Monsanto – Chronik der Verbrechen

15.09.2016

Warum die Monsanto-Aktie nicht steigt


Bayer übernimmt den US-Saatguthersteller Monsanto für 128 Dollar je Aktie. Die Aktie aber stieg nach der Verkündigung des Deals nicht und fiel am nächsten Börsentag gar um mehr als ein Prozent auf 105 Dollar. Warum?

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Ein stolzer Preis: Bayer kauft Saatguthersteller Monsanto für rund 66 Milliarden Dollar oder 128 Dollar je Aktie. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens, eine langfristige Wette auf steigende Nachfrage in der globalen Landwirtschaft, hervorgerufen durch steigende Weltbevölkerung und bessere Ernährung. „Die Kombination macht geografisch und von den Produkten Sinn“, sagt Branchenexperte und Chef von Traktorenhersteller Agco, Martin Richenhagen.

Doch Anleger sind weniger begeistert. Die Monsanto-Aktie rührte sich erst kaum vom Fleck, um einen Tag nach der Verkündigung um fast ein Prozent zu fallen – trotz einem freundlichen Börsenumfeld. Woher stammt die hohe Differenz von mehr als zwanzig Prozent zum Übernahmepreis? Immerhin zahlt Bayer in bar. Wall Street könnte also ein gutes Geschäft machen.

Aber Aktionäre von Monsanto sehen Probleme bei den Kartellbehörden voraus. Das spiegelt sich auch in der Ausfallprämie wider, die Bayer jetzt um 500 Millionen Dollar auf zwei Milliarden Dollar erhöhte. Sie sind an Wall Street eine Art Versicherungsprämie. Und eine ziemlich teure Angelegenheit: Drei Prozent des Gesamtwertes einer Übernahme.

Bayer muss die Ausfallprämie zahlen, falls die Aufsichtsbehörden vor allem in Europa und den USA kein grünes Licht geben. Rein vom Geschäft überschneiden sich die beiden Unternehmen wenig. Bayer ist in Europa und Asien stark, Monsanto eher in Nord- und Südamerika. Es kommen hier dem Pflanzenschutz von Bayer und dem Saatgut von Monsanto zwei Geschäftsfelder zusammen, die sich ergänzen.

Was sich auf dem Papier so einfach liest, könnte in der Wirklichkeit schwierig werden. Monsanto besitzt bei genmodifizierten Saatgut in den USA bei Baumwolle, Mais und Sojabohnen so gut wie ein Monopol. Bei herkömmlichem Baumwoll-Saatgut kämen beide Unternehmen auf einen US-Marktanteil von fast 70 Prozent. Landwirte fürchten sich vor Preiserhöhungen. Bayer will Bedenken der Kartellbehörden mit Verkäufen aus der Welt schaffen, etwa im Baumwollgeschäft.

Was Landwirte und Politiker auf den Plan ruft

Allerdings könnte das in der gegenwärtigen politischen Situation in denUSA nicht ausreichen. Die Landwirte leiden seit drei Jahren unter stark fallenden Preisen, das vierte scheint noch schlechter zu werden. So hat Chuck Grassley für Ende September eine Anhörung des US-Senats einberufen. Grassley sitzt für Iowa im US-Senat, der Bundesstaat ist als Getreidekammer Amerikas bekannt. „Die plötzliche Konsolidierung könnte die Preise in einer Branche nach oben treiben, die sich in Schwierigkeiten befindet“, warnte der US-Senator.

Was Landwirte und Politiker auf den Plan ruft: Bayer plant mit Monsanto bereits die dritte große Übernahme im Agar-Bereich in diesem Jahr. Die Übernahme von Syngenta durch Chem China wurde erst vor wenigen Wochen von den US-Kartellbehörden genehmigt.

Die Chemiekonzerne Du Pont und Dow Chemical wollen zusammen gehen und ihr Agar-Geschäft danach ausgliedern. „Ich habe große Zweifel, drei Deals in Folge sind zu viele“, sagte ein Hedgfonds-Manager in New York zu den Chancen von Bayer bei den US-Aufsichtsbehörden.

Bei einer Umfrage von Sanford Bernstein stimmten Investoren über den Deals ab, nach ihrer Meinung hat der nur eine Chance von 53 Prozent. Die Prüfung der Aufsichtsbehörden wird sich lange hinziehen, wohl ein Jahr. Legen die sich quer, droht Monsanto-Aktionären ein Kurssturz. Die Aktie könnte laut Sanford Bernstein auf 83 Dollar fallen. Von daher repräsentiert ein Kurs von 105 Dollar fast genau die Mitte von der möglichen Kursspanne von 83 bis 128 Dollar – entsprechend einer 50-50 Chance.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/nach-dem-deal-mit-bayer-warum-die-monsanto-aktie-nicht-steigt/14554562.html

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29.10.2015

Forscher werfen Kontrolleuren Vertuschung vor

Glyphosat ist weltweit das beliebteste Unkrautvernichtungsmittel – und krebserregend, wie einige Studien zeigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht das nicht so. Hat die Behörde Untersuchungen absichtlich ignoriert?

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Glyphosat ist weltweit das Unkrautvernichtungsmittel Nummer eins. Über 750.000 Tonnen des Pflanzengifts werden jährlich in der Landwirtschaft, auf öffentlichen Grünflächen und in Hausgärten ausgebracht. Mitte 2016 soll der Wirkstoff, den der US-Agrar-Konzern Monsanto erstmals 1974 auf dem Markt brachte, in der EU für weitere zehn Jahre zugelassen werden. Doch sind in den vergangenen Monaten ernste Zweifel an der Unbedenklichkeit der Substanz laut geworden.

Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation IARC stufte Glyphosat im Frühjahr als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Auch Schädigungen des Erbguts sind laut IARC nicht auszuschließen. Demgegenüber vertritt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ansicht, von fachgerecht ausgebrachtem Glyphosat gingen keine Gesundheitsgefahren für den Menschen aus. Allerdings werfen renommierte Forscher dem BfR vor, zahlreiche Studien nicht berücksichtigt zu haben, die auf eine krebserregende Wirkung hindeuten.

Der Epidemiologe Eberhard Greiser von der Universität Bremen kritisiert, das BfR habe wichtige Untersuchungen zur Giftigkeit des Wirkstoffs absichtlich außen vor gelassen. So habe das BfR 31 von 92 vorliegenden Studien, die sich mit Krebsrisiken durch Glyphosat befassen, nicht in die Bewertung einbezogen. Dabei zeigten gerade einige dieser Untersuchungen, wie schädlich sich das Herbizid auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. Stattdessen habe das BfR unter anderem zehn Studien berücksichtigt, die von der Pflanzenschutzindustrie finanziert worden waren. Greiser unterstellt dem BfR bewusste Manipulation. Auch der Toxikologe Peter Clausing glaubt, „dass Absicht im Spiel war“.

BfR: Alle „relevanten“ Studien berücksichtigt

Ökoverbände und Grünenpolitiker fordern Konsequenzen. „Die Vorgänge am Bundesinstitut für Risikobewertung sind untragbar. Das muss Folgen haben. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug, die Zulassungsverlängerung zu stoppen“, sagte die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bärbel Höhn (Grüne), der Frankfurter Rundschau. Um weitere Risiken abzuwenden, müsse bis zum Vorliegen einer umfassenden, unabhängigen Neubewertung ein Anwendungsmoratorium für Glyphosat verhängt werden. Ähnlich äußert sich der Geschäftsführer des Bundes der ökologischen Lebensmittelwirtschaft, Peter Röhrig: „Eine Zulassung kann nur erfolgen, wenn Gesundheitsrisiken ausgeschlossen werden können“.

Laut BfR können sie aber genau das. Das Bundesinstitut verweist darauf, dass alle relevanten Studien und Untersuchungen berücksichtigt worden seien. Man habe sowohl Versuche an Tieren wie auch Untersuchungen an Menschen, die intensiv mit Glyphosat in Kontakt kommen, in die Gesamtbewertung einbezogen, sagte ein Sprecher der FR. Krebserregende oder erbgutverändernde Wirkungen von Glyphosat auf den Menschen seien nicht belegt.

Diese Stellungnahme ist von großer Bedeutung, weil Deutschland für Glyphosat gegenüber den EU-Behörden als berichterstattendes Land dafür zuständig ist, wissenschaftliche Erkenntnisse zu möglichen Risiken zusammen zu tragen, zu bewerten und der zuständigen EU-Behörde EFSA zu übermitteln. Die EFSA nimmt eine zweite Bewertung vor, auf deren Grundlage die EU-Kommission dann über die Zulassung entscheidet, die jeweils für zehn Jahre ausgesprochen wird. Dem BfR kommt mithin eine Schlüsselrolle zu, die die Behörde am Donnerstag allerdings herunter zu spielen versuchte. „Wir sind nur ein kleines Rädchen und haben lediglich die Vorarbeiten geleistet. Die Entscheidung, ob Glyphosat weiter zugelassen wird, fällt die EFSA, für uns ist das Kapitel abgeschlossen“, sagte ein BfR-Sprecher dieser Zeitung.

Grenzwerte überschritten

Für die Verbraucher gilt das nicht. Denn Glyphosat wurde mittlerweile sowohl in Lebensmitteln als auch im menschlichen Körper nachgewiesen. Die Zeitschrift „Ökotest“ ließ 2013 Mehl, Backwaren und Haferflocken auf Glyphosat-Rückstände untersuchen. In 14 von 20 Proben wurde das Labor fündig. Der BUND stellte 2013 in einer Stichprobe in 18 EU-Ländern bei etwa der Hälfte der städtischen Bevölkerung Glyphosat-Rückstände im Urin fest. In Deutschland lag der Anteil sogar bei 70 Prozent. In einer Analyse der Muttermilch von 16 stillenden Frauen aus neun Bundesländern, die die Grünen im Frühsommer vornehmen ließen, wurden in allen Proben Glyphosat-Rückstände gefunden, die den zulässigen Grenzwert für Trinkwasser um das Zwei- bis Vierfache übertrafen.

Zwar war die Zahl der Probanden in beiden Fällen viel zu gering, um zu repräsentativen Ergebnissen zu gelangen. Besorgniserregende Hinweise auf die Verbreitung der Substanz liefern sie gleichwohl.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/glyphosat-forscher-werfen-kontrolleuren-vertuschung-vor-,1472780,32288578.html

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26.10.2015

Krebserregendes Monsanto-Gift in OP-Material nachgewiesen

Eine argentinische Studie hat das Pflanzengift Glyphosat in zahlreichen Baumwoll-Produkten nachgewiesen. Der als krebserregend eingestufte Stoff fand sich in allen getesteten Wundverbänden. Die Forscher warnen, das Gift könne über offene Wunden direkt in den Blutkreislauf gelangen.

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Monsantos Pflanzengift Glyphosat ist nicht nur in der Nahrung, sondern auch in Baumwollprodukten wie Kleidung, Hygiene-Artikeln und Wundverbänden: Eine Studie der argentinischen Universität La Plata hat Glyphosat nun in zahlreichen Baumwoll-Produkten nachgewiesen. Das als krebserregend eingestufte Gift fand sich in ausnahmslos allen getesteten Wundverbänden, Mullbinden und Baumwolltupfern. Zudem waren 85 Prozent der getesteten Tampons mit dem Gift verseucht, so ein Bericht über die Studienergebnisse in argentinischen Medien.

Die Kontamination so empfindlicher Produkte für Wundversorgung und Körper-Hygiene sind besonders problematisch, da der Kontakt mit offenen Wunden oder der regelmäßige Kontakt mit empfindlicher Schleimhäuten zu einer verstärkten Aufnahme der krebserregenden Stoffe führen kann. Glyphosat gilt als das weitverbreitetste Pflanzengift der Welt und wurde von der WHO jüngst in die Liste der krebserregenden Stoffe aufgenommen, woraufhin viele Händler weltweit die Produkte mit dem Wirkstoff aus ihrem Sortiment strichen.

Die Forscher stellten ihre Ergebnisse auf einem Kongress vor. „Die Ergebnisse dieser Forschung sind sehr ernst zu nehmen. Wenn man Watte oder Mull verwendet, um Wunden zu heilen oder für die Körperhygiene, so geht man davon aus, sterile Produkte zu verwenden. Wie sich herausstellt sind sie jedoch mit krebserregenden Stoffen kontaminiert“, so der Kinderarzt Vasquez Medardo Avila. Die Ergebnisse hätten auch die Forscher überrascht, da sie eigentlich die Gifte in der Nahrung nachweisen wollten, die Baumwolle öffnet jedoch eine neue Tür, die unbedingt weiter erforscht werden muss, so die Ärzte. Gerade über die offenen Wunden könnte das Gift direkt in den Blutkreislauf gelangen, die Auswirkungen wollen die Wissenschaftler nun erforschen.

Verschiedene Studien haben in der Vergangenheit einen Zusammenhang von Monsantos Gift mit Hirnschäden, Nierenversagen und Darmerkrankungen belegt. Rückstände gelangen durch den großflächigen Einsatz in der Landwirtschaft in die Nahrungskette, wo sie unter anderem in Brotwaren nachgewiesen wurden. Ein Beleg dafür, dass sie sich auch im menschlichen Körper ablagern, liefert der Nachweis von Glyphosat in Muttermilch.

Der Großteil der argentinischen und weite Teile der globalen Baumwoll-Produktion ist per Genmanipulation für den Einsatz des Pflanzengifts widerstandsfähig gemacht. Wenn die Pflanzen blühen wird die offene Blüte direkt mit dem Gift besprüht, so dass das Glyphosat absorbiert wird und tief in die Pflanze eindringt.

Monsanto selbst bestreitet die schädliche Wirkung des Produkts und behauptet in einem französischen TV-Interview sogar, man könnte es gefahrlos trinken – bleibt den Beleg jedoch schuldig (siehe obiges Video). Ein amerikanischer TV-Moderator hat das Gift in der Glenn Beck Show hingegen tatsächlich getrunken.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/26/krebserregendes-monsanto-gift-in-op-material-nachgewiesen/

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07.10.2015

Gewinneinbruch: Monsanto streicht 2600 Stellen

Monsanto hat angekündigt, weltweit rund 2600 Stellen zu streichen und Forschungsausgaben zu kürzen. Grund sei ein Gewinneinbruch um 18 Prozent, den das Unternehmen auf den Preisverfall auf den Agrarmärkten und Wechselkurseffekte zurückführt.

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Der US-Agrarchemiekonzern Monsanto setzt nach der gescheiterten Übernahme des Schweizer Konkurrenten Syngenta den Rotstift an. Den Einsparmaßnahmen fallen 2600 der insgesamt mehr als 21.100 Stellen zum Opfer, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Weltweit plane Monsanto Kostensenkungen, dazu gehöre auch ein Eindämpfen der Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie die Trennung vom Zuckerrohrgeschäft. Der Saatgutriese erhofft sich davon eine jährliche Ersparnis von bis zu 400 Millionen Dollar.

Zugleich greift das Management um Vorstandschef Hugh Grant tief in die Tasche, um die Aktionäre bei Laune zu halten: Für drei Milliarden Dollar soll in Kürze ein neues Aktienrückkaufprogramm gestartet werden, das Monsanto innerhalb der nächsten sechs Monate abschließen will.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 ging der Gewinn des Unternehmens wegen rückläufiger Preise auf den Agrarmärkten und negativer Wechselkurseffekte deutlich zurück. Der Nettogewinn sank um 18 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal fiel der Verlust mit 495 Millionen Dollar sogar höher aus als ein Jahr zuvor. Auch für das neue Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit weniger Gewinn.

Monsanto war im August mit seiner rund 47 Milliarden Dollar schweren Offerte bei Syngenta abgeblitzt und hatte seine Pläne daraufhin aufgegeben. Auch die Schweizer hatten danach ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/07/gewinneinbruch-monsanto-streicht-2600-stellen/

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01.10.2015

Monsanto entwickelt tödliches Gen-Spray

Monsanto hat ein neues Insektengift entwickelt, das Schädlinge mittels Gen-Veränderung tötet. Das Spray enthält einen Stoff, der in jeder DNA enthalten ist und lebenswichtige Gene bestimmter Insekten zeitweise abschaltet. Die Genwaffe soll jene Insekten töten, die gegen chemische Pestizide bereits resistent sind.

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Der Agro-Chemikonzern Monsanto hat ein neues Insektengift entwickelt, das die Gene von Schädlinge stilllegen und sie so töten kann. Das Spray enthält den Stoff RNA, der lebenswichtige Gene bestimmter Insekten zeitweise abschaltet, wodurch diese verenden. Durch die neue Genwaffe sollen vor allem Insekten getroffen werden, die gegen herkömmliches Insektengift bereits resistent sind, berichtet das Technologie-Magazin Technology Review.

Das Spray enthält künstliche RNA, also Ribonucleinsäure. Aus diesem Material besteht auch die DNA aller Lebewesen, die Erbinformationen enthält. Sprüht man nun bestimmte künstliche RNA auf bestimmte Lebewesen, so kommt es zu einer Interferenz oder Störung – die Gene der DNA werden durch die Wechselwirkung mit der RNA vorübergehend stillgelegt.

Dieser Effekt wird in der Medizinforschung dafür eingesetzt, um bestimmte „schlechte Gene“ etwa mit Erbkrankheiten auszuschalten. Monsanto hat den Effekt nun von einem heilenden in einen tödlichen Effekt gedreht, indem sie mittels RNA nicht krankmachende, sondern lebenswichtige Gene ausschaltet. Die so behandelten Insekten sterben „zu 99 Prozent“, so eine Wissenschaftlerin von Monsanto gegenüber TR.

Für Monsanto liegt der Vorteil der Methode gegenüber bisherigen genmanipulierten Pflanzen darin, dass eine Gen-Veränderung nicht mehr in das Erbgut der Pflanze hineingezüchtet werden muss, sondern einfach aufgesprayt werden kann. Zudem ist die Ausschaltung vorübergehend – lange genug um das Insekt zu töten, aber für den Menschen ungefährlich. Zudem könnte eine RNA so spezifisch gewählt werden, das nur ganz bestimmte Schädlinge davon sterben würden – eine für Kartoffelkäfer tödliche RNA sei also etwa für Marienkäfer ungefährlich.

Monsanto investiert Millionen in die Entwicklung der neuen Schädlingsbekämpfungsmethode, weil die Insekten gegen herkömmliche Pflanzengifte längst Resistenzen gebildet haben und die bisherige Züchtung von genmanipulierten Pflanzen langwierig und teuer ist – und zudem wenig gesellschaftlich akzeptiert. Öffentlicher Widerstand, gesetzliche Vorschriften und das langsame Tempo der Pflanzenzüchtung führen dazu, dass es derzeit im Schnitt mehr als 100 Millionen Dollar kostet und etwa 13 Jahren dauert, bis eine neue genveränderte Pflanzen auf den Markt kommt.

Dagegen ist die Bekämpfung eines Pflanzenvirus mittels RNA ungleich einfacher, so James Carrington, ein Wissenschaftler und Berater von Monsanto: „Wenn Sie die Kontrolle mit einem Spray gewinnen, können Sie ein Produkt vorstellen, das sich sehr schnell anpassen kann, sich schneller testen und auf den Markt bringen lässt. Man kann so auf neue Probleme reagieren, noch während sie entstehen.“

Eine schnelle Anpassung könnte auch nötig werden: Die RNA-Interferenz ist zuvor bereits als natürliche Selbstschutz-Mechanismus bei Pflanzen beobachtet worden, die sich so gegen Fress-Feinde und Viren wehren. Allerdings sind auch bereits Viren bekannt, die Mechanismen entwickelt haben, um die natürlichen RNA-Interferenz von Pflanzen zu umgehen – also resistent dagegen sind. Dennoch sei eine eine Resistenz-Entwicklung von Schädlingen bei der Bekämpfung durch RNA-Interferenzen weitaus schwieriger als bei chemischen Giften, so Monsanto.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/01/gegen-schaedlinge-monsanto-entwickelt-toedliches-gen-spray/

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18.09.2015

Kalifornien stuft Glyphosat von Monsanto offiziell als krebserregend ein

Der US-Bundesstaat Kalifornien will das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in die Liste der krebserregenden Mittel aufnehmen. Glyphosat befinden sich im Monsanto-Produkt Roundup. Zuvor hatte ein französisches Gericht Monsanto zu einer Schadensersatz-Strafe verurteilt.

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Die kalifornische Umweltschutzbehörde Cal/EPA will das Pestizid Glyphosat in die Liste der krebsverursachenden Mittel aufnehmen. Glyphosat befindet sich unter anderem im Monsanto-Produkt Roundup. „Soweit ich weiß, ist dies die erste Aufsichtsbehörde in den USA, die feststellt, dass Glyphosat krebserregend ist (…) Also, das ist eine sehr große Sache“, zitiert EcoWatch Nathan Donley vom Center for Biological Diversity.

Gemäß dem „Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act, 1986” (Proposition 65), welches ein im Jahr 1986 in Kraft getretenes kalifornisches Gesetz ist, soll die Hygiene des Trinkwassers gefördert werden. Demzufolge ist die Umweltschutzbehörde verpflichtet, das Gelangen von krebserregenden Substanzen in Verbraucherprodukte und daraus folgende Missbildungen sowie andere Schädigungen der Fortpflanzungsfähigkeit zu verhindern.

Vergangene Woche hat ein Berufungsgericht in Lyon Monsanto verurteilt. Der US-Konzern muss einem französischen Landwirt eine volle Schadensersatzzahlung leisten, berichtet Le Monde. Der Landwirt hatte im Jahr 2004 die Dämpfe eines Monsanto-Pestizids Lasso eingeatmet. Die gesundheitlichen Folgeschäden sind irreparabel. Lasso ist in Frankreich verboten.

Die französische Umweltministerin Segolene Royal hatte die Gartencenter in ihrem Land bereits im Juni aufgefordert, das Unkrautvernichtungsmittel Roundup des US-Herstellers Monsanto aus dem Verkauf zu nehmen. „Frankreich muss den Kampf gegen Pestizide vorantreiben“. Die zur Weltgesundheitsorganisation zählende Internationale Behörde für Krebsforschung (IARC) hatte im März erklärt, dass Glyphosat als Hauptbestandteil von Roundup bei Menschen wahrscheinlich Krebs auslösen kann. Glyphosat kommt seit 1974 vor allem bei der Unkrautbekämpfung zum Einsatz. Getreide und Raps werden zum Teil auch noch vor der Ernte damit behandelt. Da beides als Futtermittel für Kühe verwendet wird, ist Kuhmilch höheren Glyphosat-Werten ausgesetzt als menschliche Milch.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/18/kalifornien-stuft-glyphosat-von-monsanto-offiziell-als-krebserregend-ein/

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18.08.2015

EU-Kommission gibt Bericht zu Glyphosat nur an Monsanto heraus

Die EU-Kommission hat der Nichtregierungsorganisation Testbiotech e.V. zufolge die Herausgabe eines Berichts des Bundesinstituts für Risikobebewertung (BfR) zum Pflanzenschutzmittel Glyphosat verweigert. Gleichzeitig hatten Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat Zugang zu ihm. Der Bericht spielt eine wichtige Rolle in der laufenden EU-Debatte um die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittels. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte es kürzlich als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hingegen hat das Mittel bereits 2014 für unbedenklich erklärt und die Wiederzulassung empfohlen.

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EU-Kommission verschleppt Entscheidung trotz gesundheitlicher Gefahren

Die Art und Weise, wie die EU-Kommission nun bei der Frage der Wiederzulassung von Glyphosat verfährt, ist äußerst fragwürdig. Eigentlich ist die Europäische Zulassung für Glyphosat bereits 2012 ausgelaufen, die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA), die über die Gefährlichkeit des Pflanzenschutzmittels entscheiden soll, verschob jedoch die Entscheidung auf 2015. Schon lange gibt es Bedenken, ob Glyphosat tatsächlich ungefährlich ist. Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist inzwischen zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist.

Monsanto bekommt Zugang zum Bericht und produziert rasch eine Gegenstudie

Das BfR arbeitet der Europäischen Behörde als Berichterstatter zu. Der Bericht bleibt trotz der aktuellen Studie der WHO dabei, dass das Pflanzenschutzmittel unbedenklich ist. Monsanto und andere Hersteller von Glyphosat hatten laut Testbiotech Zugang zu einem aktuellen Entwurf des Berichtes, datiert vom Januar 2015. In Kenntnis dieses Entwurfes publizierte die Industrie rasch eine Studie, in der behauptet wird, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Diese Studie wurde dann wiederum vom BfR in seinem Abschlussbericht verwendet.

Als nun auch Testbiotech die Studie von der Europäischen Kommission erhalten wollte, wurde die Herausgabe verweigert, wie die Nichtregierungsorganisation heute in einer Presseerklärung zurecht kritisierte. Ihre Begründung: Eine Veröffentlichung der Daten zu diesem Zeitpunkt sei voreilig und würde den Prozess der Bewertung durch die EFSA unterminieren. Warum unterminiert eine Veröffentlichung der Studie die Bewertung, die Einsicht von Monsanto und anderen Glyphosat-Herstellern aber nicht? Eine atemberaubend absurde Vorstellung angesichts der eindeutigen Interessen, die Glyphosat-Produzenten in dieser Debatte haben.

EU-Kommission: An der Veröffentlichung besteht kein übergeordnetes Interesse

Auch die Behauptung, es gebe kein übergeordnetes öffentliches Interesse an einer Veröffentlichung der Daten, macht einen schlichtweg sprachlos. Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Pflanzenschutzmittel weltweit, seine Rückstände sind in vielen Lebensmitteln enthalten. Sollte es tatsächlich krebserregend sein, kann es die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern erheblich gefährden, wie Testbiotech erklärte.

Verbot von Chemikalien soll TTIP-Abkommen nicht gefährden

In der EU tobt derzeit eine generelle Debatte über problematische Chemikalien wie Glyphosat, bei der die Industrielobby bisher klar die Oberhand behält. Darüber haben wir bereits zuvor berichtet. Die Industrie zieht dabei alle Register und fordert insgesamt auf mehr Regulierungen zu verzichten. Ihr Argument: Man würde andernfalls das TTIP-Freihandelsabkommen mit den USA gefährden.

Das zeigt insgesamt, wie bitter nötig eine öffentliche Debatte und die dafür notwendigen Informationen bei solch heiklen Entscheidungen, wie der Zulassung von möglicherweise gesundheitsgefährdenden Pflanzenschutzmitteln, sind. Die neue EU-Kommission unter Präsident Juncker hatte im vergangenen Herbst angekündigt insgesamt mehr Transparenz in Brüssel zu schaffen. Den Bericht des BfR nun nicht öffentlich zu machen, ist in Anbetracht dieser Ankündigungen eine herbe Enttäuschung und verhindert eine für Bürgerinnnen und Bürger wichtige öffentliche Debatte.

https://www.lobbycontrol.de/2015/08/eu-kommission-gibt-bericht-zu-glyphosat-nur-an-monsanto-heraus/

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12.08.2015

El Salvador schmeisst Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land

El Salvador macht es vor- der Widerstand der Bauern hat über die großen Konzerne wie Monsanto gesiegt. Für die großen Konzerne müssen die Bauern aus El Salvador wie kleine Spinner erscheinen, denn sie lassen sich mit nichts unterdruck setzen. Bereits im Oktober 2014 berichteten wir Netzfrauen darüber, dass USA El Salvador unter Druck setzte, GVO-Saatgut von Monsanto zu kaufen und drohten andernfalls die finanziellen Hilfsmittel zu streichen.Unglaublich! Staatliche Erpressung zugunsten Monsanto. Eines der Bedingungen der Vereinigten Staaten für die Genehmigung einer beinahe 300 Millionen Dollar Hilfe war, dass El Salvador sich verpflichtet, gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto zu kaufen, statt Nicht-GV-Saatgut von den heimischen Bauern. Doch sie haben alle nicht mit der Hartnäckigkeit dieser Bauern gerechnet. Wir sehen auch gerade in Afrika, wie die Industrie versucht mit allen Mitteln GVO in Afrika anzubauen.

