Chemikalien, Medikamente, Aluminium im Leitungswasser – eine Chronik

10.11.2015

USA: Stadt testet heimlich giftige Chemikalien im Trinkwasser

Die US-Stadt Sacramento hat ein Jahr lang giftige Chemikalien im Trinkwasser getestet, ohne die Bevölkerung darüber zu informieren. Dabei entstanden krebserregende Stoffe, die auch schon beim Duschen gefährliche Dämpfe bilden. Die Behörden geben an, sie wollten Geld sparen.

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Die US-Stadt Sacramento hat ein Jahr lang giftige Chemikalien im Haupt-Wasserwerk getestet. Das Gerinnungsmittel Aluminium-Chlorhydrat (ACH) wurde dem Trinkwasser beigemischt, um das teurere Mittel ALUM zu ersetzen, das in der Wasseraufbereitung üblicherweise genutzt wird, um Sedimentreste im Wasser zu verdichten und herauszufiltern. Die Stadt versprach sich durch das billigere Produkt Ersparnisse bei der Wasseraufbereitung und startete Test, ohne die Bevölkerung zu informieren.

Allerdings stellte sich das neue Mittel als unbrauchbar heraus – das Trinkwasser wurde dadurch nicht sauber: Um die mangelnde Reinigungswirkung auszugleichen, versetzen die Behörden das Wasser zusätzlich mit großen Mengen Chlor – ein fataler Fehler: Denn aus der Kombination mit Chlor bildeten sich giftige Nebenprodukte, so genannte „Desinfection By-Products“ (DBPs).

Zu der Stoffgruppe der DBPs zählen etwa Trihalogenmethane (THMs), die zur selben Stoffgruppe gehören wie Chloroform. Sie gelten als krebserregend, zudem können sie Fehl- und Frühgeburten auslösen, so der Wasserexperte Bob Bowcock in einem Bericht des Nachrichtensenders ABC10. Bowcock wörtlich: „Diese Gemeinde wurde im Grunde als Versuchskanichen missbraucht, indem sie über ein Jahr lang gefährlich hohen Trihalomethanwerten ausgesetzt wurde, und das ohne jegliche Benachrichtigung“. Das Gift sei demnach nicht nur beim Verzehr gefährlich: DBP-verseuchtes Wasser sei noch gefährlicher, wenn seine Dämpfe eingeatmet werden, etwa unter der Dusche oder beim Abwasch.

Der Bericht belegt zudem, dass die Behörden trotz massiv erhöhter DBP-Werte die Tests nicht stoppten, sondern auf ein ganzes Jahr ausweiteten. Bei den vierteljährlichen Tests habe man demnach absichtlich Wasser aus anderen Werken eingeschickt, um die Überschreitung der Grenzwerte zu verschleiern.

Die Stadt hat die Tests bereits eingeräumt und damit begründet, dass die Aussicht auf eine Millionen-Einsparung bestanden habe. Wie die Recherchen der Wasser-Aktivisten ergeben haben, stimmt jedoch nicht einmal das: Das einjährige Experiment an der Bevölkerung habe gezeigt, dass das ursprüngliche Mittel billiger sei.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/10/usa-stadt-testet-heimlich-giftige-chemikalien-im-trinkwasser/

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02.09.2014

So dreckig ist unser Trinkwasser

Metalle, Pestizide und Antibiotika: Die Zeitschrift Öko-Test hat im Trinkwasser mehr Schadstoffe gefunden als gedacht. Wie gefährlich viele Verunreinigungen sind, ist unklar. Wo das Wasser besonders stark belastet ist.

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Wasser aus dem Wasserhahn sieht klar und sauber aus, doch laut Öko-Test ist es genau das nicht. Bei Stichproben von Trinkwasser in 69 deutschen Städten wurden oft Rückstände von Gadolinium gefunden, das als Kontrastmittel in der Magnetresonanztomografie (MRT) angewendet wird.

Doch nicht nur dieses Metall tummelt sich im deutschen Trinkwasser. Mitunter wird das Wasser auch durch Pestizide und Antibiotika belastet. Besonders betroffen sind Städte an Rhein und Ruhr, aber auch in Nürnberg, Münster und Fürth wurden die Tester fündig.

Krankenhäuser haben an der Trinkwasserbelastung in Deutschland allerdings nur eine Teilschuld. Auch so, wie viele von uns sich verhalten, hinterlassen wir Verunreinigungen im Trinkwasser. So sollen laut Dagmar Vohburger von der Deutschen Krankenhausgesellschaft rund 80 Prozent Arzneimittelrückstände im Abwasser von den privaten Haushalten stammen, in denen abgelaufene Medikamente oft über die Toilette und den Ausguss entsorgt werden.

Dieses Entsorgungsverhalten stellt die Kläranlagen vor enorme Herausforderungen, die kaum zu bewältigen sind. Sie können Medikamente nur schwer abbauen, weil die genau dafür gedacht sind, im menschlichen Körper zunächst der Magensäure und anschließend den Verdauungsenzymen zu widerstehen.

Der Grund: Die Konzentrationen von Medikamenten und Kontrastmittelrückständen im Trinkwasser sind allgemein sehr niedrig. Doch die langfristigen Folgen sind nahezu unerforscht. Auch die Kombinationswirkung verschiedener Stoffe im Wasser wirft Fragen auf.

Von Seiten der Wissenschaftler handelt es sich bei der Trinkwasserbelastung in Deutschland allerdings nicht um ein ernsthaftes toxikologisches Problem. Gerd Hamscher vom Institut für Lebensmittelchemie und -biotechnologie der Universität Gießen spricht vielmehr von hygienischen Problemen der deutschen Wasserversorger und nimmt sie gleichzeitig in Schutz.

Denn auch mithilfe modernster Filtertechnologie ließen sich die Rückstände im Wasser nicht vollständig entfernen. Deswegen bleibt vielen Wasserwerken nichts weiter übrig, als sich an den gesundheitlichen Orientierungswert (GOW) der Trinkwasser-Verordnung zu halten. Dieser Grenzwert gilt auch für das MRT-Kontrastmittel Gadolinium, auf das Öko-Test hin im Trinkwasser getestet hat.

Das Metall wirkt in seiner freien Form äußerst toxisch auf die menschliche Muskulatur, die Mitochondrien und die Blutgerinnung. Vor Untersuchungen im MRT wird Gadolinium in die Blutbahn gespritzt, das später über die Nieren ausgeschieden werden und über die Toilettenspüllung ins Abwasser und die Klärwerke gelangt.

Die laut Öko-Test am stärksten mit diesem Kontrastmittel belasteten Trinkwasser kamen dabei aus den Wasserwerken in Mülheim, Oberhausen und Bochum. Keinerlei Gadolinium-Rückstände waren in Aachen, Bremen und Dresden zu finden.

