Ukraine: Keine Beweise für reguläre russische Truppen und Kriegsgerät – eine Chronik

24.08.2015

Vor Ukraine-Gesprächen in Berlin: Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch

Der Krieg in der Ukraine dauert an, in Berlin will Präsident Poroschenko mit Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Hollande weitere Schritte beraten. Zuvor warnte er am Unabhängigkeitstag vor einem Angriff durch Russland.

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Für die Ukraine ist es ein besonderer Tag: Am heutigen Montag feiert das Land seine Unabhängigkeit von Moskau. Am 24. August 1991 hatte die ehemalige Sowjetrepublik einen eigenständigen Staat ausgerufen. 24 Jahre später und etwa eineinhalb Jahre nach Beginn der Ukrainekrise bangt Kiew um genau diese Souveränität. Die Kämpfe in der von Separatisten besetzten Ostukraine gehen weiter.

Die Führung bleibt bei markigen Worten: Präsident Petro Poroschenko hat wenige Stunden vor seiner Berlin-Reise eindringlich vor einem russischen Einmarsch in sein Land gewarnt. Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko in Kiew auf dem Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan.

Russland habe an der Grenze zur Ukraine mehr als 50.000 Soldaten stationiert, im Kriegsgebiet Donbass seien 40.000 Kämpfer im Einsatz, darunter 9000 aktive russische Militärangehörige, behauptete Poroschenko. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

„Moskau hat den Kämpfern bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 Schützenpanzer geliefert. Allein in dieser Woche haben drei große Kolonnen unsere Grenze in Richtung Luhansk, Donezk und Debalzewe überschritten“, sagte Poroschenko. Er kündigte eine weitere Stärkung des ukrainischen Militärs an. Auf dem Maidan marschierten mehr als 2000 Soldaten von der ostukrainischen Kriegsfront.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-poroschenko-warnt-vor-russischem-einmarsch-a-1049529.html

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22.05.2015

Gefangene gehören laut OSZE der russischen Armee an

Zwei gefangene Soldaten haben der OSZE bestätigt, dass sie von Russland geschickt wurden. Einen Angriffsbefehl hätten sie aber nicht gehabt.

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Zwei Soldaten, die von ukrainischen Truppen gefangenen genommen wurden, haben Vertretern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gegenüber bestätigt, der russischen Armee anzugehören. (dass russische Soldaten auf Seiten der „Separatisten“ kämpfen ist schon lange bekannt. Sie sind jedoch Freiwillige, und kämpfen nicht als Teil der regulären russischen Truppen und haben keinen Befehl von offiziellen russischen Vorgesetzten. Das hat auch der ukrainische Generalstab bestätigt.) Sie seien auf einer Aufklärungsmission in der Ukraine gewesen. Das russische Verteidigungsministerium hatte behauptet, es handele sich um „ehemalige“ Soldaten.

Den OSZE-Vertretern sagten die Soldaten, sie seien bewaffnet gewesen, hätten aber keinen Angriffsbefehl gehabt. Am 16. Mai wurden sie beschossen und in Schtschastja festgenommen. Das Dorf befindet sich wenige Kilometer nördlich von Luhansk an der Grenze zwischen dem von Separatisten kontrollierten Gebiet und der Region unter ukrainischer Kontrolle.

Die OSZE-Vertreter befragten die Gefangenen in Abwesenheit ukrainischen Personals. Einer der Soldaten sagte, er sei auf Befehl seiner Armeeeinheit in der Ukraine. Er hätte nach drei Monaten „rotieren“ sollen. Beide Gefangenen gaben an, sie seien schon früher in der Ostukraine im Einsatz gewesen.

Dabei betonte einer der Soldaten mehrfach, in der Ukraine kämpften keine russischen Truppen.

Beide Soldaten gaben auch der Nowaja Gazeta Interviews. Darin äußerte einer den Wunsch, den Status eines Kriegsgefangenen zu erhalten. „Ich diene in der russischen Armee. Oder zumindest habe ich gedient“, sagte ein Soldat. Er habe den Dienst nicht quittiert, daher wolle er nicht als „Söldner oder Bandit“ behandelt werden.

Nach Angaben der Zeitung trafen die beiden im Krankenhaus in Kiew nicht nur Vertreter der OSZE, sondern auch des Roten Kreuzes, sowie Psychologen und einen Anwalt. Ein offizieller Vertreter Russlands – etwa der Botschaft – habe sie bislang nicht besucht.

Kiew hat die beiden Männer wegen „terroristischer Handlungen“ angeklagt, ihnen aber die Freiheit versprochen, sollten sie in einem „öffentlichen“ Prozess vollständig aussagen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Gefangennahme der beiden Russen am Mittwoch als starken Beweis dafür bezeichnet, dass die Ukraine und Russland in einem „echten Krieg“ miteinander seien. „Das ist nicht ein Kampf gegen Separatisten, die von Russland unterstützt werden, das ist ein echter Krieg mit Russland“, sagte Poroschenko dem britischen Rundfunksender BBC.

Es ist nicht der erste bestätigte Fall russischer Soldaten auf ukrainischem Boden. Im März hatte ein Mann der russischen Zeitung Nowaja Gazeta gesagt, er sei im Dienste der Armee bei den Kämpfen um Debalzewe verletzt worden. Nachdem im August vergangenen Jahres zehn russische Soldaten in der Ukraine festgenommen wurden, sagte das Verteidigungsministerium in Moskau, es habe sich um ein Versehen gehandelt.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/ukraine-russland-soldaten-osze-kaempfe

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05.03.2015

Moskau: US-Vizeaußenministerin Nuland desorientiert mit erfundenen Vorwürfen

Als haltlos hat das russische Außenministerium die Äußerung von Victoria Nuland über „Tausende russische Soldaten“ in der Ukraine zurückgewiesen. Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch warf der US-Vizeaußenministerin vor, mit ihren „aus der Luft gegriffenen“ Anschuldigungen die Weltgemeinschaft irrezuführen.

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Die für Europa und Eurasien zuständige US-Vizeaußenministerin Nuland hatte behauptet, dass sich „Tausende russische Soldaten“ in der Ukraine befänden. Die Quelle für ihre Angaben nannte sie nicht. „Diese aus der Luft gegriffenen Ziffern desorientieren die Weltgemeinschaft“, kommentierte Lukaschewitsch am Donnerstag in Moskau. Er erinnerte daran, dass die USA und andere westlichen Staaten ihre Anschuldigungen an Russland in der Ukraine-Krise noch nie mit Belegen untermauert haben.

Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation berichten Kiewer Politiker regelmäßig über einen russischen „Einmarsch“ und Waffenlieferungen in die Ukraine. Trotz fehlender Beweise werden diese Berichte gerne von westlichen Medien aufgegriffen. Russland weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück. Ende Januar gestand auch der ukrainische Generalstabschef offiziell ein, dass keine russischen Truppen am Konflikt im Donezbecken beteiligt seien. Dennoch bittet die Regierung in Kiew die westlichen Staaten, die den dubiosen Machtwechsel in Kiew unterstützt haben, immer wieder um Waffenhilfe.

http://de.sputniknews.com/politik/20150305/301380172.html

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20.02.2015

Hollande: Keine Bestätigung für russische Panzer in Ukraine

Der französische Präsident Francois Hollande hat am Freitag eingestanden, er habe keine Bestätigung für eine Präsenz russischer Kriegstechnik in der Ukraine.

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Wir können nicht bestätigen, dass russische Panzer in die Ukraine eingerückt sind“, sagte Hollande auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel. In der vergangenen Woche hatte Andrej Lyssenko, Pressesprecher der ukrainischen Militäroperation im Donezbecken, über ein Eindringen von 50 Panzern aus Russland berichtet. Russland wies dies als falsch zurück.

Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation gegen die abtrünnigen Industrieregionen Donazk und Lugansk berichten Kiewer Politiker regelmäßig über einen russischen „Einmarsch“ und Waffenlieferungen in die Ukraine. Trotz fehlender Beweise werden diese Berichte gerne von westlichen Medien aufgegriffen. Russland weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück. Ende Januar gestand der ukrainische Generalstabschef offiziell ein, dass keine russischen Truppen  am Konflikt im Donezbecken beteiligt seien.

http://de.sputniknews.com/politik/20150220/301213005.html

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20.02.2015

Kiew meldet neue russische Panzer in der Ostukraine

Trotz des Waffenstillstands haben sich im Osten der Ukraine Regierungstruppen und Separatisten auch am Freitag Kämpfe geliefert. Mehr als zwanzig russische Panzer haben nach Angaben aus Kiew die Grenze überquert.

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Mehr als zwanzig russische Panzer haben nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers die Grenze zur Ukraine überquert. Sie näherten sich der von prorussischen Separatisten besetzten Stadt Nowoasowsk südöstlich von Mariupol, teilte der Sprecher am Freitag weiter mit. Auch zehn Raketenwerfersysteme und mehrere Busse mit Kämpfern seien über die Grenze gebracht worden. Trotz der vereinbarten Waffenruhe sei in den vergangenen Tagen militärische Ausrüstung aus Russland in die Ukraine transportiert worden, fügte der Militärsprecher hinzu.