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Sogar ein eigenes Monsantogesetz gibt es, gerade dann wenn man ein Freihandelsabkommen mit den USA abgeschlossen hat. Das haben wir Netzfrauen anhand von den Kleinbauern in Guatemala gesehen, manchmal siegt David im Kampf gegen Goliath doch.Trotz Bedingung für DR-CAFTA – Umstrittenes Monsanto-Gesetz in Guatemala wurde aufgehoben. In Lateinamerika tut sich etwas, gerade die Kleinbauern wollen sich nicht weiter von Monsanto und Co. versklaven lassen.

El Salvador schmeisst Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land

Angefangen bei Studien, die Listen mit degenerativen Gesundheitsbeinträchtigungen aufgrund des Herbizids Glyphosat aufführen bis hin zu der Verleumdungskampagne gegen Dr. Oz durch ein großes Unternehmen: es ist offensichtlich, dass auf der Welt ein Kleinkrieg um Nahrungsmittel herrscht.

Aber sobald man sich tiefer in die Behauptungen von Aktivisten einarbeitet und die von den großen AG präsentierten Studien mit denen der Gegner vergleicht, kommt man vermutlich auch zu der gleichen Schlussfolgerung, die Länder wie El Salvador gezogen haben: das Land – und die ganze Welt – steht besser da, wenn man auf Biotech-Unternehmen und ihren Einfluss verzichtet.

Tatsache ist, nachdem in El Salvador dieser Schluß gezogen wurde, hat das Land Unternehmen wie Monsanto entsprechend dafür angegangen, dass man sich in die Anbaumethoden eingemischt hat. Die Farmer des Landes wissen wie wichtig es ist, eigenes Saatgut zu produzieren und auch, dass man das Saatgut der Bioengineering-Riesen besser vermeiden sollten. Sie haben Monsanto erfolgreich davon abgehalten, El Salvador mit diesen Produkten zu versorgen.

So sagt Juan Luna Vides, der Leiter der „Diversified Production for the Mangrove Association“, einer Nichrregierungsorganisation, die gegründet wurde, um soziale Graswurzel-Bewegungen zum Schutz der Umwelt in El Salvadors zu unterstützen:

Man darf nicht vergessen: Monsanto gehört gemeinsam mit DuPont und Pioneer zu den Riesen, die den Saatgutmarkt der Welt beherrschen. Bedauerlicherweise profitieren viele Regierungen Lateinamerikas – vielleicht sogar auf der ganzen Welt – von guten Beziehungen zu diesen Konzernen.”

Das Landwirtschaftsministerium gab kürzlich Verträge frei, auf deren Basis Saatgut an Bauern im Land verteilt werden sollen, die für den Eigenbedarf produzieren.

Wie man durch Truth-Out erfahren konnte, ist die lokale Versorgung für viele Bauern von großer Bedeutung. Der kleine Saatgut-Hersteller Santos Cayetan kommentiert das mit den Worten: “Wir verlieren Traditionen des lokalen Anbaus, diese versuchen wir hier zu bewahren. Das ursprüngliche Saatgut verfügt nicht über das, was die neue Produkte mitbringen: Chemikalien.”

Cayetan, der Getreidesaatgut aus dem Regierungsprogramm erhält, in dessen Rahmen lokales, GVO-freies Saatgut verteilt wird und der darüberhinaus auch lokalen Mais verwendet, beschreibt den dramatischen Unterschiede zwischen lokalen Saatgut und Saatgut von Monsanto mit den Worten:

[Lokales Saatgut ist] immer gleich, es führt immer zum Ertrag und ist immer wieder neu. … [Lokales Saatgut] ist widerstandsfähiger bei Dürre.”

Auch andere Bauern bestätigen die Tatsache, dass sich das lokale Saatgut an die Umweltbedingungen der Region adaptiert habe, was beim Saatgut von Monsanto nicht der Fall sei. Das lokale Saatgut wächst sogar auf trockenen Boden noch gut. Darüberhinaus können die Bauern das Saatgut selbst herstellen und wiederverwenden, ohne sich mit Patentverletzungen auseinanderzusetzen oder gar jede Saison neu investieren zu müssen. Schließlich sind die meisten GV-Saatgutsorten von Monsanto, Pioneer und anderen nicht reproduktionsfähig – daher auch bekannt als „Selbstmord-Samen“.

Und niemand kann Fälle wie in Indien vergessen, wo das Hauptinteresse der Biotech-Firmen darin besteht, die Bauern Jahr für Jahr zu zwingen, Saatgut zu überteuerten Preisen zu erwerben. Und nebenbei: derartiges Saatgut erfordert giftige, industrielle Düngemittel, die in zahlreichen Ländern aufgrund ihrer krebserzeugenden Wirkung ebenfalls bereits verboten werden.

[Die Verwendung lokalen Saatguts] ist deutlich besser [für die Bauern in El Salvador]; sie müssen nicht jährlich neues Saatgut kaufen”, fügt Vides hinzu. “Es hat viel damit zu tun, Rahmenbedingungen für eine sichere Nahrungsmittelversorung zu schaffen … man kann herstellen, was man selbst konsumiert … herstellen und konsumieren – jeweils das gleiche Produkt.”

Es ist offensichtlich: die Motivation von El Salvador den Einfluss von Biotech-Firmen auf die Anbaumethoden zu beschränken ist sehr intelligent.

Wir fragen uns: warum fehlt unseren Politikern in Deutschland, Österreich bzw. der EU eigentlich diese Intelligenz? Sollte man sie nach Lateinamerika zur Schulung schicken? Schaden kann es vermutlich nichts …

http://netzfrauen.org/2015/08/12/big-win-el-salvador-schmeisst-monsanto-mitsamt-saatgut-aus-dem-land-el-salvador-kicks-monsanto-their-seeds-out-of-country/

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30.07.2015

WHO stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein

Umweltschützer fordern schon lange das Aus für das weitverbreitete Unkrautmittel Glyphosat. Die WHO stuft das Mittel nun als riskant ein – die weitere Zulassung in der EU steht damit auf der Kippe.

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Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Mittel zur Unkrautbekämpfung und Reifebeschleunigung. Auf rund 40 Prozent der deutschen Ackerflächen wird das Herbizid versprüht. Glyphosat sei „mit großer Wahrscheinlichkeit krebserregend für den Mensch“ vermeldete die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) im März.

Die lang erwarteten Belege für diese Einschätzung lieferte die WHO-Behörde IARC nun in einer Übersichtsarbeit, in die über 200 Studien einflossen. Das Ergebnis: Es gäbe bislang nur „begrenzt Belege dafür, dass Glyphosat im menschlichen Körper Krebs verursacht“. Ausreichend belegt werden, konnte die krebserregende Wirkung in Tierversuchen. Insgesamt kommt die IARC zu dem Schluss, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ ist.

In Deutschland galt es bislang als unbedenklich

Das Ergebnis widerspricht der bisherigen Einschätzung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die Behörde ist hierzulande für die Bewertung von Chemikalien verantwortlich und gibt Empfehlungen zu deren Zulassung. In einer aktuellen Mitteilung gibt das BfR an, dass die gesundheitliche Bewertung von Glyphosat auf Grundlage aller vorliegenden Studien durch die zuständigen nationalen, europäischen und anderen internationalen Institutionen bislang ergeben hätte, dass sich kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen ableiten lasse. Daher hatte das BfR der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auch empfohlen, die Zulassung von Glyphosat um zehn Jahre zu verlängern.

„Was das BfR vorgelegt hat, taugt nicht als Grundlage für ein Wiederzulassungsverfahren“, sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament, Martin Häusling. Dass verschiedene Gremien bei der Auswertung von Studien zu verschiedenen Ergebnissen kämen, gehöre zum Alltag in der wissenschaftlichen Risikobewertung, schreibt das BfR in einer Stellungnahme.

Die Einschätzung des IARC, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ ist, stützt sich offenbar überwiegend auf relativ große Studien an Menschen aus den USA und Kanada, in denen einen statistisch relevanter Zusammenhang zwischen Glyphosat und dem Non-Hodgkin-Lymphom – einer bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems – beobachtet worden war.

Umweltverbände für strikte Kontrollen oder Verbote

Das BfR kündigte an, den Bericht nun zu prüfen. Auch die EFSA sei von der EU-Kommission bereits aufgefordert worden, die Ergebnisse bei der laufenden Überprüfung der Zulassung für Glyphosat zu berücksichtigen. Der Herbizid-Hersteller Monsanto will die 92 Seiten umfassende Monografie nun einer externen Prüfung unterziehen.

Umweltorganisationen forderten nach Veröffentlichung des IARC Berichts umgehend, Konsequenzen zu ziehen. „Die Umwelt- und Gesundheitsbilanz von Glyphosat wird zunehmend kritisch bewertet. Es gefährdet die menschliche Gesundheit und hat direkte und indirekte Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Daher wird es höchste Zeit, dass die Bundesregierung das Vorsorgeprinzip ernst nimmt und die Zulassung für Glyphosat bis zur Klärung offener Fragen aussetzt“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Alle Anwendungen, bei denen es sehr wahrscheinlich ist, dass Menschen mit Glyphosat in direkten Kontakt kommen, müssen umgehend ausgesetzt werden“, fordert die Agrarexpertin von Greenpeace Deutschland, Christiane Huxdorff.

Rund 700.000 Tonnen Glyphosat werden jährlich weltweit eingesetzt. In Deutschland sind es 5000 Tonnen des reinen Wirkstoffs. Weil Pflanzen zunehmend Resistenzen gegen das Schutzmittel entwickelten, sei der Gebrauch angestiegen, schreibt die IARC. Glyphosat finde sich in Böden, in der Luft, in Gewässern und als Rückstände in Lebensmitteln. Das BfR und die EFSA hielten die Rückstände bislang aber für unbedenklich. Ob das Pflanzenschutzmittel künftig noch eingesetzt werden darf, bleibt abzuwarten.

http://www.stern.de/gesundheit/pflanzenschutzmittel-who-stuft-glyphosat-als–wahrscheinlich-krebserregend–ein-6365308.html

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07.07.2015

Monsanto plant Megaübernahme

Sechs Firmen kontrollieren zusammen 75 Prozent des globalen Saatgut- und Pestizidmarktes. Jetzt arbeitet der US-Saatgutkonzern Monsanto an der Übernahme des Konkurrenten Syngenta. Das eigentliche Ziel ist deutlich größer.

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Die meisten Menschen kennen Hugh Grant: Ein international erfolgreicher Brite, der in den USA eine große Karriere als Schauspieler hingelegt hat. Doch das ist nicht der Hugh Grant, der in dieser Geschichte die Hauptrolle spielt. Wenngleich auch er aus dem Vereinigten Königreich kommt, international erfolgreich ist und in den Vereinigten Staaten eine große Karriere hingelegt hat. Mit dem kleinen Unterschied, dass ihm nicht gerade die Herzen zufliegen. Denn Hugh Grant ist Chef des Saatgutkonzerns Monsanto. Er ist mehr Fertilizer als Womanizer.

Der 58-Jährige gehört zu den besten Firmenchefs der Welt, glaubt man der Wirtschaftszeitung Barron’s. Auf deren Top-30-Liste hat es Grant bereits mehrfach geschafft. Zuletzt allerdings nicht mehr, weil sich die Aktie von Monsanto schlecht entwickelt hatte und fallende Getreidepreise die Gewinne bedrohen. Zeit, etwas zu tun. Und das tut Grant: Er will den Schweizer Konkurrenten Syngenta kaufen, was eine Megaübernahme und der Beginn großer Umwälzungen in der Branche bedeuten würde.

Als erstes Angebot hat Grant eine Summe von 45 Milliarden Dollar in Cash und Aktien geboten. Das hat Syngenta abgelehnt, doch hinter den Kulissen laufen die Verhandlungen weiter. Klappt der Deal, entstünde ein Gigant: Monsanto ist die weltweite Nummer 1 für Saatgut, Syngenta hält diese Position im Pflanzenschutzgeschäft. Und Grant wäre der Chef des Konzerns.

Knausrig zeigt sich der gebürtige Schotte, dem man auch nach über zwei Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten seine Herkunft noch deutlich anhört, bei dem Deal überhaupt nicht. Im Gegenteil, schon das Anfangsgebot für Syngenta liegt deutlich über den Preisen, die in der Branche üblicherweise bezahlt werden. Das verkörpert den strategischen Wert des Deals. Denn mit der Übernahme würde Monsanto nicht nur die Konkurrenten Bayer, BASF, Dupont und Dow Chemical weit hinter sich lassen. Es käme auch ein weiteres Teil in Grants Puzzle hinzu, einen Agrarkonzern zu schaffen, der deutlich mehr beherrscht als den Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt.

Sechs Firmen an der Spitze

Schon jetzt ist das kommerzielle Pflanzengeschäft in der Hand weniger Konzerne. Darauf weist seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit die Nichtregierungsorganisation ETC Group hin. Sechs Firmen kontrollieren zusammen 75 Prozent des globalen kommerziellen Saatgut- und Pestizidmarktes. Geht Syngenta in Monsanto auf, sind es nur noch fünf. Und in der Branche wird schon spekuliert, dass es dabei nicht bleiben wird. Denn BASF, Bayer, Dow und Dupont werden dem Riesen Monsanto/Syngenta kaum tatenlos das Feld überlassen wollen. Gemeinsam kämen die beiden Firmen auf einen Marktanteil von 54 Prozent an den globalen kommerziellen Saatgutverkäufen und auf einen Drittel des Pestizidmarktes.

Allerdings geht momentan niemand davon aus, dass die Kartellbehörden das so durchwinken würden. Vielmehr wird erwartet, dass Teile des gemeinsamen neuen Unternehmens verkauft werden müssten. Und tatsächlich hält Monsanto laut informierten Kreisen bereits Ausschau nach potenziellen Käufern für bestimmte Geschäftsbereiche. Die Rede geht, dass das US-Saatgut-Geschäft von Syngenta verkauft werden könnte. Es wird von Analysten auf einen Wert von sechs bis acht Milliarden Dollar geschätzt. Ein Zusammenschluss von Monsanto und Syngenta könnte also Zweitrundeneffekte nach sich ziehen. Nicht nur der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt, sondern auch Chem China. Das staatseigene Unternehmen der Volksrepublik China bewegt sich derzeit noch außerhalb der Wahrnehmung der westeuropäischen Öffentlichkeit, hegt jedoch Ambitionen, ein Global Player zu werden.

Trotz all dieser massiven Implikationen, die eine Übernahme von Syngenta haben könnte, für Monsanto-Chef Grant wäre sie nur ein Schritt zu einem integrierten Landwirtschaftskonzern neuer Prägung, der zu einem Musterbeispiel für die industrialisierte Landwirtschaft der Zukunft werden könnte. „Monsanto glaubt, dass das kombinierte Unternehmen einzigartig gut aufgestellt wäre, um ein umfassendes Angebot integrierter Lösungen für Farmer weltweit bereitzustellen und um technologische Innovationen zu beschleunigen“, glaubt Hugh.

Dabei hat er nicht mehr ausschließlich die umstrittene Gentechnik im Blick, im Gegenteil, sie dürfte im Konzern sogar an Bedeutung verlieren, sondern eine breite technologische Unterstützung für Bauern.

Monsanto unter Druck

Denn das klassische Geschäft von Monsanto ist unter Druck geraten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass einer der beiden Grundpfeiler massiv angeknackst ist: der Unkrautvernichter Glyphosat.

Immer mehr deutet daraufhin, dass er krebserregend ist, inzwischen ist der Verkauf des Mittels mancherorts sogar verboten. Hinzu kommt, dass er immer häufiger den Dienst versagt, weil das Unkraut resistent geworden ist. „Die Unkräuter passen sich schneller an, als der Bauer spritzen kann“, sagt Christoph Then von der gentechnikkritischen Forschungseinrichtung Test Biotech. Zudem ist das Patent auf das Produkt ausgelaufen. Und auch die Monsanto-Pflanzen mit ihrer integrierten Schädlingsbekämpfung sind an Grenzen gekommen.

Grant strebt mit Monsanto längst nach Höherem. Das Unternehmen hat sein Wissen im Bereich der Datenerhebung und Verarbeitung deutlich erweitert. Die Tochter Climate Corporation überwacht mit Satelliten und Flugzeugen die Äcker von Millionen Bauern. Diese können mit einer Software analysieren, an welcher Stelle welche Saat wie dicht gesät werden sollte, wie sich die Pflanzung entwickelt, ob gedüngt werden muss, welche Krankheiten sich wo ausbreiten oder wie sich das Wetter entwickelt. Zugleich bietet das Unternehmen Versicherungen gegen Ernteausfälle an. Mit im Boot war zuletzt: Agrium, einer der weltgrößten Düngemittelhersteller.

Das zeigt, was der nächste Schritt sein könnte im großen Landwirtschaftsbusiness: die Verschmelzung von Saatgut-, Pflanzenschutz und Düngemittelbranche. Um die Palette dessen komplett zu machen, was ein Bauer braucht, fehlt dann nur noch eines: die Zusammenarbeit mit den Herstellern von Landwirtschaftsmaschinen. Die drei größten Hersteller kontrollieren zusammen schon heute 77 Prozent des Weltmarktes, auch sie setzen auf Informationstechnologie und Automatisierung. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der erste Landwirtschaftsgigant entsteht.

Für die Bauern wäre das eine zwiespältige Entwicklung. Wie rigide die Vorgaben von Konzernen wie Monsanto sein können, haben sie in den vergangenen Jahren schon erlebt. Sollte aber einmal alles, was sie für die Landwirtschaft brauchen, von wenigen Unternehmen kontrolliert werden, laufen sie Gefahr, zu Gärtnern im Schrebergarten der Konzernherren zu werden.

Eine kleine Gruppe von Unternehmen versucht, den Zugriff auf die globale Nahrungsmittelversorgung zu gewinnen” warnt Pat Mooney, Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation ETC Group.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/landwirtschaft-monsanto-plant-megauebernahme,1472780,31144702.html

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23.06.2015

Monsanto’s Round Up: Ab jetzt auch in Honig erhältlich

Monsanto ist vielen Menschen heute ein Begriff. Der Chemiehersteller des im Vietnamkrieg verwendeten Agent Orange ist seit längerer Zeit im landwirtschaftlichen Bereich aktiv – mit genmanipulierten Pflanzen und dem dazu anwendbaren Herbizid Round Up. Es ist eines der meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittel weltweit.

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Doch die Inhaltsstoffe sind wegen einer potentiellen Gefährdung von Mensch und Tier sehr umstritten. Glyphosat ist eines der wichtigsten Bestandteile vieler Pestizide. Nun werden immer mehr Studien zur Wirkung von Glyphosat auf seine Umwelt durchgeführt und veröffentlicht und die Ergebnisse scheinen deutlich: Lungenprobleme, Nierenschäden, Auswirkung auf Fortpflanzungsorgane, krebsfördernd.

Wissenschaftler haben nun untersucht, ob und in welchen Mengen Glyphosat in verschiedenen Produkten auftritt. Während Produkte aus Korn und Soja die Grenzwerte nicht überschreiten, sind die Ergebnisse für Honig erschreckend: Mehr als die Hälfte der konventionellen (59% von 58 Proben) und knapp die Hälfte der organischen Honigproben (45% von 11 Proben) hatten eine Glyphosat-Konzentration oberhalb der gesundheitlich zugelassenen Grenzwerte.

Die Studie schließt sich den Erkenntnissen der Internationalen Agentur für Forschung auf Krebs (IARC), die im Februar für Schlagzeilen gesorgt hat. Das IARC hat eine direkte Verbindung zwischen Glyphosate und einem erhöhten Krebsrisiko belegt.

Daraufhin hat die Weltgesundheitsorganisation das Gesundheitsrisiko für Glyphosate als hoch eingestuft.

Folglich haben sich schon einige Länder für ein Verbot der Verwendung von Round Up entschieden. El Salvador und Sri Lanka haben ein Verbot durchgesetzt, Frankreich hat die Nutzung stark eingeschränkt. In anderen Ländern wird das Thema heftig diskutiert. Die neusten Erkenntnisse werden im Kontext weiterer Verbote sicherlich eine gewichtige Rolle spielen.

http://www.pravda-tv.com/2015/06/monsantos-round-up-ab-jetzt-auch-in-honig-erhaeltlich/

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14.06.2015

Frankreich will Pestizid aus Gartenzentren verbannen

Dem Agrochemie-Hersteller Monsanto droht Ungemach in Frankreich: Das Umweltministerium will den Verkauf des Pestizids Roundup in Gartenzentren verbieten. Ein darin enthaltener Stoff könnte krebserregend sein.

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Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal hat ein Verkaufsverbot für das umstrittene Pflanzenschutzmittel Roundup in Gartenzentren verkündet. Frankreich müsse beim Stopp von Pestiziden „in die Offensive gehen“, sagte die Ministerin am Sonntag im Sender France 3.

Sie habe daher die Gartenzentren des Landes aufgefordert, das Mittel aus dem Sortiment zu nehmen. Roundup wird von dem US-Unternehmen Monsanto entwickelt und sowohl von Bauern als auch von Hobbygärtnern verwendet.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hatte den in Roundup enthaltenen Stoff Glyphosat im März als „wahrscheinlich“ krebserregend eingestuft.

Monsanto kritisierte die Einschätzung und warf der IARC vor, „absichtlich“ Untersuchungen außer Acht gelassen zu haben, die in Glyphosat keine Gefahr für die menschliche Gesundheit sehen.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/monsanto-pflanzenschutzmittel-roundup-frankreich-will-pestizid-aus-gartenzentren-verbannen/11915572.html

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26.05.2015

Schweizer Supermärkte verbannen Monsanto-Produkte

Der WHO-Bericht darüber, dass Glyphosat offenbar krebserregend ist, zeigt in der Schweiz Wirkung. Die Handelsketten Migros und Coop nehmen Glyphosat nun aus ihren Läden. In Bayern stand ein Verbot zur Debatte, der Landtag sprach sich nun jedoch dagegen aus.

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Im März stufte ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO Monsantos Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Damit hat eine neuerliche Debatte über die Verwendung des des umstrittenen Wirkstoffs begonnen.

Glyphosat ist der weltweit meistverwendete Unkrautvernichter. Der Wirkstoff wird nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch von Hobbygärtnern eingesetzt. Über seine Risiken für Mensch und Umwelt wird seit Jahren gestritten. 1971 ließ der US-Konzern Monsanto Glyphosat als Herbizid patentieren – heute macht Monsanto allein mit seinem bekanntesten Unkrautbekämpfungsmittel „Roundup“ einen Jahresumsatz von 2 Milliarden US-Dollar.

Nach und nach entscheiden sich nun einige Unternehmen dafür, glyphosathaltige Produkte aus dem Handel zu nehmen. So teilte das Schweizer Unternehmen Coop am Donnerstag mit, dass glyphosathaltige Herbizide „vorsorglich“ nicht mehr verkauft werden:

Auch wenn das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Glyphosat weiterhin als gesundheitlich unbedenklich für die Bevölkerung beurteilt, hat sich die Detailhändlerin entschieden, per Montag, 18. Mai keine glyphosathaltigen Produkte mehr in den Coop Supermärkten und Coop Bau+Hobby Baumärkten zu verkaufen.“

Es handele sich dabei um eine präventive Maßnahme. „Und dies, obwohl die Detailhändlerin auch bisher keine Konzentrate, sondern nur sehr stark verdünnte, gebrauchsfertige Produkte im Sortiment führte. Diese sind bis zu 48 Mal niedriger dosiert als die in der Landwirtschaft gebräuchlichen Produkte.“

Das Schweizer Unternehmen Migros will zukünftig auch auf Glyphosat verzichten. Ursprünglich sollte dies erst 2016 durchgeführt werden. Dem SRF sagte ein Sprecher Migros, dass man nun jedoch schon in der kommenden Woche mit dem Entfernen der Produkte beginnen werde.

In Deutschland gab es ebenfalls entsprechende Vorstöße. Mitte Mai teilte die REWE Group mit, Glyphosat aus ihrem Baumarktsortiment zu nehmen. „Die zur REWE Group gehörenden 350 toom Baumärkte werden bis spätestens 30. September 2015 keine Glyphosat-haltigen Produkte mehr führen“, so der Konzern. „Seit heute (11.05.) besteht für die Märkte keine Möglichkeit mehr, derartige Produkte nachzubestellen.“

Schleppender geht es hingegen auf Landesebene zu. So lehnte der Bayerische Landtag die Verbotsanträge von SPD und Grünen am Donnerstag ab. Empfohlen wurde allerdings, das glyphosathaltige Spritzmittel „Round up“ außerhalb der Landwirtschaft nicht mehr anzuwenden, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Unabhängig von den Reaktionen der Handelsketten auf Glyphosat strebt Monsanto weiter eine Expansion in Europa an. Monsanto ist an dem Schweizer Chemiekonzern Syngenta interessiert. Doch der Schweizer Agrochemiekonzern weist Monsanto weiter zurück. Die Vorschläge der Amerikaner widerspiegelten grundsätzlich nicht den Wert des Unternehmens, sagte ein Syngenta-Sprecher am Mittwoch. 45 Milliarden Dollar hatte Monsanto zuletzt geboten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/24/schweizer-supermaerkte-verbannen-monsanto-produkte/

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24.05.2015

Weltweite Massen-Proteste gegen Monsanto und Syngenta

In 400 Städten in über 40 Ländern ist es am Samstag zu Protesten gegen Monsanto und und Syngenta gekommen. Die Demonstranten warnten vor den Gefahren von gentechnisch manipulierten Lebensmitteln.

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Zum dritten Mal haben in vielen Städten der Welt tausende Demonstranten gegen die Gentechnik-Konzerne Monsanto und und Syngenta protestiert. In den Schweizer Städten Basel und Morges, dem Standort von Monsanto Europa kamen 2.500 Menschen, in Paris waren es 3.000. Auch in Afrika und dem Nahen Osten wurde protestiert. In Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, waren etwa 500 Teilnehmer erscheinen.

Ein Aktionsbündnis von Umweltschutz-Organisationen hatte zu dem Protest aufgerufen. Vor allem das Pestizid Roundup steht in der Kritik: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte in einer Studie kürzlich nicht ausgeschlossen, dass Roundup krebserregende Stoffe enthalten könnte. Monsanto hatte darauf von der WHO gefordert, die Studie zurückzuziehen.

Schweizer Supermärkte haben sich mittlerweile entschlossen, Monsanto-Produkte nicht mehr zu vertreiben.

Die Gentechnik-Konzerne haben unterdessen damit begonnen, in der Ukraine billig Land aufzukaufen, teilweise mit Krediten, die ihnen von den europäischen Steuerzahlern gewährt werden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/24/weltweite-massen-proteste-gegen-monsanto-und-syngenta/

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22.04.2015

Monsanto fordert von WHO Rücknahme einer kritischen Roundup-Studie

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO stuft in einer Studie Glyphosat als krebserregend ein. Der Monsanto-Cheflobbyist Philip Miller kritisiert die WHO-Forscher scharf und widerspricht: Glyphosat sei weder giftig noch krebserregend. Monsanto verlangt, dass die WHO ihre kritische Studie zurückzieht.

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Der US-Agrarkonzern hat einen Bericht der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) zurückgewiesen, wonach das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat krebserregend sein soll. Zu diesem Ergebnis war eine IARC-Forschergruppe aus Lyon gekommen. „Wir hinterfragen die Qualität der Bewertung (…) Die WHO hat etwa zu erklären“, zitiert Reuters den Vize-Präsidenten der Monsanto-Abteilung Global Regulatory Affairs, Philip Miller. Der Monsanto-Funktionär will ein Treffen mit Vertretern der WHO und der IARC und fordert die Rücknahme der Studie. Monsanto habe der IARC wissenschaftliche Daten zur Verfügung gestellt, die die Sicherheit von Glyphosat belegen würden, so Miller. Doch die IARC hätte dies ignoriert. Folglich sei das Ergebnis für die Monsanto-Marke Roundup schlecht ausgefallen.