Wirklich gefährlich war das Trinkwasser aus den besonders belasteten Wasserwerken allerdings nicht. Mit einem Anteil von 34 bis 40 Nanogramm pro Liter ist man noch weit vom GOW entfernt, der bei 100 Nanogramm pro Liter liegt. Doch laut Öko-Test heißt das nicht: Entwarnung. Denn die Langzeitwirkung geringer Gadolinium-Verschmutzung im Trinkwasser auf die Umwelt und den Menschen sind weitgehend unbekannt.

Die Untersuchungen von Öko-Test haben ergeben, dass vor allem Wasserwerke, die ihr Trinkwasser durch Uferfiltration gewinnen, die höchsten Gadoliniumwerte vorweisen. An der Ruhr wird diese Technik besonders oft von den anliegenden Wasserwerken verwendet. Aber auch in Münster, Regensburg und Ulm waren die Werte erhöht, obwohl dort Trinkwasser aus Grundwasser gewonnen wird.

Neben dieser Art der Trinkwassergewinnung ist auch das Untersuchungsverhalten vieler deutscher Wasserwerke bedenklich. Oft wird das Trinkwasser nach einmaliger Untersuchung, bei der keinerlei gefährlichen Rückstände gefunden wurden, später keinen weiteren Tests unterzogen.

Die Wasserwerke in Mainz haben zum Beispiel ihr Trinkwasser zuletzt 2008 hinsichtlich Arzneimittelrückständen untersucht. Aus Mönchengladbach heißt es: Wie wir […] bereits beschrieben haben, sind Screenings und bekannte Hauptbelastungen von Arzneimittelrückständen untersucht worden. Diese Messungen waren wie erwartet unterhalb der Nachweisgrenze, sodass in Absprache mit dem Gesundheitsamt auf weitergehende Beprobungen verzichtet werden konnte.“

Einige der betroffenen Wasserwerke wollten sich zu den Ergebnissen der Öko-Tester nicht äußern. Andere hingegen zeigten etwas mehr Kreativität. Die Braunschweiger Wasserwerke BS-Energy und die Stadtwerke Münster machten verunreinigte Wasserrohre hinter den Hausanschlüssen als Schuldige aus.

Auch die verchromten Armaturen im Bad können für eine Gadoliniumbelastung verantwortlich sein. Die Experten der Öko-Test zeigten sich von diesen Erklärungsversuchen überrascht. Sie hatten von solchen Effekten auf das Trinkwasser noch nie gehört.

Öko-Test rät Verbrauchern deswegen bei der Verwendung von Trinkwasser die Qualität des jeweiligen Wassers bei den örtlichen Wasserwerken oder im Gesundheitsamt zu erfragen. Außerdem weist das Verbrauchermagazin darauf hin, dass von den gemessenen Gadoliniumbelastungen keinerlei unmittelbare gesundheitliche Risiken ausgehen.

http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/test-in-69-staedten-so-dreckig-ist-unser-trinkwasser/10636556.html

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24.07.2013

Alzheimer: Aluminium im Trinkwasser

Alzheimer ist in vielen Regionen der Welt auf dem Vormarsch. Umweltfaktoren gehören zu den Auslösern von Alzheimer. Ein sehr wichtiger Aspekt ist hier die Aluminiumbelastung unseres Trinkwassers. Besonders dramatisch ist die Wirkung von Aluminium auf die Gesundheit des Gehirns, wenn das Trinkwasser gleichzeitig sauer und arm an Mineralstoffen ist. Wird das Wasser von Aluminium befreit und wird ferner die tägliche Magnesium- und Calciumdosis erhöht, kann schon allein mit diesen beiden Massnahmen der Alzheimer-Krankheit präventiv begegnet werden.

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Alzheimer durch Aluminium im Wasser?

Aluminium im Trinkwasser? Warum ist Aluminium im Trinkwasser ein Risikofaktor für Alzheimer? Und wie kann man das Aluminium aus dem Trinkwasser entfernen? All das werden wir nachfolgend besprechen.

Offiziell weiss man über die tatsächlichen Ursachen von Alzheimer nicht wirklich viel. Vielleicht wird auch nur nicht darüber gesprochen, weil die Lösung andernfalls so einfach wäre.

Genetische Faktoren allein sind es jedenfalls nicht, die entscheiden, ob Alzheimer zuschlägt oder nicht. So gibt es beispielsweise viele Hinweise darauf, dass ausgerechnet in jenen Regionen die Alzheimer Krankheit besonders häufig auftritt, in denen das Trinkwasser einen hohen Anteil an Aluminium (vor allem in monomerer Form) enthält.

Aluminium und drei weitere Risikofaktoren

Doch wäre auch das Aluminium allein nicht so tragisch. Ernst wird es erst, wenn ein hoher Aluminiumgehalt im Wasser mit noch mindestens drei anderen ungünstigen Faktoren kombiniert vorliegt:

  1. Ein niedriger Magnesium– und Calciumgehalt des Wassers bzw. ein schlechter Versorgungszustand des Menschen mit diesen beiden Mineralstoffen.
  2. Ein niedriger Kieselsäuregehalt des Wassers bzw. ein schlechter Versorgungszustand des Menschen mit Kieselsäure.
  3. Ein niedriger pH-Wert des Wassers (Saures Wasser)

Diese Zusammensetzung kommt vor, wenn alkaliarmes Oberflächenwasser kaum in der Lage ist, die Auswirkungen des sauren Regens auszugleichen, wie z. B. eine erhöhte Löslichkeit des Aluminium. In solchen alkaliarmen, vom sauren Regen stark belasteten Regionen, richtet der steigende Anteil an gelöstem Aluminium, der sowohl im Grundwasser als auch im Oberflächenwasser zu finden ist, grosse ökologische Schäden an. Es sieht ausserdem so aus, als sei Aluminium auch ein wesentlicher, umweltbedingter Risikofaktor im Zusammenhang mit Alzheimer.

Aluminium begünstigt Alzheimer: Eindeutige Beweise

Eindeutige Beweise dafür, dass zu viel Aluminium im Trinkwasser das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen kann, wurden 1988 erbracht. Ein Zwischenfall im Wasserwerk in Camelford in Cornwall, England, führte dazu, dass die Bevölkerung dort Wasser mit enorm erhöhten Aluminiumsulfatwerten trank. Gedächtnisverlust war ein sehr verbreitetes Leiden unter den bedauernswerten Menschen, die dieses mit Aluminium kontaminierte Wasser zu sich nahmen.

Beweise für einen Zusammenhang zwischen Demenz und Aluminium kommen auch von McLachlans Ontario-Studie, bei der 668 Gehirne von verstorbenen Alzheimerpatienten untersucht wurden. Sie bewies, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bei Personen, die in einer Gemeinde lebten, wo das Trinkwasser mehr als 100 Mikrogramm Aluminium pro Liter enthielt, 2,5 mal höher war, als bei solchen Personen, deren Trinkwasser weniger Aluminium enthielt. McLachlans Ergebnisse sind sogar noch spektakulärer, wenn man die Personen betrachtet, deren Trinkwasser mehr als 175 Mikrogramm Aluminium pro Liter enthielt. (Anmerkung ZDG: Der Grenzwert für Aluminium im Trinkwasser liegt heute bei 200 Mikrogramm pro Liter.)

