Nato-Chef wirft Russland Feindseligkeit vor

29.01.2014

Im Verhältnis zu Russland sieht Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen deutliche Probleme. Vor allem die Ukraine bleibt ein Zankapfel. Noch vor wenigen Jahren strebte das Land eine Nato-Mitgliedschaft an, fährt nun aber wieder einen prorussischen Kurs.

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Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Russland eine feindselige Haltung gegenüber der Öffnung des Bündnisses Richtung Osten vorgeworfen. „Wir haben wirkliche Meinungsverschiedenheiten und wirkliche Probleme“, sagte Rasmussen der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ vom Mittwoch. Insbesondere kritisierte er, dass Russland die Ukraine durch Druck von der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union abhalte.

„Das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine wäre eine wichtige Stütze für die euro-atlantische Sicherheit gewesen“, sagte Rasmussen. Das überraschende Aus für das geplante Abkommen Ende November war Auslöser für die seit zwei Monaten andauernden Massenproteste in Kiew. Ukraines Präsident Viktor Janukowitsch hatte einen Kurswechsel vollzogen und einer stärkeren Bindung seines Landes an Russland den Vorzug gegeben.

Am Vortag hatte Rasmussen in Brüssel den russischen Außenminister Sergej Lawrow getroffen. Nach Nato-Angaben vereinbarten Lawrow und Rasmussen dabei, im Zuge der Zusammenarbeit im Nato-Russland-Rat eine gemeinsame Unterstützung der UN bei der Zerstörung der syrischen Chemiewaffen zu prüfen.

http://www.focus.de/politik/ausland/streit-um-die-ukraine-nato-chef-rasmussen-wirft-russland-feindseligkeit-vor_id_3576871.html

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