Zuvor sagte der Cheflobbyist Miller, man könne sich nicht erklären , wie sie WHO zu einer „derart dramatischen” Abweichung von allen bisherigen „regulatorischen Schlussfolgerungen“ habe kommen können. Er bezieht sich offenbar auf eine deutsche Studie für die EU, die erst im Vorjahr Roundup die volle Unbedenklichkeit bescheinigt hatte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sah 2014 zunächst „keine Hinweise auf krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Wirkung durch Glyphosat“. Doch in einer Mitteilung vom 2. April meldet das BfR, dass der „Bericht der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Verfahren zu berücksichtigen“ sei. Das BfR wörtlich: „Das BfR sieht es als nicht zielführend an, wenn es als Verfasser des Bewertungsberichts zu Glyphosat die IARC Monographie kommentiert. Hieran sollten vielmehr alle EU-Mitgliedsstaaten beteiligt werden“.

Der Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Grünen, Harald Ebner, kritisiert die Haltung des BfR scharf. In einer Mitteilung meldet er: „Um eine Prüfung das Krebsverdachts für das Allzweck-Ackergift will das BfR sich offenbar drücken. Das ist skandalös, verantwortungslos und steht im krassen Widerspruch zu den Ankündigungen des BfR und der Bundesregierung, man werde die Einstufung des WHO-Krebsforschungsinstituts IARC gründlich prüfen und sich intensiv um die zugrundeliegenden Studien bemühen“.

Es gibt eine Reihe von unabhängigen, veröffentlichten Manuskripten, die eindeutig zeigen, dass Glyphosat (…) Krebs und Tumorwachstum fördert (…) Es sollte verboten werden“, so der Leiter des Labors für zelluläre Neurobiologie am Salk Institut für biologische Studien in La Jolla, Kalifornien.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/22/monsanto-fordert-von-who-ruecknahme-einer-kritischen-roundup-studie/

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21.03.2015

WHO-Studie: Roundup von Monsanto kann Krebs auslösen

Schwerer Rückschlag für Monsanto: Ausgerechnet das bekannteste und profitabelste Produkt, das Pflanzengift Roundup, ist unter Krebsverdacht geraten. Eine WHO-Studie straft bisherige Studien Lügen und sieht die Möglichkeit eines Zusammenhangs von Roundup und Krebs. Bei Monsanto reagiert man ungewöhnlich nervös.

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Schock beim Unkrautvernichter Monsanto: Bloomberg berichtet von einer neuen Studie, in der erstmals ein Zusammenhang zwischen dem Pflanzenschutzmittel Roundup und Krebserkrankungen hergestellt wird. Besonders hart für Monsanto: Die Studie stammt nicht von irgendeiner Universität – in solchen Fällen ist Monsanto in der Vergangenheit meist sehr schnell zum Gegenangriff übergegangen und hat kritische Forscher diskreditiert.

Das dürfte diesmal nicht so leicht sein: Denn die Studie stammt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Sie wurde am Freitag auf der Website der International Agency for Research on Cancer, (IARC), dem in Lyon ansässigen französischen Arm der WHO, gepostet.

Die Studie, die zuerst in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass es “begrenze Belege” gäbe, dass Roundup Lymphdrüsen- und Lungenkrebs auslösen könnte. Außerdem habe man “überzeugende Belege”, dass Labortiere wegen Roundup an Krebs erkrankt seien.

Die Studie bezieht sich auf Untersuchungen in den USA, Kanada und Schweden, die in diesem Ländern seit 2001 durchgeführt worden sind. Die Erkrankungen betreffen Einzelfälle, die breite Bevölkerung sei nicht betroffen.

Dennoch reagierte man bei Monsanto fast panisch auf die Veröffentlichung. Bloomberg zitiert den Cheflobbyisten des Konzerns, Philip Miller. Dieser sagte, man könne sich nicht erklären , wie sie WHO zu einer “derart dramatischen” Abweichung von allen bisherigen “regulatorischen Schlussfolgerungen” habe kommen können. Miller bezieht sich offenbar auf eine deutsche Studie für die EU, die erst im Vorjahr Roundup die volle Unbedenklichkeit bescheinigt hatte.

Tatsächlich gibt es seit jeher kritische Stimmen über Roundup, die allerdings eher aus der Wissenschaft kamen. Die Aufsichtsbehörden in den USA und in der EU kamen meist zu den von Monsanto gewünschten, “regulatorischen Schlussfolgerungen”, weil in den Gremien zahlreiche Saatgut-Aktivisten agieren.

Mit der WHO stellt sich erstmals eine große internationale Organisation gegen Monsanto – und das gleich gegen das wichtigste Produkt des Hauses: Der Profit vom Roundup ist für Monsanto die wichtigste Lebenslinie. Der Konzern macht jährlich einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Dollar. Sollte die Kritik der WHO auf die Regulatoren durchschlagen, könnte Monsanto gezwungen sein, seine bisher bereits äußert erfolgreiche Lobby-Arbeit mit noch mehr Durchschlagskraft aufzurüsten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/21/who-studie-roundup-von-monsanto-kann-krebs-ausloesen/

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05.03.2015

Blackwater/Academi: Monsantos Privatarmee und die Ukraine

Es bedarf nicht mehr als simpler Mathematik um zu verstehen, weshalb die Söldner von Academi (früher Blackwater) in der Ukraine fleißig mitmischen. Eigentümer Monsanto hat mit dem fruchtbaren Schwarzerdeboden eigene Pläne, denen die Rebellen im Osten eben im Weg stehen. Zwei und Zwei macht eben Vier. Von Marco Maier

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Nicht nur die Oligarchen der Ukraine halten sich ihre eigenen Privatarmeen um ihre Interessen durchzusetzen. Auch der Agrarmulti Monsanto, der vor allem wegen seiner Geschäftspraktiken und dem Fokus auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Fadenkreuz von Umweltschützern, Menschenrechtsorganisationen und Gentech-Kritikern steht, hat seine eigene Privatarmee. Dabei handelt es sich um die Söldnertruppe von Academi, die noch zu Zeiten des Irakkriegs unter dem Namen Blackwater wegen Kriegsverbrechen in die Schlagzeilen geriet.

Wozu braucht ein Konzern denn eine Privatarmee? Diese Frage werden sich so manche Menschen stellen. Betrachtet man sich das Geschäftsmodell des Multis, wird jedoch schnell deutlich, dass so eine schwer bewaffnete Truppe durchaus sinnvoll ist. Immerhin setzt sich der Konzern in vielen Ländern oftmals gegen die Interessen der lokalen Bevölkerung durch und reißt sich einen landwirtschaftlich nutzbaren Boden nach dem anderen unter den Nagel. Nur um dort noch mehr gentechnisch veränderte Pflanzen auszusetzen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Umstand, dass viele ehemalige Mitarbeiter von CIA und den US-Streitkräften nun für den privaten Söldnerdienst arbeiten. Ziel eigener Abteilungen ist es, diverse Nichtregierungsorganisationen zu infiltrieren und auszuspionieren. Insbesondere jene, die sich sehr kritisch gegenüber Monsanto verhalten. Mit den Ergebnissen der Spionageaktionen will man diese Organisationen und deren Frontleute diskreditieren. Allein dafür soll Monsanto jährlich über 100.000 Dollar ausgeben.

Im Hinblick auf die Pläne Monsantos in der Ukraine wird deutlich, weshalb dort die Academi-Söldner aktiv sind: sie sollen für ein schnelleres Ende des Konflikts zwischen Kiew (welches Monsanto unterstützt) und den Rebellen sorgen. Je schneller dies gelingt, umso eher kann sich Monsanto riesige Agrarflächen günstig unter den Nagel reißen. Ein potentielles Milliardengeschäft, für das auch Investitionen in Millionenhöhe in Form von Söldnern getätigt werden.

http://www.contra-magazin.com/2015/03/blackwateracademi-monsantos-privatarmee-und-die-ukraine/

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23.02.2015

Einfuhr von Monsanto-Soja: Bundesregierung duckt sich weg

Harald Ebner ist wütend. Er sitzt für die Grünen im Bundestag und ist ein erklärter Gegner der Gentechnik. ”Im Koalitionsvertrag steht, man nehme die Sorgen der Bürger zu genmanipulierten Nahrungsmitteln wahr, tatsächlich winkt die Regierung aber den nächsten Import durch. Das ist ein Skandal.”

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Aufreger ist ein neues Produkt von Monsanto, über dessen Zulassung in Europa derzeit in Brüssel verhandelt wird. Der berüchtigte US-Saatgut-Konzern aus den USA, der für viele die Vermählung von Pest und Cholera darstellt, hat eine Soja-Bohne mit Algen-Genen entwickelt. ”Soymega”, die Monsanto als Sojaöl (MON 87769) vermarkten will, soll besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sein. Ein sogenanntes “Gen-Functional-Food”, das Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen soll.

Monsanto-Bohne in der EU?

Im zuständigen Ausschuss enthielt sich Deutschland, während etwa Österreich den Import der Monsanto-Sojabohne ablehnte. Eine qualifizierte Mehrheit kam daher, wie so oft, nicht zustande, wie der Informationsdienst Gentechnik aus Fachkreisen erfahren haben will. Damit liegt die endgültige Entscheidung über die Einführung der Monsanto-Bohne bei der EU-Kommission.

Auf eine Anfrage Ebners, weshalb sich Deutschland nicht eindeutig gegen die Einführung stelle, antwortete das Landwirtschaftsministerium, die Ressorts hätten “keine einheitliche Auffassung erreicht”. Welche Ressorts das sind oder wie sie sich positioniert haben – dazu erfährt man nichts.

Bekannt ist, dass das Forschungsministerium den Anbau von Genfood weniger kritisch sieht. Für Ebner ist aber vor allem das Bundeskanzleramt “die massivste Bremse” einer gentechnik-freien Landwirtschaft. Im Bundestags-Wahlkampf und während der Regierungsbildung war das noch anders.

Genfood im Koalitionsvertrag

So steht im Koalitionsvertrag: “Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an. Wir treten für eine EU-Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren ein, die mit genveränderten Pflanzen gefüttert wurden. An der Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Bestandteilen in Lebensmitteln halten wir fest – ebenso wie an der Saatgutreinheit.” (S. 123 f.)

Eigentlich könnte sich Ebner zurücklehnen und abwarten, bis “Soymega” wieder vom Markt verschwindet. In Europa und gerade in Deutschland ist Genfood beliebt wie US-amerikanisches Bier: Regelmäßig sprechen sich bei Umfragen zwischen 75 und 80 Prozent der Deutschen gegen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in ihren Nahrungsmittel aus.

Ein Grund dafür ist für Ebner, die “große Gefahr, die solche Pflanzen für die Biodiversität” bedeuten. Vor allem aber haben Konsumenten Angst, dass GVO eben doch gesundheitliche Risiken bergen.

Würde genmanipuliertes Saatgut in Deutschland erlaubt, müssten zudem viele Landwirte, die konventionell anbauen, ihre Felder kostenintensiv schützen. Sie müssten ihre Produktion analysieren und auf getrennte Lagerung und Transport achten.

Denn würde ein gentechnisch verändertes Saatkorn von einem anderen Feld herüber geweht und daraus eine transgene Pflanze, wäre der “Image-Schaden” für den betroffenen Landwirt “immens”, sagt Ebner. Im schlimmsten Fall könnten sich die Sorten vermischen.

Hitzige Debatte

In der Debatte um Genfood wird seit Jahren mit harten Bandagen gekämpft. Dass eine große Mehrheit gegen GVO ist, dürfte vor allem an den Saatgut-Konzernen selbst liegen.

Monsanto ist nicht nur durch eine aggressive Firmenpolitik, sondern auch durch umstrittene Patente auf Saatgut und massive Lobbyarbeit zu einem schlechten Ruf gekommen.

Auch bei “Soymega” sieht Ebner die “erfolgreiche Arbeit der Interessenvertreter” in Brüssel am Werke. Neben Monsanto haben aber auch die Chemiekonzerne Bayer und BASF ein großes Interesse daran, Genfood in Deutschland den Markt zu bereiten.

Hierzulande ist die Kennzeichnung von GV-Lebensmitteln Pflicht – diese sind meist Ladenhüter. Anders sieht das bei Tierfutter oder tierischen Produkten aus. Hier sind die Kennzeichnungsregeln weniger klar. (Mehr dazu hier.)

Gentechnik auch Thema bei TTIP

In den USA gehört Genfood zum Alltag – vielleicht lässt sich die Bundesregierung auch deshalb ungern an ihren Koalitionsvertrag erinnern.

Denn der Import genmanipulierter Produkte ist bei den Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ein wichtiges Thema. Für die Verhandlungsparteien aus den USA sei eine Mindestvoraussetzung, dass sich in der Gentechnik etwas bewege, meint Harald Ebner. Seine Fraktion hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben, die Anfang des Jahres erschienen ist.

Der Druck aus der forschenden Wirtschaft, den US-Unterhändlern bei den TTIP-Gesprächen und den Gentechnik-Lobbygruppen ist groß.

Für sie sind GVO eine Lösung für Klimawandel und Nahrungsmittelknappheit: Manipulierte Pflanzen seien günstiger, robuster, kombinierbar, leistungsfähiger. “Genfood bedient die Illusion, dass wir unseren Lebenswandel und unsere Ernährung nicht ändern müssen. Dass wir Probleme wie Land Grabbing weiter ignorieren können”, so Ebner.

Er teilt die Meinung derjenigen, die den Einsatz von GVO kritisch sehen. Aus ihrer Sicht liege das Problem nicht in zu geringen Erträgen oder wenig nahrhaften Lebensmitteln, sondern in einer falschen Verteilung und einer nicht nachhaltigen Landwirtschaft. (Ein Streitgespräch über die Notwendigkeit von GVO findet sich hier).

In der Tat stellt sich die Frage, ob zumindest der europäische Markt “Soymega” wirklich braucht. Denn die wertvollen Omega-3-Fettsäuren finden sich in vielen Fischsorten, in Nüssen sowie in Lein- oder Rapsöl. Wer also hin und wieder Lachs isst oder mit Walnussöl kocht, kann besten Gewissens auf Monsantos Power-Öl verzichten.

http://green.wiwo.de/monsanto-soja-bundesregierung-zeigt-sich-ambivalent/

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07.01.2015

Saatgut-Konzern büßt ein Drittel Gewinn ein

Monsanto bricht der Erlös weg: Der Saatgut-Konzern hat im abgelaufenen Quartal gut ein Drittel Gewinn eingebüßt. Dass soll unter anderem daran liegen, dass in Südamerika weniger Mais angebaut wurde.

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Der weltgrößte Hersteller von Saatgut und Genpflanzen Monsanto hat im abgelaufenen Quartal gut ein Drittel Gewinn eingebüßt. Dieser sank auf 243 Millionen Dollar, wie der amerikanische Agrochemie-Rivale von Bayer und der Schweizer Syngenta am Mittwoch mitteilte.

Zur Begründung hieß es unter anderem, dass in Südamerika weniger Mais angebaut worden sei. Die Umsätze im November zu Ende gegangenen Quartal sanken demnach auf 2,9 Milliarden von 3,1 Milliarden Dollar. Für das bis Ende August laufende Geschäftsjahr 2014/15 erwartet der US-Konzern, der unter anderem genveränderte Mais- und Soja-Sorten vertreibt, wie bisher einen Gewinn je Aktie zwischen 5,75 Dollar und 6,00 Dollar.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/monsanto-saatgut-konzern-buesst-ein-drittel-gewinn-ein/11197654.html

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06.10.2014

Unerwartete Veränderungen bei Gen-Soja: Monsanto warnt vor eigenem Produkt

Die Soja-Pflanze Intacta führt zur schnelleren Ausbreitung bestimmter Schädlinge. Dies zeigt eine Studie, an der auch Monsanto-Mitarbeiter mitgearbeitet haben. Die Europäische Lebensmittelbehörde hält die Gen-Soja für unbedenklich. Monsanto räumt ein, dass es bei Intacta „unbeabsichtigte Veränderungen bei den Pflanzenmerkmalen“ gäbe – und will sich mit der Warnung gegen Klagen absichern.

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Monsanto hatte ursprünglich das Genmaterial der Pflanze so verändert, dass sie mit eigenem Gift Schädlinge abwehren kann und gegen Pflanzenschutzmittel immun ist. Es zeigte sich jedoch, dass etwa die Falterart Spodoptera eridania dank der gentechnisch veränderten Soja-Pflanze (MON 87701 × MON 89788) bessere Fortpflanzungsbedingungen findet. Bei der Soja-Pflanze Intacta verkürzte sich das Entwicklungsstadium als Larve „um zwei Tage und die Lebensdauer der männlichen Falter erhöhte sich um drei Tage“, heißt es in der Studie, die beim Fachjournal Bulletin of Entomological Research veröffentlicht wurde. „Unsere Ergebnisse sollen als Warnung angesehen werden“, dass die Population der Spodoptera eridania Falter auf Feldern mit der Sojabohne zunehmen kann, so die Forscher.

Trotz der warnenden Aussage der Studie ist es für Gentechnik-Experte Christoph Then nicht ungewöhnlich, dass ausgerechnet zwei Monsanto-Mitarbeiter an der warnenden Studie mitgewirkt haben. „In diesem Fall geht es wahrscheinlich darum, dass Monsanto versucht, Klagen von Landwirten, die einen wirtschaftlichen Schaden erleiden können, vorzubeugen“, sagte Then den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Then ist Geschäftsführer des Institutes für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, Testbiotech. „Hätten sich hingegen Risiken für Mensch und Umwelt gezeigt, wären die Ergebnisse wohl kaum veröffentlicht worden“. Und so heißt es außerdem in der Studie: „(…) es sei weniger wahrscheinlich“, dass diese Auswirkungen auf die Falter von dem Gift der Pflanze selbst kommen. Eher seien diese Ereignisse indirekt auf „unbeabsichtigte Veränderungen bei den Pflanzenmerkmalen“, die nach der Genmanipulation aufgetreten sind, zurückzuführen.

In der EU kann die Monsanto-Soja Intacta in Lebensmitteln und Futtermitteln eingeführt werden. Zwar gibt es hierzulande nicht die in der Studie erwähnte Falterart, aber mögliche unvorhergesehene Auswirkungen sind dennoch nicht auszuschließen. Denn die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA prüfe oft nur ‚nach Augenschein‘, sagt der Gentechnik-Experte Then. „Ihre Prüfrichtlinien sehen beispielsweise keine Fütterungsversuche mit den gentechnisch veränderten Pflanzen und keine systematische Untersuchungen der Auswirkungen auf die Umwelt vor.“

Signifikante Veränderungen in den Inhaltsstoffen der Pflanzen, wie sie auch bei der Gentechnik-Soja Intacta dokumentiert sind, würden in der Regel ohne weitere Untersuchungen als ‚biologisch nicht relevant‘ abgetan. Zudem haben die Zulassungsunterlagen der Firmen oft „nur einen sehr niedrigen Standard und werden ohne Kontrolle durch unabhängige Experten“ erstellt, so Then zu den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Man benötige „strengere Prüfrichtlinien“, „unbeabsichtigte Veränderungen in den Inhaltsstoffen der Pflanzen hinsichtlich ihrer Ursache und ihrer möglichen Auswirkungen“ müssten viel genauer untersucht werden.

Neben den gentechnisch veränderten Pflanzen stehen auch andere Produkte von Monsanto immer wieder in der Kritik. Ein Bestandteil von Roundup, eines der meistverkauften Pflanzenschutzmittel weltweit, soll einer Studie zufolge für den weltweiten Anstieg der Darm-Erkrankungen verantwortlich sein. Doch diese Studie und auch Berichte von so genanntem Super-Unkraut, dessen Ursprung auf Roundup zurückgeht, konnten den Siegeszug von Monsanto bisher nicht aufhalten. Das Unternehmen baut sein Monopol aus, notfalls staatlich gefördert.

Zusammen mit Testbiotech und dem Europäischen Netzwerk kritischer WissenschaftlerInnen (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility, ENSSER) reichte Then 2013 Klage gegen die Zulassung von Intacta ein. Doch schon jetzt stehen neun andere gentechnisch veränderte Pflanzen kurz davor, in der EU sogar angepflanzt werden zu können, so der Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/06/unerwartete-veraenderungen-bei-gen-soja-monsanto-warnt-vor-eigenem-produkt/

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22.09.2014

USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken

Immer mehr Landwirte in den USA meiden gentechnisch verändertes Saatgut (GVO). Aber sie können dies nicht sofort tun, weil Monsanto immer noch am längeren Hebel sitzt. Die Landwirte haben festgestellt, das Nicht-GVO-Saatgut, also konventionelles Saatgut, viel produktiver ist und für die Landwirtschaft mehr Gewinn bringen würde. 

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Das Magazin „Modern Farmer“ entdeckte, dass es eine Bewegung unter den Bauern gibt, gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu vermeiden, und zwar aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Allein der Einsatz von Herbiziden stieg in den Jahren 2001 bis 2010 um bis zu 26%. Dies vor allem, weil GVO-Saatgut einen dramatischen Anstieg der Resistenzen gegen diese Herbizide zeigt. 

Die „Farm & Water Watch“-Gruppe, berichtete, dass in den Vereinigten Staaten etwa 61,3 Mio. Hektar von Unkraut befallen sind, das sich gegen das Herbizid „Roundup“, das hauptsächlich aus Glyphosat besteht, als resistent erweist. Auf dem Foto sehen Sie ein Beispiel für das Giga-Wachstum von Unkraut auf amerikanischen Feldern.

Die Landwirte gehen zurück zu natürlichem Saatgut statt GVO-Saatgut. Dies habe absolut nichts mit Hippies oder sonst etwas zu tun, in den USA bestehe diese Gruppe aus Bauern aus dem Mittleren Westen, die diese Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen haben, so die Erfinder der Zeitschrift „Modern Farmer“.

Vor fünf Jahren wurde dieses GVO-Saatgut entwickelt”, sagt Bauer Huegerich, der zusammen mit seinem Vater das GVO-Saatgut gepflanzt hatte. „Mein Getreide hatte nicht unter Wurzelfäule zu leiden, da ich das Bt-Gen (Erfindung von Monsanto) im Saatgut hatte. Auch brauchte ich weniger Pestizide. Aber jetzt scheinen sich die  Würmer angepasst zu haben und greifen die Wurzeln an. Die Natur kommt zurück und die Pflanzen sind resistent geworden.”

Konventionelles Saatgut ist profitabler als GVO

Das Magazin „Modern Farmer“ spricht von einer „Post-GVO-Wirtschaft“ (Back to the Roots). Und liefert hervorragende Argumente für jene Landwirte, die planen, sich von GVO-Saatgut und Pflanzen zu trennen. Hier ein paar der interessanten Details, die das Magazin für diesen Fall aufzählte:

  • Der Anbau von einem Hektar mit natürlichem Mais kostet laut Aaron Blook $ 680,95 und die Kosten für GVO-Saatgut betragen $ 761,80. Dies bedeutet, dass der Anbau von GVO-Produken auf dem Feld 15% teurer wäre.
  • GVO-Saatgut ist in der Regel rund 150 Dollar teurer als die gleiche Menge natürlicher Samen.
  • Der Markt für natürliche Ernte (aus natürlichem Saatgut!) ist in den Jahren 2011 bis 2013 um erstaunliche  $ 1,8 Mrd. (1.3 bis 3.1 Mrd.) gewachsen. Dies ist vor allem entstanden, weil in einigen asiatischen und europäischen Ländern keine GVO-Kulturen wachsen bzw. zugelassen sind. 

Der Markt für nicht-GVO-Produkte wächst stark. Der Verkauf von „Spectrum Seed Solutions“, einem Unternehmen, das natürliches Saatgut verkauft, hat sich in den letzten vier Jahren verdoppelt.

  • Auch der Verkauf des natürlichen Saatgutes der Firma eMerge Genetics, ist in den letzten fünf Jahren um etwa 30% angewachsen.
  • Spectrum Seed Solutions Direktor Scott Geisler schätzt, dass in den nächsten 5 Jahren der Markt für Nicht-GVO-Maissaatgut 20% des Marktes ausmachen könnte. Das ist wirklich eine Revolution in den USA, wenn man bedenkt, dass fast alle landwirtschaftlichen Märkte mit GVO-Saatgut verseucht sind. (Siehe Bild).

Boer Analyst Bloom errechnete, dass ein durchschnittlicher Landwirt rund US $ 81, – sparen könnte, wenn er natürliches Saatgut pflanzen und ernten würde und das in jedem Jahr. Und weil die durchschnittlichen Betriebe in den USA etwa 1000 Hektar groß sind, stellt dies eine jährliche Einsparung von US $ 81.000, –  dar.

Es scheint, dass GVO Vergangenheit ist und die Zukunft für den Agrarsektor in den Vereinigten Staaten den Nicht-GVO gehören wird, weil immer mehr Bauern den Märchen über GVO misstrauen. 

Aber vor allem die Superunkräuter, die resistenten Unkräuter, haben vielen Bauern die Augen geöffnet. Denn wenn das Unkraut wirklich mit Roundup hätte vernichtet werden können,  warum ist die Natur dann in der Lage, die Monsanto-Lüge zu entlarven?

Die Monsanto-Story, die Welt benötige GVO, um mehr Nahrung zu produzieren, ist nicht nur ein erwiesenes Märchen, sondern wie Sie in diesem Artikel lesen, vor allem eine sehr große Lüge ..! Der freie Markt in den Vereinigten Staaten sollte dem hinterlistigen und manipulativen Konzen ein Ende setzen. 

Wir haben den Beitrag: Economie: Steeds méér boeren mijden GMO om…. für Sie frei übersetzt. Der ursprüngliche Beitrag:The Post-GMO Economy One mainstream farmer is returning to conventional seed — and he’s not alone ist von “Modern Farmer” 

Immer mehr Länder wollen sich von Monsanto und Co. nicht zum Sklaven machen lassen. Auch in Südamerika verweigern Bauern das Saatgut. Siehe: Nach Mexiko und Guatemala nun Costa Rica – Neuer Rückschlag für Monsanto

Wer ist Monsanto?

Das 1901 in Saint Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen „Monsanto Chemical Works“ war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde.

In der Vergangenheit machte Monsanto mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter anderem unter dem Handelsnamen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist Monsanto weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind Monsanto-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von Monsanto. Aber noch nie hat ein agroindustrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt und dafür gesorgt, dass unter den Landwirten eine Bewegung entsteht, wie oben beschrieben.

Freihandelsabkommen Europa – USA

In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die EU gerne Gesetze wörtlich so beschließt, wie die Lobbyisten sie ihnen vorlegen. So unterhalten US-Konzerne im Internet-Bereich eine eigene Stiftung, die ihnen den Zugang zu Abgeordneten sicherstellt. Siehe: USA/EU – TTIP – Stand der Verhandlungen – und die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik

Monsanto hält eine Monopolstellung bei der Produktion von genverändertem Saatgut.  Die mit Monsanto eng verbundene Verwendung von RoundUpReady® ist ein weiterer Kritikpunkt. Weltweit mehren sich die Stimmen von Ärzten und Wissenschaftlern, die feststellen, dass das Glyphosat, das sich so in den Böden festsetzt, die Gesundheit schädigt. Siehe Studie – GVO verursacht Glutenunverträglichkeit – 18 Millionen Amerikaner betroffen, aber nicht nur die!

Monsanto darf Landwirte verklagen, deren Felder versehentlich mit Monsanto-Produkten kontaminiert werden

Seit 2011 zieht sich ein Gerichtsstreit um Monsanto. Der Konzern verklagte massenweise Landwirte, deren Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen – deren Patente Monsanto hält – “verunreinigt” waren. Für die konventionellen Landwirte gab es nun vor dem Supreme Court eine böse Überraschung, Monsanto triumphierte.