Je nach Gruppierung der Patienten betrug die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, bei diesen Fällen zwischen dem 6,7- und 8,14fachen. Ihre Gehirne waren also mit einer etwa 7-8 Mal höheren Wahrscheinlichkeit von Alzheimer betroffen, wenn sie regelmässig Wasser getrunken hatten, das hohe Aluminiumwerte aufwies. Verschiedene Autoren haben versucht, den Zusammenhang zwischen Alzheimer und Aluminium in Zahlen zu fassen. Forbes und McLachlan etwa haben diesen Zusammenhang bei Menschen untersucht, die 80 Jahre oder älter waren.

Hohe Aluminiumwerte – Hohe Alzheimergefahr

Nachdem sie sechs andere Faktoren untersucht hatten, nämlich Fluoride, Kieselsäure, Eisen, pH-Wert und Trübheit, entdeckten die beiden Forscher, dass Menschen, die in Gebieten lebten, wo das Trinkwasser mehr als 250 Mikrogramm Aluminium pro Liter enthält, mit nahezu 10 Mal so hoher Wahrscheinlichkeit an Alzheimer erkrankten.

Dieses Ergebnis bestätigte eine frühere Langzeitstudie aus Ontario, bei der festgestellt wurde, dass Männer im Alter von 75 Jahren oder älter, die Wasser getrunken hatten, das mindestens 0,0847 mg Aluminium pro Liter enthielt, mit 1,72fach höherer Wahrscheinlichkeit eine eingeschränkte Hirntätigkeit aufwiesen. Genauso stieg die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu sterben um den Faktor 3,54 bei denen, die Wasser getrunken hatten, das mindestens 0,336 mg Aluminium pro Liter enthielt.

Aluminium-Alzheimer-These in Langzeitstudie bestätigt

Bei einer neueren, dreizehn Jahre zurückliegenden, Langzeitstudie wurden 3.777 Menschen untersucht, die 65 und älter waren, und die 1988-1989 im Südwesten von Frankreich lebten. Sie bestätigte, dass bei denen, die Wasser mit einer Aluminiumkonzentration von über 0,1 mg pro Liter tranken, ein doppelt so hohes Risiko bestand, an Alzheimer zu erkranken. Nur den Zusammenhang zwischen Alzheimer und der Menge an Aluminium im Trinkwasser zu betrachten, ist jedoch vielleicht zu einfach.

Im Jahr 2000 berichteten Gauthier und Mitarbeiter über eine Fallstudie, bei der die chemische Zusammensetzung des Trinkwassers, das 58 ältere Alzheimerpatienten früher zu sich genommen hatten, mit der Zusammensetzung des Trinkwassers einer bezüglich Alter und Geschlecht passenden, gesunden Kontrollgruppe verglichen wurde.

Diese Untersuchung wurde in der Region Saguenay-Lac-Saint-Jean in Quebec durchgeführt. Die genaue Bestimmung des Aluminiumbestandteils wurde mit Hilfe üblicher Analysemethoden vorgenommen. Für den Langzeitkonsum von Trinkwasser (von 1945 bis zum Ausbruch der Krankheit) wurde die Gesamtmenge des Aluminiums hochgerechnet, die Gesamtmenge des gelösten Aluminiums, des monomeren, organischen und anorganischen Aluminiums, des polymeren Aluminiums sowie fünf weiterer Varianten des Metalls. Während es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen Alzheimer und der Gesamtmenge des Aluminiums im Trinkwasser gab, wurde nach Korrekturen bezüglich Bildungsniveau, Demenzerkrankungen innerhalb der Familie und Auftreten des APO E4 (Gen, das mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird) eindeutig ein Zusammenhang zwischen monomerem Aluminium und dieser Krankheit festgestellt (Faktor 2,67).

Monomeres Aluminium beschleunigt das Zellsterben

Die Bedeutung von monomerem (aus einem Molekül bestehendem) Aluminium wurde von einer Studie bestätigt, die von Prolo und Kollegen in Nordwestitalien durchgeführt wurde, wo das Trinkwasser zwischen 5 Mikrogramm und 1,22 mg pro Liter an Aluminium enthielt.

Der Gehalt an monomerem Aluminium (diese Variante des Elements kann am leichtesten in menschliche Zellen eindringen) schwankte zwischen 5 und 300 Mikrogramm pro Liter. Die Forscher der Universität von Kalifornien fanden heraus, dass die Krankheit dort am häufigsten auftrat, wo der Anteil an monomerem Aluminium im Trinkwasser am höchsten war. Zudem fanden sie heraus, dass monomeres Aluminium in Kulturen die Zellfunktion stört und das Absterben der Zellen beschleunigt, vor allem zusammen mit dem Beta-Amyloid Protein.

Mineralstoffe kompensieren schädliche Aluminium-Wirkung

Die grosse Menge an Daten, die im Rahmen von zahlreichen geographischen und epidemiologischen Studien gesammelt wurden, bestätigt also einen klaren Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Aluminium, insbesondere monomerem Aluminium im Trinkwasser, und einem verstärkten Auftreten von Alzheimererkrankungen. Die negativen Auswirkungen von Aluminium scheinen jedoch durch Kieselsäure, Calcium und Magnesium abgeschwächt zu werden, und zwar vor allem in Trinkwasser mit einem pH-Wert zwischen 7,85 und 8,05.

Saures Trinkwasser mit hohen Aluminiumwerten und einem Mangel an Kieselsäure, Calcium und Magnesium scheint besonders gefährlich zu sein.

Fluorid ist auch ein bekannter Wirkstoff gegen Aluminium und schützt vielleicht ebenfalls gegen Alzheimer, wenn der pH-Wert hoch ist; allerdings ist bekannt, dass hohe Fluorwerte im Trinkwasser andere Gesundheitsprobleme verursachen.

Wie Aluminium Alzheimer auslöst

Wenn Aluminium eine Ursache für Alzheimer ist, wie löst es diese Form der Demenz aus? Es sieht so aus, als seien Personen, die das APO E4 Gen geerbt haben, weniger als andere dazu in der Lage, die alzheimertypischen Protein-Ablagerungen (Beta-Amyloid und Tau-Protein) abzubauen. Folglich sind diese Personen in Regionen mit Umweltfaktoren, die die Ablagerung von Beta-Amyloid und Tau-Protein fördern, einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Alzheimer zu erkranken.

Diese Umweltfaktoren haben wir ganz am Anfang schon zusammengefasst: Es handelt sich u. a. um saures Trinkwasser mit hohem Gehalt an Aluminium und gleichzeitig niedrigen Gehalten an Kieselsäure, Magnesium und Calcium.