Die Küstenstadt Mariupol ist von strategisch wichtiger Bedeutung. Sie liegt zwischen der Grenze und der von Russland annektierten Krim. Bereits im vergangenen Jahr hatte die ukrainische Regierung gewarnt, die Separatisten könnten mit russischer Hilfe versuchen, eine Landverbindung zu der Halbinsel erobern

Trotz des vereinbarten Waffenstillstands haben sich im Osten der Ukraine Regierungstruppen und prorussische Separatisten auch am Freitag Kämpfe geliefert. Die Rebellen hätten in den vergangenen 24 Stunden Stellungen der Regierung 49 Mal mit Artillerie, Raketen und gepanzerten Fahrzeugen angegriffen, teilte ein Sprecher des ukrainischen Militärs mit. Dabei habe es auch einen Beschuss im Bezirk Mariupol gegeben.

Die Separatisten beschuldigten die ukrainischen Regierungstruppen ebenfalls, die Waffenruhe zu verletzen. So habe es einen Angriff auf Wohngebiete nach der Stadt Donezk gegeben habe, teilte der Nachrichtendienst der Separatisten mit. Dabei sei eine Frau getötet worden.

Die in Minsk ausgehandelte Waffenruhe sollte eigentlich seit Sonntag gelten. Die Rebellen haben danach aber den für sie wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewe erobert.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-krise-kiew-meldet-neue-russische-panzer-in-der-ostukraine/11400930.html

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19.02.2015

Britische Diplomaten „belegen“ russische Präsenz in Ukraine mit fragwürdigen Fotos

Diplomatische Vertretungen Großbritanniens haben am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die die Präsenz russischer Waffen in der Ukraine belegen sollen. Doch dieselben Bilder waren bereits früher auf anderen Webseiten aufgetaucht – mit ganz anderen Angaben zu Zeit und Ort.

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Die britische Botschaft in Kiew und die britische Vertretung bei der Nato veröffentlichten fast zeitgleich auf ihren Seiten und auf Twitter Bilder des Flugabwehr-Raketensystems Panzir, die am 24. Januar, dem 4. Und 5. Februar in den ostukrainischen Städten Schachtersk und Donezk aufgenommen worden sein sollen.

Die Bilder sind in Englisch, Ukrainisch und Russisch beschriftet: „Zusätzliche Beweise für die Präsenz russischer Streitkräfte in der Ukraine. Die Welt ist besorgt über Debalzewo. Russland muss die Minsker Vereinbarungen erfüllen und Waffen aus der Ukraine abziehen.“ Die Bilder enthalten keine Details und Ansatzpunkte, die Aufschluss über Ort der Aufnahme und die Zugehörigkeit der Technik hätten geben können. Zuvor bereits hatten andere Seiten dieselben Bilder mit anderen Ort- und Zeitangaben veröffentlicht. So wurde eines der Panzir-Bilder auf der Seite Billingcat mit dem 23. Januar datiert, als Ort wurde Gebiet Rostow (Russland) angegeben.

Westliche Politiker haben ihre Vorwürfe, Russland unterstütze die Regimegegner in der Ost-Ukraine mit Waffen, mehrmals mit fragwürdigen Fotobeweisen aus Sozialnetzwerken untermauert. Russland weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück. In der vergangenen Woche veröffentlichte US-Senator Jim Inhofe Fotos, die die Präsenz russischer Truppen im Donezbecken belegen sollten. Doch kurz danach stellte sich heraus, dass die Bilder schon 2008 im Kaukasusstaat Georgien aufgenommen worden waren. Ende Januar gestand der ukrainische Generalstabschef offiziell ein, dass es in der Ukraine keine russischen Truppen gibt.

http://de.sputniknews.com/politik/20150219/301187391.html

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16.02.2015

Ukraine legt US-Senat gefälschte Beweise über „russische Militärpräsenz“ vor

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Eine hochrangige ukrainische Delegation hat dem US-Senat gefälschte Fotobeweise vorgelegt. Die vorgelegten Fotos nannten sie „exklusives Material aus erster Hand“, dass die Präsenz von russischen Truppen in der Ukraine belegt. Tatsächlich handelte es sich bei den Fotos um Material von AP und AFP über den Konflikt in Südossetien 2008. Die „Beweise“ sollten dabei helfen „tödliche Waffenlieferungen“ aus den USA zu bekommen. Doch der Fälschungsversuch flog auf.

Es wäre jedoch nicht das erste Mal gewesen (siehe Irak-Krieg), dass die USA wegen gefälschten Fotobeweisen militärisch aktiv geworden sind.

http://www.rtdeutsch.com/12088/international/ukraine-legt-us-senat-gefaelschte-beweise-ueber-russische-militaerpraesenz-vor/

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13.02.2015

OSZE-Chef: Keine russischen Armeeeinheiten im Donbass gesehen

OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier will unter den Volkswehrmilizen im Donbass russische Bürger, jedoch keine Einheiten der russischen Armee gesehen haben.

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Wie Zannier am Freitag in Kiew sagte, habe er keine Bewegungen russischer Einheiten auf dem Territorium des Donbass gesehen.

Moskau betonte mehrmals, am innerukrainischen Konflikt nicht beteiligt zu sein und keine Waffen an die ostukrainische Volkswehr zu liefern. Dabei hat Moskau nicht geleugnet, dass Freiwillige aus Russland an der Seite der Volksmilizen im Donbass kämpfen.

Laut Zannier hat die in der Ostukraine eingesetzte OSZE-Mission wegen Sicherheitsproblemen nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Überwachung und Kontrolle der Situation.

http://de.sputniknews.com/politik/20150213/301105605.html

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12.02.2015

50 russische Panzer überqueren Grenze zur Ukraine

Während der Verhandlungen über den Friedensfahrplan für die Ukraine haben nach Angaben Kiews rund 50 russische Panzer die Grenze überquert.

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In der Nacht zu Donnerstag hätten die Truppen zudem etwa 40 Raketensysteme sowie ebenso viele gepanzerte Fahrzeuge über den Kontrollpunkt Iswarine in die Region Lugansk gebracht, erklärte der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko in Kiew.

Nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon in Minsk hatten sich die Konfliktparteien am Donnerstag auf einen Fahrplan für einen Frieden in der Ukraine geeinigt.

http://www.focus.de/politik/ausland/kiew-meldet-50-russische-panzer-ueberqueren-grenze-zur-ukraine_id_4471738.html

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29.01.2015

Ukrainischer Generalstab: Keine regulären Truppen Russlands in Ukraine

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in Kiew hat am Donnerstag eingestanden, dass keine regulären Truppen Russlands am militärischen Konflikt im Osten der Ukraine beteiligt sind. Zuvor hatten ukrainische und westliche Politiker Russland mehrmals beschuldigt, mit Truppen in der Ost-Ukraine einmarschiert zu sein.

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Auf der Seite der Volksmilizen in den Gebieten Donezk und Lugansk kämpfen zwar „einige“ Russen, jedoch keine regulären russischen Truppen, wie der ukrainische Generalstabschef Viktor Muschenko am Donnerstag mitteilte. „Wir haben einige Fakten, dass einzelne Soldaten der russischen Streitkräfte und russische Staatsbürger im Bestand der illegalen bewaffneten Formationen an den Kampfhandlungen teilnehmen“, sagte Muschenko. „Wir führen aber keine Kämpfe mit Einheiten der regulären russischen Armee.“ Der Generalstabschef sieht die ukrainische Armee in der Lage, die Milizen zu zerschlagen. Die Armee habe genug Kraft für einen „endgültigen Schlag gegen die illegalen bewaffneten Formationen.“

Erst in der vergangenen Woche hatte der Kiewer Sicherheits- und Verteidigungsrat behauptet, dass zwei „taktische Bataillonsgruppen“ der russischen Streitkräfte in der Ukraine einmarschiert seien. Russland wies die Behauptungen als „unsinnig“ zurück. Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation in der östlichen Industrieregion Donbass haben ukrainische Offizielle und Medien mehrmals über einen russischen „Einmarsch“ in die Ukraine berichtet. Beweise dafür wurden nie vorgelegt. So erzählte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko im August dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Russland wies die Vorwürfe zurück. Kurz danach hieß es aus Kiew, dass auch der ukrainische Nachrichtendienst keine russische Kolonne entdeckt habe. 

Der militärische Konflikt in der Ost-Ukraine war im April, kurz nach dem Februar-Umsturz in Kiew ausgebrochen. Die neue ukrainische Regierung schickte Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten sind laut UN-Angaben mehr als 5000 Zivilisten ums Leben gekommen.

http://de.sputniknews.com/politik/20150129/300869938.html

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10.12.2014

Generalstab: Westen fälscht „Belege“ für angebliche russische Truppen in Ukraine

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat „Enthüllungen“, mit denen westliche Staaten eine Präsenz russischer Truppen in der Ukraine belegen wollen, als „primitive Fälschungen“ zurückgewiesen.

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Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat „Enthüllungen“, mit denen westliche Staaten eine Präsenz russischer Truppen in der Ukraine belegen wollen, als „primitive Fälschungen“ zurückgewiesen.