Das US-Verfassungsgericht bestätigte die Ansprüche des Biotech-Riesen Monsanto auf die Patente von gentechnisch verändertem Saatgut. Das Recht des Konzerns, Landwirte zu verklagen, deren Felder versehentlich mit Monsanto-Produkten kontaminiert werden, wurde auch bestätigt.

Monsanto gibt Dokumentar-Filmemacher kein Interview

Im Jahr 2010 hat der junge Aktivist Jeremy Seifert mit einem Budget von $ 200, einer ausgeborgten Kamera und viel Herzblut den Film DIVE! (über die Problematik weggeworfener Lebensmittel in Amerikas) gemacht, der bei diversen Filmfestivals 22 Preise eingeheimst hat. Damit gründete er die Produktionsfirma Compeller Pictures, die den Film „GMO OMG“ auf die Leinwand brachte. Die Geschichte der Übernahme der Lebensmittelproduktion durch riesige Chemiefirmen, und so wurde die Landwirtschaftskrise zur Kulturkrise. Ausschnitte und ein ausführliches Interview gibt es in diesem Video: „A Silent Forest“

Saatgut aus dem Hause Monsanto

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen Saatgut und wissen nicht, woher es kommt. Sie wissen es? Steht doch drauf, denken Sie. Stellen Sie sich vor, Ihr Saatgut würde von Pflanzenschutzmittelherstellern stammen – würden Sie es trotzdem kaufen? Sie tun es bereits seit Jahren. Draufstehen tut es allerdings nicht. Haben Sie schon Ihr Saatgut gekauft? Dann haben Sie sicher ungewollt auch etwas von Monsanto dabei.

So gehören zu Monsanto die Marken Seminis, De Ruiter Seeds und weitere regionale Marken. De Ruiter Seeds nennt auf seiner Kontakt-Seite Seminis Seeds. Wir gehen noch vereinzelt auf die einzelnen Firmen ein und zeigen Ihnen das Seed Vally. Übrigens, es befindet sich nicht in den USA, sondern mitten in Europa, und zwar in den Niederlanden. Siehe: Informationsreihe „Saatgut”: Alles Monsanto oder was?!

Wir haben uns auf Spurensuche in den Niederlande begeben. Wie unsere Recherchen zeigen, brauchen wir nicht über unseren Kontinent hinaus, sondern bleiben bei unserem Nachbarland Niederlande. Die niederländische Pflanzenzüchtung und Vermehrungsindustrie produziert Saatgut und Jungpflanzen für den landwirtschaftlichen und den Gartenbausektor.

Niederländische Pflanzenzucht, ob Gemüse, Kartoffeln oder Zierpflanzen gehören zu den größten in der Welt und viele der größten weltweiten Produzenten aus dem Bereich Gentechnik sind in den Niederlanden angesiedelt.

Es ist noch ein langer Weg, bis das konventionelle Saatgut auf Druck der Verbraucher gewinnen wird. Denn die Konzerne wie Monsanto, Syngenta, DuPont und Co. wenden alle Tricks an, um ihr genmanipuliertes Saatgut zu verkaufen. Es werden Werbungen geschaltet, ihre Handelsvertreter lauern den Bauern förmlich auf und versuchen sie zu überzeugen. Doch wie lange können Monsanto und Co. sich wirklich noch halten?

http://netzfrauen.org/2014/09/22/back-roots-immer-mehr-landwirte-kehren-monsanto-den-ruecken/

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29.07.2014

Forderung an Regierung: Stopp von Monsanto-Raps

Mehrere Organisationen aus Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Umweltschutz haben die Bundesregierung am Freitag aufgefordert, sich gegen die Zulassung einer gentechnisch veränderten Rapslinie des US-Konzerns Monsanto einzusetzen. Der EU-Lebensmittelbehörde EFSA wirft der Verein Testbiotech aus München vor, die Risiken „gezielt zu verharmlosen“.

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In einem Brief an Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) schreiben die NGOs: „Wir sind der Ansicht, dass die Risikoabschätzung der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA unzureichend und der Import von keimfähigen gentechnisch veränderten Rapssamen nicht genehmigungsfähig ist.“ Auch das auf EU-Ebene geplante Opt-Out, das die Bundesregierung mitträgt, schaffe hier keine Abhilfe. Es soll Anbauverbote erleichtern, stößt aber auf viel Kritik von Verbraucher- und Umweltschützern. Zudem geht es beim Monsanto-Raps MON88302 um eine Importgenehmigung. Der Raps ist resistent gegen das Spritzmittel Glyphosat.

Die für die Risikobewertung zuständige Behörde, die EFSA mit Sitz in Parma, hatte in ihrer Begutachtung der Monsanto-Rapspflanze eingeräumt, man könne „die Möglichkeit nicht ausschließen, dass der genetische Transformationsprozess (…) zu einem unbeabsichtigten Effekt geführt hat.“ Die genmodifizierten Pflanzen blühten später als konventioneller Raps. Dennoch bescheinigte die EFSA dem Raps Unbedenklichkeit.

Weitere Daten, auch zu Auswirkungen des Spritzmittels, gegen das der Raps immun gemacht wurde, verlangte die EFSA nicht. „Das Motto der EFSA scheint zu lauten: Wer nichts sucht, muss auch nicht befürchten, etwas zu finden“, kritisiert Christoph Then von Testbiotech. „Eine Behörde, die behauptet, Monsantos Raps sei sicher, obwohl entscheidende Daten fehlen, handelt fahrlässig.“ Der Verein hatte den Brief an die Bundesregierung im Namen von NGOs wie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Gesellschaft für ökologische Forschung, der Katholische Landvolk Bewegung Erzdiözese Freiburg und dem Verein „Die Bäcker. Zeit für Geschmack“ verschickt.

Die Erfahrung mit Importländern wie Japan zeigt, dass die EFSA das Problem falsch einschätzt: Obwohl in Japan offiziell kein gentechnisch veränderter Raps angebaut wird, findet man diesen überall entlang der Straßen, Häfen und Fabriken, wo er transportiert oder verarbeitet wird. Schafft der Raps einmal den Gensprung in die Umwelt, kann er sich dort über Jahre unkontrolliert vermehren“, so Christoph Then. „Treten dann wirtschaftliche oder ökologische Schäden auf, ist es zu spät für Gegenmaßnahmen, wenn sich die Ausbreitung der Transgene nicht mehr eindämmen lässt.“ [dh]

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/29516.html

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24.06.2014

Monsanto will Schweizer Konkurrent Syngenta übernehmen

Der US-Konzern Monsanto hat Gespräche mit der Schweizer Syngenta über eine Übernahme geführt. Die Aktien des Pflanzenschutzmittel-Herstellers stiegen daraufhin um sieben Prozent. Monsanto könnte mit einem Schweizer Firmensitz Steuern sparen.

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Der US-Konkurrent Monsanto hat einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge eine Übernahme von Syngenta ausgelotet und darüber erste Gespräche geführt. Diese seien Ende Mai aber beendet worden, hieß es unter Berufung auf Insider. Es habe Zweifel am strategischen Sinn und wettbewerbsrechtliche Bedenken gegeben. Durch eine Verlegung des Unternehmenssitzes in die Schweiz habe Monsanto vor allem Steuern sparen wollen, dann aber Widerstand in den USA befürchtet, berichtete Bloomberg. Der Deal hätte Syngenta mit 40 Milliarden Dollar bewertet. Der Schweizer Konzern wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Übernahmephantasien haben die Aktien des Schweizer Konzerns Syngenta am Dienstag beflügelt. Die Titel des weltgrößten Herstellers von Pflanzenschutzmitteln stiegen in der Spitze um sieben Prozent auf 350 Franken. Auch die Aktienkurse der deutschen Konkurrenten, BASF und Bayer profitierten an der Börse von der Nachricht.

Experten erwarten schon länger Fusionen und Übernahmen in der Agrarchemiebranche. “Wir glauben, dass es in den nächsten Jahren zu einer Konsolidierung kommen wird”, schrieben die Analysten der Deutschen Bank in einem Kommentar. Einerseits wollten große Konzerne wie Monsanto, Bayer oder BASF ihre Geschäfte mit Saatgut oder Pestiziden ausbauen, andererseits hielten chinesische Firmen nach Zukäufen Ausschau, um mit dem Know How die heimische Produktivität anzukurbeln.

Syngenta und Monsanto würden nach der Ansicht einiger Experten gut zusammenpassen – Syngenta ist der weltgrößte Hersteller von klassischen Pestiziden gegen Insektenbefall, Unkräuter und Pilze. Monsanto ist auf dem Gebiet weniger stark aktiv. Allerdings ist der US-Konzern führend bei Saatgut und vor allem für seine gentechnisch veränderten Maissorten bekannt. Bei einer Fusion würde ein neuer Riese in der Agrarchemiebranche mit einem kombinierten Umsatz von fast 30 Milliarden Dollar entstehen. Zusammen könnten die Unternehmen Ausgaben für Forschung und Entwicklung und andere Fixkosten erheblich senken, argumentieren die Experten der Bank of America/Merrill Lynch: “Wir sehen in der Theorie eine klare Logik, die dem Käufer finanzielle Vorteile verschaffen würde.”

Manche Branchenkenner sehen aber auch erhebliche Probleme bei einem Zusammenschluss. So kooperiert Monsanto schon seit einigen Jahren mit BASF in der Entwicklung neuer Genpflanzen. “BASF würde definitiv nicht gerne diese Aktivitäten als Teil eines neu formierten Agrarchemie- und Saatgut-Giganten sehen”, kommentierten die Experten von MainFirst. BASF könnte ein eigenes Gebot für Monsanto erwägen, würde den Konzern aus St. Louis in Missouri aber vermutlich als zu teuer ansehen. In Europa hatte Monsanto im Geschäft mit Gensaatgut und -pflanzen wegen der ablehnenden Haltung in der Bevölkerung zuletzt mehrere Rückschläge erlitten. Monsanto zog daraus im vergangenen Juli die Konsequenz und kündigte an, alle noch ausstehenden Zulassungsanträge für den Anbau von Genpflanzen in Europa zurückzuziehen. Sein Geschäft mit klassischem Saatgut in Europa will Monsanto dagegen kräftig ausbauen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/24/monsanto-will-schweizer-konkurrent-syngenta-uebernehmen/

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19.06.2014

USA zwingen El Salvador, Monsanto-Samen zu kaufen

Die US-Regierung hat Zahlungen aus einem Entwicklungshilfe-Fonds an El-Salvador an den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts von Monsanto gebunden. Ohne die US-Unterschrift gehen EL Salvador 300 Millionen Dollar Entwicklungshilfe verloren. Bauern protestierten vor der US-Botschaft gegen den Druck aus Washington.

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Die US-Regierung hat Zahlungen aus einem Entwicklungshilfe-Fonds an El-Salvador an den Kauf gentechnisch veränderten Saatguts von Monsanto gebunden.

Die Auszahlung der zweiten Tranche aus dem Millenium-Challenge-Account wurde solange auf Eis gelegt, bis die Empfängerländer bestimmte Wirtschafts- und Umwelt-Reformen umsetzten, eine davon umfasst auch den Kauf genmanipulierten Saatguts. Die US-Botschafterin in El Salvador übte Druck auf die Regierung aus, Samen von US-Herstellern zu kaufen, statt wie bisher auf regionales Saatgut zurückzugreifen.

Ohne die US-Unterschrift werden EL Salvador vereinbarte Entwicklungshilfen über 277 Millionen Dollar vorenthalten. Die Millenium Challenge Cooporation sollte die Gelder offiziell staatenunabhängig verteilen.

Wie Medien in EL Salvador berichten, haben mehrere Bauernverbände eine Demonstration vor der US-Botschaft organisiert, um gegen den Druck der Botschafterin Mari Carmen Aponte zu protestieren.

Uns ist der Geduldsfaden gerissen, weil die US-Regierung über ihre Botschafterin mit dem Geld aus dem Millenium-Fonds droht nur weil wir Monsanto keinen Genmais abkaufen wollen“, sagte Miguel Aleman von der Landwirtschaftlichen Organisation CONFRAS.

Er forderte die Botschafterin auf, die Bauern in Ruhe zu lassen und ihre Souveränität und Menschenwürde zu respektieren. „Es ist nicht tolerierbar, dass die Regierung eines der reichsten Länder der Welt uns beim Anbau unserer eigenen Nahrung Hindernisse in den Weg stellt“, so Aleman.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/19/usa-zwingen-el-salvador-monsanto-samen-zu-kaufen/

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02.06.2014

Monsanto soll Tomate aus Genbank gestohlen haben

Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen haben Einspruch gegen ein Patent eingelegt, das der US-Konzern Monsanto im Jahr 2013 vom Europäischen Patentamt erhielt. Darin wurde dem Agrochemiekonzern die „Erfindung“ einer pilzresistenten Tomate bescheinigt. Tatsächlich habe Monsanto die Eigenschaft aber aus einer Genbank entnommen – und dem Patentamt danach weisgemacht, nur dank seiner Gentechnik sei die Tomate entstanden. Die Kritiker sprechen von „Biopiraterie“ und „Täuschung“.

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Das europäische Patentrecht erlaubt zwar Patente auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere, nicht aber auf Arten, die durch „im Wesentlichen biologische Verfahren“ entwickelt wurden. Genau das sei aber bei der gegen Grauschimmelfäule resistenten Tomatensorte der Fall, meinen die Kritiker, darunter „Kein Patent auf Leben“, die IG Saatgut, das Gen-ethische Netzwerk, Red de Semillas aus Spanien und Reseau Semences Paysannes aus Frankreich. Es gebe von Natur aus resistente Tomaten, die Monsanto in der internationalen Genbank in Gatersleben in Sachsen-Anhalt gefunden habe.

Anschließend habe der Konzern die resistenten Tomaten mit anderen Tomaten gekreuzt – und das als Erfindung eintragen lassen. Dabei fallen Kreuzungen eben unter die „im Wesentlichen biologische Verfahren“, die eigentlich gar nicht patentiert werden dürften. Monsanto habe deshalb, so die Kritiker, den Antrag auf ein Patent derart formuliert, als seien die Tomaten gentechnisch verändert. „Das hätte eigentlich auch das Europäische Patentamt merken müssen“, kritisierte Christoph Then von „No Patents on Seeds“ das Amt in München. „Es ist unglaublich, wie leicht es Konzernen wie Monsanto gemacht wird, die bestehenden Patentverbote zu umgehen.“

Then hält es auch für unwahrscheinlich, dass mit der Gentechnik überhaupt ein solches Ergebnis zustande kommen könnte. „Die gewünschte Pilzresistenz scheint auf dem Zusammenspiel verschiedener Gene im Erbgut der Tomaten zu beruhen, deren DNA-Sequenz im Einzelnen gar nicht bekannt sind. Die richtige Kombination der Gene kann man daher zwar mit konventioneller Züchtung erreichen, nicht aber mit Gentechnik.“

Doch die NGOs werfen Monsanto nicht nur Täuschung, sondern auch Biopiraterie vor. Die in Gatersleben aufbewahrten Pflanzensamen dienten dazu, die künftige Ernährung sicher zu stellen und gehörten allen Menschen. „Die Entnahme von genetischen Ressourcen aus internationalen Genbanken zum Zwecke der Patentierung ist nichts anderes als Diebstahl, Biopiraterie und ein Missbrauch des Patentrechts“, so Then.

Das Patentamt ist keine EU-Institution, sondern ein zwischenstaatliches Gebilde. Politischen Einfluss könnten die Mitgliedsländer des Europäischen Patentübereinkommens, darunter Deutschland, nehmen. Das Amt wird immer wieder für die Vergabe von Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere kritisiert. [dh]

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/29208.html

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26.05.2014

Weltweit Proteste gegen Gentechnik-Konzern Monsanto und keiner berichtet

Am Samstag wurde weltweit in mehr als 400 Städten in über 50 Ländern gegen den US-Gentechnik-Konzern Monsanto protestiert. Kritisiert wird vor allem eine nicht ausreichende Erforschung von Risiken bei genmanipulierten Lebensmitteln. Auch die Machtkonzentration des Unternehmens und sein Patentvorgehen standen im Mittelpunkt der Proteste.

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Unter anderem waren 13 Städte in Deutschland vertreten, drei in Österreich und eine in der Schweiz.

Sofern Sie in den Medien oder der Presse in den letzten Tagen eine Berichterstattung erwartet haben, werden Sie enttäuscht sein. Nur ein paar wenige kleine lokale Blättchen haben berichtet, der WDR hat in einem Beitrag zum Thema kurz die Veranstaltung in Düsseldorf erwähnt.

Wir sind neugierig – und Sie sicher auch: Wer hat noch irgendwo Vorab- oder Nachberichterstattung über March against Monsanto im deutschsprachigen Raum entdeckt. Für Links, Screenshots und/oder Scans (mit Quellenangabe) wären wir sehr dankbar.

Und an die Medien: ES IST NIE ZU SPÄT !

http://netzfrauen.org/2014/05/26/weltweit-proteste-gegen-gentechnik-konzern-monsanto-und-keiner-berichtet/

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05.05.2014

US Firm Monsanto To Introduce Drought-resistant Maize In Kenya

An American agricultural biotechnology company, Monsanto, has announced plans to introduce a drought-resistant maize variety in Kenya within two years.

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Monsanto vice-president Michael Frank says the St. Louis, Missouri-based company is finalising work on the breeding phase of the new maize variety which would be targeted at farmers in arid and semi arid lands (ASAL).
Monsanto Company is a publicly traded multinational chemical and agricultural biotechnology corporation — a leading producer of genetically engineered seed and herbicide.
The new maize variety would be resistant to pests and would be high yielding, Frank said at a Nairobi workshop on agribusiness over the weekend.
The participants, who included Kisumu county governor Jack Ranguma, expressed optimism that Kenya would soon lift the ban on the use of biotechnology in food production commonly known as genetically modified organism (GMO).
Cotton Development Authority acting chief executive officer Anthony Muriithi said 30 per cent of the cost of production in cotton is on pest control, which would be significantly reduced if Kenya embraced GMO cotton.

http://www.bernama.com.my/bernama/v7/wn/newsworld.php?id=1035838

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18.04.2014

Neuer Trick: Monsanto will über die Türkei Europa erobern

Monsanto hat offenbar einen Weg gefunden, den europäischen Markt vom Osten her aufzurollen. Der US-Konzern möchte seine Produktionsstätte in der Stadt Bursa ausbauen, um den europäischen Markt mit genmanipulierten Saatgut zu versorgen.

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Im Verlauf des aktuellen Jahres will der US-Agrochemiekonzern Monsanto seine Produktions-Anlage in der türkischen Stadt Bursa ausbauen.

Das Investitions-Volumen beläuft sich auf 30 Millionen US-Dollar. Der Monsanto-Vertreter Elie Assaf sagt, dass die Investition das Verhältnis zu den türkischen Bauern „ernsthaft“ erweitern werde. Aufgrund der Kapazitäts-Erweiterung um 3000 Hektar soll die Saatgut-Produktion von 250.000 Tüten auf 1,2 Millionen Tüten gesteigert werden.

Monsanto-Türkei zitiert Assaf im Internet:

Wir werden 60 Prozent unserer Produkte an unsere Bauern-Freunde in der Türkei verkaufen. 40 Prozent der Erzeugnisse werden nach Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und in den Irak exportiert werden.“

Monsanto verfügt im Land über insgesamt vier Anlagen in Bergama, Çanakkale, Antakya und Bursa. Die Produktions-Fläche in Bursa beläuft sich auf 54.000 Hektar. Der US-Konzern betreibt 150 Saatgut-Shops und hat Kooperations-Verträge mit insgesamt 1.500 Bauern.

Doch es gibt auch Gegner von Monsanto. Der Verein zur Förderung der Ökologischen Lebensweise (Buğday Derneği) fordert die Regierung auf, Monsantos Aktivitäten auf dem türkischen Markt zu stoppen. Der Verein hat eine Online-Petition ins Leben gerufen. Zahlreiche Bauernverbände unterstützen das Vorhaben.

Monsantos genmanipuliertes Saatgut sei „pures Gift“. Das Unternehmen wolle seine Produkte unter der Marke „Biodirect“ betreiben. Ein Antrag liegt dem türkischen Patentamt vor. Das sei eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit, schreibt der Verein in der Petition. Denn mit biologischen Erzeugnissen habe Monsanto nichts zu tun.

Doch die türkische Regierung hat sich bisher von einer Monsanto-Kritik fern gehalten. Offenbar besteht schon längst eine Einigung zwischen Ankara und Monsanto.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/18/monsanto-will-ueber-tuerkei-nach-europa-vordringen/

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09.04.2014

Studie: Monsantos Unkrautgift schädigt menschliches Gehirn

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass das Unkrautgift Roundup ein möglicher Auslöser für Alzheimer und Parkinson ist. Regelmäßiger Kontakt mit dem Gift führte zum Zelltod im Gehirn von Ratten. Roundup wird häufig zusammen mit Gen-technisch veränderten Pflanzen eingesetzt.

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Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Firma Monsanto steht seit langem im Verdacht beim Menschen bleibende Gesundheitsschäden zu verursachen. Bauern, die Roundup regelmäßig einsetzen, zeigen ein vermehrtes Auftreten von Gehirnerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Eine neue Studie erhärtet nun den Verdacht, dass das Herbizid die Entwicklung dieser Erkrankungen auslöst.

Roundup ist ein sogenanntes Breitbandherbizid und kommt häufig zusammen mit Gen-technisch veränderten Pflanzen zum Einsatz. Diese sind gegen das Gift resistent, während umliegende Unkräuter dadurch abgetötet werden. Doch das Herbizid wird auch für den gewöhnlichen Einsatz an Hobbygärtner verkauft.

Die in der Fachzeitschrift Toxicology veröffentlichte Studie bestätigt, dass der Einsatz des Unkrautgifts zu bleibenden Hirnschäden führt. Die Wissenschaftler untersuchten das Unkrautgift Glyphosat – den Hauptbestandteil von Roundup – bezüglich seiner Wirkung auf den Hippocampus von Ratten. Eine Gruppe von Ratten wurde dem Gift akut für 30 Minuten ausgesetzt. Eine andere Gruppe wurde über einen längeren Zeitraum, während der Schwangerschaft und der Säugezeit, mit Glyphosat in Kontakt gebracht.

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson stehen in engem Zusammenhang mit sogenanntem oxidativen Zellstress. Die Studie gelangt zu dem Schluss, dass der regelmäßige Kontakt mit Roundup zu einem Einströmen von Kalzium in die Gehirnzellen von Ratten führt. Dies löst starken oxidativen Zellstress aus, was wiederum den Zelltod der Nervenzellen zur Folge hat. Zudem wirke das Herbizid auf Enzyme, deren Fehlverhalten mit Alzheimer in Verbindung gebracht wird.

Zusammen genommen demonstrieren diese Ergebnisse, dass Roundup zu exzessiven extrazellulären Glutamat-Werten und dementsprechend zu einer Glutamat-Exzitotoxizität und oxidativem Stress im Hippocampus von Ratten führen könnte“, so die Autoren der Studie.

Eine Studie aus Sri Lanka kam kürzlich zu dem Schluss, dass Roundup für eine weltweite Serie tödlicher Nierenerkrankungen verantwortlich ist. Besonders in Verbindung mit hartem Wasser entstehen durch den Einsatz des Herbizids hochgiftige Substanzen, die zu chronischen und oftmals tödlichen Nierenleiden führen (mehr hier).

Monsanto gab erst kürzlich bekannt, dass es seine Gewinne um 13 Prozent steigern konnte. Vor allem das Geschäft mit Gen-technisch verändertem Saatgut habe zu dem Anstieg geführt (hier).

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/09/studie-monsantos-unkrautgift-schaedigt-menschliches-gehirn/

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15.03.2014

Bauern wollen aussäen

Frankreich verbietet Monsanto-Genmais

Das Thema Genmais erhitzt nicht nur hierzulande die Gemüter. In Frankreich wollen Bauern Genmais des umstrittenen US-Konzerns Monsanto anbauen – trotz „ernster Umweltrisiken“. Die Politik schreitet ein – aber auch schnell genug?

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In Frankreich gilt ein einstweiliges Anbauverbot für die umstrittene Genmais-Sorte MON810 des US-Agrarriesen Monsanto. Die Verordnung des Landwirtschaftsministeriums trat mit der Beschlussveröffentlichung im Amtsblatt in Kraft und gilt demnach „bis zu einer endgültigen Entscheidung“ durch den Gesetzgeber. Sie untersagt neben Anbau und Züchtung der Pflanze oder abgewandelter Samen-Varianten auch deren Vermarktung.

Über ein gesetzliches Anbauverbot für MON810 soll die Nationalversammlung erst am 10. April beraten – und einige Bauern wollten bereits vor diesem Datum Fakten schaffen: Trotz der bevorstehenden Parlamentsbefassung sah das Landwirtschaftsministerium wegen der dieses Jahr früher als üblich erwarteten Mais-Aussaat Grund zum raschen Handeln.

„Ernste Umweltrisiken“

„Das Prinzip der Vorsicht rechtfertigt die Anwendung restriktiver Mittel“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Verlässliche wissenschaftliche Daten und jüngste internationale Forschungen belegten „ernste Umweltrisiken“ und die Gefahr der Verbreitung „resistenter Schädlinge“ durch MON810.

Frankreichs Oberstes Verwaltungsgericht hatte im vergangenen August ein seit 2011 gültiges Anbauverbot für den Genmais gekippt, weil es gegen EU-Recht verstoße. Die Regierung kündigte damals umgehend an, ein neues, juristisch wasserdichtes Verbot zu erlassen.

Der Maisbauernverband AGPM wiederum hatte nach dem Gerichtsurteil erklärt, die besonders schädlingsresistente Pflanze möglichst rasch anbauen zu wollen, um einem neuen Verbot zuvorzukommen. Der US-Hersteller Monsanto versicherte zwar, französischen Landwirten kein MON810-Saatgut verkaufen zu wollen. AGPM machte aber deutlich, dass die Bauern sich das Saatgut im Ausland beschaffen könnten – etwa in Spanien, wo der Anbau erlaubt ist.

„1507“ dank CDU

MON810 ist der einzige Genmais, dessen Anbau in Europa derzeit zugelassen ist. Allerdings sorgte zuletzt auch der Fall der umstrittenen Genmaissorte 1507 für Aufsehen, die aufgrund der Abstimmungsregeln gegen den Willen der weitaus meisten Mitgliedstaaten vor einer Zulassung in der EU steht.

Die Bundesregierung ist beim Thema Gentechnik gespalten: Bei der Entscheidung über die Zulassung der Maissorte 1507 hatte sich Deutschland enthalten. SPD und CSU sehen den Anbau von Genpflanzen kritisch, die CDU ist dafür – und steht damit gegen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Frankreich-verbietet-Monsanto-Genmais-article12468456.html

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03.03.2014

Studie: Monsanto Roundup könnte zu tödlichem Nieren-Versagen führen

Das Pestizid Roundup von Monsanto könnte für eine Serie tödlicher Nierenerkrankungen verantwortlich sein: In einer Studie untersuchten Forscher Anbaugebiete, in denen das Gift seit Jahren flächendeckend eingesetzt wird. Besonders gefährlich ist die Kombination mit sogenanntem „harten Wasser“.

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Das Monsanto-Unkrautgift Roundup steht im Verdacht für eine weltweite Serie tödlicher Nierenerkrankungen verantwortlich zu sein. Demnach ist eine hohe Belastung des Trinkwassers mit Schwermetallen die Ursache für die tödliche Krankheit.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht hat. Die Forscher untersuchten Patienten eines Krankenhauses im größten Anbaugebiet Sri Lankas. Dort stieg die Verbreitung der chronischen Nierenleiden um 227 Prozent und die Todesrate sogar um 354 Prozent. Die Forscher vermuten, dass die Kombination von Monsantos Pestizid Roundup mit sogenanntem „harten Wasser“ für tödliches Niederversagen auch in El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Indien verantwortlich sein könnte.