Wird ständig ein solches Wasser getrunken, kann das Aluminium ins Gehirn eindringen und das Enzym Cholinacetyltransferase schwächen und so einen Acetylcholin-Mangel hervorrufen. Ein Mangel an Acetylcholin fördert das Wachstum von Ablagerungen.

In ähnlicher Form beeinträchtigt Aluminium die Enzyme Calcium/Calmodulin Kinase II und Alkalinphosphatase, indem es auch hier die Bildung der alzheimertypischen Ablagerungen (Neurofibrillenbündel) fördert.

Alzheimer besteht jedoch aus mehr als Ablagerungen und Bündeln. Dave Shenk beschreibt Alzheimer in seinem interessanten Buch The Forgetting als „Tod durch tausend Subtraktionen“. Wissenschaftliche Beweise unterstützen diese Beschreibung. Barry Reisberg, ein Neurologe der Universität New York, stellte 1980 fest dass die verschiedenen Stadien von Alzheimer eine Umkehrung der fortschreitenden Entwicklungsstufen der Kindheit bilden.

Rückentwicklung des Betroffenen

Reisberg zeigte, dass der Patient mit der Verstärkung der Krankheitssymptome allmählich seine Fähigkeiten verliert, also Denken, Koordination, Verhaltensmuster, Sprache und Nahrungsaufnahme, und zwar umgekehrt zu der Reihenfolge, mit der er sie in seiner frühen Kindheit erwarb. Im Endstadium der Krankheit ist der Patient wie ein Säugling und kann nicht mehr gehen, nicht mehr ohne Hilfe sitzen und auch nicht mehr lächeln oder seinen Kopf gerade halten. Reisberg nannte diesen Prozess der tausend Subtraktionen „Retrogenese“, also ein „Zurück zur Geburt“.

Auch wenn diese Retrogenese keine perfekte Umkehr darstellt, zeigen neurologische Tests, dass es, während Alzheimer fortschreitet, ein nahezu exakt umgekehrtes Verhältnis von neurologischen Reflexen, Glukose-Metabolismus im Hirn und EEG-Tätigkeit gibt. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr gehen diese Fähigkeiten zurück. Diese Beweise veranlassten Reisberg, das Bild eines riesigen Wollknäuels zu verwenden, das in der Kindheit aufgewickelt, jedoch von Alzheimer wieder abgewickelt wird. Von Geburt an, während der Kindheit und danach wächst das Knäuel beständig, aber durch Alzheimer wird es verkleinert, und langsam aber sicher verringert sich so die Funktionsfähigkeit des Gehirns.

Alzheimerpatient: Zurück ins Stadium eines Säuglings

Bei einer Alzheimererkrankung beginnt die Hirnschädigung in den neueren und weniger myelinisierten Regionen des Gehirns, vor allem im Ammonshorn. Folglich bestehen die ersten Symptome aus dem Verlust frischer Erinnerungen. Vom Ammonshorn ausgehend wird nun nach und nach die Demyelinisierung der Grosshirnrinde vermindert, was sich auf die Konzentration, das abstrakte Denken und die Fähigkeit zu planen auswirkt. Diese umgekehrte Myelinisierung setzt sich gnadenlos fort, das Wollknäuel wird langsam abgewickelt, bis schliesslich das motorische Zentrum betroffen ist, und der Alzheimerpatient im späten Stadium wieder ein Säugling ist, unfähig zu sprechen, allein zu sitzen oder seinen Kopf hochzuhalten. Interessanterweise ist bekannt, dass Aluminium das Myelin in vielfacher Weise schädigen kann. Tierversuche haben gezeigt, dass Aluminium die Eigenschaften des Myelin verändern kann, seine Oxidationsrate beschleunigen und einen raschen Abbau im Ammonshorn und im Rückgrat verursachen kann. Wie genau dieser Prozess abläuft, ist nicht bekannt.

Sarin und Kollegen zeigten in einer Studie am Gehirn von Affen, denen dauerhaft Aluminium zugeführt worden war, dass dieses Metall drei membrangebundene Enzyme gehemmt hatte : Na+K+ATPase, Acetylcholinesterase und interessanterweise das myelinspezifische Enzym 2, 3- zyklische Nukleotidphosphohydrolase. Diese Hemmung verursacht eine schnelle Verdünnung der Myelinschicht bei Ratten um 3% und bei Mäusen um 4%. Auch kann sie deren Zusammensetzung verändern, indem sie die Galactolipide vermehrt und das Myelin auf diese Weise anfälliger für Oxidationsprozesse macht. Es ist kein grosser Schritt in diesem zerstörerischen Prozess die mögliche Ursache für die Demyelinisierung und damit verbundene Retrogenese zu sehen, die bei Alzheimerpatienten beobachtet wird.

Aluminium schwächt Antioxidantien und fördert oxidativen Stress

Zudem hemmt Aluminium das Enzym Phospholipase A2, was vermutlich Funktionsstörungen der Hirnhaut hervorruft, und es scheint den Status von Antioxidantien zu schwächen, indem es die Menge an Glutathionperoxidase, Superoxiddismutase und Katalase im Hirn reduziert. Daher beschleunigt sich die Lipidperoxidation der Zellmembranen durch freie Radikale. Superoxiddismutase und Katalase lassen in grösseren Mengen im Knoblauch nachweisen.

Die biochemischen Belege dafür, dass bei Menschen, die zu wenig Calcium und Magnesium in Kombination mit deutlich zu viel Aluminium zu sich nehmen, einige enzymatische Prozesse gehemmt werden, sind sehr eindeutig. Diese Hemmung geschieht mit der grössten Wahrscheinlichkeit bei Enzymen, die zusätzlich Abwehrstoffe gegen Aluminium enthalten.

Da das Resultat dieser Hemmung der Enzyme Alzheimer ist, ist es also nicht überraschend, dass bei Patienten mit dieser Form der Demenz eine grosse Bandbreite an biochemischen Abnormitäten zu erkennen ist, von denen 11 ausführlich in dem Buch What Really Causes Alzheimer’s Disease vorgestellt werden, das vom Autor dieses Artikels verfasst wurde. Daher wird kein Medikament je diese Krankheit verhindern oder heilen, es sei denn, es verhindert die Aluminiumaufnahme in den Körper.

Die biochemischen Belege dafür, dass bei Menschen, die zu wenig Calcium und Magnesium in Kombination mit deutlich zu viel Aluminium zu sich nehmen, einige enzymatische Prozesse gehemmt werden, sind sehr eindeutig.

Wie man Alzheimer verhindert

Das Trinken von zu saurem Wasser, das einen erhöhten Anteil an Aluminium und zu wenig Calcium, Magnesium und Kieselsäure enthält, fördert offensichtlich Alzheimer.

Man könnte nun naiv annehmen, dass es relativ leicht wäre, ein Gesetz zu verabschieden, das geringere Aluminiumhöchstwerte festlegt und die Anreicherung des Trinkwassers mit Calcium, Magnesium und eventuell auch Kieselsäure vorschreibt.

