflichtigen Stelle zusätzlich mindestens einem Minijob nach – das war jeder 11. Arbeitnehmer in dieser Gruppe. 2003 war es jeder 23. Beschäftigte.

Die Zeitung beruft sich auf eine Stellungnahme der Bundesregierung zu einer Anfrage der Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer. „Der Lohn aus einem Job reicht für viele ganz offensichtlich nicht zum Leben“, sagte die Grünen-Politikerin. Wenn Menschen auf einen Zweitjob angewiesen seien, um finanziell über die Runde zu kommen, dann laufe etwas in Deutschland schief, so Pothmer. Die Bundestagsabgeordnete forderte, den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro auch auf die Minijobs zu erstrecken: „Eine Ausnahme würde die Schwächsten treffen, die den gesetzlichen Schutz vor Lohndumping am nötigsten haben.“

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/minijob106.html

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