Hartes Wasser enthält Metalle wie Calcium, Magnesium, Strontium und Eisen. In Kombination mit den in Pestiziden verwendeten Glyphosaten kann die Aufnahme dieser dann hochgiftigen Mischung zum Nierenversagen führen. Dies kann insbesondere dort kritisch werden, wo sich solche Metalle bereits auf natürliche Weise im Wasser befinden und dann durch Pestizide weiter verunreinigt werden.

Die Verbreitung des Leidens ist auf die Konzentration von Schwermetallen im Wasser zurückzuführen, die durch den unregulierten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft verursacht wurde“, sagte Dr. Channa Jayasumana, der leitende Wissenschaftler der Studie.

Diese Theorie erklärt ein weltweites Ansteigen der tödlichen chronischen Nierenerkrankung unbekannten Ursprungs (CKDu) in Gebieten mit hohem Pestizid- und Herbizid-Einsatz. Die Forscher weisen auch daraufhin, dass ein politischer Wechsel in den 70er Jahren zur Einführung von Agrochemikalien in Sri Lanka führte. Nach etwa 15 Jahren Kontakt mit den schädigenden Substanzen zeigte sich ein dramatischer Anstieg der chronischen Nierenerkrankung in der Bevölkerung.

Das Gift wird über die Atemwege, über die Haut oder über das Trinkwasser aufgenommen. Die Wissenschaftler fordern eine staatliche Regulierung beim Einsatz von Unkraut- und Insektengiften in Sri Lanka, wo diese Stoffe bisher flächendeckend eingesetzt werden.

Wir sagen seit langem, dass der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln geregelt werden muss“, betonte Bushan vom CSE. „Es steht außer Frage, dass die Wasserqualität schlecht ist“, so Jayasumana.

Weder die Regierung noch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagierten bisher auf die Studie.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/03/studie-monsanto-roundup-koennte-zu-toedlichem-nieren-versagen-fuehren/

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26.02.2014

Monsanto bekommt Patent auf normale Sojapflanze

Der US-Gentechnikkonzern Monsanto erhält heute ein europäisches Patent auf natürliche Genvarianten von Sojapflanzen. Die Initiative No Patents on Seeds, die auf das „Skandalpatent“ aufmerksam macht, spricht von „Biopiraterie in großem Maßstab“. Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen verstoßen nicht nur ihrer Ansicht nach gegen das Gesetz.

Das Europäische Patentamt in München – ein zwischenstaatliches Gebilde, keine EU-Institution – erteile Monsanto heute das Patent mit der Nummer EP08742297, berichtet No Patents on Seeds, eine Koalition von NGOs aus verschiedenen europäischen Ländern. Es erstrecke sich „auf die Untersuchung und Auswahl von Sojapflanzen“, die aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit gut an veränderte Klimabedingungen angepasst sind. „Für die konventionelle Züchtung beansprucht Monsanto ein Monopol auf die Verwendung von mehreren 100 Genvarianten, die bei diesen Pflanzen natürlicherweise vorkommen“, kritisiert No Patents on Seeds.

Dieses Patent ist nichts anderes als Biopiraterie in großem Maßstab“, ärgert sich Ruth Tippe von No Patents on Seeds. „Monsanto versucht, die Kontrolle über die genetische Vielfalt zu erlangen, die benötigt wird, um beispielsweise Nutzpflanzen an den Klimawandel anzupassen.“ Dabei dürfe es solche Patente gar nicht geben, wenn man das europäische Patentgesetz korrekt auslege. Diese Kritik teilen auch der deutsche Bundestag und das EU-Parlament, die sich eindeutig gegen Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere ausgesprochen haben.

Politischen Einfluss könnten aber vor allem die nationalen Regierungen nehmen, deren Vertreter im Verwaltungsrat des Patentamts sitzen. Tippe fordert deshalb eine „deutliche Reaktion von europäischen Regierungen, um diese Patente zu stoppen.“ Deutschland habe bereits eine Initiative angekündigt. [dh]

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/28760.html

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04.02.2014

Monsanto verliert gegen einen mittellosen, chilenischen Bauern

José Pizarro Montoya, 38, ein landloser Bauer und ehemaliger Erzeuger von Genmais (Saison 2009-2010) in Melipilla (RM) ist es gelungen, gegen Monsanto zu gewinnen und einen Schadenersatz in Höhe von 37.000.000 CLP  (ca. 50.000,00 €) zugesprochen zu bekommen. 

Es ist das erste mal in der chilenischen Geschichte, dass es einem Bauern gelungen ist – und vielleicht auch der einzige lateinamerikanische Fall –  dass jemand einen Anspruch auf Monsanto / ANASAC für die Verletzung eines Vertrages gewonnen hat.

Das Urteil gegen Monsanto

Das Urteil, welches der Bauer Pizarro gewonnen hat, findet man unter der  Nummer 1385-11 – “Agrícola Ltda Pizarro. con Agrícola Nacional SAC ” . Es wurde von dem Schiedsrichter Francisco Gazmuri Schleyer der Handelskammer diktiert. Das Santiago-Berufungsgericht bestätigte im September 2013 die Zurückweisung der Berufung und Beschwerde von der Gesellschaft (Monsanto).

Aber in den folgenden vier Monaten weigerten sich die verurteilen Beklagten (Monsanto), dem Urteil nachzukommen. Das war auch der Grund, warum der Bauer Pizarro seinen Fall nicht früher bekannt werden ließ. Erst Ende Dezember 2013 hatte Pizarro den von der Kammer zugesprochenen Schadenersatz in Höhe von 37.000.000 CLP (50.000 Euro) von  Monsanto erhalten. 

Dieser Betrag reicht laut Pizarro bei weitem nicht aus, um alle entstandenen Schäden zu decken. Pizarro verlor sein Haus, seine Ernte, die Spritzmaschine, einen Traktor und seinen Pick-up-Truck. Obendrein verließ ihn auch noch seine Frau. Er hatte nichts mehr, mit dem er hätte neu starten können. Auch hatte er Verbindlichkeiten bei der Banco Santander, einer lokalen Bank, in der Höhe von 90 Millionen CLP ( ca. 120.000 Euro) für das verwendete Saatgut  von Monsantos GVO-Mais in Melipilla durch ANASAC.

Zusatzinfo: Das chilenische Unternehmen Anasac verkaufte in April 2010 seine Sparte  für die Verarbeitung und den Export von Saatgut für Mais und Soja an Monsanto. Im Gegenzug erhielt Anasac 19 Millionen US-Dollar. Anasac übernimmt nun die Rolle des Vertriebs und des Lieferanten für Monsanto. Monsanto selbst konnte so die Produktion um ein Viertel steigern.

Pizarro kommt aus einer Familie von Bauern aus Los Andes (Valparaiso Region), und er arbeitete neben seinem Bruder als Gärtner. Um GVO, für das Unternehmen ANASAC (Monsanto) zu züchten, pachtete er 33,07 Hektar in Melipilla, Eigentümer sind die Rumay Immobilien von  einem Unternehmer namens  Manuel Ariztia (aus der Hühnerindustrie Pollos Ariztia). Das GVO “große Agrarindustrie” war praktisch das Ende von Pizarros Leben als Bauer.

Er erklärt: “Ich bin jetzt ein GVO-Experte, lerne durch das Internet, und ich habe einiges über Monsanto und seine kriminellen Hintergrunde herausgefunden.” Als er begriff, was mit ihm geschehen war, ging er in die Agrupación Ecolog de Aconcagua ( Aconcagua Environmental Goup), der Organisation, die Teil der  Yo No Quiero Transgénicos de Chile-Kampagne ist, so kam es auch zu der Kontaktaufnahme mit RAP-AL Chile und der Veröffentlichung seines spektakulären Falls mit Monsanto.

Heute ist José Pizarro auf der länderübergreifenden Blacklist von Monsanto. Er sei sich sicher, dass dieser korrupte, beleidigende und räuberische Konzern ihn dort eingetragen hätte.

Das erste Mal, als ich die  toten Mäuse am Straßenrand sah, war ich geschockt, sie hatten die Maiskörner gefressen”, berichtete er.

Am 22. Januar fand ein transgenes Seminar von Landwirtschaftsminister Luis Mayol in Steinhaus statt. Internationale und nationale Referenten erzählten von den Vorteilen  gentechnisch veränderter Pflanzen.

Pizarro wollte eingreifen und nur sagen, dass man die Inhaber einer landwirtschaftlichen transgenen Arbeit für Monsantos Export nicht empfehlen sollte, denn es könnte am Ende dazu führen, dass man genau so ruiniert wird  wie er. Hinzu käme noch die Beschädigung der Erde. In Chile gibt es etwa 30.000 Hektar mit dem Saatgut Mais, Soja und Raps aus dem transgenen Export von Monsanto, Pioneer und deren chilenischen Partner, die nationale ANPROS, der National Association of Seed, die deren Saatgut vermarkten. Das will ich nicht. Die Anti-GVO Kampange in Chile Kampagne fördert nun ein Moratorium für die mögliche Erweiterung dieser Pflanzen für den heimischen Markt und die strenge Kontrolle der Sämlinge, berichtet Pizarro.

Dieser Bauer wusste nicht genau, welches Saatgut er verwendete. Er hatte keine Ahnung von  GVO-Saatgut. Der mit ihm abgeschlossene Vertrag enthielt einen Fantasienamen, Mon49 Mais. Daraufhin wurde dieser Bauer  zu einer intensiven Nutzung von mehr als zehn gefährlichen Pestiziden gezwungen, die sowohl schädlich für die Gesundheit als auch für die Umwelt waren. Da er diesen Vertrag unterzeichnet hatte, wurde er gezwungen, sich nur im Falle von Meinungsverschiedenheiten an die  Handelskammer zu wenden, jedoch konnte er keine Klage an den lokalen Gerichten erheben. Er erklärte, dass viele andere Produzenten auch Probleme mit Monsanto hätten, aber sie sich nicht an die Kammer wenden würden, da dies zu teuer sei “, sagte María Elena Rozas, Koordinator für Red de Acción en Plaguicidas (Pesticide Action Network) RAP-Chile.

Wir haben den Artikel für Sie übersetzt, das Orginal finden Sie hier Destitute Chilean Farmer Defeats Monsanto in Landmark Legal Victory, dort finden Sie auch einen ausführlicheren Bericht über José Pizarro Montoya.

Die Geschichte von José Pizarro Montoya zeigt uns, wie die Bauern durch die Verträge von Monsanto alles verlieren können. Wie Pizarro ergeht es vielen Bauern, leider finden ihre Schicksale im Verborgenen statt. José Pizarro kommt zu dem Fazit: “Ich hoffe, dass nicht andere Bauern das gleiche durchmachen müssen wie ich. Ich werde nie wieder GVO säen. “

Und wie sieht es hier in der EU aus? Eine weitere genveränderte Maissorte könnte demnächst auf Europas Äckern wachsen, die Maissorte 1507 des US-Herstellers Dupont Pioneer. 

Wie wir berichteten, hat der Deutsche Bundestag am 30. Januar die Chance verpasst, ein unmissverständliches Zeichen gegen Agro-Gentechnik zu setzen. Die Abgeordneten lehnten mehrheitlich einen Antrag der Grünen ab, der die Bundesregierung mit einem klaren Mandat für ein Nein zum Gen-Mais 1507 nach Brüssel geschickt hätte. Am 11. Februar wird im Rat für Allgemeine Angelegenheiten der EU über die Anbauzulassung des Gen-Maises 1507 abgestimmt. Siehe dazu: Bundestag: Gentechnisch veränderte Maislinie 1507 für den Anbau in der EU.

Sollten sich Deutschland und andere EU-Staaten bei der anstehenden Abstimmung enthalten, wie es in der Vergangenheit meist der Fall war, wäre die Zulassung für den Mais des US-Unternehmens Pioneer nicht mehr zu verhindern. Denn es käme im Ministerrat zu einem Patt, woraufhin dann die EU-Kommission die Entscheidung treffen darf – ihr „ja“ gilt als sicher.

Wir, die ‪Netzfrauen‬ wollen KEINEN Genmais‬.

Greenpeace hat dazu eine Protestmailaktion verfasst, der Sie sich anschließen können: Hier zur Aktion → NEIN zum Anbau von Gen-Mais 1507!

Folgende Facebookseiten, eigenen sich ebenfalls für einen Protest: https://www.facebook.com/HansPeterFriedrichCSU und https://www.facebook.com/AngelaMerkel?fref=ts

Oder Kontaktformular für die Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Service/Kontakt/kontaktform_node.html

Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich poststelle@bmelv.bund.de                                                  Bundeskanzlerin Merkel: internetpost@bundesregierung.de

Betreff: NEIN zum Anbau von Gen-Mais 1507!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Friedrich,

Am 11. Februar wird in Brüssel auf dem Rat für Allgemeine Angelegenheiten über die Anbauzulassung für den gentechnisch veränderten Mais „1507“ abgestimmt. Dem deutschen Abstimmungsverhalten kommt entscheidende Bedeutung zu. Und doch hat es die Bundesregierung bisher nicht für nötig befunden, ihre Position in der Abstimmung über den kontrovers diskutierten genmanipulierten Mais offenzulegen.
Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung und weite Teile der Politik lehnen die Zulassung von Gen-Pflanzen wie „1507“ entschieden ab:

– In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Greenpeace sprechen sich 88 Prozent der Befragten gegen Gentechnik auf dem Acker und gegen die Zulassung für „1507“ aus.
– Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel, und – entsprechend dem Beschluss des Sonderparteitages der SPD – die gesamte SPD ist gegen die Zulassung.
– Die CSU ist gegen Agro-Gentechnik und „1507“; das von ihr geführte Landwirtschaftsministerium, vertreten durch Bundesminister Friedrich, ist skeptisch.
– Der Deutsche Bauernverband hat sich gegen den Anbau von „1507“ ausgesprochen.
– Das EU-Parlament hat die Anbaugenehmigung für „1507“ abgelehnt.
– Im Koalitionsvertrag erkennen die Regierungsparteien „die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an“.

Alles andere als ein deutsches „Nein“ in der Abstimmung über die Anbauzulassung für „1507“ käme somit einer Missachtung des dokumentierten Wählerwillens gleich. Die von einem möglichen Anbau ausgehenden ökologischen Risiken würden damit ignoriert; ebenso die gravierenden Fehler, die den zuständigen Behörden und der Europäischen Kommission sowohl in der Sicherheitsbewertung als auch im Zulassungsverfahren von „1507“ unterlaufen sind.

Und doch sieht es im Moment so aus, als könnte die gentechnikfreundliche Stimmung in Teilen der CDU dafür sorgen, dass Deutschland sich in der entscheidenden Abstimmung im besten Fall enthält. Eine Enthaltung jedoch wäre fatal und hätte nahezu sicher die Zulassung von „1507“ durch die Kommission zur Folge.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, sehr geehrter Herr Minister Dr. Friedrich, es liegt in Ihrer Hand und Verantwortung, am 11. Februar gegen „1507“ zu stimmen und die Anbauzulassung für den Gen-Mais zu verhindern. Bitte teilen Sie mir mit, wie Deutschland über die Anbauzulassung für „1507“ abstimmen wird bzw. abgestimmt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Pioneer-Mais 1507 und die EU-Kommission

Zusammen mit SmartStax und einem weiteren Mais mit dem Markennamen Powercore, der kürzlich ebenfalls zugelassen wurde, sind derzeit 49 verschiedene gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen, fast alle produzieren Insektengifte und/oder seien gegen Spritzmittel resistent gemacht. Siehe auch Die dunkle Geschichte von DuPont – Von Atombombe über Nylonstrümpfe zum Genmais.

Erst Mitte Januar hat das EU-Parlament gegen Verbraucher und Imker entschieden, denn es gibt nicht, wie in einer Empfehlung angedacht, eine Kennzeichnungspflicht für Gentechnik-Honig. Ein  ”Schlag ins Gesicht der europäischen Verbraucher und Imker“. Siehe: EU-Parlament entscheidet gegen Verbraucher und Imker: Keine Kennzeichnungspflicht für Gentechnik-Honig

Wir freuen uns, Ihnen heute die Geschichte von José Pizarro Montoya, vorstellen zu können, dem es gelungen ist, sich gegen Monsanto und seine Machenschaften durchzusetzen.

http://netzfrauen.org/2014/02/04/monsanto-verliert-gegen-einen-mittellosen-chilenischen-bauern/

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03.02.2014

Monsanto: Proteste bei Aktionärs-Versammlung

Bei der Aktionärsversammlung von Monsanto kam es zu Protesten. Elf Demonstranten wurden verhaftet, darunter auch ein Aktionär des Gentechnik-Unternehmens. Er hatte eine Resolution zur Kennzeichnungspflicht von Gen-Mais eingebracht, die wegen mangelnder Unterstützung scheiterte.

Die jährliche Aktionärsversammlung des Gentechnik-Konzerns Monsanto wurde erneut von Protesten begleitet. Etwa 40 Demonstranten protestierten gegen die dubiosen Geschäftspraktiken des Unternehmens. Elf von ihnen wurden verhaftet, darunter auch der Aktionär Adam Eidinger, nachdem sie den Verkehr vor der Monsanto-Zentrale durch Blockaden lahmlegten.

Der Aktivist und Kleinaktionär Adam Eidinger hatte vorher auf der Versammlung eine Resolution eingebracht, die eine engere Zusammenarbeit mit der Food and Drug Administration (FDA) zur Kennzeichnung von genetisch veränderten Organismen (GVOs) vorsah. Er hatte von Beginn an wenig Hoffnung, dass die Resolution verabschiedet würde, hoffte jedoch auf mindestens 7 Prozent Unterstützung. Am Ende erhielt der Vorschlag etwa 4 Prozent der Stimmen, wie die St. Louis Today berichtet.

Wir werden das immer wieder thematisieren und wir geben nicht auf“, sagte Eidinger, der später in Handschellen abgeführt wurde. „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird bald alles mit GVOs verseucht sein“, sagte ein anderer Protestler.

Eine weitere Resolution, die von dem Investor-Aktivisten John Harrington vorgebracht wurde, befasste sich mit Monsantos potentieller Verantwortung gegenüber Bio-Bauern. Der Vorschlag erhielt am Ende 6,5 Prozent Zustimmung. Der Vorstand des weltgrößten Biotechnologie-Unternehmens empfahl seinen Aktionären beide Vorschläge abzulehnen.

Nach der Aktionärsversammlung begannen die Demonstranten den Verkehr vor Zentrale durch Straßenblockaden lahmzulegen. Daraufhin verhaftete die Polizei von St. Louis 11 Demonstranten. Ein Sprecher der Polizei sagte aus, dass bei den Protesten niemand zu Schaden gekommen sei und kein fremdes Eigentum beschädigt wurde.

Obwohl wir das Recht eines jeden Individuums respektieren, seine Ansicht zu diesen Themen zu äußern, denken wir doch nicht, dass unrechtmäßige Handlungen eine angemessene Art und Weise sind, die Angelegenheit voran zu bringen“, sagte Tom Helscher, ein Sprecher des Unternehmens.

Monsanto drängt mit seinen gentechnisch veränderten Organismen auch verstärkt auf den europäischen Markt (mehr hier). Erst vor kurzem gab der deutsche Bundestag seinen Widerstand gegen eine Gen-Mais Sorte von Monsanto auf (hier). Doch das Unternehmen sieht sich zugleich mit weltweiten Protesten konfrontiert, die sich gegen den Anbau von Gen-Mais richten (hier).

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/03/monsanto-proteste-bei-aktionaers-versammlung-2/

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09.01.2014

Argentinien stoppt Bau von neuer Monsanto-Anlage

Nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung haben argentinische Richter den Bau einer neuen Produktionsanlage von Monsanto in der Provinz Córdoba gestoppt. Die Behörden prüfen nun, wie sich die Anlage im späteren Betrieb auf die Umwelt auswirkt.

In der argentinischen Provinz Córdoba baut Monsanto derzeit die größte lateinamerikanische Produktionsanlage für genetisch verändertes Saatgut. Zahlreiche Demonstranten haben Zeltlager an er Baustelle errichtet und fordern eine Volksabstimmung über den Bau der Anlage. Mehr dazu hier und hier.

Am 28. November 2013 wurden Bewohner und Umweltschützer, die in der Region gegen Monsanto protestierten, mehrfach von Schlägertrupps heimgesucht. Etwa 60 mit Knüppeln und Steinen bewaffnete Männer fuhren in mehreren LKW vor das Zeltlager und gingen auf die Protestierenden los. Mindestens 20 Personen wurden dabei verletzt. Behörden prüften darauf, von wem die Schläger beauftragt wurden.

Doch scheinen sich die Strapazen auszuzahlen: Im Januar 2014 erklärten drei argentinische Richter den Bau der neuen Monsanto-Anlage in Córdoba für verfassungswidrig und erwirkten einen Stopp der Arbeiten auf der Baustelle. Somit fiel die Entscheidung zugunsten der Aktivisten. Der Bau der Anlage wurde ausgesetzt, um eine Umweltprüfung durchzuführen und die Auswirkungen der Fabrik auf dem Gelände zu festzustellen.

Seit der Gründung des Konzerns im Jahr 1901 kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Monsanto und Geschädigten. Im Jahr 1912 mischte die Firma Saccharin in ihre Lebensmittel, was für juristische Auseinandersetzungen sorgte, die sich bis 1925 hinzogen und ohne Erfolg blieben.

Später klagten US-Veteranen aufgrund von Erkrankungen durch Berührung mit dem Entlaubungsmittel Agent Orange, welches als Chemiewaffe gegen die Bevölkerung in Vietnam eingesetzt wurde. Weitere Skandale waren die Bestechung der indonesischen Regierung, jahrzehntelange Verseuchungen von Ortschaften in den USA mit PCB (Alabama) und Dioxin (Illinois) oder die Vergiftung eines französischen Landwirts.

In vielen Ländern der Welt ist Monsanto bereits fester Bestandteil der Landwirtschaft. Im Jahr 2012 klagten fünf Millionen Landwirte aus Brasilien gegen den Konzern und forderten Entschädigungen in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar aufgrund zahlreicher durch Monsanto-Saatgut kontaminierte Soja-Felder. Erstmals wurde das genetisch veränderte Saatgut trotz eines Verbots durch die Regierung in den 1990er-Jahren in Brasilien festgestellt, vermutlich wurde es über Argentinien ins Land geschmuggelt. Nach der späteren Zulassung der Gen-Saat überflutete Monsanto den brasilianischen Markt und zerstört seitdem die Äcker.

Der größte Landwirtschaftsverband der Welt, Via Campesina, mit Organisationen in mehr als sechzig Ländern, hatte den Konzern als einen der “Hauptfeinde der Bauern, der nachhaltigen Landwirtschaft und der Ernährungssouveränität für alle Völker” bezeichnet.

Obwohl Monsanto Nahrungsmittel gentechnisch verändert und dies laut verschiedenen Untersuchungen schwere Krankheiten verursachen kann, hat die Firma im Juni 2013 gemeinsam mit Syngenta den “Welternährungspreis” gewonnen. Begründung: Gentechnisch veränderte Pflanzen erzielen höhere Renditen und sind weniger anfällig für Seuchen und schlechte Witterungsbedingungen. Grotesk: Monsanto und Syngenta sind selbst Sponsoren des Preises.

Der weltweite Agrarmarkt wird zu mehr als 80 Prozent von sechs Konzernen beherrscht: Dow Chemical, DuPont, Bayer, BASF, Syngenta und natürlich Monsanto.

http://www.gegenfrage.com/monsanto/

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13.11.2013

Monsanto gibt Deutschland vorerst auf

Der Agrarkonzern Monsanto will Deutschland als Markt für gentechnisch verändertes Saatgut vorerst aufgeben. An der Zulassung vom Genmais MON 810 will der amerikanische Konzern aber festhalten.

Der amerikanische Agrarkonzern Monsanto will Deutschland als Markt für gentechnisch verändertes Saatgut vorerst aufgeben. „Wir lassen unsere Pläne ruhen, solange die politische Situation so verfahren ist wie derzeit“, sagte die Deutschland-Geschäftsführerin von Monsanto, Ursula Lüttmer-Ouazane, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Mittwochausgabe).

Monsanto erwirtschafte derzeit weit mehr als 99 Prozent des Umsatzes in Europa mit konventionellem Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. „Trotzdem werden wir vor allem als Biotechnologiefirma und nicht als Pflanzenzüchter wahrgenommen. An diesem Bild wollen wir arbeiten“, sagte Lüttmer-Ouazane.

Der amerikanische Konzern hatte im Sommer mehrere Anträge auf Genpflanzen-Anbau in der EU zurückgezogen. An der Zulassung vom Genmais MON 810 will Monsanto aber festhalten. Für diese Sorte habe Monsanto bereits 1998 eine Zulassung in der EU erhalten. Der Mais werde in Spanien, Portugal, Rumänien, Slowakei und Tschechien erfolgreich angebaut, sagte Lüttmer-Ouazane.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/markt-fuer-gen-saatgut-monsanto-gibt-deutschland-vorerst-auf-12662083.html

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31.10.2013

Monsanto zerstört Honig: Imker müssen Jahres-Ernte vernichten

Die Pollen von Monsanto-Mais haben den Honig von bayrischen Imkern verunreinigt. Daher wurde dem Honig die Zulassung verwehrt – ohne die geringste Schuld der Imker. Selbst beim Verschenken des Honigs würden sich die Imker strafbar machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun entschieden: Die Bienen müssen von den Monsanto-Feldern ferngehalten werden.

Eine Gruppe deutscher Imker wehrt sich seit sechs Jahren gegen die Verunreinigung ihres Honigs durch Monsanto. Sie zogen vor Gericht, weil sie wirksame Schutzmaßnahmen beim Anbau von gentechnisch veränderten Mais der Sorte MON810 verlangten. Eine Verunreinigung des Honigs mit den Mais-Pollen soll so verhindert werden.

Doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat jetzt die Revisionen der Imker zurückgewiesen.

Die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft hatte in den Jahren 2005 bis 2008 auf einem Versuchsfeld gentechnisch veränderten Mais von Monsanto angebaut. Die Bienenhäuser der Kläger waren zwischen ein bis drei Kilometer von der Anbaufläche entfernt. Obwohl Karl-Heinz Bablok die Bienenhäuser sofort vom Standort entfernte, wurde in seinem Honig gentechnisch veränderte DNS gefunden.

Der Imker zog vor Gericht, einige Kollegen schlossen sich Bablok an. Sie verklagten den Freistaat Bayern. Vor Gericht wurde festgestellt, dass der Honig durch die Monsanto-Pollen „wesentlich beeinträchtigt“ ist. Der Honig verliert somit seine Zulassung als Lebensmittel – ohne dass den Imker die geringste Schuld trifft. Der Honig ist nicht verkehrsfähig, darf deswegen nicht einmal verschenkt werden. Bayern ging in Berufung, bis schließlich der Europäische Gerichtshof im Sinne der Imker urteilte.

Im aktuellen Rechtsstreit wollten sie Schutzmaßnahmen gegen Gentechnik-Anbauflächen durchsetzen. Doch in dieser Sache erfolgte nun die Zurückweisung durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

In der Begründung des Bundesverwaltungsgerichts heißt es, dass größere Sicherheitsabstände zwischen Bienen-Häuschen und Versuchs-Anbauflächen nicht eingehalten werden müssen. Auch andere Vorsorgemaßnahmen sind nicht verhältnismäßig, so das Gericht.

Es sei auch nicht davon auszugehen, dass gentechnisch veränderter Mais wieder am selben Ort angebaut wird. Es sei zu erwarten, dass der Monsanto-Mais erst dann wieder in Verkehr gebracht wird, wenn sich die Zulassung als Lebensmittel auch auf Pollen erstreckt, so das Gericht.

