Umsatz deutscher Einzelhändler im Keller – die Chroniken

31.07.2013

Umsätze im Einzelhandel überraschend deutlich gefallen

Das Einkaufsklima in Deutschland ist derzeit so gut wie lange nicht mehr, doch bei den Einzelhändlern kommt das derzeit wohl nicht so richtig an. Die Umsätze im Juni enttäuschen auf ganzer Linie.

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Deutschlands Einzelhändler haben im Juni überraschend schwache Geschäfte gemacht. Nach einem Plus von 0,7 Prozent im Mai sanken die Umsätze im Monatsvergleich preisbereinigt um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Nominal lag das Minus bei 1,2 Prozent.

Gegenüber Juni 2012 gingen die Umsätze real um 2,8 Prozent zurück, nominal um 1,0 Prozent. Die Statistiker betonten jedoch, dass der Juni mit 25 Verkaufstagen einen weniger hatte als der Juni des Vorjahres. Nur der Internet- und Versandhandel sowie der Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen lagen im Jahresvergleich im Plus.

Von Januar bis Juni setzten die Einzelhändler nominal 1,3 Prozent mehr und real 0,1 Prozent weniger um als im ersten Halbjahr 2012. Daher sieht der Handelsverband HDE die Branche weiter auf Kurs. „Wir haben für das Gesamtjahr ein Plus von nominal 1,0 Prozent vorhergesagt und liegen voll im Plan. Die Zukunft sieht nicht finster aus“, sagte HDE-Sprecher Stefan Hertel.

Berenberg-Ökonom Christian Schulz sieht nach dem schwachen Juni-Geschäft ein Fragezeichen hinter dem erhofften Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Allerdings stünden die Zahlen im Widerspruch zum Konsumklima, das im Juli auf ein Sechs-Jahres-Hoch geklettert ist. Zudem seien Arbeitslosigkeit und Inflation weiterhin niedrig, während Löhne und Gehälter steigen, betonte Schulz. Im Herbst dürften die Haushalte deshalb wieder mehr Geld ausgeben.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/schwache-geschaefte-umsaetze-im-einzelhandel-ueberraschend-deutlich-gefallen-/8574332.html

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31.01.2013

Den Deutschen geht das Geld aus: Einzelhandel mit deutlichem Minus

Im Dezember ist der Einzelhandelsumsatz in Deutschland in allen Güterbereichen deutlich eingebrochen. Auch für das gesamte Jahr 2012 ergibt sich somit für die Einzelhändler ein Minus beim Umsatz.

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Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Dezember 2012 1,9 Prozent weniger umgesetzt als im Dezember des Vorjahres, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Diesem nominalen Rückgang von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht ein realer Einbruch um 4,7 Prozent.

Im Vergleich zum November 2012 ist der Umsatz im Dezember zwar aufgrund des Weihnachtsgeschäfts deutlich angestiegen, jedoch kalender- und saisonbereinigt um nominal 2,0 Prozent gesunken, real um 1,7 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang von einem Monat zum folgenden seit Mai 2011.

Im gesamten Jahr 2012 setzte der deutsche Einzelhandel 1,9 Prozent mehr um als im Jahr 2011. Dies war das dritte Jahr in Folge, in dem der deutsche Einzelhandel Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielte. Allerdings entspricht dieser reale Zuwachs von 1,9 Prozent im Jahr 2012 einem realen Minus von 0,3 Prozent, so Destatis.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/31/den-deutschen-geht-das-geld-aus-einzelhandel-mit-deutlichem-minus/

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03.09.2012

Deutscher Mittelstand: Krisenangst erfasst Binnenwirtschaft

Die deutsche Binnennachfrage wird zunehmend schwächer, die „Krisenangst erfasst zunehmend auch die Binnenwirtschaft“, verdeutlicht das Mittelstandsbarometer der KfW im August. Die Geschäftslage schätzen die Mittelständler schlechter ein als noch im Juli und die Erwartungen für die kommenden Monate sind ebenfalls wenig aufmunternd.

