Übertriebene Härte bei Stuttgart 21: Polizisten für brutalen Wasserwerfereinsatz verurteilt

27.08.2013

Während der Proteste gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 gingen die Einsatzkräfte teilweise mit übertriebener Härte vor. Fast drei Jahre nach den Vorfällen wurden drei Polizisten für den Einsatz von Wasserwerfern gegen Demonstranten verurteilt.

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Fast drei Jahre nach dem Wasserwerfereinsatz gegen Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 hat das Amtsgericht einem Medienbericht zufolge Strafbefehle gegen drei Polizisten verhängt. Ein Kommandant und der Staffelführer erhielten eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung, wie die „Stuttgarter Zeitung“ am Montag online berichtete.

Ein weiterer Kommandant solle eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen bezahlen, habe aber Einspruch eingelegt, so dass sein Fall nun öffentlich verhandelt werde. Das Verfahren gegen einen weiteren Rohrführer wurde gegen die Zahlung einer Geldauflage bereits eingestellt, er hatte während des Einsatzes mehrfach Bedenken geäußert, wie die Internetseite weiter schreibt.

Bei dem Einsatz am 30. September 2010 hatte die Wasserwerfer-Besatzung den harten Wasserstrahl immer wieder auf die Demonstranten gerichtet. Mehrere von ihnen wurden erheblich verletzt. Ein 66-jähriger Mann etwa wurde schwer an den Augen getroffen und verlor den Großteil seiner Sehkraft.

http://www.focus.de/politik/deutschland/stuttgart-21/uebertriebene-haerte-bei-stuttgart-21-polizisten-fuer-brutalen-wasserwerfereinsatz-verurteilt_aid_1082555.html

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