Vor jedem internationalen Treffen auf hoher Ebene, in dem über die weitere Russland-Politik  diskutiert wird, präsentieren Nato- und US-Offizielle, aber auch ihnen treue Menschenrechtler immer neue Enthüllungen“, sagte Gerassimow am Mittwoch in Moskau bei einem Treffen mit Militärattachés aus mehr als 50 Staaten. „Die primitiven grafischen Fälschungen, die im Internet und in Sozialnetzwerken veröffentlicht werden, werden als unwiderlegbare Beweise für eine aktive Teilnahme russischer Truppen am internen Bürgerkonflikt in den Gebieten Donezk und Lugansk dargestellt„.

http://de.sputniknews.com/politik/20141210/270184602.html

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12.11.2014

Nato meldet: Russland marschiert in die Ost-Ukraine ein

Nach Angaben der Nato sind russische Truppen in die Ostukraine einmarschiert. Russland riskiere damit einen offenen Krieg, so das Militärbündnis. Das russische Verteidigungsministerium weist den Vorwurf zurück. Der ukrainische Verteidigungsminister bereitet seine Truppen auf Kampfhandlungen vor.

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Die Nato hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen russische Militär-Kolonnen in der Ost-Ukraine gesichtet.

Wir haben vor allem russische Panzer, russische Artillerie, russische Luftabwehrsysteme und russische Kampftruppen beim Einmarsch in die Ukraine gesichtet“, zitiert Bloomberg den Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove.

Die dpa meldet:

Die Nato hat bestätigt, dass ein russischer Militärkonvoi in die Ukraine gelangt sei. Nato-General Philip Breedlove bestätigte am Mittwoch in Sofia entsprechende Berichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über russische Truppenbewegungen. «In den vergangenen zwei Tagen haben wir dasselbe gesehen, was die OSZE berichtet», sagte Breedlove. Dabei handele es sich um «Kolonnen mit russischer Ausrüstung, vor allem russische Panzer, russische Artillerie, russische Luftabwehrsysteme und russische Kampftruppen», die in die Ukraine gelangten, sagte Breedlove. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

Doch Russland bestreitet, in der Ost-Ukraine einmarschiert zu sein.

Reuters meldet:

Die russische Armee ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau nicht in der benachbarten Ukraine präsent. Es wies damit am Mittwoch die Darstellung der Nato zurück, dass Militärkonvois die Grenze überschritten hätten. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte den Ministeriumssprecher, Generalmajor Igor Konaschenkow, mit den Worten: “Es gab und gibt keinen Beweis” hinter einer solchen Behauptung.

Ria Novosti meldet:

Wir achten schon gar nicht mehr auf die haltlosen Äußerungen des Nato Supreme Allied Commander Europe, General Philip Breedlove, über von ihm ‚beobachtete‘ russische Militärkolonnen, die angeblich in die Ukraine intervenieren“, kommentierte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow. „Das regelmäßige Wellenschlagen in Brüssel bezüglich einer angeblichen Präsenz des russischen Militärs in der Ukraine beruht auf keinerlei Fakten (…) Es entsteht der Eindruck, dass, je weniger die europäische Öffentlichkeit General Philip Breedlove glaubt, dieser desto heftigere alarmistische Erklärungen abgibt.“

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass sie Lastwagenkonvois mit schweren Waffen und Uniformierte ohne Hoheitsabzeichen im Osten der Ukraine gesehen hätten. Die ukrainische Regierung erklärte, bei den Rebellen seien russische Söldner im Einsatz.

Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform meldet:

Die ukrainischen Anti-Terror-Einheiten müssen sich auf Kampfhandlungen vorbereiten, weil Russland und die von Russland kontrollierten Terroristen ihre militärischen Aktivitäten verstärkt haben. Das teilte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak nach einer Regierungssitzung am Mittwoch mit: “Wir sehen und wissen über verstärkte Aktivitäten von Terror-Gruppen und von Russland. Wir beobachten ihre Bewegungen ganz genau und wissen, wo sie sind. Und wir erwarten überraschende Aktionen von ihnen. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, dass wir uns auf den Kampf vorbereiten.”

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass sie Lastwagenkonvois mit schweren Waffen und Uniformierte ohne Hoheitsabzeichen im Osten der Ukraine gesehen hätten.

Die ukrainische Regierung erklärte, bei den Rebellen seien russische Söldner im Einsatz. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind in den vergangenen 24 Stunden ein ukrainischer Soldat getötet und fünf weitere Soldaten verletzt worden.

Zuvor haben sich die ukrainischen Regierungstruppen nach Angaben von Verteidigungsminister Stepan Poltorak auf eine neue Offensive der Rebellen vorbereitet. Die Einheiten im Osten des Landes würden verlegt, um auf das Vorgehen der Rebellen zu reagieren, sagte der Minister laut Reuters am Mittwoch in Kiew.

Die Rebellen hätten in den vergangenen Tagen Verstärkung erhalten. „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, eine Militäraktion vorzubereiten“, fügte der Minister bei einer Kabinettssitzung hinzu.

Am Mittwoch war in der Industriemetropole Donezk heftiger Beschuss zu hören. Am Dienstag hatte die Regierung in Kiew den Rebellen vorgeworfen, neue Kämpfe vorzubereiten. Diese hätten Verstärkung durch russische Söldner erhalten, sagte ein Militärsprecher.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/12/nato-meldet-russland-marschiert-in-die-ostukraine-ein/

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09.11.2014

Ukraine: Milizen bekennen sich zur nicht identifizierten Militärkolonne

Die ostukrainischen Milizen haben sich zu der nicht identifizieren Militärkolonne bekannt, die von OSZE-Beobachtern am Samstag vor Donezk geortet worden war.

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Die ostukrainischen Milizen haben sich zu der nicht identifizieren Militärkolonne bekannt, die von OSZE-Beobachtern am Samstag vor Donezk geortet worden war.

Diese Kolonne gehört der Volkswehr“, sagte Eduard Bassurin, Vizekommandeur der Milizen der international nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“, am Sonntag RIA Novosti. Die Militärtechnik sei von einem anderen Frontabschnitt zur Verstärkung nach Donezk verlegt worden. Dies sei notwendig gewesen, weil das ukrainische Militär die Stadt weiter unter Artilleriebeschuss halte.

Das ukrainische Militär setzt regelmäßig Brandmunition gegen Wohnviertel von Donezk ein. Wir sammeln die Bruchstücke und lassen sie begutachten, um dann der Weltgemeinschaft zu präsentieren“, teilte Bassurin mit. Allein in der Nacht zum Sonntag seien fünf Häuser durch Brandgeschosse zerstört worden. Zwei Milizen seien getötet, fünf Zivilisten und ein Volkswehrkämpfer seien verletzt worden. Laut Bassurin schießt die ukrainische Armee aus den Ortschaften Peski, Opytnoje und Awdejewka. Dabei setzt sie Mehrfachraketenwerfer, Mörser und Haubitzen ein. Die Milizen erwidern das Feuer.

Die Beobachter der Special Monitoring Mission (SMM) der OSZE hatten am Samstag im Raum Majekewka, 25 km nordöstlich von Donezk eine Richtung Westen fahrende Militärkolonne gesichtet, der Lkw und Tankwagen, aber auch Haubitzen ohne Kennzeichen gehörten.

Der militärische Konflikt in der Ost-Ukraine hatte im April begonnen. Die ukrainische Regierung schickte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei blutigen Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen kamen laut UN-Angaben mehr als 4000 Zivilisten ums Leben. Hunderttausende Menschen sind nach Russland geflohen. Zudem gibt es mindestens 430.000 Binnenvertriebene und schwere Zerstörungen in Wohngebieten.

Am 5. September einigten sich die ukrainische Regierung und die Führungen der abtrünnigen Regionen bei Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung. Die Waffenruhe wurde jedoch immer wieder gebrochen.

http://de.sputniknews.com/politik/20141109/269963716.html

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07.11.2014

US-Außenamt: Keine Bestätigung für Bewegungen russischer Panzertechnik in Ukraine

Die USA haben keine Bestätigung für Berichte der ukrainischen Behörden über Bewegungen russischer Panzertechnik auf dem Territorium der Ukraine. Das teilte US-Außenamtssprecherin Jennifer Psaki am Freitag auf einer Pressekonferenz in Washington mit.

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Ich sage nicht, dass wir diese Berichte dementieren. Aber im Moment liegt uns keine Bestätigung für diese Informationen aus unabhängigen Quellen vor“, sagte Psaki.

Zuvor hatte das kanadische Außenamt Besorgnis über Meldungen geäußert, wonach russische Truppen zur ukrainischen Grenze verlegt würden. Am Freitag hatte Kiew mitgeteilt, dass sich eine Kolonne russischer Panzertechnik auf dem Territorium der Ukraine befindet.

Auch die Vereinten Nationen konnten die Verlegung russischer Truppen in die Ukraine nicht bestätigen. „Wir können dahin gehende Informationen nicht überprüfen“, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Freitag in New York.