Regierungen unterstützen diesen Wahnsinn

Doch Regierungen scheinen nicht nur wenig Interesse daran zu haben, den Magnesiumgehalt des Trinkwassers zu erhöhen, sie genehmigen den Wasserwerken sogar den Zusatz von Aluminiumsulfat als Flockungsmittel. Diese Massnahme reduziert die Menge an Sedimenten in der Wasserleitung, aber sie erhöht auch die Menge an gelöstem Aluminium erheblich, besonders dort, wo das Wasser sauer ist. Aluminiumsulfat muss auf jeden Fall durch Alternativen ersetzt werden. Die Ernährung in der westlichen Welt fördert Alzheimer auf drei verschiedene Arten:

Zunächst ist sie manchmal arm an Calcium, sehr häufig aber sehr arm an Magnesium, so dass Menschen, die sich herkömmlich so ernähren, sehr anfällig für eine Aluminiumvergiftung sind. Zudem kommen viele Speisen aus der Dose, sie werden in Aluminium verpackt und/oder zubereitet, so dass sich Aluminium u. U. lösen und in die Lebensmittel gelangen kann.

Je saurer das Essen ist, desto leichter löst es das Aluminium. Vielen verarbeiteten Lebensmitteln wird Maltose zugefügt, um den Geschmack zu „verbessern“. Maltose fördert die Fähigkeit von Aluminium, vom Blut ins Gehirn überzugehen und die Enzyme dort zu zerstören.

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, Maltose grundsätzlich als Zusatzstoff bei Kakaogetränken, Bier, Backwaren und vielen anderen Produkten zu erlauben.

Wie man das persönliche Risiko reduziert

Für die meisten Leser dieses Artikels beginnt der Tag vermutlich mit einer Dusche. Wenn das Wasser sauer ist und zudem zu wenig Calcium und Magnesium enthält, dann dringt dabei möglicherweise Aluminium durch Poren und Nase in den Körper ein – je nach Aluminiumgehalt des Wassers. Dies ist besonders wahrscheinlich, wenn das Wasserwerk Aluminiumsulfat als Antiflockungsmittel einsetzt, um Sedimente zu verhindern.

Nachdem sie sich abgetrocknet haben, werden viele Leser aluminiumhaltige Deodorants anwenden. Wie viel von diesem Aluminium tatsächlich in den Körper eindringt, ist unklar, aber McGrath behauptet, dass das Rasieren unter den Armen und der häufige Gebrauch von Deos offenbar im Zusammenhang mit einer Brustkrebsdiagnose in jungen Jahren steht.

Britische Forscher haben Belege zur Untermauerung von McGraths These gefunden, als sie in den Gewebeproben von 20 verschiedenen Brustkrebstumoren Spuren von Parabenen entdeckten. Parabene sind Chemikalien, die in Deodorants und anderen Kosmetika verwendet werden und die eine östrogenähnliche Wirkung haben können. Es ist bekannt, dass übermässige Östrogenmengen die Tumorbildung in der Brust fördern. Parabene aus Deodorants können also in den Körper eindringen. Daher ist es möglich, dass auch Aluminium dazu in der Lage ist. Deos aus dem Naturkosmetiksektor enthalten diese Giftstoffe normalerweise nicht. Lesen Sie dennoch auch hier die Zutatenliste.

Aluminiumverzehr mit dem Frühstück?

Tee, Kaffee und heisse Schokolade werden normalerweise mit Leitungswasser zubereitet. Es ist wichtig, kein weiches, saures Wasser zu verwenden, das womöglich monomeres Aluminium enthält. Die meisten Wasserversorgungsunternehmen informieren über die chemische Zusammensetzung ihres Trinkwassers, so dass man den Aluminium-, Calcium- und Magnesiumgehalt erfragen kann. Falls nicht, kann man eine solche Analyse relativ preisgünstig von einer privaten Firma durchführen lassen.

Wenn man Cola oder Limonade trinkt, dann möglicherweise aus einer Dose. Diese werden meistens aus Aluminium hergestellt. Je länger das Getränk in der Dose war, desto höher ist der Aluminiumanteil darin. Zu dem Aluminium, das sie möglicherweise enthält, kommt bei heisser Schokolade hinzu, dass sie eventuell mit Maltose „angereichert“ wurde, was somit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Metall in das Gehirn eindringt. In ähnlicher Weise enthält Tee, der mit saurem Wasser zubereitet oder mit Zitronensaft abgeschmeckt wurde, deutlich höhere Mengen an biologisch verwertbarem Aluminium als üblich, denn das Metall, das sich in den Teeblättern befindet, ist in Wasser mit einem niedrigen pH-Wert besser löslich.“

Nach dem Frühstück kommen Mittagessen, Abendessen und eine Anzahl von Zwischenmahlzeiten. Fast Food ist sehr stark verarbeitetes Essen und dient daher kaum der Zufuhr von Mineralien wie Calcium und Magnesium. Die durchschnittliche Kost eines Briten oder Nordamerikaners enthält weniger als die Hälfte der Calcium- und Magnesiummenge, die nötig wäre, um den entsprechenden Mangelerkrankungen – einschliesslich Alzheimer -entgegenzuwirken.

Alzheimer-Prävention: Was kann man tun?

Der obige Artikel weist bereits auf acht wichtige Aspekte zur Alzheimer-Prävention hin:

1. Calcium und Magnesium

Die richtige Calcium- und Magnesium-Versorgung schützt u. a. vor den negativen Auswirkungen von Aluminium. Achten Sie jedoch nicht nur auf den Calciumgehalt eines Lebensmittels oder Nahrungsergänzungsmittel, sondern insbesondere auch darauf, ob das jeweilige Lebensmittel auch gesund ist.

Zur optimalen Calciumversorgung eignen sich Chiasamen, Sesam, Mohn, Haselnüsse, Mandeln, Amaranth, Hafer, Trockenfeigen, Trockenaprikosen, Brokkoli, Spinat, grüne Blattgemüse, Kohlgemüse, Wildgemüse (z. B. Brennnesseln) etc.

Zur optimalen Magnesiumversorgung eignen sich viele der calciumreichen Lebensmittel ebenfalls, da diese gleichzeitig oft auch sehr magnesiumreich sind. Die Spitzenreiter unter den Magnesiumlieferanten sind jedoch die folgenden: Bei den Getreiden bzw. Pseudogetreiden sind es Amaranth (308) und Quinoa (276). Bei den Früchten sind es Trockenbananen (110), Kaktusfeigen (85) und Trockenfeigen (70). Bei den Gemüsen sind es Portulak (150), Brennnessel und Mangold (je ca. 80) sowie Hülsenfrüchte. Und bei den Nüssen/Saaten sind es Sonnenblumenkerne (420), Kürbiskerne (400) und Sesam (347).