Die Entscheidung ist eine herbe Enttäuschung für uns“, sagt Thomas Radetzki den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. „Das Gericht hat die einmalige Chance nicht wahrgenommen, Stellung zu beziehen“, so der Initiator des Bündnisses für den Schutz der Bienen, welches die Klagen der Imker finanziert.

Man muss sich vorstellen, dass eine ganze Jahresernte Honig vernichtet werden musste. Obwohl Karl-Heinz Bablok alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat. Er hat seine Bienenhäuser weit genug von der Anbaufläche mit Gen-Mais weggestellt, als er davon erfahren hat. Da war es aber schon zu spät, einige Pollen waren schon in den Honig gelangt“, so Radetzki.

Die Bienen fliegen durchschnittlich nicht weiter als drei Kilometer, um sich Nahrung zu holen und Blüten zu bestäuben. Sollten nur zwei Prozent der bayrischen Maisfelder auf gentechnisch veränderte Mais-Sorten umgestellt werden, gibt es in Bayern keinen Platz mehr, wo Bienen nicht mit Gen-Pollen in Berührung kommen – so die Berechnungen von Radetzki.

Dennoch sei der sechsjährige Gang durch die Instanzen auch erfolgreich gewesen: „Mit dem Europäischen Gerichtsurteil haben wir erreicht, was wir wollten: Null Toleranz gegenüber gentechnisch veränderten Pflanzen.

Aufgeben werden die Imker auf keinen Fall. „Wir warten jetzt den Schriftsatz der Anwälte ab. Wir wollen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Schließlich geht es ja auch um Beschädigung unseres Eigentums“, so Radetzki.

Alternativ könnten die Imker ihren Bienen erklären, dass sie ab sofort Haustiere sind, die nicht über den Zaun fliegen dürfen.

Früher gab es das Natur-Recht.

Heute hat die Natur jedes Recht verwirkt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/31/monsanto-zerstoert-honig-imker-muessen-jahres-ernte-vernichten/

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29.10.2013

Monsanto: Gentechnik-Industrie bläst zum General-Angriff auf Europa

Die Lobbyisten haben in Brüssel ihren Druck auf die EU verstärkt: In einer konzertierten Aktion fordern verschiedene Verbände einen bedingungslos positiven Umgang mit den Produkten von Monsanto & Co. Einen ersten Erfolg können sie bereits mit der Zulassung einer neuen Gen-Mais-Sorte von Monsanto vermelden. Die aktuellen Schlachten sind die Vorbereitungen auf eine Groß-Offensive in der EU.

Nach dem europäischen Volksaufstand gegen die geplante Regulierung des Saatguts in privaten Gärten (hier) und dem Rückzieher der EU (hier) herrscht in Brüssel Verunsicherung: Die Durchsetzung ihrer Interessen in Brüssel war für die Landwirtschafts-Lobby war in den vergangenen Monaten kein Selbstläufer mehr.

Daher bläst die Industrie nun zum Gegenangriff.

In einer konzertierten Aktion soll der EU klar gemacht werden, dass die Kritik an der Gen-Technik von Ahnungslosen vorgetragen wird.

Die korrupte Wissenschaft bestätige dagegen die Richtigkeit der geschäftspolitischen Ziele Aussagen der Konzerne.

Die Agrar-Organisationen haben geharnischte Briefe an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Parlamentspräsident Martin Schulz und Ratspräsident Herman Van Rompuy geschrieben in denen sie sich über die Verschärfung der Vorschriften beschweren. In den Schreiben behaupten die Lobbyisten, dass die wissenschaftlichen Belege über die Sicherheit der Gentechnik in der Landwirtschaft ständig wachsen.

Obwohl in der ESFA schon viele von der Industrie eingeschleuste Leute sitzen, würden in der EU Entscheidungen verschleppt – nachdem die EFSA die Unbedenklichkeit der Produkte bescheinigt habe. Noch einmal schießen die Verbände in ihren konzertierten Schreiben gegen die Monsanto-Kritiker und diffamieren im Vorübergehen die Monsanto-kritische Séralini-Studie (mehr dazu und zur Unterwanderung der EU durch Monsanto hier).

Die Lobbyisten, zu denen die deutsche Fördergemeinschaft InnoPlanta und der britische Bauernverband zählen, rufen die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten auf, „eine breitere, ganzheitlichere und langfristigere Sichtweise der Agrarproduktion“ anzunehmen und die Gentechnikvorschriften entsprechend anzupassen.

Das Drängen der Verbände fand offenbar bereits Gehör bei der EU.

In dem für die Genehmigung für neuen-Sorten zuständigen Berufungsausschuss der EU gab es bei der Abstimmung über die Zulassung einer neuen Sorte Monsanto-Genmais keine Mehrheit. Deutschland enthielt sich dabei der Stimme. Dadurch wird die Europäische Kommission eigenmächtig über die Zulassung einer weiteren Sorte Genmais entscheiden können (mehr hier).

Damit liegt der Ball außerhalb des demokratischen Spielfelds.

Die EU beugt sich damit wieder dem massiven Einfluss der Gen-Lobby.

Es geht erneut um eine Pflanzensorte aus dem Monsanto-Labor: den „trockentoleranten MON87640-Mais“. Durch ein zusätzlich eingeführtes Gen kann dieser Mais Wassermangel besser verkraften, ohne Erträge einzubüßen, so die Hersteller Monsanto und BASF. Seit diesem Jahr kann die Sorte in den USA kommerziell erworben werden.

Der Fall ist auch deswegen interessant, weil Monsanto nach der jüngsten Protestwelle der Öffentlichkeit mit der Aussage an der Nase herumgeführt hatte, man wolle sich aus Europa zurückziehen. Etwas weltfremde Medien wie die taz waren der Propaganda aufgesessen und hatten das Ende von Monsanto in Europa ausgerufen (mehr hier).

Tatsächlich ist Monsanto aktiver denn je.

Das zeigt sich vor allem in der Unterwanderung der Zulassungs-Behörden.

Die Konzerne haben still und heimlich in der Aufsicht die Mehrheit übernommen.

Mehr als die Hälfte der 209 Experten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) sollen direkte oder indirekte Verbindungen zu der Gen-Industrie haben, die sie eigentlich kontrollieren sollen, so Corporate Europe Observatory (CEO).

CEO, eine Nichtregierungsorganisation, ermittelte insgesamt 460 Interessenskonflikte unter den Experten der ESFA. Die Wissenschaftler überführten sich sozusagen selbst, denn als Quelle dienten ihre selbst getätigten Aussagen.

In den vergangenen Jahren verbannte die ESFA bereits 85 Experten aus ihren Arbeitsgruppen wegen diverser Interessen-Konflikte.

Die aktuelle Offensive der Konzerne setzt darauf, dass die Gegner der Gentechnik bei Lebensmitteln zermürbt werden. Die jüngsten Demonstrationen haben Monsanto & Co. ermuntert: Es war keine Revolution auf den Straßen Europas, die die Gentechniker erschreckt hätte.

Hinter dem aggressiven Vorgehen der Gen-Lobby steht eine langfristige Strategie: Mit dem neuen Freihandels-Abkommen der EU mit Kanada bietet sich für Monsanto die Möglichkeit, die EU flächendeckend zu überrollen (mehr dazu hier).

Hier winkt das große Geld.

Und Monsanto wird es sich holen.

Wir erleben die ersten kleinen Gefechte, die als Vorbereitung auf die große Schlacht um das Saatgut in Europa geführt werden.

Die Bürger sollten auf der Hut sein.

Die EU wird ihre Bürger nicht verteidigen.

Im Gegenteil.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/29/monsanto-gentechnik-industrie-blaest-zum-general-angriff-auf-europa/

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22.10.2013

EU öffnet Gen-Technik-Konzernen das Tor zu Europa

Das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada öffnet die Hintertür für amerikanische Unternehmen. Sie können künftig gegen Benachteiligungen klagen – und haben damit freien Zutritt zum europäischen Markt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das EU-Parlament wird auf die Rolle der Abnicker reduziert. Monsanto triumphiert.

Nach „monatelangen, intensiven“ – und vor allem geheimen – Verhandlungen, haben sich die EU und Kanada auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) ist das erste derartige Abkommen zwischen der Europäischen Union und einem G-8-Staat.

Es handele sich um ein „sehr ehrgeiziges und wichtiges Handelsabkommen mit weit reichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU“, sagt Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Er meint damit: 99 Prozent aller Zölle sollen fallen. Der Handel mit Dienstleistungen soll vereinfacht werden. Der bilaterale Handel soll um 26 Milliarden Euro jährlich wachsen. Das jährliche BIP der EU soll um zwölf Milliarden Euro steigen.

Die genauen Inhalte des Abkommens sind allerdings nicht bekannt. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unklar ist auch, welche Auswirkungen das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zwischen Kanada, Mexiko und den USA auf die EU haben wird.

Amerikanische Großkonzerne könnten sich ohne besonderen Aufwand eine Niederlassung in Kanada besorgen. Und in weiterer Folge durch die Hintertüre Europa beliefern. Immerhin auch eine „weitreichende Auswirkung auf die EU“, die bei der CETA-Präsentation unerwähnt blieb.

Ein Unternehmen, dem das Freihandelsabkommen freuen wird, ist Monsanto (mehr hier). Der US-Agrarkonzern schielt bereits länger nach Europa (hier).

Im Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist Kanada eines der Top-10-Länder weltweit. Die Befürchtung, dass CETA die Einführung von Gentechnik-Samen in die EU erleichtern wird, ist groß. Kommt das Abkommen, hat es Monsanto leichter, sich auf den europäischen Markt zu klagen, so EUObserver.

Das Abkommen wird als eine Art Vorläufer gesehen, denn die EU plant weitere Freihandelsabkommen, zum Beispiel mit den USA oder Japan.

Vor dem In-Kraft-Treten muss das Europäische Parlament dem Abkommen noch zustimmen.

Das ist zu erwarten – und zeigt ein Grund-Dilemma der europäischen Demokratie: Das EU-Parlament – ohnehin keine demokratische Einrichtung, weil nicht nach dem Prinzip One Man-One Vote gewählt wird, ist immer in der Defensive: Die EU-Kommission macht Gesetzes-Vorlagen und schließt Vereinbarungen. Das Parlament kann im Nachhinein versucht, das Schlimmste zu verhindern.

So wird aus Prinzip über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.

Sie erfahren von den Veränderungen meist nicht einmal aus den Medien.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/22/eu-oeffnet-gen-technik-konzernen-das-tor-zu-europa/

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22.10.2013

Bericht: Monsanto-Pestizide kontaminieren Argentinien

In Argentinien wurden einem neuen Bericht zufolge Pestizide des Agrarriesen Monsanto mangels Verordnungen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten versprüht, weshalb die Bevölkerung unter Geburtsschäden und hohen Krebsraten leidet.

Unzureichende Regulierungen und Vorschriften haben zu einem Missbrauch von Monsanto-Pestiziden und zu einer Kontaminierung der Umwelt in einigen Provinzen Argentiniens geführt. Die Bevölkerung in entsprechenden Regionen leidet einem neuen Bericht zufolge unter Geburtsschäden und hohen Krebsraten.

Der Bericht nennt mehrere Beispiele. Etwa in der Provinz Santa Fe, woher das meiste Getreide Argentiniens stammt, werden die Pestizide weniger als 500 Meter von Wohnsiedlungen eingesetzt. Angeblich sollen die Chemikalien in einigen Fällen sogar in einer Entfernung von unter 30 Metern versprüht worden sein. Andere Studien haben in dieser Region eine zwei- bis viermal höhere Krebsrate als im Rest des Landes festgestellt. In der benachbarten Provinz Chaco hat sich die Anzahl der Geburtsfehler seit der ersten Anwendung von Monsanto-Pestiziden vervierfacht.

Monsantos chemisches Pestizid “Roundup” enthält eine Substanz namens Glyphosat. Tierversuche haben gezeigt, dass Glyphosat nicht toxisch ist, das MIT vermutet jedoch, dass die Substanz die Darmflora schädigt und sich in Verbindung mit westlicher Ernährung “problematisch” auswirken kann.

Monsanto stellt unter anderem Pflanzengifte, genmanipuliertes Saatgut und chemische Süßstoffe her, hält zahlreiche Patente auf genmanipulierte Pflanzen und ist eng mit anderen Riesenfirmen wie Coca-Cola, Bank of America oder Walt Disney verbandelt. Zudem halten Monsanto und Tochterfirmen einige Patente auf Zuchttiere, wie etwa das strittige “Schweinepatent” EP1651777. Vor knapp zwei Wochen fanden weltweit Proteste gegen Monsanto statt, unter anderem in Berlin: Demo gegen Monsanto.

Anmerkung: Der oben genannte Argentinien-Bericht ist mit großer Vorsicht zu genießen, da er von der Associated Press (AP) stammt, einer US-Propagandaschmiede, die seit jeher stark interessengesteuert zugunsten der Pharmaindustrie (Vogelgrippe, Schweingrippe, Impfungen usw.), windiger Großbanken (Geldsystem, Umverteilung) oder über Angriffskriege der USA, Frankreichs und Großbritanniens berichtet. AP betreibt 243 Büros und versorgt mehr als 1’700 Zeitungen und 5’000 Radio- und Fernsehsender in 120 Ländern mit Meldungen (Stand 2005).

http://www.gegenfrage.com/bericht-monsanto-pestizide-kontaminieren-argentinien/

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11.10.2013

Welternährungspreis für Monsanto und Syngenta

Monsanto und Syngenta haben den prestige­träch­tigen Welternährungspreis gewonnen.

Offensichtlich zahlen sich das Rumpfuschen am gene­ti­schen Aufbau von Lebensmitteln, das Umkehren von etwas, was vorher gesund war, in Gift, die Ver­seu­chung von Boden, Luft und Wasser mit che­mi­schen Rückständen von Pestiziden wie Roundup, das Töten der Bienen­popu­lationen des gesamten Kontinents und die wirt­schaft­liche Vernichtung von Kleinbauern durch grundlose Klagen und unethische Praktiken durch große Erfolge in der Öffentlichkeit aus. Der Welternährungspreis ist angeblich das Äquivalent für den No­bel­preis für die Landwirtschaft.

Denken Sie daran, wir leben in einer Welt, in der Präsident Barack ‚Ermorde-die-Kinder-mit-Drohnen‘  Obama den Friedensnobelpreis und Hillary Clinton, die Frau hinter der ausgebliebenen Reaktion auf das Benghazi-Massaker, die American Patriot-Aus­zeich­nung für ihre „Verteidigung der Nation“ gewonnen haben.

Bevor Sie fragen, nein, dieser Artikel ist keine Satire, obwohl die Hintergründe grotesk lächerlich sind und jeder Vernunft entbehren.

Am Mittwoch wurden die Gewinner des Welternährungspreises vom US-Außenministerium im Beisein von Außenminister John Kerry bekannt gegeben. Die diesjährige Auszeichnung werden sich drei Wissenschaftler teilen: Marc van Montagu, Mary-Dell Chilton und Robert Fraley, alle Pioniere in der Landwirtschafts-Biotechnologie.

Fraley ist derzeit Technologiechef beim Biotech-Giganten Monsanto, während Mary-Dell Chilton Gründerin von Syngenta ist, einem weiteren prominenten Biotech-Unternehmen. Die Auszeichnung mit einem Preisgeld von 250.000 US-Dollar begründet die in Iowa ansässige Welternährungspreis-Stiftung damit, dass gentechnisch veränderte Pflanzen höhere Renditen erzielen und weniger anfällig für Seuchen und widrige Witterungsbedingungen sind.

„Die drei Wissenschaftler erhalten die Anerkennung für ihre unabhängigen, individuellen bahnbrechenden Leistungen bei der Begründung, Entwicklung und Anwendung moderner Landwirtschafts-Biotechnologie“, sagte Kenneth Quinn, der Präsident der Welternährungspreis-Stiftung. (Quelle)

Trotz aller Streicheleinheiten für den Kongress und Drehtüren zwischen den Re­gie­rungs­be­hör­den und den Biotech-Eckbüros beginnen die Menschen aufzuwachen und das große Ganze zu erkennen. Vor kurzem waren Aktivisten in der Lage ihre Senatoren zu über­zeu­gen, das „Monsanto-Schutz-Gesetz“ nicht zu verlängern, ein enormer Sieg, der beweist, dass unsere Stimmen gehört werden können.

Trotz des erhofften Public Relations-Segens wird diese lächerliche „Auszeichnung“ wohl wenig Erfolg haben, um die Glocke verstummen zu lassen, die die Social Media fleißig geläutet haben, z. B. mit riesigen globalen Protesten wie dem „Marsch gegen Monsanto„. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass die offenkundige Scheinheiligkeit einer solchen Aus­zeich­nung voll nach hinten losgehen wird.

Verbreiten Sie die Botschaft: jede Auszeichnung für die Vergiftung einer großen Anzahl von Menschen und der Zerstörung der Umwelt dient nur dem Verkauf und ist kein Indikator für irgendwelche positiven Errungenschaften.

http://stopesm.blogspot.de/2013/10/sieger-welternahrungspreis-fur.html#.UlhAq4aJtrV

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12.08.2013

Super-Genmais darf nach Europa

Der Agrarkonzern Monsanto darf bald den mehrfach gentechnisch manipulierten Mais Smartstax in die EU importieren. Kritiker warnen: Er ist kaum getestet.

Die EU-Kommission wird spätestens im Oktober dem amerikanischen Agrarkonzern Monsanto den Import des gentechnisch veränderten Mais‘ SmartStax erlauben. „Die Entscheidung liegt bei der EU-Kommission und diese wird dem Import im September oder Oktober zustimmen“, sagte ein Sprecher des EU-Verbraucherschutzkommissars Tonio Borg auf Anfrage von ZEIT ONLINE. Es habe zuvor ein „stringentes, wissenschaftliches Bewertungsverfahren“ gegeben.

SmartStax ist ein Super-Genmais der US-Agrarfirmen Monsanto und Dow Agroscience und wird in den USA seit 2011 angebaut. Er kombiniert zwei bereits gentechnisch veränderte Maissorten. Die neue Sorte ist extrem umstritten, weil sie nicht nur gegen zwei Unkrautbekämpfungsmittel resistent ist, sondern auch Gifte gegen sechs verschiedene Insektenarten wie etwa den Maiszünsler bilden kann. Landwirte erhoffen sich höhere Erträge und einen einfacheren Einsatz von SmartStax.

Kritiker warnen dagegen vor unklaren Folgen für die Umwelt und den Menschen. „Keine andere bereits zugelassene Pflanze enthält so viele gentechnisch veränderte Bestandteile“, sagt Christoph Then von der Gentechnik-kritischen Beratungsfirma Testbiotech. „Es ist völlig ungeklärt, wie sie zusammenwirken und welche Folgen das langfristig hat.“

Seit Jahren schon streiten sich Behörden, Ministerien und Genkritiker über die Zulassung von SmartStax. Monsanto und Dow Agroscience hatten im Jahr 2008 die Vermarktung in der EU beantragt. Damit wird SmartStax zwar nicht auf Europas Äckern angebaut, kann aber als Maissilage für Tiere oder in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen.

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA kam im Jahr 2010 in einer Studie zu dem Schluss, dass SmartStax „so sicher sei wie konventionell gezüchteter Mais und kommerzielle Varianten, wenn man sich die möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier und die Umwelt anschaut“. Die Studie wurde ein Jahr später noch einmal ergänzt, kam aber erneut zum gleichen Ergebnis: Es spreche nichts gegen eine Vermarktungsgenehmigung.

Then kritisiert vor allem die fehlenden Praxistests und spricht von „gravierenden Lücken in der Sicherheitsbewertung von SmartStax“. Zwar wurden die einzelnen Ursprungs-Genpflanzen einem 90-tägigen Fütterungstest unterzogen. SmartStax selbst wurde aber nie in Europa an Tiere im Vorfeld verfüttert, um wissenschaftlich die Folgen abzuschätzen.

Die EU-Kommission sieht darin kein Problem. Die EFSA habe keine Notwendigkeit gesehen, eine 90-tägige Fütterungsstudie zu machen, sagt ein EU-Sprecher.

Then vermutet dahinter ein erfolgreiches Lobbying der Agrarkonzerne. „Die EU-Behörden haben eine zu große Nähe zur Agrarindustrie, welche die Kosten für die Risikountersuchung möglichst gering halten will“, sagt er. Die Entscheidung der EU sei exemplarisch: Sie zeige, dass der EU-Kommission Verbraucherschutz weniger wichtig sei als die Interessen der Industrie und Monsanto zu schützen.

Ilse Aigner stimmte aus Prinzip gegen die Zulassung

In Deutschland hält SmartStax gleich drei Ministerien auf Trab: Das Verbraucherschutzministerium unter Ministerin Ilse Aigner (CSU), Philip Röslers Wirtschaftsministerium (FDP) und das Gesundheitsministerium (FDP). Die EU-Spielregeln sehen eine Zustimmung der nationalen Regierungen vor. Doch die drei Minister konnten sich nicht auf eine gemeinsame Position einigen.

Das Verbraucherschutzministerium hatte gegen die Zulassung votiert. Gerade in Aigners Heimatland Bayern ist Gentechnik verpönt. Aigner will, so sieht es auch der Koalitionsvertrag vor, den Bundesländern ermöglichen, eigene Mindestabstände für Äcker mit Genpflanzen zu konventionellen Feldern durchsetzen. Solange die Bundesregierung sich nicht auf  diese sogenannte Flexibilisierung einigen kann, stimmt das Verbraucherschutzministerium in Gentechnikfragen auf EU-Ebene aus Prinzip mit Nein – eine „politischen Entscheidung“ nennt der Sprecher daher das Aigner-Nein.

FPD-Ministerien stimmten für Zulassung

Anders sieht die Haltung der FDP regierten Ministerien aus, die sich dem Votum der EFSA anschlossen. Das Wirtschaftsministerium verweist in einer Stellungnahme an ZEIT ONLINE auf den Koalitionsvertrag, in dem sich Union und FDP dazu bekannt hätten, „die verantwortbaren Potenziale der Grünen Gentechnik“ nutzen zu wollen, wobei der Schutz von Mensch  und Umwelt weiterhin „das oberstes Ziel des deutschen Gentechnikrechts“ bleibe.

Der Streit führte dazu, dass sich die Bundesregierung in den zwei entscheidenden EU-Sitzungen über die Zulassung im Juni und Juli enthalten hat. In beiden Besprechungen wurde keine qualifiziert Mehrheit erreicht – weder für noch gegen eine Importzulassung. Das EU-Regelwerk sieht vor, dass die Kommission dann im Alleingang entscheidet. Dieses Votum wird nun im Sinne von Monsanto ausfallen.

Monsanto: Zulassung „im Interesse des allgemeinen Welthandels“

Das Unternehmen wollte sich gegenüber ZEIT ONLINE nicht äußern, teilte aber mit, dass die Produkte, die von verschiedenen internationalen Behörden als sicher bewertet wurden und zugelassen seien, „im Interesse des allgemeinen Welthandels auch für den Import in die EU zugelassen werden“ sollten. Die Sicherheit von Monsantos Produkten werde „durch eine riesige Datenmenge und einer Vielzahl an Studien belegt“.

In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen inzwischen Standard, nach Angaben der Datenbank TransGen sind dort 90 Prozent der angebauten Maispflanzen manipuliert. In Europa dagegen stagniert der Anbau auf niedrigem Niveau. Insgesamt sind zurzeit rund 30 manipulierte Maissorten für die Verarbeitung zu Lebens- und Futtermittel zugelassen. Aber nur der Monsanto-Mais Mon810 und die BASF-Kartoffel Amflora dürfen auch angebaut werden. Wegen breiter Proteste hatte BASF 2012 die Vermarktung von Amflora eingestellt. In Deutschland und Frankreich ist zudem der Anbau von Mon810 wegen Sicherheitsbedenken verboten.

Hinweis: In der ursprünglichen Fassung stand, dass die Genkartoffel Amflora von Bayer entwickelt wurde. Dies ist falsch und wurde korrigiert: Amflora wurde von BASF entwickelt. (muk)

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-08/smartstax-eu-monsanto

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06.08.2013

KENIA VERBIETET ALLE GENMANIPULIERTEN LEBENSMITTEL- PER SOFORT!

Kenia macht es vor! Die kenianische Regierung hat den Import von Gentechnik-Lebensmitteln mit sofortiger Wirkung untersagt. Das teilte Gesundheitministerin Beth Mugo auf einer Pressekonferenz mit. Das Verbot gelte, bis die nötigen wissenschaftlichen Erkenntnisse bereit stünden, die Sicherheit von gentechnisch veränderten Organismen zu bewerten. Zu diesem Zweck gab das Kabinett beim medizinischen Forschungsinstitut Kenias eine Studie in Auftrag.

Wenn es Zweifel und Ungewissheiten an der Sicherheit von Lebensmittelprodukten gibt, müssen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen“, erklärte Mugo. Sie bezog sich dabei auf die erneute Debatte über die Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel, die in Europa durch eine Langzeitstudie an Ratten ausgelöst wurde. Die Ministerin drohte mit Sanktionen bei Verstößen gegen das Importverbot.

Zusätzlich forderte Sie alle zuständigen Stellen auf, dafür Sorge zu tragen, dass das Verbot der Einfuhr von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in Kenia durchgesetzt wird. Außerdem  sollen alle Dokumente von Lebensmittel- Importe überprüfen werden , um festzustellen, dass diese mit GVO-frei zertifiziert sind. Gegen die, die gegen diese Richtlinien verstoßen, droht Mugo mit rechtlichen Schritte.

Laut Reuters  sind die afrikanischen Länder bemüht, die Ernteerträge zu verbessern, den Hunger zu reduzieren und haben mit den  Schutzvorkehrungen vor dem  Klimawandel begonnen. Ihre Einwände gegen gentechnisch veränderte Pflanzen wollen sie  jetzt noch einmal überdenken, nachdem nun auch Europas die Führungsrolle des Verbotes der genmanipulierten Lebensmittel übernommen haben.

Gemäß der African Biosafety Network of Expertise, eine afrikanische Union geführtes Netzwerk für die Regulierungsbehörden in Kamerun, lassen Ghana, Kenia, Malawi und Uganda eigene Studien mit genetisch veränderten Pflanzen durchführen.

Afrika fordert: Genfreier Kontinent!

Das ‘African Centre for Biosafety’ hat die Afrikanische Union aufgefordert, gentechnische veränderte Lebensmittel zu verbieten.

Laut ACB werden genmanipulierte Organismen (GMO) die Ernährung auf dem schwarzen Kontinent nicht dauerhaft sichern. Das Zentrum hat sich hinter den Aufruf der afrikanischen Zivilgesellschaft gestellt, die für Südafrika und die gesamte Region ein Genmaisverbot fordert. Es sammelt Online-Unterschriften, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen. Bisher haben die Petition 656 Menschen unterschrieben, darunter auch die Mitarbeiter von 160 afrikanischen Organisationen.

Wir haben im Oktober einen offenen Brief an unseren Agrarminister geschickt und ihn darin aufgefordert, Genmais aus Südafrika zu verbannen”, berichtet Haidee Swanby vom ACB. “Wir in Südafrika pflanzen, importieren und exportieren GM-Saatgut bereits seit 14 Jahren, ohne dass unsere Ernährung gesichert wäre. Vielmehr hat sich ein Sack Maismehl aufgrund der hohen internationalen Preise und der extensiven Verwendung von Mais für die Biotreibstoffproduktion um 84 Prozent im Vergleich von vor vier bis fünf Jahren verteuert.”

Unterstützt wird die ACB-Forderung nach einem genfreien Afrika von der internationalen Umweltorganisation ‘Friends of the Earth‘, die sich ebenfalls für einen genfreien Kontinent einsetzt. Neben Genmais werden in Südafrika auch unkrautresistentes Gensoja sowie insekten- und unkrautresistente Genbaumwolle angebaut.