Moskau hatte mehrmals erklärt, Russland sei keine Konfliktseite in der Ukraine und habe mit der Entwicklung im Südosten des Nachbarlandes nichts zu tun. Dort gebe es weder russische Geheimdienste noch Truppen, hieß es in Moskau.

http://de.sputniknews.com/militar/20141107/269957519.html

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07.11.2014

UN: Keine Beweise für Verlegung russischer Truppen in die Ukraine

Die Uno kann eine Verlegung russischer Truppen in die Ukraine nicht bestätigen. Das erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Freitag in New York.

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Wir können dahin gehende Informationen nicht überprüfen“, sagte er.

Zuvor hatten die USA und einige westliche Länder Russland vorgeworfen, seine Truppen zur ukrainischen Grenze zu verlegen. Moskau wies alle Anschuldigungen als erdacht zurück.

http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/news/2014_11_07/UN-Keine-Beweise-fur-Verlegung-russischer-Truppen-in-die-Ukraine-6727/

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07.11.2014

Panzer und Haubitzen – Moskau rückt in Ukraine ein

Eine Kolonne von fast 80 Fahrzeugen mit Soldaten, schweren Waffen und Munition verstärkt die prorussischen Kämpfer in der Region Lugansk. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Krieg offen ausbricht?

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Der Krieg in der Ostukraine war nie wirklich vorbei. Auch wenn die schweren Kämpfe nach den Verhandlungen von Minsk eingestellt wurden, wird trotz Absprachen und Waffenruhe an vielen Orten weiter gekämpft. Beide Seiten warten im Grunde nur darauf, dass die Waffenruhe, die sowieso kaum jemand einhält, endgültig und offiziell gebrochen wird.

Die prorussischen Separatisten hatten am vergangenen Wochenende „Wahlen“ in der Ostukraine inszeniert.

Seither meldet Kiew intensive militärische Aktivitäten auf russischer Seite. Jetzt sei sogar eine russische Panzerkolonne in die Ukraine eingedrungen, erklärte der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko. Nach Angaben der ukrainischen Armee seien 32 Panzer, 30 Lastkraftwagen mit Munition und Kämpfern sowie 16 Haubitzen des Typs D-30 in der Kolonne geführt worden, die in das Gebiet Lugansk gefahren sind.

„Der Nachschub an Militärtechnik und Kämpfern aus russischem Territorium hört nicht auf“, sagte Lyssenko. „Die Verlegung von Technik und russischen Söldnern an der Frontlinie geht weiter.“ Er könne aber noch nicht von einer offenen russischen Offensive sprechen. Die Truppen, die sich jetzt auf dem ukrainischen Territorium befänden, reichen dafür nicht aus.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko informierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Telefon über eine „Eskalation“ der Lage im Konfliktgebiet Donbass. Es gebe Rückschritte in dem zuletzt in Minsk vereinbarten Prozess für eine Entspannung der Situation, sagte der Staatschef einer Mitteilung des Präsidentenamtes in Kiew zufolge.

Bereiten die Rebellen eine Offensive vor?

Der ukrainische Politiker und Militärexperte Dmitri Tymtschuk erklärte, dass die Separatisten „Angriffstruppen“ aufstellen und eine Offensive vorbereiten würden. Die russischen Truppen seien an der Grenze zur „Absicherung“ der Freischärler aufmarschiert. Er schließe eine russische Offensive nicht aus, vor allem dann nicht, wenn die Separatisten eine Niederlage erleiden würden.

Der russische Militäranalytiker Alexander Golts dagegen hält eine russische Offensive in der nächsten Zeit für unwahrscheinlich. „Russland hat im August, als seine Truppen bereits auf dem Vormarsch waren, auf einen Angriff auf Mariupol verzichtet“, sagte er. „Jetzt im November ist ein Angriff noch unwahrscheinlicher, weil die meisten Landwege aufgeweicht sind und die russische schwere Technik im Schlamm stecken bleiben würde.“

Russland habe nicht genug Ressourcen für einen militärischen Anschluss der Ostukraine, denn es gehe nicht nur darum, die ukrainische Armee zu besiegen, sondern auch darum, die Gebiete zu halten und eine neue Grenze „mit Hunderten und Tausenden Checkpoints“ zu bewachen, wo es davor keine gegeben habe.

US-General: „Handlungsfähige russische Truppe in der Ukraine“

Im Sommer habe Moskau die Separatisten immer nur so viel unterstützt, dass sie von der ukrainischen Armee nicht geschlagen werden. Als die Separatisten im August kurz vor einer Niederlage standen, griff Russland mit regulären Truppen ein, was den Freischärlern ermöglichte, einen Teil der Gebiete Donezk und Lugansk wieder zu besetzen. Danach zog der Großteil der russischen Truppen wieder ab. US-General Philip Breedlove sprach Mitte Oktober von einer „handlungsfähigen“ russischen Truppe, die auch nach dem Rückzug in der Ukraine geblieben sei.

Anfang November sprach Breedlove von „250 bis 300“ russischen Militärs in der Ostukraine, die die Freischärler trainieren und ausrüsten. Die Grenze zwischen Russland und der Ukraine sei „löchrig“, während sich die Grenze zwischen den Gebieten von Separatisten und den Regionen, die von Kiew kontrolliert werden, immer fester abzeichnet. An der russisch-ukrainischen Grenze seien nach Angaben von Breedlove sieben russische Bataillone stationiert.

Auch diplomatisch verzichtet Moskau bis jetzt auf die offene Unterstützung der Separatisten. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow erklärte, dass Russland die Wahlen in Donezk und Lugansk nicht anerkenne, sondern respektiere. Das sei ein feiner, aber wichtiger Unterschied.

http://www.welt.de/politik/ausland/article134116750/Panzer-und-Haubitzen-Moskau-rueckt-in-Ukraine-ein.html

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01.09.2014

OSZE: „Keine Hinweise auf Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden“

Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen in der Ost-Ukraine keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden. Das sagte ein Sprecher der Organisation den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Organisation ist mittlerweile mit 250 Mitarbeitern in der Region und kann offenbar einigermaßen unbehindert beobachten. Die Nato hatte zuletzt behauptet, Beweise für russische Militär-Operationen zu haben. Die ukrainische Führung spricht seit Tagen von einer „Invasion“ der russischen Armee.

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Für die OSZE stellt sich die Lage in der Ukraine anders dar als für die Konfliktparteien. Roland Bless, Sprecher des OSZE-Vorsitzlandes Schweiz, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die OSZE hat aufgrund ihrer Beobachtungen keine Hinweise auf eine Präsenz von russischen Truppen auf ukrainischem Boden.“

Die Nato hatte zuletzt Satellitenbilder vorgelegt, die eine stärkere russische Präsenz in der Ukraine belegen sollten. Die Amerikaner sprachen von einer „Zunahme der Beweise“ einer direkten russischen Operation in der Ukraine, die ukrainische Führung sprach wiederholt von einer „Invasion“. Der ukrainische Präsident Poroschenko meldete vergangene Woche den „Einmarsch“ der Russen. Für Litauen besteht kein Zweifel daran, dass die Russen in der Ukraine agieren.

Erst am Montag hatte Angela Merkel Russland vorgeworfen, die Grenzen zur Ukraine mit Gewalt verändern zu wollen. Sie verlangte von Russland Aufklärung über die Präsenz von russischen Truppen in der Ukraine.

Nichts dergleichen kann die OSZE aufgrund ihrer eigenen Beobachtungen bestätigen: Bless „Die Aufgabe der Beobachtungsmissionen besteht darin, die von anderer Seite dargestellten Sachverhalte zu objektivieren durch ihre Observation vor Ort.“

Dazu operieren die OSZE-Beobachter auf zwei Ebenen: Zum einen werden an zwei Punkten die Grenzübergänge kontrolliert, was angesichts einer Länge von 2.000 Kilometern, die die russisch-ukrainische Grenze hat, eine Kontrolle natürlich nicht möglich macht. Allerdings scheint die OSZE durch ihre „Special Monitoring Mission (SMM)“ mittlerweile im Land relativ gut vernetzt zu sein.

Die OSZE ist eine von den Konfliktparteien unabhängige Organisation. Sie verfasst ihre Berichte aufgrund des Einsatzes von eigenen Mitarbeitern in dem Krisengebiet. Bless: „Die SMM können in unter den gegebenen Umständen wegen der Sicherheitslage vor allem im Kampfgebiet nur eingeschränkt operieren. Allerdings ist sie in 10 ukrainischen Oblasten vertreten. Dazu zählen auch jene, um die es bei diesem Konflikt geht.“

Die OSZE kann sich nach einem anfänglich kritischen Beginn offenbar freier bewegen. Zu Beginn des Einsatzes in der Ost-Ukraine waren zwei Teams der OSZE von Rebellen festgehalten worden. Die offizielle Formulierung dazu lautet, dass die Mitarbeiter „Gäste“ der Rebellen waren. Offenbar ist es der OSZE gelungen, bis zu einem gewissen Grad das Vertrauen aller Beteiligten zu gewinnen – eine Tatsache, die für einen Einsatz als echte Vermittler entscheidend sein könnte.