Eine sehr einfache Magnesiumversorgung ist ferner mit Hilfe des transdermalen Magnesiumchlorids möglich, das einfach auf die Haut gesprüht und einmassiert wird. Will man sich mit beiden Mineralstoffen (und vielen anderen Spurenelementen) in bioverfügbarer Qualität und über ein Nahrungsergänzungsmittel versorgen, so bietet sich hier die Sango Meeres Koralle an.

2. Kieselsäure

Auch Silicium (bzw. Kieselsäure) schützt vor den negativen Auswirkungen von Aluminium. Laut Karl Hecht in „Siliziummineralien und Gesundheit: Klinoptilolith-Zeolith“ kann Silicium sogar dabei helfen, eine Aluminiumbelastung des Körpers abzubauen.

Hervorragende Siliciumquellen sind Hirse, Braunhirse, Hafer und Bentonit.

3. Gesundes Trinkwasser

Trinkwasser, das möglichst frei von Aluminium sein sollte, gehört ebenfalls zu den ausserordentlich wichtigen präventiven Massnahmen gegen Alzheimer. Die Aluminium-, Calcium-, Magnesium- sowie pH-Werte Ihres Trinkwassers können Sie bei Ihrem zuständigen Wasserversorger erfragen. Sollten die Werte nicht zufrieden stellend sein, können Sie sich selbst um aluminiumfreies Trinkwasser kümmern.

Hochwertige Wasseraufbereitungsgeräte, die nicht einmal an die Wasserleitung angeschlossen werden müssen und Ihr Trinkwasser zuverlässig von Aluminium befreien, gibt es bereits zu günstigen Preisen in Ihrem Online-Fachhandel. Geräte dieser Art eliminieren ausserdem Giftstoffe, Pestizidrückstände, Arsen, Quecksilber, Nitrat, Chlor und viele andere Schadstoffe mehr aus Ihrem Trinkwasser. Wenn Sie das richtige Gerät erstanden haben, so sorgt dieses ausserdem dafür, dass Ihr Trinkwasser einen leicht basischen pH-Wert erhält und über eine gesunde Mineralisierung verfügt. Das im obigen Artikel als besonders gefährlich bezeichnete saure sowie mineralienarme und gleichzeitig aluminiumreiche Wasser kommt auf diese Weise nicht in Ihren Körper.

4. Gesundes Duschwasser

Auch das Duschwasser sollte von hoher Qualität sein. Eine leicht zu installierende Lösung stellt hier eine spezielle Duschbrause mit integrierten Filtermaterialien dar. Dieser Duschkopf wird einfach statt ihres bisherigen Duschkopfes an Ihren Duschwasserschlauch geschraubt.

5. Aluminiumfreie Körperpflegeprodukte

Verwenden Sie ausschliesslich aluminium- und parabenfreie Deodorantien und decken Sie sich mit Körperpflegeprodukten und Kosmetika sicherheitshalber im Naturkosmetikhandel ein.

6. Antioxidantien

Da Aluminium Oxidationsprozesse fördert, sind dringend Gegenmassnahmen in Form von hochwirksamen Antioxidantien nötig. Antioxidantien können einerseits über eine vitalstoffreiche Ernährung zugeführt werden, sollten aber im Zweifel auch über hochwertige Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, z. B. Astaxanthin, OPC, Vitamin C etc.

7. Superoxiddismutase und Glutathion

Aluminium erhöht jedoch nicht nur den schädlichen oxidativen Stress im Körper (und im Gehirn), sondern schwächt gleichzeitig fatalerweise die körpereigenen Antioxidantien. Aluminium zerstört also einerseits und sorgt andererseits dafür, dass sich der Körper nicht mehr wehren kann. Die körpereigenen Antioxidantien Superoxiddismutase (SOD) und Glutathion können jedoch über Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Glutathion gibt es als Einzelstoff, die Superoxiddismutase hingegen wird in Form von Gerstengrassaftpulver eingenommen, da das Gerstengras zu jenen Pflanzen mit dem höchsten SOD-Gehalt gehört.

8. Fertigprodukte in aluminiumhaltigen Verpackungen meiden

Fertigprodukte in aluminiumhaltigen Verpackungen und Getränke in Dosen sollten Sie besser meiden – nicht nur wegen des Aluminiums, sondern auch, weil die meisten Produkte dieser Art nicht zu einer gesunden Ernährung passen. Ihr Verarbeitungsgrad ist hoch und ihr Anteil an synthetischen oder gentechnisch gewonnen Lebensmittelzusatzstoffen ebenfalls.

Weitere Massnahmen, die vor Alzheimer schützen können, sind die folgenden:

1. Verwenden Sie Kokosöl und andere Kokosprodukte

Die besonderen Fettsäuren im Kokosöl können das Gehirn mit Energie versorgen. Dies gelingt sogar dann, wenn das Gehirn bereits von Alzheimer betroffen ist. Auf diese Weise soll Kokosöl die Symptome von Alzheimer reduzieren können. Kokosöl ist ein ideales Fett zum Braten, Backen und Frittieren. Aus Kokosöl gibt es jedoch auch schmackhafte Brotaufstriche. Darüber hinaus können Sie künftig verstärkt Rezepte mit Kokosmilch in Ihren Speiseplan einbauen, da auch die Kokosmilch reich an Kokosöl ist. Lesen Sie hier mehr darüber: Kokosöl gegen Alzheimer

2. Optimieren Sie Ihre Omega-3-Fettsäureversorgung

Mit der Alzheimer-Krankheit gehen immer auch Entzündungsprozesse im Gehirn einher. Omega-3-Fettsäuren sind dafür bekannt, Entzündungen zu hemmen. Verwenden Sie daher für Rohkostgerichte Omega-3-Fettsäuren-reiche Öle wie z. B. Leinöl oder Hanföl und integrieren Sie Omega-3-Fettsäurenreiche Lebensmittel in Ihren Alltag, wie z. B. Chia-Samen, Hanfsaat und Leinsamen. Ein leicht einzunehmendes, sehr bekömmliches und höchst bioverfügbares Omega-3-Fettsäurenreiches Nahrungsergänzungsmittel stellt darüber hinaus das Krillöl dar. Lesen Sie hier mehr darüber: Omega-3-Fettsäuren schützen vor Alzheimer

3. Verwenden Sie extra natives Olivenöl

In den Mittelmeerländern ist Alzheimer nicht annähernd so weit verbreitet wie in anderen Regionen der Welt. Im extra nativen Olivenöl fand man daraufhin einen Stoff, der Alzheimer vorbeugen kann. Lesen Sie hier mehr darüber: Olivenöl schützt vor Alzheimer

Unseren Gesamt-Massahmenkatalog zur Prävention von Alzheimer, der sich selbstverständlich auch als ganzheitliches Begleitprogramm einer bestehenden Alzheimer Erkrankung eignet, finden Sie hier:

Alzheimer-Prävention

Quellen:

Teilw. Quelle: Nexus Magazin

Further thoughts on the aluminum-Alzheimer’s disease link. Weitere Gedanken zum Zusammenhang zwischen Aluminium und der Alzheimer Krankheit. (PDF)