Wie der Koordinator von Friends of the Earth Nnimmo Bassey, gegenüber IPS erklärte, halten die GMOs bei weitem nicht das, was die Biotechnologieindustrie versprochen hat. Der Hunger in Afrika werde von diesen Unternehmen gern als Argument verwendet, um die afrikanische Landwirtschaft zu kontaminieren und die genetische Vielfalt des Kontinents zu zerstören.

Bassey zufolge sind Gennahrungsmittel weder besonders nahrhaft noch bringen sie bessere Erträge hervor. Auch seien sie nicht sparsamer, was die Verwendung von Pestiziden und Herbiziden angehe, und somit sehr wohl eine Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Aktuelle Infos von African Centre for Biosafety finden Sie hier: African Centre for Biosafety 

Wir sagen Bravo! und bedanken uns bei den Regierungen, denen die Gesundheit ihrer Bevölkerung am Herzen liegt. Netzfrau Doro Schreier

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2qV75NOjsuY

http://netzfrauen.org/2013/08/06/kenia-verbietet-alle-genmanipulierte-lebensmittel/

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05.07.2013

Kehrtwende: Der EU-Kommission wird Monsanto unheimlich

Die EU-Kommission will nun endlich eine Langzeit-Studie zu genmanipuliertem Mais von Monsanto durchführen. Das könnte einen Richtungswechsel in der Bewertung der umstrittenen Gen-Pflanzen bedeuten. Der breite öffentliche Widerstand scheint Wirkung zu zeigen.

Die EU-Kommission will erstmals eine Langzeitstudie zu den gesundheitlichen Folgen gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) durchführen lassen. Über zwei Jahre hinweg sollen etwaige Veränderungen bei Tieren beobachtet werden, die mit einer Mais-Sorte des Biotechnologie-Konzerns Monsanto gefüttert werden.

Für die frühestens im Jahr 2014 beginnende Fütterungsstudie stehen drei Millionen Euro bereit, berichtet der Informationsdienst Gentechnik. Es soll festgestellt werden, ob Ratten häufiger an Krebs erkranken, wenn sie mit dem gentechnisch veränderten Mais NK603 gefüttert werden. Die Pflanze enthält Gene, die sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat – besser bekannt unter der Monsanto-Marke „Roundup“ – unempfindlich machen.

Forscher können bis Oktober ihre Konzepte einreichen, im November will die Kommission dann den Auftrag für die Studie vergeben. Eine entsprechende Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht.

Bislang verlangt die Kommission im Zulassungsverfahren von GVOs keine Langzeit-Untersuchungen. Eine ähnliche Studie zum Monsanto-Mais NK603 sorgte bereits im vergangenen Herbst für großes Aufsehen. Französische Wissenschaftler hatten Ergebnisse ihrer zweijährigen Untersuchung präsentiert, wonach die Gentechnik-Pflanze bei der Fütterung von Ratten zu Krebs führt. Was folgte war eine Welle an Vorwürfen, wonach die Studie unter nicht wissenschaftlichen Methoden erstellt worden sei. Auch die EU-Kommission und nationale Behörden schlossen sich dieser Einschätzung der Agrarindustrie an. Es bestehe kein Bedarf, die Sicherheit von NK603 erneut zu prüfen, hieß es damals noch. Ähnliche Reaktionen rief eine kürzlich veröffentlichte Fütterungs-Studie über gesundheitliche Schäden bei Schweinen hervor (hier).

Zwar ist fraglich, ob die nun ausgeschriebene Forschungsarbeit frei von Beeinflussung durch Konzern-Interessen erfolgen wird. Eine Meinungsänderung bei den Zulassungsbehörden ist jedoch durchaus absehbar. Sie dürfte auch auf den öffentlichen Druck zurückzuführen sein, der sich jüngst gegen die Ausbreitung der Gentechnik formierte. Ende Mai wurde bei einem weltweiten Protesttag gegen Monsanto und seine Geschäftspraktiken demonstriert (hier).

Trotz des Widerstandes bei den europäischen Konsumenten sind bei den EU-Behörden aber noch immer mehrere Zulassungs-Verfahren für Genpflanzen anhängig. Dementsprechend finden Umweltschützer wie die britische GM Watch auch warnende Worte: Es sei begrüßenswert, wenn nun von offizieller Seite eine Langzeitstudie finanziert wird. Diese müsse aber gut angelegt sein. Risiken dürften nicht mit statistischen Tricks kleingerechnet werden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/05/kehrtwende-der-eu-kommission-wird-monsanto-unheimlich/

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07.06.2013

Weizenkrieg – US-Bauern drehen jetzt den Spieß gegen Monsanto um

Reuters meldet gerade, dass einige Weizenbauern am Donnerstag in den USA zusammen mit dem Center for Food Safety Monsanto verklagt haben. Eine Petition auf Zulassung einer Sammleklage, an der sich andere Bauern der USA beteiligen können, wurde bei einem Bezirksgericht in Washington eingereicht.

Die Begründung: Der Biotech-Konzern soll es versäumt haben, die Bauern und deren Ernten gegen die Verunreinigung mit nicht genehmigtem gen-veränderten Saatgut zu schützen.

Das bezieht sich auf die Entdeckung einer bislang nicht genehmigten Sorte, über die an dieser Stelle vor einer Woche berichtet wurde. Japan stoppte daraufhin seine Weizenimporte aus den USA, die EU, Südkorea und die Philippinen verschärften die Einuhr-Kontrollen. Asien kauft 30-40% des weltweit gehandelten Weizens.

Der Bauer Tom Stahl von Clarmar Farms Inc., und das Center for Food Safety machen geltend, dass niedrigere Weizenpreise aufgrund der Reaktionen in Abnehmerländern der USA sie geschädigt haben. Schon am Montag hatte ein Weizenbauer in Kansas eine ähnliche Klage eingereicht. Dabei ging es ebenfalls um finanzielle Schäden aus der Entdeckung einer ungenehmigten Gen-Sorte, von der Monsanto sagt, es habe vor neun Jahren Tests damit eingestellt.

Das U.S. Department of Agriculture hatte am 29. Mai gemeldet, ein Weizenbauer in Oregon habe experimentellen Weizen von Monsanto auf seinem Anwesen entdeckt. Für die USA stehen möglicherweise größere Exporterlöse auf dem Spiel, für eine unbekannte Zahl von Bauern im schlimmsten Fall die Existenz. Die Monsanto-Aktie ist seit Jahresbeginn 2,9% im Plus, in den vergangenen 5 Handelstagen hat sie 4,7% verloren. Das entspricht einer Reduzierung der Börsenkapitalisierung um 2,6 Mrd. Dollar.

http://blog.markusgaertner.com/2013/06/07/weizenkrieg-us-bauern-drehen-jetzt-den-spies-gegen-monsanto-um/

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31.05.2013

Monsanto gibt Kampf für Gen-Pflanzen in EU auf

Der US-Konzern hat jahrelang um die Zulassung neuer Gen-Pflanzen in Europa gekämpft. Nun gibt Monsanto seine Bemühungen nach heftigen Widerständen auf. Es sei kontraproduktiv, gegen Windmühlen zu kämpfen, hieß es.

Der US-Agrarkonzern Monsanto gibt den Kampf für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa auf. „Wir machen keine Lobbyarbeit mehr für den Anbau in Europa“, sagte der Sprecher von Monsanto Europa, Brandon Mitchener, der Berliner „tageszeitung“ vom Samstag. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wollte die „unternehmerische Entscheidung“ nicht kommentieren. Derzeit plane sein Unternehmen auch nicht, die Zulassung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen zu beantragen, sagte der Sprecher weiter. Auch wolle Monsanto auf neue Feldversuche mit Saatgut von Genpflanzen verzichten.

Wir haben verstanden, dass das im Moment nicht die breite Akzeptanz hat“, sagte die Sprecherin von Monsanto Deutschland, Ursula Lüttmer-Ouazane, der Zeitung. Monsanto sei über die Jahre in Europa nicht weitergekommen. „Es ist kontraproduktiv, gegen Windmühlen zu kämpfen.“

Es handelt sich um eine unternehmerische Entscheidung, die wir nicht zu kommentieren haben“, erklärte der Sprecher des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Holger Eichele. Es sei bekannt, dass sein Ministerium der Gentechnik kritisch gegenüberstehe. „Für die Landwirtschaft in Europa haben sich die Heilsversprechen bisher nicht erfüllt.“ Dasselbe gelte für Entwicklungs- und Schwellenländer. Für die Bauern dort sei nicht die Gentechnik, sondern der Zugang zu Land, Technik sowie guten Transport- und Vertriebswegen entscheidend.

In der Europäischen Union sind der Genmais MON810 von Monsanto und die Kartoffel Amflora des deutschen Unternehmens BASF für den Anbau zugelassen. Weitere Genpflanzen sind zur Verarbeitung in Futter- und Lebensmitteln erlaubt.

Die Widerstände gegen den Anbau von Genpflanzen sind in der EU jedoch groß. BASF hatte daher im Januar angekündigt, sich nicht mehr um die Zulassung weiterer Genkartoffeln zu bemühen. Amflora war 2010 nach einem 13-jährigen Verfahren in der EU für den Anbau zugelassen worden. Wegen starker Proteste wird sie aber kaum angebaut. Deutschland und sieben weitere EU-Länder haben den Anbau der Pflanze auf ihrem Gebiet verboten.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/wegen-widerstands-monsanto-gibt-kampf-fuer-gen-pflanzen-in-eu-auf/8281930.html

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29.05.2013

Blackwater: Monsanto setzt gefürchteten Sicherheits-Dienst auf Aktivisten an

Zwei Tochterunternehmen der umstrittenen US-Sicherheitsfirma Blackwater sollen Aufträge von Monsanto erhalten haben. Für den Agrar-Riesen sollen sie Erkenntnisse über Genfood-Kritiker gesammelt und die Protest-Bewegung infiltriert haben.

Die private Sicherheitsfirma Blackwater wurde im Zusammenhang mit Übergriffen auf Zivilisten während des Irak-Kriegs bekannt. Ein Blogger in den USA hat nun aufgedeckt, das auch der Saatgut-Konzern Monsanto die Dienste des Privat-Militärs in Anspruch nimmt, berichtet NaturalNews.

Um die ehemalige Blackwater USA wurde demnach ein weitläufiges Netzwerk mit mehr als 30 Briefkastenfirmen und Tochtergesellschaften errichtet. Somit konnten trotz Enthüllung der Irak-Vergehen auch weiterhin millionenschwere Aufträge der US-Regierung an Land gezogen werden.

Eine dieser Tochtergesellschaften, Total Intelligence, stand zwischen 2008 und 2010 im Auftrag von Monsanto. Für den Agrar-Konzern sollte sie Aktivisten ausspionieren, die gegen genmanipulierte Kulturen und die Geschäftspraktiken der Firma protestierten.

Jeremy Scahill schrieb dazu in The Nation:

Unternehmen im Umfeld der privaten Sicherheitsfirma Blackwater leisteten Überwachungs-, Ausbildungs- und Sicherheits-Dienstleistungen für die US-und ausländische Regierungen sowie mehrere multinationale Konzerne, darunter Monsanto, Chevron, die Walt Disney Company, Royal Caribbean Cruise Lines und Großbanken wie die Deutsche Bank und Barclays. Das geht aus Unterlagen hervor, die The Nation vorliegen. Abgewickelt wurden die Aufträge von Unternehmen und Regierungsbehörden über zwei Unternehmen, die Blackwater-Gründer und -Inhaber Erik Prince gehören: Total Intelligence Solutions und Terrorism Research Center (TRC). Prince wird in firmeninternen Unterlagen als Vorsitzender beider Unternehmen geführt. Die Dokumente zeigen, wie das Unternehmens-Netzwerk als hochgradig koordinierter Betrieb funktioniert.”

Laut NaturalNews räumte ein Sprecher von Monsanto ein, dass der Agrar-Riese die Firma Total Intelligence beauftragte, Informationen zu beschaffen

„… über die Aktivitäten von Gruppen oder Einzelpersonen, die eine Gefahr für die Mitarbeiter des Unternehmens oder für Operationen auf der ganzen Welt darstellen könnten, mittels Überwachung lokaler Medienberichte und anderen öffentlich zugänglichen Informationen. Die Sachverhalte reichen von Informationen über terroristische Vorfälle in Asien und Entführungen in Zentralamerika bis zur Überwachung des Inhalts der Aktivisten-Blogs und Webseiten.

Zu einem brisanteren Detail aus der Recherche Scahills äußerte sich der Sprecher nicht: Nach den Scahill vorliegenden Dokumenten sei Monsanto bereit gewesen, eine beträchtliche Summe (bis zu 500.000 Dollar) für Blackwater-Agenten zu zahlen, um Anti-Monsanto-Initiativen zu infiltrieren.

Während des Irak-Krieges waren Mitglieder der Söldnertruppe, die dort im Auftrag der US-Armee tätig war, in unberechtigte Angriffe und Übergriffe auf die Zivilbevölkerung beteiligt. Nach Bekanntwerden der Vorfälle wurde die Firma in Academi umbenannt. Academi ist heute als privates Militär-Unternehmen Vertragspartner des US-Außenministeriums, und damit eine von drei.

Neben den aktuellen Vorwürfen werden Monsanto zahlreiche andere aggressive Vorgehensweisen angelastet (hier). Am vergangenen Samstag wurde weltweit gegen das Unternehmen und genveränderte Organismen demonstriert, so auch in mehreren deutschen Städten (hier).

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/29/blackwater-monsanto-setzt-gefuerchteten-sicherheits-dienst-auf-aktivisten-an/

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15.05.2013

Unterstützung von ganz oben: US-Außenministerium hilft Monsanto

Ein Viertel des Saatgutmarkts, Branchenprimus bei Gentechnik, Milliardengewinne – alles aus eigener Kraft? Wohl kaum. Der Agrar-Konzern Monsanto kann sich auf offizielle Schützenhilfe verlassen. Das Außenministerium der Vereinigten Staaten unterstützte das Unternehmen – und seine US-Konkurrenten DuPont und Dow – in den letzten Jahren systematisch, wie von Wikileaks enthüllte Diplomatendepeschen zeigen. Diese wurden von der Organisation Food and Water Watch jetzt umfassend ausgewertet.

Dass die US-Regierungen ihre heimischen Konzerne großzügig fördern, ist nichts Neues. Vereinzelt war auch schon über die Einflussnahme zugunsten der Gentech-Industrie berichtet worden, nachdem die Enthüllungsplattform Wikileaks im Jahr 2010 über 250.000 Diplomaten-Mitteilungen veröffentlicht hatte. Wie weit die Hilfen für die Branche aber gehen, zeigt jetzt erstmals ein gestern vorgestellter Bericht von Food and Water Watch. Die Organisation hat über 900 Depeschen von US-Diplomaten in 113 Ländern unter die Lupe genommen. Sie stammen aus den Jahren 2005 bis 2009. Damals war Condoleezza Rice die zuständige Ministerin der Bush-Administration. Auch unter Präsident Obama hat sich die Praxis nach Einschätzung von Food and Water Watch allerdings kaum geändert.

Jedes Jahr verschickte das Außenministerium konkrete Anweisungen an seine Botschaften. Diese sollten in den jeweiligen Ländern eine „aktive Biotech-Agenda“ verfolgen. Insbesondere Wissenschaftler und Journalisten sollten so erreicht werden. Die Botschaften richteten Werbe-Veranstaltungen aus oder luden eigens ausgewählte Medienvertreter zu Pressegesprächen über Biotechnologie ein. In Hong-Kong schickte das Konsulat sogar DVDs mit pro-Gentechnik-Videos an alle High Schools. Ausländische „Meinungsmacher“ wurden identifiziert und in die USA eingeladen, damit sie sich vor Ort ein Bild von den vermeintlichen Segnungen des Gentech-Landwirtschaft machen konnten.

Die Diplomaten sollten Monsanto und Co aber auch direkt den Weg in fremde Märkte ebnen, rechtliche Hürden beiseite räumen. „Vor allem in Entwicklungsländern“ beackerten die US-Offiziellen nationale Regierungsbeamte. Diese sollten Importbeschränkungen für transgene Pflanzen aufheben und gentechnik-freundliche Gesetze erarbeiten. Dabei bedienten sich die Diplomaten denselben Argumenten wie die Agrar-Industrie selbst: ein Viertel der Depeschen erwähnte die vermeintlichen wirtschaftlichen Vorteile der Biotech-Pflanzen wie angeblich höhere Erträge. Positive Umweltauswirkungen wurden in einem Drittel der Mitteilungen betont – entgegen den Ergebnissen verschiedener Studien wurde beispielsweise geringerer Pestizidverbrauch als Verkaufsschlager ins Feld geführt.

Doch nicht nur in Kenia oder Nigeria legten sich die offiziellen Lobbyisten für die Risikotechnologie ins Zeug. In München „versprach“ das US-Konsulat dem Gentech-Konzern Monsanto, sich bei den bayerischen Beamten für eine „unparteiische“ Behandlung seiner Produkte einzusetzen. Und in Spanien fragten die Botschaftsmitarbeiter 2009 nach hochrangiger Hilfe aus ihrem Außenministerium, um den Widerstand gegen die gentechnisch veränderten Pflanzen zu entkräften – aufgrund der „dringenden Bitten“ Monsantos. Spanien ist das einzige EU-Land, in dem transgener Mais in nennenswertem Umfang angebaut wird.

Die bevorstehenden Verhandlungen zwischen EU und USA über ein Freihandelsabkommen könnten durch die Enthüllungen verkompliziert werden. Der Agrar-Sektor ist schon jetzt das heiße Eisen: Washington will freien Zugang für die Produkte seiner Gentech-Unternehmen, Frankreich und andere EU-Staaten wollen ihre hochsubventionierte Landwirtschaft schützen. Die Geschäftsführerin von Food and Water Watch, Wenonah Hauter, warnt: „Die US-Regierung verhandelt hinter verschlossenen Türen über wichtige Handelsabkommen mit Europa und anderen Ländern im pazifischen Raum, die skeptische und unwillige Länder zwingen würden, Biotech-Importe zu akzeptieren, Biotech-Pflanzen zu vermarkten und Kennzeichnungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln zu verhindern. Dieser Irrsinn muss aufhören. Die US-Regierung sollte kein Helfershelfer der größten Biotech-Saatgut-Konzerne sein.“ [dh]

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/27503.html

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14.05.2013

Monsanto gewinnt Patentstreit vor dem Supreme Court

Patentiertes Saatgut, das sich angeblich nicht spontan repliziert, darf nicht ohne Genehmigung wieder eingepflanzt werden

Normalerweise müssen Landwirte, die von Monsanto genverändertes Saatgut kaufen, eine Erklärung unterzeichnen, dass sie die von Pflanzen geernteten Samen nicht erneut anpflanzen, sondern neues Saatgut kaufen. Der Landwirt Bowman in den USA hat dies zwar für seine Hauptaussaat von Monsanto-Sojabohnen, die gegen das Herbizid Roundup resistent sind, gemacht, aber für die zweite Aussaat im Herbst Samen von einem lokalen Getreidehändler gekauft, der auch die Ernte von Bauern übernimmt, die aus Monsanto-Saatgut gezüchtet wurde. Das Saatgut ist billiger, weil es eigentlich für die Tierzucht gedacht ist. Monsanto hatte eine Verletzung des Patentschutzes geltend gemacht, der Landwirt ging davon aus, dass der Patentschutz bereits ausgelaufen ist, zumal er beim Kauf keinen Vertrag mit Monsanto abgeschlossen hat.

Für Monsanto stand auf dem Spiel, dass sein patentiertes Saatgut, das sich selbst reproduziert, nicht endlos geschützt ist, die Gegenseite argumentierte, dass dadurch die lange bewährte Tradition von Bauern untergraben würde, einen Teil der Ernte aus legal erworbenem Saatgut wieder zur erneuten Aussaat zu verwenden. Der Streit ging um den so genannten Erschöpfungsgrundsatz für ein Patent bei biologischen Produkten, die sich selbst reproduzieren, und um die Frage, inwiefern bei biologischen Produkten Dritten Restriktionen auferlegt werden können. Das hat nicht nur Bedeutung für genveränderte Nutzpflanzen, sonder etwa auch für Zelllinien, Impfstoffe und andere biologische, technisch veränderte und patentierbare Produkte (Wann erlischt ein Patent auf sich reproduzierende Organismen?).

Der Fall ging durch die Instanzen bis zum Obersten Gericht, wobei sich das US-Justizministerium hinter Monsanto stellte. Der Konzern und die US-Regierung führten bei einer Ablehnung der Klage schwere Schäden für die US-dominierte Biotech-Branche an. Das Oberste Gericht machte nun einstimmig klar, dass Landwirte nicht die patentierten Sojabohnen zur erneuten Aussaat verwenden können, ohne dem Konzern dafür Gebühren zu zahlen.

Allerdings schrieb Richterin Elena Kagan im Urteil, dass dieses nur den konkreten Fall betreffen würde. Man sei sich im Klaren, dass „solche Erfindungen immer mehr, komplexer und verschiedenartiger“ würde: „In einem anderen Fall könnte die Selbstreplikation des Produkts außerhalb der Kontrolle des Käufers stattfinden. Oder es könnte ein notwendiger, aber sekundärer Schritt zum Gebrauch des Produkts für einen anderen Zweck sein.“

Das Hauptargument scheint gewesen zu sein, dass der Landwirt nach dem Patent-Erschöpfungsgrundsatz das vom Getreidehändler erworbene Saatgut hätte weiter verkaufen oder es als Tierfutter oder zur eigenen Ernährung verwenden können: „Aber der Erschöpfungsgrundsatz erlaubt es Bowman nicht, zusätzliche patentierte Sojabohnen ohne Monsantos Genehmigung herzustellen“, so die Richterin. Damit würde der Wert des Patents zerstört. Der Erschöpfungsgrundsatz sei nur auf das verkaufte Produkt anzuwenden, weil es sonst zwischen Erfindung und Belohnung ein Missverhältnis einträte. Wenn Kopieren möglich wäre, dann würde „ein Patent an Wert nach dem ersten Verkauf eines Produkte, das die Erfindung enthält, verlieren“.

Bowman hatte auch geltend gemacht, dass die Sojabohnen sich ganz natürlich fortpflanzen würden, wenn sie nicht unter bestimmten Bedingungen gelagert werden. Nicht er, sondern die gepflanzte Sojabohne würde also neue Samen erzeugen. Das Argument wies Kagan zurück, weil damit die Sojabohnen verantwortlich gemacht würden. Bowman sei aber „kein passiver Beobachter der Vermehrung seiner Sojabohnen“, die Samen, die er gekauft hatte, würden nicht „spontan“ weitere Sojabohnen schaffen. Bowman habe die Reproduktion von Monsantos Erfindung bis zur achten Generation kontrolliert.

Das Argument ist natürlich verwegen, schließlich besteht Monsantos Erfindung nur in der Einfügung eines Gens in eine Pflanze, bei der manche Eigenschaften von vielen Generationen durch Züchtung verändert wurden, aber nicht der Reproduktionsprozess selbst. So wird also geistiges Eigentum schnell zur Aufrechterhaltung des Profits von Konzernen auf „fremde“ Erfindungen ausgeweitet, die selbst nur ausgenutzt werden. Aus dieser Perspektive ist das Urteil ein weiterer Schritt der Inbesitznahme von öffentlichen Ressourcen oder Prozessen, die niemand erfunden hat, auf die aber das Leben und die Menschen angewiesen sind.

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39122/1.html

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05.05.2013

Lebensmittel: Wie Monsanto heimlich die EU unterwandert

Was die Europäer essen, dürfte in Zukunft entscheidend vom Saatgut-Konzern Monsanto bestimmt werden. In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Den Bürgern bleiben die Vorgänge verborgen – bis es womöglich zu spät ist.

Der Widerstand der Bürger Europas gegen die geplante Saatgut-Verordnung der EU ist massiv und hat die EU sichtlich überrascht. Umweltschützer und Vertreter kleinbäuerlicher Strukturen versuchen, zu verhindern, dass künftig jeder Einsatz von Sorten für Obst und Gemüse in Europa einer Regulierung durch Brüssel unterliegt (hier).

Die EU-Kommission wird kommende Woche eine entsprechende Verordnung präsentieren und versucht im Vorfeld, die Wogen zu glätten (hier).

Doch tatsächlich kann nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten keine Entwarnung gegeben werden. Vor allem Kleingärntner müssen fürchten, dass sie vollends dem wirtschaftlichen Diktat einiger weniger Großkonzerne unterworfen werden. Wenn es sich für den Handel wegen erheblicher administrativer Hürden und zusätzlichen Kosten mittelfristig unattraktiv wird, noch andere Sorte als jene von den großen Playern vertriebene zu verkaufen, dann ist die Artenvielfalt in der Ernährung in Europa weiter bedroht. Schon heute sind etwa 90 Prozent der Arten, die es im Saatgut noch vor hundert Jahren gab, ausgerottet.

Dann sind am Ende auch die Privatpersonen betroffen: Wenn die EU nun behauptet, dass Privatleute anbauen können, was sie wollen, ist das wohlfeil: Wenn man nur die von einem Oligopol verkauften Sorten erwerben kann, hat die Vielfalt zwangsläufig ein Ende.

Denn Vereinheitlichung entsteht nur teilweise durch Regeln. Sie vollzieht sich zu einem viel stärkeren Maß durch wirtschaftlichen Druck.

Der bereits seit längerem vorliegende inoffizielle Entwurf wird am 6.Mai ohne große Änderungen als endgültiger Gesetzesentwurf eingebracht werden, erfuhren die DWN aus der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Sowohl im Bundeslandwirtschafts-Ministerium als auch in Österreich will man den Entwurf abwarten, bevor man über inhaltliche Änderungen sprechen könne.

Umweltschützer raten jedoch, dass der neue Entwurf im Kontext der Entwicklung am Lebensmittel-Markt gesehen werden müsse.

Der Text auf einem Blatt Papier ist das eine.

Es kommt auf die politische Umsetzung an. Und es kommt darauf an, wer eigentlich der Stärkere ist in diesem ungleichen Kampf.

Sind es die Bürger, die darüber entscheiden können, wie sie sich ernähren wollen?

Oder sind es die großen Konzerne, die die Bürger als Kunden sehen, denen man eine Ware verkaufen kann, mit maximalem Profit?

Durch die komplexen EU-Strukturen wird den Bürgern kaum eine Möglichkeit geboten, an den Entscheidungs-Prozessen teilzuhaben. Meist wissen sie nicht einmal, wer letzten Endes für die Gesetze und deren verwaltungstechnische Umsetzung zuständig ist.

Trends erkennen die Bürger meist erst, wenn es zu spät ist.

Es gibt keine Transparenz.

Transparenz ist nicht erwünscht.

Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die EU gerne Gesetze wörtlich so beschließt, wie die Lobbyisten die ihnen vorlegen. So unterhalten US-Konzerne im Internet-Bereich eine eigene Stiftung, die ihnen den Zugang zu Abgeordneten sicherstellt. Neben Daniel Cohn-Bendit sitzen in der Stiftung faktisch Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien (mehr zu dieser seltsamen Veranstaltung – hier).

Und was im Internet gilt, gilt in der traditionell von Lobby-Interessen geprägten Landwirtschaft erst recht.

Ein näherer Blick zeigt, dass die Chancen der Bürger schlecht stehen.

Die Saatgut- und Lebensmittelkonzerne dagegen sind in Brüssel seit Jahren fest verankert.

Sie kennen die Gesetze, weil sie sie machen. Sie erstellen Studien, die beweisen sollen, ob ihre genmanipulierten Produkte schädlich sind oder nicht.

Sie gehen in allen wichtigen Büros ein und aus.

Und sie wechseln die Seiten, wann immer es ihnen opportun erscheint.

Vor allem auf einen Namen stoßen wir immer wieder.

Monsanto.

Das überrascht nicht. Dennoch ist es bemerkenswert, wie weit die Saatgut-Lobby in den inneren Kern der Gesetzgebung vorgestoßen ist.