Doch noch ist das nicht möglich. Roland Bless: „Der nächste Schritt muss sein, dass sich die Konfliktparteien auf einen Waffenstillstand einigen. Dann können weitere Tätigkeiten der OSZE greifen. Der amtierende Vorsitzende Burkhalter hat darauf wiederholt hingewiesen.“

Schon jetzt könnten die OSZE-Mitgliedsstaaten mehr dafür tun, um eine der wenigen Instanzen zu stärken, die keine Interessen in der Ost-Ukraine verfolgt. Bless: „Das Potenzial, was die OSZE tun könnte, ist noch nicht ausgeschöpft. Es besteht ein Mandat, 500 Leute in die Region zu schicken. Gegenwärtig sind 250 Leute in der Ukraine. Als nächsten Schritt plant die SMM Flugbeobachtungsinstrumente einsetzen.“

Die OSZE ist auch Mitglied einer Drei-Parteien-Kontaktgruppe, an de die Ukraine und Russland teilnehmen. Diese Gruppe will sich im Laufe des Montag im Minsk treffen.
An dem Treffen soll auch ein Abgesandter der Rebellen aus teilnehmen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, dass Russland keine Invasion plane und forderte, dass die OSZE für eine Waffenruhe sorgen solle.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/01/osze-keine-hinweise-auf-praesenz-von-russischen-truppen-auf-ukrainischem-boden/

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28.08.2014

Russlands OSZE-Vertreter: Keine russischen Militärkolonnen in Ostukraine

Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin hat die Anschuldigungen der ukrainischen Seite zurückgewiesen, wonach russische Militärkolonnen in die Ukraine einmarschiert seien.

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Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin hat die Anschuldigungen der ukrainischen Seite zurückgewiesen, wonach russische Militärkolonnen in die Ukraine einmarschiert seien.

Es gibt keine  russischen Militärkolonnen“, sagte Kelin am Donnerstag in einem Gespräch mit RIA Novosti nach einer Sondersitzung des ständigen OSZE-Rates.

Unsere Partner interessierten sich (in der Sitzung) nicht für die humanitäre Situation im Südosten der Ukraine, sondern für irgendwelche erfundene Kolonnen von russischer Kampftechnik, die sich jetzt angeblich  in Richtung Nowoasowsk bewegen. Davon hat der ukrainische OSZE-Vertreter gerade gesprochen. Niemand sonst verfügt über solche Angaben. Es gibt natürlich keine Militärkolonnen.“

Der ukrainische OSZE-Vertreter Igor Prokoptschuk teilte indessen Journalisten mit, dass die Behörden seines Landes „eine direkte Invasion russischer Truppen in östliche Regionen der Ukraine registriert“ hatten.

Ein unwiderlegbarer Fakt besteht lediglich darin, dass in Nowoasowsk Volkswehr-Milizen einmarschiert sind. Alles andere ist erfunden. Vor einer Woche und auch vor zwei Wochen hat man genauso Kolonnen russischer Militärtechnik registriert. Dort gibt es gar nichts. Das ukrainische Militär verliert dort einfach seine Möglichkeiten und tritt immer mehr Land an die Volkswehr ab, die, soweit ich verstehe, in die Gegenoffensive gegangen ist.“ 

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag im Zusammenhang mit der „schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk“ seinen Türkei-Besuch gestrichen. Stattdessen wird eine dringende Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates einberufen.

Ich habe beschlossen, meinen Arbeitsbesuch in die Republik Türkei angesichts der schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk aufzuheben», erklärte der Präsident. Wie er behauptet, ist es „zu einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine“ gekommen.

http://de.sputniknews.com/politik/20140828/269414977.html

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28.08.2014

Moskau: Kiew lügt über russischen Einmarsch in Ukraine

Als Lüge hat Jewgeni Serebrennikow, Vizechef des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrats, die Äußerung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko über einen russischen Einmarsch in der Ukraine zurückgewiesen. In der Ukraine gibt es keine russischen Streitkräfte, sagte der Parlamentarier am Donnerstag zu RIA Novosti.

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Als Lüge hat Jewgeni Serebrennikow, Vizechef des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrats, die Äußerung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko über einen russischen Einmarsch in der Ukraine zurückgewiesen. In der Ukraine gibt es keine russischen Streitkräfte, sagte der Parlamentarier am Donnerstag zu RIA Novosti.

Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko hatte behauptet, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Deshalb habe er seinen Türkei-Besuch abgesagt und eine Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrats einberufen, erklärte der Staatschef.

Wir haben bereits mehrere Erklärungen der ukrainischen Führung gehört, die  sich dann schnell als Lüge erwiesen haben“, kommentierte Serebrennikow. „Jetzt sind wir Zeugen einer neuen Ente.“

http://de.sputniknews.com/politik/20140828/269414014.html

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28.08.2014

Ukraine: Poroschenko meldet russische Soldaten auf ukrainischem Territorium

Nach Hardliner-Premier Jazenjuk berichtet nun auch der ukrainische Präsident Poroschenko, dass die russische Armee in erheblicher Stärke die ukrainische Grenze überschritten hat und in die Kämpfe eingreift. Russland bestreitet nicht, dass russische Soldaten auf ukrainischem Boden sind. Nach Angaben der Rebellen haben sie sich für den Ukraine-Einsatz „beurlauben lassen“.

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Die ukrainische Führung hat erklärt, dass der Einmarsch der Russen im Osten des Landes begonnen habe. Die Russen dementieren nicht mehr, dass russische Soldaten auf ukrainischem Territorium agieren. Offenbar haben die Russen und die Rebellen die ukrainische Armee im Donbass so weit zurückgedrängt, dass Moskau nun mit weniger Widerstand rechnet (hier die strategische Lage vor dem angeblichen Einmarsch der Russen). Die Erklärung kann allerdings auch eine Finte der Ukraine sein, um den Westen dazu zu bewegen, aktiv in den Krieg einzutreten.

Reuters meldet:

Das russische Militär hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit einer Invasion des Landes begonnen. Dies teilte das Präsidialamt in Kiew am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Poroschenko habe eine Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrats einberufen, um über die nächsten Schritte zu beraten. Wegen der “russischen Invasion” habe der Präsident zudem einen Staatsbesuch in der Türkei abgesagt.

Der nationale Sicherheitsrat der Ukraine teilte über Twitter mit, bei den Kämpfen in der Ostukraine habe das russische Militär die Kontrolle über den Grenzort Nowoasowsk übernommen. Die ukrainischen Soldaten hätten sich aus der Ortschaft zurückgezogen, um ihr Leben zu retten. Die Separatisten würden zusammen mit russischen Truppen ihre Gegenoffensive im Südosten des Landes vorantreiben. Die ukrainische Armee konzentriere sich in der Region daher nun auf die Verteidigung der Stadt Mariupol.

Etwa 3000 Freiwillige aus Russland unterstützen nach Angaben des Rebellenanführers Alexander Sachartschenko in der Ukraine die Separatisten. Sachartschenko, bestätigt, dass russische Soldaten auf Seiten der Aufständischen kämpfen. Die Soldaten hätten sich zu diesem Zweck beurlauben lassen, zitiert das russische Fernsehen den Rebellenchef.

Zugleich sagt er in einem Gespräch mit Reuters, dass die Rebellen das ukrainische Militär ohne Hilfe des russischen Staats besiegen könnten. Die Aufständischen führen Sachartschenko zufolge eine Offensive, die unter anderem die ukrainische Stadt Mariupol zum Ziel habe.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/28/ukraine-poroschenko-meldet-russische-invasion/

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22.08.2014

Nato-Chef: Russische Artillerie wird gegen ukrainische Armee eingesetzt

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirft Moskau vor, dass russische Artillerie gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werde – sowohl vom russischen als auch vom ukrainischen Territorium aus.

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Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirft Moskau vor, dass russische Artillerie gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werde – sowohl vom russischen als auch vom ukrainischen Territorium aus.   

Seit Mitte August gibt es eine Eskalation der russischen militärischen Engagements im Osten der Ukraine, einschließlich einer Verwendung russischer Streitkräfte“, erklärte Rasmussen am Freitag. „Außerdem wird die russische Artillerie – sowohl grenzübergreifend als auch von der Ukraine aus – gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt.“ Die Nato habe zudem „den Transfer von großen Mengen moderner Waffen, darunter von Panzern, Schützenpanzern und Artillerie“ an die bewaffneten Gruppen im Osten der Ukraine beobachtet, behauptete Rasmussen. Die Quelle für seine Angaben gab er nicht an.

In der Ost-Ukraine dauern Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte im April Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Kiew aber auch die USA und EU-Staaten werfen Moskau vor, die Regimegegner in den Protestregionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück und fordert von Kiew ein Ende des Militäreinsatzes, der nach UN-Angaben bereits mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat.

Zudem beschuldigen die ukrainische Regierung in Kiew und westliche Staaten Russland, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden nie vorgelegt. Russland weist die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße registriert.

http://de.sputniknews.com/militar/20140822/269369523.html

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20.08.2014

Ukrainischer Nachrichtendienst findet keine russischen Panzer in Lugansk

Der Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Kiew weist Berichte ukrainischer Medien zurück, laut denen eine russische Panzerkolonne in Lugansk im Osten der Ukraine vorgerückt sein soll, um die dortigen Milizen zu unterstützen. Der ukrainische Nachrichtendienst hat keine Panzer entdeckt.