Aluminum in Drinking Water Tied to Alzheimer’s Aluminium im Trinkwasser steht im Zusammenhang mit Alzheimer (PDF)

Aluminium and Alzheimer’s Disease: A Suspicious Link Aluminium und Alzheimer: Ein auffälliger Zusammenhang (Pdf)

Relation between aluminum concentrations in drinking water and Alzheimer’s disease: an 8-year follow-up study – Zusammenhang zwischen Aluminium-Konzentrationen im Trinkwasser und der Alzheimer-Krankheit: eine 8-Jahres-Follow-up-Studie – (PDF)

Aluminum forms in drinking water and risk of Alzheimer’s disease – Aluminiumverbindungen in Trinkwasser und das Risiko für die Alzheimer-Krankheit (PDF)

Alterations in lipid composition and neuronal injury in primates following chronic aluminium exposure – Veränderungen der Fettzusammensetzung sowie neuronale Schäden (im Gehirn) bei Primaten nach regelmässiger Verabreichung von Aluminium (PDF)

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/alzheimer-aluminium-trinkwasser-ia.html

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01.08.2012

Medikamente und Chemie grenzenlos im Wasser

Arzneimittelreste im Wasser werden meist als unbedenklich eingestuft. Spuren von Drogen sind ebenso zu finden wie solche von Schmerzmitteln. Doch Grenzwerte und systematische Kontrollen gibt es nicht. Von Gisela Gross

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Mit Wasserproben aus der Havel in Berlin fing es an: Anfang der 90er Jahre entnimmt Michael Bau jeden Morgen an der Glienicker Brücke einen Eimer Wasser. Als Nachwuchswissenschaftler sucht er als Test für verschiedene Messmethoden nach natürlichen Seltenen Erden im Wasser. Was er immer wieder findet, ist aber ganz und gar nicht natürlich: Gadolinium. Es geriet nicht im Labor als eine Verunreinigung in die Proben, das Kontrastmittel musste vielmehr mit dem Urin von Röntgenpatienten ins Wasser gelangt sein.´

Das wird Bau auch angesichts anderer Proben aus unberührten Nationalparks bewusst. Als gefährlich gilt Gadolinium nicht. Es verhält sich im Körper sehr stabil und wird unverändert ausgeschieden. „Wo Gadolinium vorliegt, haben aber auch weitere Arzneimittelrückstände die Klär- und Aufbereitungsanlagen unbeschadet überstanden“, sagt Bau.

Heute ist kein Fluss mehr gadoliniumfrei. Im Trinkwasser der Westberliner Bezirke hat Bau es flächendeckend nachgewiesen.

Drogenkonsum einer Stadt rekonstruierbar

Wie sich bestimmte Medikamentenrückstände in Oberflächengewässern entwickeln, will die EU ab dem kommenden Jahr erstmals überwachen – „um sicherstellen zu können, dass sie keine Gefahr für die Umwelt oder die menschliche Gesundheit darstellen“, wie EU-Umweltkommissar Janez Potočnik in einer Mitteilung erklärte.

Heute können Forscher etwa den Drogenkonsum in einer Stadt anhand der Spuren von Kokain, Cannabis oder Amphetaminen im Abwasser rekonstruieren. Komplexer gestalten sich Tests auf Arzneimittel, von denen es schlicht zu viele gibt: „Das Problem bei Kontrollen auf bestimmte Wirkstoffe ist, dass man genau wissen muss, wonach man sucht“, sagt Bau, mittlerweile Professor an der Jacobs University Bremen. Breite Screening-Verfahren seien sehr aufwendig – und teuer.

„Solange es keine Grenzwerte gibt, wird offiziell wenig über Ergebnisse geredet“, sagt er. Kontrollen in der Forschung zielen meist ab auf andere Stoffe im Wasser, Bau etwa ist Rückständen der High-Tech-Branche auf der Spur. Dabei findet er auch Stoffe wie Platin: Das Edelmetall kommt auch in der Krebstherapie zum Einsatz.

Zwölf Jahre Rückweg

Andere Werte hat er ebenso im Auge: „Im Vergleich zu den Zufallsfunden von damals liegen sie heute um ein mehrfaches höher – und dieser Trend setzt sich fort“, sagt der Geochemiker. Dabei spiegeln die Trinkwasserwerte lediglich die Belastungen von vor Jahren wider: Bis die Rückstände aus Flüssen ihren Weg durch die Sedimente ins Grundwasser nehmen und durch Brunnen wieder an die Oberfläche gelangen, kann es bis zu zwölf Jahre dauern.

Das Umweltbundesamt (UBA) geht heute von Medikamentenrückständen aus allen Indikationsgruppen in Fließgewässern aus: Schmerzmittel, Betablocker, Antieptileptika oder Hormone etwa. Mehr als 130 Einzelwirkstoffe wurden bislang in deutschen Gewässern nachgewiesen. Nach der Trinkwasseraufbereitung seien maximal noch 10 bis 15 Stoffe zu finden – in sehr geringen Einzelwerten. Dies betont auch Michael Bau: Wirklich giftige Stoffe gelangten meist erst in den Hausleitungen ins Trinkwasser.

„Testnote sehr gut“ meldete das UBA dementsprechend im Januar 2012 mit Bezug auf das Trinkwasser. Grenzwerte, wie sie für Uran, Blei oder Nitrat existieren, würden nur in Ausnahmefällen überschritten. Auch bei sonstigen Anforderungen würden „die strengen rechtlichen Vorgaben zu mehr als 99 Prozent eingehalten“, hieß es im Bericht zur „Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasser)„. Darin findet das Thema Arzneimittelrückstände nicht einmal Erwähnung.

Diclofenac kann Tierarten schädigen

Zumindest Flüsse und Seen sollen nach Wunsch der EU-Kommission aber schon bald regelmäßig auf Rückstände bestimmter Medikamente überprüft werden. Die Behörde will ihre Schadstoffliste bis zum Jahresende erweitern: um das Schmerzmittel Diclofenac und um zwei Hormone, das natürliche Hormon Estradiol ebenso wie das in der Antibabypille enthaltene Ethinylestradiol. Oberflächengewässer sind hierzulande vor allem entlang des Rheins für das Trinkwasser relevant: Dort wird Uferfiltrat genutzt, das aus Brunnen in unmittelbarer Nähe von Flüssen oder Seen gewonnen wird.

Diclofenac ist ein auf Stabilität ausgelegter Wirkstoff. Würde er im Körper zu schnell abgebaut, könnte das Medikament seine Wirkung nicht richtig entfalten. Es wird also zu mehr als zwei Dritteln wieder ausgeschieden. Studien zeigten, dass die Substanz verschiedene Tierarten schädigen kann. In Indien fielen Geier dem Wirkstoff zum Opfer, hierzulande schädigte er bereits in relativ niedriger Konzentration wichtige Organe bei Forellen und Karpfen. Manche Hormone schränken die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen ein.