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Die Unsicherheit bezüglich der Schuldenkrise mit Blick auf Spanien und Griechenland, aber auch das verlangsamte Wirtschaftswachstum in China und die Schwierigkeiten in den USA haben die Stimmung im deutschen Mittelstand stark eingetrübt. Wie das KfW-Mittelstandsbarometer zeigt, hat sich das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen im August zum sechsten Mal in Folge verschlechtert, um 3,4 Punkte auf 5,9 Zähler. Dies „bestätigt unsere Einschätzung, dass Deutschland konjunkturell eine schwierige Zeit bevorsteht“, heißt es in dem Mittelstandsbarometer.

Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechterte sich ebenfalls. Hier sank die Einschätzung der kleinen und mittleren Unternehmen um 2,8 Zähler auf 20,4 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert in diesem Teilindikator seit Juni 2010. Ähnlich trüb sieht es bei den Geschäftserwartungen aus. Diese fielen im August um 3,9 Punkte und liegen nun bei Minus 8,3 Punkten. „Niedriger notierte der Erwartungsindikator zuletzt vor gut drei Jahren – im Juli des schweren Rezessionsjahres 2009“.

Bei den Großunternehmen sank das Geschäftsklima um 1,4 Zähler auf 0,4 Punkte. Aber auch die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage (16,2 Punkte) und die Geschäftserwartungen (Minus 15,0Punkte) waren keinesfalls besser als bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Am stärksten verschlechterte sich die Stimmung im Einzelhandel, sowohl in der Größenklasse der kleinen und mittelständischen als auch bei den Großunternehmen. „Wirklich nachvollziehbar ist dieses Ergebnis aber nicht“, heißt es in dem Bericht zum Mittelstandsbarometer, da der GfK-Konsumklima-Index im zweiten Quartal eher positiv ausfiel. „Der Klimaeinbruch im Einzelhandel kann deshalb ebenso als Signal gedeutet werden, dass eine diffuse Krisenangst immer mehr auch die Binnenwirtschaft erfasst. Damit würden sich aber auch erhebliche Abwärtsrisiken aufbauen. „Eine deutliche Abkühlung der Exportdynamik kann als sicher gelten“.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/09/03/deutscher-mittelstand-krisenangst-erfasst-binnenwirtschaft/

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31.08.2012

Umsatz deutscher Einzelhändler im Keller

Im Juli sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler so stark gefallen wie zuletzt vor einem Jahr. Ökonomen hatten mit einem leichten Plus gerechnet. Das aktuelle Geschäftsklima verweist auf eine Fortsetzung des Umsatz-Rückgangs auch im August.

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Angela Merkels Reise nach China hatte ein klares Ziel: Die wirtschaftlichen Beziehungen zum Land sollten gestärkt werden, so dass sich Deutschland auch während der Eurokrise, die sich mittlerweile auch hierzulande bemerkbar macht, auf die importfreudigen Chinesen verlassen kann (hier). Wie stark die Schuldenkrise die deutsche Wirtschaft beeinflusst, hat sich in den vergangenen Wochen immer deutlicher gezeigt. Und auch die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes bestätigen diese Entwicklung.

So ist im Juli der Umsatz des deutschen Einzelhandels real um 0,9 Prozent und nominal um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Das ist der stärkste Umsatzrückgang seit einem Jahr. Ökonomen hatten sogar ursprünglich mit einem leichten Umsatzplus von 0,2 Prozent gerechnet, nicht jedoch mit einem Schrumpfen der Umsätze.

Zwar legten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 1,1 Prozent zu, real waren sie jedoch auch hier zurückgegangen, um 1,0 Prozent. Der Internet- und Versandhandel konnte mit +6,0 Prozent den stärksten Zuwachs in den Umsätzen verbuchen. Der Einzelhandel mit Getränken, Lebensmitteln und Tabakwaren beispielsweise setzte im Juli aber im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal 0,2 Prozent mehr und real 2,8 Prozent weniger um. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze nominal (0,6%) und real (0,2%) leicht.

Der im August erneut gefallene ifo-Geschäftsklimaindex verweist zudem darauf, dass sich die Lage der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten eher verschlechtern als verbessern wird. Nicht nur die Schuldenkrise, auch die Abschwächung des chinesischen Wachstums und die finanziellen Probleme in den USA machen sich bei der exportorientierten deutschen Wirtschaft immer stärker bemerkbar.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/31/umsatz-deutscher-einzelhaendler-im-keller

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