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Der Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Kiew weist Berichte ukrainischer Medien zurück, laut denen eine russische Panzerkolonne in Lugansk im Osten der Ukraine vorgerückt sein soll, um die dortigen Milizen zu unterstützen. Der ukrainische Nachrichtendienst hat keine Panzer entdeckt.

Diese Meldungen sind ausgesprochen zweifelhaft“, sagte der Sprecher des ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat, Andrej Lyssenko, am Mittwoch. „Wir haben keine offizielle Bestätigung vonseiten unserer Aufklärung dafür, dass diese Kolonne existiert.“

Westliche Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass russische Kampffahrzeuge über die ukrainische Grenze gefahren seien. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Das russische Militär wies diese Behauptungen als „Phantasien“ zurück. Auch die OSZE-Beobachter teilten mit, keine Militärkolonne beim Überqueren der Grenze gesichtet zu haben. Am Freitagabend teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, dass die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine nicht bestätigen könnten.

http://de.sputniknews.com/politik/20140820/269345829.html

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19.08.2014

OSZE-Beobachter: Keine Waffen aus Russland in die Ukraine transportiert

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Grenze zwischen Russland und der Ukraine überwachen, haben laut Missionschef Paul Picard bislang keine Waffentransporte über die Grenze registriert.

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Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Grenze zwischen Russland und der Ukraine überwachen, haben laut Missionschef Paul Picard bislang keine Waffentransporte über die Grenze registriert.

Waffen haben wir nie gesehen“, sagte Picard am Dienstag auf einer Pressekonferenz im südrussischen Gebiet Rostow. Auf die Frage, ob die Beobachter militärische Fahrzeuge gesichtet hätten, antwortete Picard. „Gestern haben wir an zwei Grenzübergängen keine Militärfahrzeuge beim Passieren der Grenze gesehen.“ In der vergangenen Woche seien russische Militärhubschrauber intensiver als sonst in Grenznähe gekreist, ohne jedoch die Grenze verletzt zu haben, so der OSZE-Missionschef weiter. „All diese Hubschrauber flogen in den Luftraum der Ukraine nicht ein und waren immer auf der Seite der Russischen Föderation; die Flüge fanden in Sichtweite der Beobachter statt.“

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte das Truppenaufgebot im russischen Grenzgebiet als Sicherheitsmaßnahme im Zusammenhang mit den andauernden Kämpfen in der Ost-Ukraine bezeichnet. „Vorsicht  kann nie überflüssig sein. Wir müssen wachsam bleiben, denn jenseits der Grenze ein regelrechter Krieg mit  Artillerie, Luftwaffe und Mehrfachraketenwerfern stattfindet.“

Westliche Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass russische Kampffahrzeuge über die ukrainische Grenze gefahren seien. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Das russische Militär wies diese Behauptungen als „Phantasien“ zurück. Auch die OSZE-Beobachter teilten mit, keine Militärkolonne beim Überqueren der Grenze gesichtet zu haben. Am Freitagabend teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, dass die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine nicht bestätigen könnten.

http://de.sputniknews.com/politik/20140819/269334063.html

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17.08.2014

OSZE: Keine russische Militärkolonne beim Überqueren ukrainischer Grenze gesichtet

Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine haben keine Beweise für die Behauptung Kiews gefunden, dass eine russische Militärkolonne über die Grenze in die Ukraine vorgedrungen und dort zerstört worden sei.

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Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine haben keine Beweise für die Behauptung Kiews gefunden, dass eine russische Militärkolonne über die Grenze in die Ukraine vorgedrungen und dort zerstört worden sei.

Die Special Monitoring Mission (SMM) in der Ukraine versuche, die Informationen über ein Vordringen militärischer Kolonnen zu überprüfen, hat bislang jedoch keine Fakten gefunden“, heißt es in einem SMM-Bericht auf der OSZE-Seite. 

Westliche Medien hatten berichtet, dass 23 Kampffahrzeuge, Tankwagen und Begleitautos mit russischen Kennzeichen in der Nacht zum Freitag über die ukrainische Grenze gefahren seien. Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko berichtete dem britischen Premierminister David Cameron am Telefon über die Zerschlagung einer „russischen Militärkolonne“. Das russische Militär wies diese Behauptungen als „Phantasien“ zurück. Am Freitagabend teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA (NSC) mit, dass die Vereinigten Staaten die Berichte über einen Einmarsch russischer Militärfahrzeuge in der Ukraine vorerst nicht bestätigen könnten.

http://de.sputniknews.com/politik/20140817/269315305.html

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15.08.2014

Poroschenko berichtet Cameron über Zerschlagung „russischer Militärkolonne“

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat am Freitag den britischen Premierminister David Cameron über die Zerschlagung einer angeblich russischen Militärkolonne informiert, die in der Nacht zum Freitag über die ukrainische Grenze gefahren sein soll.

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Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat am Freitag den britischen Premierminister David Cameron über die Zerschlagung einer angeblich russischen Militärkolonne informiert, die in der Nacht zum Freitag über die ukrainische Grenze gefahren sein soll.

Westliche Medien hatten berichtet, dass 23 Kampffahrzeuge, Tankwagen und Begleitautos mit russischen Kennzeichen im Raum Iswarino über die ukrainische Grenze gefahren seien. Der russische Grenzschutz wies diese Meldungen als falsch zurück. „Diese Information ist wahr und wurde bestätigt“, sagte Poroschenko nach Angaben seines Presseamtes in einem Telefongespräch mit Cameron. „Das Gros der Technik wurde in der Nacht von der ukrainischen Artillerie vernichtet.“

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine waren nach dem Februar-Umsturz in Kiew am Tiefpunkt angelangt. Nach dem Umsturz schickte die neue ukrainische Regierung Truppen in östliche Regionen des Landes, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt hatten. Kiew aber auch die USA und EU-Staaten werfen Moskau vor, die Regimegegner in den Protestregionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück und fordert von Kiew ein Ende des Militäreinsatzes, der nach UN-Angaben bereits mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat.

http://de.sputniknews.com/politik/20140815/269305313.html

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27.07.2014

Inspekteure finden keine Rechtsverstöße durch Russland an der Grenze zu Ukraine

Laut Generalmajor Igor Konaschenkow, amtlicher Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, haben internationale Inspektionsteams keine Rechtsverletzungen durch Russland, darunter keine unangemeldeten militärischen Aktivitäten, an der Grenze zur Ukraine registriert.

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Laut Generalmajor Igor Konaschenkow, amtlicher Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, haben internationale Inspektionsteams keine Rechtsverletzungen durch Russland, darunter keine unangemeldeten militärischen Aktivitäten, an der Grenze zur Ukraine registriert.

So kommentierte Konaschenkow am Sonntag in Moskau die Äußerungen des US-amerikanischen Nato-Botschafters Douglas Lute und der Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, zu einer angeblichen Konzentration von „rund 15 000 Militärs an der Grenze zur Ukraine“.

Dem Sprecher zufolge haben 18 internationale Inspektionsteams in den zurückliegenden vier Monaten – entsprechend dem Wiener Dokument aus dem Jahr 2011 und dem Vertrag über den Offenen Himmel – die an die Ukraine angrenzenden Rayons Russlands besucht. Die Inspektionsteams, die sich aus Vertretern der USA, der Nato-Länder und der Ukraine zusammensetzten, haben die genannten Gebiete überflogen und die Truppenteile besucht, die von Interesse für sie waren. 

http://de.sputniknews.com/politik/20140727/269123447.html

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14.06.2014

Nato dokumentiert russische Intervention

Die Nato hat Aufnahmen veröffentlicht, die offenbar russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zeigen. Sie sollen die Grenze zur Ukraine überschritten haben – und dort auf Seiten der Separatisten zum Einsatz kommen.

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Die Nato erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland, die zu einer erheblichen Verschärfung der Ukraine-Krise führen könnten: Russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sollen die südöstliche Grenze zur Ukraine überschritten haben und dort zur Unterstützung der Aufständischen im Einsatz sein. Die westliche Allianz hat dazu am Samstag Aufnahmen veröffentlicht.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte am Freitag nur von Berichten über solche Vorgänge gesprochen, aber schon da hinzugefügt, dass es eine „ernsthafte Eskalation der Krise“ darstellen würde, sollten sie sich als wahr herausstellen. Einen Tag später präsentierte die Nato dann selbst Material, das die russische Intervention belegen soll.

Die Allianz hat dazu eine Indizienkette zusammengestellt, die aus mehreren Satelliten- und Bodenaufnahmen besteht. Es handelt sich um frei verfügbares Bildmaterial kommerzieller Anbieter und aus Internetforen. Die Nato hat nach Auskunft eines Offiziers eigene Aufnahmen von den fraglichen Ereignissen, die sie aber nicht freigeben will. Diese sollen eine höhere fotografische Qualität haben als das nun veröffentlichte Material.