Nahrungsmittel und Luft belastet

In welchen Mengen Diclofenac und diese Hormone im deutschen Oberflächenwasser vorliegen, kann Ingrid Chorus, Abteilungsleiterin Trink- und Badebeckenwasserhygiene am UBA, nicht sagen. „Es liegen uns keine Werte vor.“ Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Liste hält Chorus für sinnvoll, insbesondere zum Schutz der Umwelt.

„Wir Menschen werden aber nicht in erster Linie über Trinkwasser belastet, sondern über Nahrungsmittel und Luft“, sagt sie. „Aber wir haben auch eine sehr ambitionierte Zielsetzung, daher entsteht leicht der Eindruck, dass das alles ganz schlimm ist.“

Aber wohin mit alten Medikamenten? Beim Amt hofft man darauf, dass die Bürger heutzutage informiert sind: „Dass Medikamente nicht im WC entsorgt werden sollten, ging ja durch die Medien“, sagt Chorus. In einem aktuellen Bericht des UBA ist aber davon die Rede, dass „wahrscheinlich mehrere hundert (bis zu tausend) Tonnen [ungebrauchter Arzneimittel] pro Jahr“ durch die Toilette oder den Ausguss entsorgt werden. Bundesweit einheitliche Regelungen gibt es nicht, das UBA empfiehlt das Entsorgen bei Schadstoffsammelstellen.

Ozonbehandlung und Aktivkohlefilterung

Neue Techniken in Klärwerken könnten dafür sorgen, dass das Wasser nicht erst bei der Trinkwasseraufbereitung verbessert wird. Am in den Bodensee mündenden Fluss Schussen etwa läuft seit Februar das Projekt SchussenAktivPlus. Es ist Teil einer Förderinitiative zum Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf, kurz RiSKWa.

„Dabei kombinieren wir Ozonbehandlung mit Aktivkohlefilterung, um die Konzentration der Stoffe unter die Wirkgrenze zu drücken“, sagt Projektleiterin Rita Triebskorn. Bislang kamen solche Filter höchstens einzeln zum Einsatz, denn sie sind nicht vorgeschrieben und relativ teuer. Bis 2014 sollen in dem Projekt Werte von mehr als 160 Stoffen im Wasser beobachtet werden.

Auch Ergebnisse zu den Auswirkungen für Fische, deren Nährtiere und die Lebensgemeinschaften im Fluss werden erwartet. Bei Ozonfilterung ist allerdings seit längerem bekannt, dass dabei teils giftige Abbauprodukte von Arzneimitteln entstehen. „Diese Stoffe kennen wir oft noch nicht, wir können sie meist nicht analysieren“, sagt Triebskorn.

Schneller abbaubare Medikamente

An einem biologischen Hormonfilter arbeiten Studierende der Universität Bielefeld. Der Filter soll Rückstände der Antibabypille aus Trink- und Abwasser entfernen können – und das Team bei einem Wettbewerb des Massachusetts Institute of Technology (MIT) nach vorne katapultieren. Die neue Technologie setzt auf Enzyme, die von Pilzarten und Bakterien bekannt sind.

Diese Laccasen können aromatische Verbindungen abbauen, wozu auch die Östrogene zählen. Möglicherweise funktionieren sie bei weiteren, zum Teil giftigen und krebserregenden Schadstoffen. Welche Arzneiwirkstoffe aber überhaupt langfristig schädlich sind, ist nicht bekannt: Nicht einmal für die Hälfte der zwischen 1995 und 2009 in der EU zugelassenen Stoffe liegen diesbezüglich Studien vor.

Auch die Wirkung von hormonhaltigem Wasser auf den Menschen ist ungewiss. „Es ist schwer, Beschwerden nach Jahrzehnten auf bestimme Ursachen zurückzuführen“, sagt der Chemiker Klaus Kümmerer. Zumindest mit Blick auf die Geschlechtsentwicklung im Mutterleib, Pubertät und Fruchtbarkeit hält er einen Einfluss für möglich. Um vorzusorgen, entwickelt er an der Universität Lüneburg nachhaltige Pharmazie: Solche Wirkstoffe lösen beispielsweise im Wasser keine giftigen Reaktionen aus oder sind schneller abbaubar.

Umweltfreundlichere Antibiotika machbar

„Die Umsetzung muss aber von Firmen kommen“, berichtet Kümmerer. Für die Pharmabranche steht jedoch oftmals allein der kurzfristige Anwendungsnutzen eines Wirkstoffs im Vordergrund. Dabei seien umweltfreundlichere Versionen von Antibiotika oder Krebsmedikamenten durchaus machbar, davon ist Kümmerer überzeugt.

Um dieses Ziel zu erreichen verändern die Chemiker beispielsweise die Ausgangsmoleküle eines Arzneistoffes so, dass es später keine giftigen Reaktionsprodukte mehr erzeugt. Beispiele von gut und vollständig abbaubaren Wirkstoffen gebe es schon lange, etwa das Antieptileptikum Valproinsäure. „Im Fall eines Krebsmedikaments konnten wir die Abbaubarkeit in der Kläranlage nicht nur verdreifachen, auch die Wirksamkeit hat sich mit der neuen Struktur vertausendfacht.“

Bis derartige Stoffe die Marktreife erlangen, dauert es aber: Bis zu zehn Jahre nimmt die Zulassung in Anspruch. Angesichts von 25 000 Tonnen arzneilich wirksamer Bestandteile, die nach UBA-Angaben jährlich im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung verschrieben werden, müssten auch Ärzte und Patienten sensibilisiert werden. „Bei Erkältung helfen Antibiotika nicht, im Gegenteil, es können unnötigerweise Resistenzen entstehen“, sagt Kümmerer.

Nicht nur Arzneimittelreste

Mit der alternden Gesellschaft könnten Wohn- und Pflegeheime als mögliche Großeinleiter von Arzneimittelrückständen zum Problem werden. Kümmerer untersucht deshalb in einem weiteren Projekt, ob solche Abwässer lokal besonders stark belastet ist. Dann könnten Altenheime spezialisierte Filtersysteme erhalten. Für Krankenhäuser gibt der Chemiker allerdings Entwarnung: Die bislang im Wasser nachgewiesenen Stoffe würden vor allem ambulant oder in normalen Haushalten gebraucht.

„Zu den Spuren von Medikamenten kommen weitere recht neue Stoffe hinzu“, sagt Michael Bau. Rückstände aus Nanotechnologie oder Pflegeprodukten etwa. Selbst Zuckerersatzstoffe aus der Nahrung verarbeitet der menschliche Körper nicht. „Die Risiken sind bislang nicht absehbar.“ In Erinnerung an seinen eigenen Fund hofft Bau auf seine Studenten – und deren detektivisches Gespür bei auffälligen Wasserproben.

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article108433644/Medikamente-und-Chemie-grenzenlos-im-Wasser.html

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