Die Indizienkette beginnt mit drei Satellitenaufnahmen eines Militärlagers in Rostow am Don, das etwa 75 Kilometer Luftlinie oder 90 Kilometer mit dem Auto vom nächsten Grenzübergang zur Ukraine entfernt liegt. In einer ersten Aufnahme vom 30. Mai ist dort nach Ansicht der Nato eine größere Anzahl von gepanzerten Fahrzeugen zu sehen. In einer zweiten Aufnahme vom 6. Juni sind diese Fahrzeuge verschwunden, dafür sind acht neue Objekte zu erkennen, die die Nato für Panzer hält. Auf einer dritten Aufnahme sind am 11. Juni zehn Fahrzeuge zu sehen, die Panzer sein sollen.

Auf einem weiteren Bild hat die Nato mehr Details dieser Situation herausgearbeitet. Unten links auf dieser Aufnahme sieht man nach ihrer Auswertung, dass drei Panzer auf einen Transporter verladen wurden, wie sie zum Panzertransport über Land verwendet werden. Das nächste Bild ist angeblich eine Aufnahme aus der ukrainischen Stadt Makijiwka, auf der zwei russische Panzer auf dem Weg zu einer Straßenkreuzung zu sehen sind. Vorweg fährt ein Fahrzeug mit russischer Fahne. Es gibt eine weitere Aufnahme vom 11. Juni, die aus der ukrainischen Stadt Sneschnoje stammen soll, auf der ein Panzer ohne Hoheitsabzeichen zu sehen ist.

Um deutlich zu machen, dass es sich um einen russischen Panzer handelt, hat die Nato ihrem Material Fotos des Panzertyps T-64 hinzugefügt, den sowohl die russische als auch die ukrainische Armee benutzen. Der russische Panzer hat erkennbar ein anderes Tarnmuster und eine andere Panzerung als die ukrainische Version. Danach wäre der Panzer in Sneschnoje russischer Herkunft. Es handelt sich um ein Modell, das die russischen Streitkräfte selbst schon ausgemustert haben, von denen aber noch gut 2000 vorhanden sein sollen. 

Ein Offizier des Bündnisses legte dieser Zeitung dar, dass die Bilder folgenden Ablauf nahelegten: Zunächst habe Russland wie angekündigt tatsächlich seine Truppenpräsenz an der Grenze zur Ukraine abgebaut, wie der Abzug der gepanzerten Fahrzeuge auf den ersten Bildern aus Rostow zeigt. Danach tauchten aber Panzer auf dem Militärgelände auf, die zum Weitertransport verladen wurden. Einen Tag später habe die ukrainische Regierung berichtet, dass drei russische Panzer und mehrere gepanzerte Fahrzeuge die Grenze am Übergang Dovzhansky überquert hätten, der unter Kontrolle der Aufständischen der selbsternannten „Volksrepublik Luhansk“ steht. Die Bilder aus Makijiwka und Sneschnoje seien als Beleg dafür zu werten, dass die Panzer tatsächlich die Grenze überschritten hätten und in der Südostukraine im Einsatz seien.

Nach Ansicht der Allianz ist das ein Vorgehen, wie es die russische Führung schon auf der Krim praktiziert hat. Denn die Panzer tragen keine Hoheitszeichen, so wie das auch bei den „grünen Männchen“ auf der Krim der Fall war, die sich im Nachhinein als russische Einsatzkräfte erwiesen. Sie waren die Vorhut, mit der Moskau die Annexion der Halbinsel vorbereitete.

Ob es womöglich noch weitere russische Panzer auf ukrainischem Gebiet geben könnte, teilte die Nato nicht mit. Der russische Truppenabzug von der Grenze, der mehrfach vom Kreml angekündigt und immer wieder verschoben worden war, scheint allerdings nicht vollständig erfolgt zu sein. Der Großteil der vormals bis zu 40.000 Soldaten sei aus dem Gebiet in der Nähe zur Grenze abgezogen worden, heißt es aus der Nato. Eine Einheit unter 1000 Mann sei aber zurückgelassen worden. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass auch sie verlegt werden soll.

Auch das amerikanische Außenministerium wies auf die Bilder der Panzer hin. „Die Russen werden sagen, dass die Panzer aus den ukrainischen Streitkräften stammen, aber es operieren keine ukrainischen Panzereinheiten in diesem Gebiet. Wir sind überzeugt davon, dass es sich um russische Panzer handelt“, sagte eine Sprecherin. Sie beschuldigte Russland außerdem, Raketenwerfer nach Luhansk geliefert zu haben, eine der Hochburgen der Aufständischen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/kampfpanzer-in-der-ostukraine-nato-dokumentiert-russische-intervention-12990196.html

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17.05.2014

OSZE-Botschafter Kelin: Keine Belege für „russische Diversanten“ in Ukraine

Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin sieht bislang keine Belege für die Präsenz „russischer Diversanten“ in der Ukraine. „Die Realität ist so, dass ‚sensationelle Erklärungen‘, wonach es auf dem Territorium der Ukraine ‚russische Diversanten‘ gibt, weder Hand noch Fuß haben“, erklärte der Diplomat in Wien.

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Der russische OSZE-Botschafter Andrej Kelin sieht bislang keine Belege für die Präsenz „russischer Diversanten“ in der Ukraine. „Die Realität ist so, dass ‚sensationelle Erklärungen‘, wonach es auf dem Territorium der Ukraine ‚russische Diversanten‘ gibt, weder Hand noch Fuß haben“, erklärte der Diplomat in Wien.

Die Behauptungen über eine vermeintliche Aggression Russlands in der Ukraine haben einen deutlich ausgeprägten provokatorischen Charakter. Derartige Erklärungen können die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft zur Stabilisierung in der Ukraine nur untergraben“, sagte Kelin.

Der Wortlaut seiner Rede wurde am Samstag auf der Internetseite des russischen Außenministeriums veröffentlicht.

http://de.sputniknews.com/politik/20140517/268518858.html

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08.05.2014

New York Times: Rebellen in der Ost-Ukraine kämpfen auf eigene Faust

Ein Bericht der New York Times widerlegt Darstellungen der Regierung in Kiew und der EU, wonach Russland die Rebellen in der Ost-Ukraine lenkt. Tatsächlich seien die Aufständischen in Donezk auf sich allein gestellt. Unterstützung erhielten sie lediglich von den Bürgern vor Ort. Sie wollen ihre Heimat vor der Übernahme durch die neue Führung in Kiew schützen.

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Anders als von Kiew behauptet sind die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine offenbar keine von Russland eingeschleusten Agenten. Es sind Ukrainer, die sich gegen die Übernahme ihres Landes durch die Kiewer Führung zur Wehr setzen.

Die 12. Kompanie ist Teil der Volksmiliz der Volksrepublik Donezk. Ihr Anführer Juri und seine meist maskierten Leute haben seit Anfang April mehrere Regierungsgebäude in der Ost-Ukraine übernommen. Bis zum Freitag hielten sie eine Gruppe von EU-Militärbeobachtern fest, denen sie vorwarfen, Nato-Spione zu sein.

Westliche Politiker und Militärs sowie die in Kiewer Putschisten haben immer wieder behauptet, dass die Kämpfer von Russen geführt, organisiert und ausgerüstet werden. Doch laut einem Bericht der New York Times sind die Rebellen der 12. Kompanie Ukrainer.

Die ukrainischen Rebellen haben wie viele Ost-Ukrainer zum Teil enge Verbindungen zu Russland. Einige haben Familie auf der russischen Seite der Grenze. Rebellen-Führer Juri ist zudem ein Veteran der Spezialkräfte der früheren Sowjetarmee mit Einsatz-Erfahrungen in Afghanistan. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion startete er ein kleines Bau-Unternehmen.

Die ukrainischen Rebellen verwenden die russische Flagge. Sie sind sich einig in ihrem tiefen Misstrauen und ihrer Abscheu gegenüber den Putschisten in Kiew und gegenüber den West-Mächten, welche Kiew unterstützen.

Doch in ihren Ziel-Vorstellungen unterscheiden sich die Rebellen. Einige wollen, dass die Macht innerhalb der Ukraine mehr auf die einzelnen Regionen verteilt werden soll. Andere wollen die Ost-Ukraine an Russland anschließen. Uneinigkeit herrscht auch darüber, wo die Grenze einer geteilten Ukraine liegen soll.

Wir haben keine Russen hier, ich habe selbst genug Erfahrung“, sagt Juri, der in den 80er Jahren Kommandeur einer kleinen Einheit der Sowjetarmee im afghanischen Kandahar war. Jetzt führt er 119 Kämpfer in der Ost-Ukraine, die zwischen 20 und 50 Jahre alt sind. Alle haben Erfahrung in der sowjetischen oder ukrainischen Armee.

Die 12. Kompanie kämpft in vorderster Front gegen die Kiewer Truppen. Die Kämpfer tragen Masken auf ihren Patrouillen durch die Stadt. Sie sind diszipliniert und sauber, und sie trinken keinen Alkohol. Sie verfügen nach eigenen Angaben über ein dichtes Netz an Informanten, die sie früh vor Aktionen des ukrainischen Militärs warnen können.

Die Rebellen sagen, dass sie meist gute Beziehungen zur lokalen Polizei haben. Diese hat wenig getan, um die Rebellen zu stoppen. Viele Polizisten akzeptieren die Herrschaft der Rebellen, während sie weiter den Straßenverkehr regeln oder Unfälle untersuchen.

Die Rebellen bestreiten, von Russland oder von Oligarchen bezahlt zu werden. „Das ist hier kein Job, das ist ein Dienst“, sagte einer. Zudem hätten sie bessere und neuere Waffen, wenn Russland helfen würde. Doch in Wirklichkeit haben sie vor allem alte Gewehre. Während der Kämpfe am Freitag trugen zwei Rebellen Jagd-Flinten. Die schwerste sichtbare Waffe war eine einzige Panzerfaust.

Die Rebellen sagen, ihre Waffen stammen entweder aus eroberten Polizeigebäuden und ukrainischen Militär-Beständen. Oder sie seien von korrupten ukrainischen Soldaten gekauft. Die Reporter der New York Times fanden offenbar keine Waffen, die von Russland geschickt sein könnten.

Die Bewohner der Ost-Ukraine unterstützen die Rebellen nicht nur mit Geld, sondern auch mit selbstgemachtem Essen. Zudem haben sie der 12. Kompanie beim Bau von Barrikaden und einem Bunker geholfen. „Für die Leute in Kiew sind wir Separatisten und Terroristen, aber für das Volk hier sind wir Verteidiger und Schützer“, sagte einer der Rebellen.

Wie auch immer die Situation in der Ost-Ukraine sich entwickelt, die Führung in Kiew müsse eine Volksabstimmung über die Zukunft zulassen, so Rebellen-Führer Juri. Sonst gebe es einen Bürgerkrieg. „Entweder ein Meer aus Blut und Leichen oder ein Referendum, es gibt keinen dritten Weg.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/08/new-york-times-rebellen-in-der-ost-ukraine-kaempfen-auf-eigene-faust/

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04.05.2014

New York Times: Keine Russen unter Volksmilizen in Slawjansk

Die Volkswehr, die die ostukrainische Stadt Slawjansk verteidigt, ist nach Angaben der US-Zeitung New York Times mit veralteten ukrainischen Waffen ausgerüstet; unter den Kämpfern gibt es keine russischen Bürger.

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Die Volkswehr, die die ostukrainische Stadt Slawjansk verteidigt, ist nach Angaben der US-Zeitung New York Times mit veralteten ukrainischen Waffen ausgerüstet; unter den Kämpfern gibt es keine russischen Bürger.

Ein Korrespondent der Zeitung hat rund eine Woche am Standort der so genannten 12. Volkswehr-Kompanie der selbstproklamierten Volksrepublik Donezk verbracht. Nach seinen Angaben ist die Kompanie ähnlich bewaffnet wie die ukrainischen Soldaten und Sicherheitskräfte, die die Stadt belagern.

So haben die Volksmilizen Kalaschnikow-Sturmgewehre, Makarow-Pistolen, leichte Maschinengewehre aber auch Dragunow-Scharfschützengewehre und Panzerfäuste. Viele der Waffen seien bereits in den 1980-ern und früheren 1990-ern gebaut worden. Wie die Aktivisten sagen, stammen ihre Waffen nicht von Russland, sondern von besetzten ukrainischen Polizeistationen und Armeekolonnen, die von den Aktivisten gestoppt und entwaffnet wurden. Eine Panzerfaust vom Typ RPG-7 sei samt Munition von korrupten ukrainischen Soldaten für umgerechnet 2000 US-Dollar gekauft worden, erzählte einer der Aktivisten.

Für die Jungs in Kiew sind wir Separatisten und Terroristen. Für die Menschen hier sind wir Verteidiger“, sagte Kompanieführer Juri. Sein Verband bestehe ausschließlich aus ukrainischen Staatsbürgern. Viele von ihnen hätten früher beim Militär gedient.

Die Krise in der Ukraine war im Februar eskaliert, nachdem die Opposition den Staatschef Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt hatte. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten anerkannt wurde.

Dagegen haben die von russischsprachigen Einwohnern dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. In Donezk, Charkow, Lugansk und anderen Städten demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Aktivisten besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz der Armee. Bei Gefechten in Slawjansk, Kramatorsk und anderen östlichen Städten gab es viele Tote und Verletzte

http://de.sputniknews.com/politik/20140504/268412647.html

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17.04.2014

EU-Chefmilitäraufklärer: Keine russischen Soldaten in der Ostukraine

Der Chef der EU-Militäraufklärung glaubt nicht, dass russisches Militär an den Unruhen im Osten der Ukraine beteiligt ist, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

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Der Chef der EU-Militäraufklärung glaubt nicht, dass russisches Militär an den Unruhen im Osten der Ukraine beteiligt ist, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

In der Ostukraine gibt es keine russischen Soldaten bzw. russischen Bürger. Ich glaube nicht, dass die russischen Streitkräfte in diesen Konflikt verwickelt sind“, sagte Admiral Georgij Alafuzoff in einem Interview für den finnischen Sender Yle. „An den Unruhen sind Menschen beteiligt, die ihren festen Wohnsitz in der Ostukraine haben und mit der aktuellen Situation im Land unzufrieden sind.“

Die Äußerung des hochrangigen EU-Militärs überrascht, wenn man bedenkt, dass Russland im Westen für seine Ukraine-Politik scharf kritisiert wird.

In der EU hat sich offenbar der erste ehrliche Beamte gefunden“, sagte der Oberst der russischen Geheimdienste a.D. Wladimir Luzenko. „Alle EU-Beamten wissen genau, dass die russischen Geheimdienste mit den Unruhen im Osten der Ukraine nichts zu tun haben, verschweigen das aber.“

Der finnische Politologe Jon Hellevig verwies darauf, dass sich Brüssels Position zu den Ereignissen in der Ukraine allmählich ändere. „Den Europäern fällt es schwer, auf einmal zuzugeben, dass sie das Vorgehen der russischen Behörden in der Ukraine bisher falsch eingeschätzt haben. Deshalb haben sie Alafuzoff, den Chef der EU-Militäraufklärung, beauftragt, ihre neue Position darzulegen, weil er einen russischen Namen hat und gut Russisch spricht. Das ist eine Art diplomatischer Schachzug“, so der Experte.

Georgij Alafuzoff ist in Russland kein Unbekannter: Ende der 1990er-Jahre hatte er an der Russischen Generalstabs-Akademie studiert und spricht perfekt Russisch. Sein Vater, Iwan Alafuzoff, war 1950 aus der Sowjetunion nach Finnland ausgewandert.

Alafuzoff Jr. studierte russische Sprache und Literatur an der Universität Helsinki, entschied sich später aber für eine militärische Laufbahn. Ab 2007 leitete er die finnische Militäraufklärung. Seit 2012 steht er an der Spitze der Militäraufklärung der EU. In Brüssel legt man viel Wert auf seine Russland-Kenntnisse. Zugleich wird der Admiral aber dafür kritisiert, Russland als Gefahrenfaktor für Europas Sicherheit kleinzureden. Alafuzoff weist immer wieder darauf hin, dass Russland Finnland und die baltischen Länder nicht bedroht. „Die Streitkräfte eines demokratischen Staates sind nie gefährlich für die Nachbarländer. Russland bleibt ungefährlich für Finnland, solange Finnland ungefährlich für Russland bleibt“, sagte er 2002 in einem Interview für die Zeitung „Helsingin Sanomat“.

http://de.sputniknews.com/zeitungen/20140417/268294652.html

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15.04.2014

Finnischer Geheimdienst: Kein russisches Militär in Ost-Ukraine

Die finnische Militäraufklärung weist die Behauptungen ukrainischer und westlicher Politiker über russisches Militär in der Ost-Ukraine zurück.

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Die finnische Militäraufklärung weist die Behauptungen ukrainischer und westlicher Politiker über russisches Militär in der Ost-Ukraine zurück. 

In der Region gebe es weder aktive Kampfhandlungen noch russische Präsenz, sagte Admiral Georgij Alafuzoff, Chef des militärischen Nachrichtendienstes Finnlands, in einem Interview der Fernseh- und Radiogesellschaft Yle. „Meines Erachtens sind das hauptsächlich Einwohner der Region, die mit dem jetzigen Stand der Dinge unzufrieden sind.“

Die politische Krise in der Ukraine war eskaliert, nachdem die prowestliche Opposition im Februar den prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch gestürzt und eine Übergangsregierung gestellt hatte. Von Russen dominierte Gebiete im Osten und Süden der Ukraine haben die neue, von Nationalisten geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. In Donezk, Charkow, Lugansk und andere Städten demonstrierten Tausende Menschen für eine Föderalisierung der Ukraine. Aktivisten besetzten Verwaltungsgebäude und bauten Barrikaden. Daraufhin ordnete die Regierung in Kiew einen „Anti-Terror-Einsatz“ in den Protestregionen an.

http://de.sputniknews.com/politik/20140415/268279980.html

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