Die Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln sind gleich in mehreren schlagkräftigen Netzwerken organisier. Die wichtigsten sind die European Seed Association und über EuropaBio, zwei besonders ressourcenstarke Lobby-Gruppen.

Bevor es überhaupt zur Formulierung von Gesetzes-Vorschlägen durch die Kommission kommt, nehmen die Interessenvertreter Einfluss. Oft werden neue Gesetzesinitiativen überhaupt erst aufgrund der geäußerten Wünsche an die  Generaldirektionen hin eingeleitet. „Die Agrochemie-Lobby ist eine der stärksten in Brüssel. Ihr Vorgehen ist teilweise sehr aggressiv“, sagt dazu Nina Katzemich von LobbyControl den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Die personellen Wechselspiele zwischen Biotech-Konzernen und der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zeigen, wie eng private und amtliche Organisationen miteinander verbunden sind. Die EFSA ist die höchste Stelle innerhalb der EU, die Lebensmittel-Risiken bewertet und kontrolliert. Vereine wie Corporate Europe Observatory und LobbyControl brachten in Zusammenarbeit mit anderen NGO´s in den vergangenen Jahren mehrere Fälle an die Öffentlichkeit, in nahe hochrangige Mitarbeiter der EU der Industrie stehen:

Harry Kuiper leitete fast zehn Jahre lang das Expertengremium für Gentechnik bei der EFSA. Während dieser Zeit arbeitete er eng mit dem International Life Science Institute (ILSI) zusammen. Dieses wird laut Angaben auf deren eigener Homepage von der Chemie-Industrie und Lebensmittelkonzernen wie Coca-Cola, Danone, Kraft, Unilever, Nestlé oder McDonalds finanziert. Hersteller wie Monsanto, Dupont, DowAgroSciences, Syngenta und Bayer kooperieren über diese Plattform für Projekte, die zu einer vereinfachten Marktzulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen führen sollen.

Diana Bánáti, war bis Mai 2012 Vorsitzende des EFSA-Verwaltungsrates, welcher für die Besetzung genau solcher wissenschaftlicher Panels wie dem Expertengremium für Gentechnik zuständig ist. Gleichzeitig war sie Vorstandsmitglied beim genannten ILSI. Erst nach lauter Kritik aus dem Europaparlament und der Zivilgesellschaft trat sie 2010 von ihrem ILSI-Posten zurück. Im Mai 2012 überlegte Bánáti es sich allerdings wieder anders und trat als EFSA-Vorsitzende zurück, um sich wieder ganz ihrer Arbeit beim ILSI widmen zu können. Ihr doppelter Rollentausch kann damit als Paradebeispiel für Seitenwechsler bezeichnet werden.

Suzy Renckens leitete von 2003 bis 2008 die Gentechnikabteilung der EFSA, die für die Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen zuständig ist. Unmittelbar nach ihrem Ausscheiden bei der Behörde wechselte sie als Lobbyistin zum Konzern Syngenta mit Sitz in Basel. Für Syngenta nahm Frau Renckens an mehreren Treffen mit der EFSA teil, heißt es in einer entsprechenden Anfragebeantwortung des Europäischen Ombudsmannes an die NGO Textbiotech.

Albert Flynn, der Vorsitzende des Gremiums für Ernährung, arbeitete für den US-Hersteller Kraft arbeitete, wie die Süddeutsche Zeitung aufdeckte. Unter seiner Verantwortung wurde eine Entscheidung über die Zulassung mehrerer umstrittener Getreideprodukte zugunsten von Kraft entschieden. Die Recherche der SZ ergab noch andere direkte Verbindungen: So war etwa EFSA-Verwaltungsrat Jiri Ruprich bis März 2011 für Danone in der Tschechischen Republik tätig. Gremienmitglied Carlo Agostoni wird seit 2000 von Konzernen wie Nestlé, Danone, Heinz, Hipp, Humana und Mead Johnson als Redner bei Konferenzen bezahlt.

Im März 2010 hatte die EU-Kommission die gentechnisch veränderte Kartoffel-Sorte „Amflora“ nach massiver Lobbyarbeit von BASF zugelassen. Vorausgegangen war 2009 eine umstrittene Stellungnahme der EFSA zur Nutzung von Antibiotika-Resistenzgenen in gentechnisch veränderten Organismen (GMO). Mehr als die Hälfte der unterzeichnenden Mitglieder des zuständigen EFSA-Panels zu GMO hatten Interessenkonflikte nach der Definition der OECD, heißt es in einer Studie von Corporate Europe Observatory. Diese Konflikte umfassen die Annahme von Fördergeldern der Gentechnik-Industrie, die Mitgliedschaft oder Mitarbeit in Pro-Gentechnik-Verbänden und das Schreiben oder Besprechen von Industrie-gesponserten Publikationen.

Die EU-Kommission ging 2012s sogar so weit, eine Cheflobbyistin der europäischen Lebensmittelindustrie und ehemalige Monsanto-Mitarbeiterin als neues Mitglied des Verwaltungsrates der EFSA vorzuschlagen. Mella Frewen ist seit 2007 Vorsitzende des Industrieverbandes FoodDrinkEurope. Nach heftigen Protesten lehnten EU-Parlament und Staatenvertreter ihre Nominierung schließlich ab.

Die EFSA hatte sich erst im März neue Vereinbarkeitsregeln gegeben, nachdem Kontroversen um die Unabhängigkeit wie diese in den vergangenen Jahren vermehrt an die Öffentlichkeit drangen.

Der Europäische Rechnungshof hatte davor die Interessenkonflikte scharf kritisiert. Das EU-Parlament macht ebenfalls Druck für mehr Unabhängigkeit innerhalb der EFSA. Bei einer Abstimmung im Haushaltsausschuss im März 2012 sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten gegen eine Genehmigung des Haushalts der Behörde aus, solange keine weiteren Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten ergriffen worden sind.

Aber nicht nur die EFSA, auch andere EU-Gremien im Lebensmittel-Bereich, werden von der Saatgut-Lobby unterwandert:

Isabelle Clément Nissou, von Frankreich als „Policy Officer on Seed and Reproductive Material“ an die Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher (DG SANS) entsendet, werden ebenfalls massive Interessenkonflikte vorgeworfen. In ihrer Position sei sie maßgeblich daran beteiligt, Entwürfe für die geplante EU-Verordnung zur Neuregelung des Saatgut-Marktes zu erarbeiten, so Corporate Europe Observatory in einem offenen Brief an die DG SANS. Clément Nissou sei im Namen von GNIS (Groupement National Interprofessionnel des Semences) tätig, einer privaten Lobby-Gruppe, die die Interessen der Saatgut-Industrie vertritt. Diese sei in Frankreich mit staatlichen Aufgaben wie der Kontrolle der Saatgut-Qualität betraut, was an sich schon problematisch wäre. Jetzt sei auch die EU-Gesetzgebung davon negativ beeinflusst.

Die DG SANS ist jene Stelle, die maßgeblich am Entwurf für die geplante Saatgut-Verordnung gearbeitet hat. Umweltschutzorganisationen machen Clément Nissou verantwortlich, dass in dem Entwurf hauptsächlich Konzerninteressen berücksichtigt würden.

Die Methoden der Industrie-Lobbyisten sind dabei vielfältig, wie die Corporate Europe Observatory aufzeigt. Exemplarisch etwa an einem ähnlich kontrovers diskutierten Thema, dem Verbot bestimmter Pestizide, die seit langem für ein erhöhtes Bienensterben verantwortlich gemacht werden (hier).

Von gesponserter Forschung über die Ausrichtung großer Tagungen um Entscheider und Lobbyisten zusammenzubringen bis zu direkten Nachbesetzungen von politischen Ämtern reichen die Vorgehensweisen der Interessenvertreter.

Vor allem im Bereich der wissenschaftlichen Studien ist die EU fest im Griff der Konzerne – und hier vor allem von Monsanto. Im Herbst 2012 sorgte eine Studie von Wissenschaftlern aus Caen für Aufsehen. Das Team um Gilles-Eric Séralini hatte herausgefunden, dass Stoffe in einer von Monsanto gentechnisch manipulierten Mais-Sorte im Langzeit-Test bei Ratten zu einer erheblich größeren Häufigkeit von aggressivem Krebs führten. Die EU hatte den Mais zugelassen. Die Zulassung beruhte auf einer anderen wissenschaftlichen Studie, die nur die Ergebnisse von 90 Tagen untersuchte. Die Studie, mit der die EU-Entscheidung wissenschaftlich belegt worden war, war im Auftrag von Monsanto erstellt worden.

Nachdem die Séralini-Studie bekannt wurde, bestritt die EU-Kommission in einer Pressemitteilung, dass die Studie wissenschaftlich sei. Wenig später wurde die Studie nach dem obligaten Procedere in einem angesehen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht.

Doch anstatt ihrer Verantwortung gerecht zu werden und zumindest eine eigene Langzeit-Studie in Auftrag zu geben, ließ die EU die Kritiker wissen, dass sie keinen Grund sehe, die Zulassung für den Gen-Mais von Monsanto zu widerrufen. Die EFSA diskreditierte statt dessen die Forschung von Séraldini und teilte mit, dass es wegen der Fehler bei Séraldini für die EU keinen Anlaß gebe, das Monsanto-Produkt in Frage zu stellen.

Der Wissenschafts-Publizist F. William Engdahl schreibt dazu, dass die „EU eindeutig unter dem Einfluss von Monsanto“ stehe und nichts anderes auf die alarmierenden Forschungsergebnisse zu antworten hatte, als „diese zu diskreditieren und zu hoffen, dass die gehorsamen Medien die Schlagzeilen der EU übernehmen und die Sache damit für abgeschlossen erklären“.

Auch in der EU gibt es demnach Hinweise auf den sogenannten „Drehtüren“-Effekt, wonach hochrangige Mitarbeiter häufig zwischen Regulierungsbehörden und betroffenen Firmen hin- und herwechseln. Bekannt ist dieses System in erster Linie aus den USA, auch dort vor allem aus der Biotech-Industrie.

Die Namen, die in den USA mit Monsanto in Verbindung gebracht werden können, lesen sich wie das Who-is-Who der amerikanischen politischen Elite: Der ehemalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld war CEO beim Nahrungsmittelkonzern Searle, verkaufte diesen an Monsanto und soll dafür 12 Millionen Dollar kassiert haben. ehemalige Chef des Supreme Court, Clarence Thomas, diente als Rechtsanwalt für Monsanto. Die ehemalige Landwirtschaftsministerin Anne Veneman saß im Aufsichtsrat eines Monsanto-Unternehmens. Der ehemalige Leiter der Staatsanwaltschaft, John Ashcroft, erhielt wie andere Gouverneure, Senatoren und Kongress-Mitglieder, hohe Spenden von Monsanto für ihre Wiederwahl. Emma Speaks hat noch weitere Zusammenhänge in den USA aufgezeigt.

Für Regulierungen im Saatgut-Bereich ist entscheidend, wer am Ende über die Feinheiten der Gesetze und deren Umsetzung in der Verwaltung entscheidet.

Der massive Einfluss, den Monsanto und die Saatgut-Lobby in Brüssel ausübt, ist für den Bürger mit freiem Auge nicht zu erkennen. Die komplexen Strukturen und verschiedenen Sprachen machen es für die Bürger faktisch unmöglich, eine wirkungsvolle Kontrolle auszuüben.

Der Blick hinter die Kulissen zeigt jedoch: Monsanto und die ganze Industrie haben die EU bereits massiv unterwandert.

Wegen der gravierenden Folgen, die das industriell hergestellte Saatgut für die Gesundheit der Bürger haben kann, ist daher jeder Schritt in Brüssel mit größtem Misstrauen zu beobachten.

Dies gilt auch für die neue Saatgut-Verordnung, die die Kommission in der kommenden Woche bekanntgeben wird.

Diese ist ein weiterer Schritt zur Durchsetzung der Konzern-Interessen aus der Lebensmittel-Industrie auf europäischer Ebene.

Monsanto will Europa erobern.

Der Konzern und seine Verbündeten setzt alle Mittel ein, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Folgen werden die kommenden Generationen tragen.
Sie werden keine Wahl haben.

Geht es nach dem Wunsch von Monsanto, ist die Zukunft der Ernährung alternativlos.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/01/lebensmittel-wie-monsanto-heimlich-die-eu-unterwandert/

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19.04.2013

Zwei Millionen Menschen kämpfen gegen Monsanto

Zwei Millionen Menschen haben sich in einer Internet-Petition gegen die Patente für Saatgut ausgesprochen. Sie wollen die totale Kontrolle von Konzernen wie Monsanto über die Lebensmittel verhindern.

Große Biotech-Konzerne wie Monsanto versuchen, so viele Patente wie möglich auf Lebensmittel zu erlangen. Betroffen sind auch immer häufiger konventionell gezüchtete Saatgutarten und sogar Tierrassen. In Zukunft droht damit eine Form der Landwirtschaft, in der Bauern keine andere Wahl gelassen wird, als teure Lizenzgebühren für ihr Saatgut zu bezahlen. Andernfalls droht ihnen eine patentrechtliche Klage der multinationalen Biotechnologie-Industrie. Die Kampagnen-Plattform Avaaz hat laut eigenen Angaben bereits knapp zwei Millionen Unterstützungserklärungen für ihre Initiative gegen dieses Vorgehen gesammelt.

In der Begründung von Avaaz zur Kampagne heißt es, wenn es ein Patent erst einmal in einem Land gebe, würden durch Handelsabkommen und Verhandlungen auch andere Länder dazu gedrängt, es anzuerkennen. Die Lizenzgebühren seien exorbitant, das Verbot der Saatgut-Aufbewahrung für nachfolgende Erntejahre ein unzulässiger Eingriff in die gesamte Nahrungskette. „Laut Monsanto & Co fördern Patente Innovation – doch in Wirklichkeit schaffen sie ein Lebensmittelmonopol für Unternehmen“, so die NGO.

Avaaz gibt an, dass Monsanto bereits heute die Rechte von 36% aller in der EU eingetragenen Tomatensorten, 32% aller Paprikasorten und 49% aller Blumenkohlsorten besitzt. In Zukunft dürfte also nicht nur der Kampf um frei zugängliches Trinkwasser, sondern auch jener um die grundlegendsten Nahrungsmittel eine immer größere Rolle spielen. Es gilt zu verhindern, dass die Lebensmittel-Produktion in die Hände einiger weniger Monopolisten gerät.

Gegen die Ausweitung der Patentgebung auf konventionelles Saatgut tritt auch die Initiative „No Patents on Seeds“ auf. Sie fordert ebenfalls eine generelle Änderung des Europäischen Patentrechts, um Patente sowohl auf Zuchtmaterial von Pflanzen und Tieren als auch auf entsprechende Zuchtverfahren zu verbieten. Alltägliche Obst- und Gemüsesorten wie Gurken, Broccoli und Melonen sollen vor der Patentierung geschützt werden.

Bis zum Jahr 2013 hat Monsanto 142 Prozesse wegen angeblicher Patentverletzungen bei Saatgutarten geführt. Dies geht aus einem Bericht der NGO Center for Food Safety hervor. 410 Landwirte waren darin verwickelt. Mehr als 23 Millionen Dollar an Entschädigungszahlungen hat der Konzern bisher erstritten. Nur wenige Landwirte in den USA schaffen es, sich gegen den Agrokonzern zur Wehr zu setzen. Mit höchstgerichtlichen Klagen wollen sie bekämpfen, dass eine Handvoll Unternehmen bald diktieren könnten, wie die Zukunft des landwirtschaftlichen Pflanzenbaus auszusehen hat.

Der Bericht bescheinigt den USA in den letzten Jahrzehnten einen kontinuierlichen Schwenk in Richtung Lebensmittel-Kommerzialisierung und Kontrolle der Saatgut-Rechte gemacht zu haben. Allein drei Agrochemie-Firmen – Monsanto, DuPont und Syngeta – kontrollieren demnach 53 Prozent des globalen Saatgut-Marktes. Die Top Ten Saatgut-Firmen, hauptsächlich in US-Besitz, kommen zusammen sogar auf 73 Prozent.

In dem Bericht werden aber nicht nur die umstrittenen Geschäftspraktiken von Monsanto und Co. kritisiert. Auch die mit dem verstärkten Anbau von Monokulturen einhergehenden Umweltschäden bieten Grund zur Sorge. So geht dadurch etwa die Artenvielfalt verloren, während der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft immer weiter zunimmt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/19/zwei-millionen-menschen-kaempfen-gegen-monsanto/

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03.04.2013

Obamas Unterschrift unter den Monsanto Protection Act beweist, dass er auch Progressive verrät

Im Internet herrscht momentan große Aufregung darüber, dass Obama den so genannten »Monsanto Protection Act« – zu Deutsch: Verfügung zum Schutz Monsantos – unterzeichnet hat. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Haushaltsbewilligung, die Monsanto in die Lage versetzt, sich über Entscheidungen von amerikanischen Bundesgesetzen hinwegzusetzen.

Wenn ein Gericht zu dem Schluss kommt, dass eine gentechnisch veränderte Nutzpflanze Mensch oder Umwelt gefährdet, so kann es Monsanto (oder irgend ein anderes Unternehmen) nicht mehr dazu verurteilen, den Anbau dieser Pflanze zu stoppen. Stattdessen verlangt das Gesetz, dass der Landwirtschaftsminister Genehmigungen und Verordnungen erlässt, die »den

weiteren Anbau, das Inverkehrbringen und weitere im Einzelnen bezeichnete Aktivitäten« ermöglichen. Das gilt auch dann, wenn eine Pflanze in dem Verdacht steht, eine Krankheit oder eine gefährliche genetische Verschmutzung auszulösen.

Die Sprache in der Vorlage ist natürlich ein fast unverständliches Juristenchinesisch – in Amerika Lawyerspeak genannt –, aber trotzdem ist es unschwer zu erkennen, wie sie von einer Regierung ausgelegt werden wird, die sich gewohnheitsmäßig mit Monsanto und der Biotech-Industrie zusammentut, um GVO klammheimlich in die Nahrungskette einzuschleusen. Wenn Sie die Anlage selbst lesen wollen, so rufen Sie diese Website auf und suchen Sie nach »735«. (Dank an Anthony Gucciardi, der diesen Link gefunden hat.)

Aktivisten ziehen Politiker zur Rechenschaft

Die Gegenreaktion auf die Anlage brachte eine ganze Reihe von Aktivistengruppen ins gleiche Boot, neben vielen anderen die Organisation Food Democracy Now, das Center for Food Safety, das Institute for Responsible Technology, die Organic Consumers Association. Das Ergebnis warenTausende von Unterschriften unter eine Petition und Proteste vor dem Weißen Haus. Millionen von Menschen erfuhren die Wahrheit darüber, wie Obama seine eigene Unterstützerbasis erneut verraten hat.

Und darin liegt auch die politische Bedeutung: Obamas eigene Handlungen beweisen jetzt, dass er auch Progressive und Demokraten in den Fragen verraten wird, die ihnen ein Anliegen sind. Die Frage der GVO ist ein superheißes Thema bei der politischen Linken. Jeder, der Absprachen mit Monsanto trifft, wird sofort – und zu Recht – gebrandmarkt als jemand, der »das Volk« verrät. Deshalb stehen Unternehmen wie Kashi, ein Müslihersteller, der GVO verwendet, dies aber auf den Etiketten nicht angibt, unter enormem Druck von Initiativen für eine GVO-Kennzeichnungspflicht. Informierte Verbraucher strafen jede Firma, jeden Politiker oder jedes Medienunternehmen, dass sich mit den Interessen Monsantos verbündet, regelrecht ab.

Auf dieser Liste steht nun auch eindeutig Obama selbst. Mit der Unterzeichnung der besagten Anlage hat er Amerika betrogen und Monsanto und der Biotech-Industrie beispiellose Macht über amerikanische Gerichte verschafft. Praktisch hat er der Regierung die Vollmacht entzogen, Anbau und Inverkehrbringen gefährlicher gentechnisch veränderter Feldfrüchte zu stoppen. Und dabei ist er erwischt worden.

Es gibt keine Entschuldigung für die Unterzeichnung des Monsanto Protection Act

In den Augen von Feinschmeckern, Rohkost-Veganern, Verbrauchern organischer Lebensmittel und sogar der Hippies hat Obama gerade politischen Selbstmord begangen. Das Vertrauen, das ihm Millionen von Menschen zuvor entgegenbrachten, wurde mit einem Federstrich zerstört. Es ist schwer, Vertrauen zu gewinnen, und noch schwerer, es zu bewahren. Es kann durch den Verrat am Volk augenblicklich verloren werden.

Um sich das zu vergegenwärtigen, stellen Sie sich bloß einmal vor, was passieren würde, wenn NaturalNews seine Unterstützung für Monsanto und die Biotech-Industrie bekannt gäbe. Alle Glaubwürdigkeit, die wir uns in den vergangenen zehn Jahren erstritten haben, wäre über Nacht

dahin. Wir würden zum Gespött des Internets und verlören das Vertrauen und die Unterstützung, die wir jahrelang genossen. Und genau so etwas hat Obama jetzt für seine Präsidentschaft getan. Seine Unterschrift beweist seine wahre Loyalität zu Biotech-Industrie und GVO.

Er wusste nicht, was er da unterzeichnete? Wirklich nicht?

Beschwichtiger behaupten natürlich, Obama habe »nicht gewusst, was er da unterzeichnete«. Wenn das stimmt, dann wäre es sogar noch schlimmer, als den Monsanto Protection Act bewusst zu unterzeichnen. Etwas zu unterzeichnen und damit zum Gesetz zu machen, das man gar nicht gelesen hat, ist die schlimmste Form des Missbrauchs präsidialer Macht. Es ist ein klarer Fall von Pflichtverletzung und ein möglicher Grund für ein Amtsenthebungsverfahren. Wenn unser Land durch Gesetze regiert werden kann, die Präsidenten ZUFÄLLIG unterzeichnen, in welchem Land leben wir denn dann?

Eine weitere Entschuldigung, auf die Jon Rappoport auf Infowars.com hinweist, ist die, Obama habe das Gesetz zwar unterzeichnet, beabsichtige aber nicht, es anzuwenden. Das ist ungefähr auf derselben Linie wie Obamas Versprechen, er »beabsichtige nicht«, Amerikaner mithilfe von Drohnen auf amerikanischem Boden zu töten, obwohl er sich das Recht dazu vorbehält. Ebenso »beabsichtigte er nicht«, dass die Beiträge für die Obamacare-Krankenversicherung in die Höhe schnellten, was sie aber doch taten. Was ein Mensch »beabsichtigt« und was dann wirklich passiert, ist nicht immer dasselbe.

Die Entschuldigung, Obama »beabsichtige nicht«, das Gesetz anzuwenden, widerspricht der unangenehmen Tatsache, dass Senator Roy Blunt den Text des Anhangs mit Monsanto abgesprochen hat! Diese Vorlage wurde in derselben Weise »linguistisch bearbeitet« wie Maispflanzen gentechnisch bearbeitet werden. In beiden Fällen wartet drinnen ein verstecktes Gift… im Verein mit einer fehlenden Kennzeichnung, die die Wahrheit für jeden offenlegt.

Beurteilen Sie Obama nach seinen Taten, nicht nach seinen Reden

Das bringt mich zurück zu dem Erfolg der Internet-Aktionen, mit denen die Anlage bekannt gemacht wurde. Ich bin nicht sicher, wem die Ehre gebührt, sie als erster gefunden zu haben, aber die Story hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und beherrscht noch immer das Denken amerikanischer Wähler, die sich wahnsinnig darüber aufregen, dass sie von Obama in der Frage der GVO betrogen wurden.

Aber was hatten sie denn erwartet? Hat Obama je etwas Bedeutsames getan, um der wachsenden Unternehmensmacht und der Erosion individueller Freiheiten in Amerika etwas entgegenzusetzen? Jedes Mal ist er der Präsident, der sich Exekutivvollmachten aneignet, individuelle Freiheit vernichtet, gegen die Bill of Rights verstößt, den Kongress missachtet, illegale Geheimgefängnisse ausbaut und offen die Aufstellung von »Tötungslisten« zugibt, auf denen Amerikaner verzeichnet sind, die Woche für Woche umgebracht werden sollten. Das Rechtsstaatsprinzip gilt nicht mehr, denn die Regierung Obama sagt: »Wir sind die Guten«. Vertraut uns, dass wir jeden töten, den wir töten wollen, ohne irgendeinen Beweis vorzulegen oder den Menschen, die wir ins Visier nehmen, ein Verbrechen vorzuwerfen. Können Sie sich den Aufschrei der Linken vorstellen, wenn Bush genau dasselbe versucht hätte?

Irgendwie ist Obama mit all dem davongekommen, weil er ein überzeugender Redner ist. Er hypnotisiert, sieht gut aus und klingt überzeugend. Er wühlt die Menschen emotional auf und, egal wie schlecht die Dinge in der realen Welt auch stehen, es gibt nichts, das sich nicht mit einer weiteren emotionsgeladenen Rede lösen ließe – meint Obama.

Aber Reden und Tun sind zwei verschiedene Dinge. Obama ist gut im »Reden«, aber im »Tun« ist er ein faschistisch-korporativistischer Diktator. Er redet viel von Freiheit und Wohlstand, aber er liefert Versklavung und Armut. Was er sagt und was er tut, sind zwei ganz verschiedene Dinge. Obama wird zum ersten »bipolaren Präsidenten«.

Oder vielleicht genauer, zu unserem ersten Präsidenten mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung, bei dem jeder Körperteil funktioniert, als gehöre er zu einer anderen Person. Obamas Mund und Stimmbänder gehören dem Volk, aber seine Hände, die Vorlagen unterzeichnen, gehören Monsanto. Seine Ohren gehören allein den großzügigen finanziellen Unterstützern, sein Herz gehört dem Satan. Obama ist ein Präsident, der Widerspruch, Heuchelei und Verrat verkörpert. Für viele Wähler war seine Unterschrift unter den Monsanto Protection Act eine Unterschrift zu viel.

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/obamas-unterschrift-unter-den-monsanto-protection-act-beweist-dass-er-auch-progressive-verraet.html

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28.03.213

Obama signs ‚Monsanto Protection Act‘ written by Monsanto-sponsored senator

United States President Barack Obama has signed a bill into law that was written in part by the very billion-dollar corporation that will benefit directly from the legislation.

On Tuesday, Pres. Obama inked his name to H.R. 933, a continuing resolution spending bill approved in Congress days earlier. Buried 78 pages within the bill exists a provision that grossly protects biotech corporations such as the Missouri-based Monsanto Company from litigation.

With the president’s signature, agriculture giants that deal with genetically modified organisms (GMOs) and genetically engineered (GE) seeds are given the go-ahead to continue to plant and sell man-made crops, even as questions remain largely unanswered about the health risks these types of products pose to consumers.

In light of approval from the House and Senate, more than 250,000 people signed a petition asking the president to veto the spending bill over the biotech rider tacked on, an item that has since been widely referred to as the “Monsanto Protection Act.”

But Obama ignored [the petition],” IB Times’ Connor Sheets writes, “instead choosing to sign a bill that effectively bars federal courts from being able to halt the sale or planting of GMO or GE crops and seeds, no matter what health consequences from the consumption of these products may come to light in the future.”

James Brumley, a reporter for Investor Place, explains a little more thoroughly just how dangerous the rider is now that biotech companies are allowed to bypass judicial scrutiny. Up until it was signed, he writes, “the USDA [US Department of Agriculture] oversaw and approved (or denied) the testing of genetically modified seeds, while the federal courts retained the authority to halt the testing or sale of these plants if it felt that public health was being jeopardized. With HR 933 now a law, however, the court system no longer has the right to step in and protect the consumer.”

If the president’s signature isn’t all that surprising, though, consider the genesis of the bill itself. According to an article published Monday in the New York Daily News, US Sen. Roy Blunt (R-Missouri) “worked with Monsanto to craft the language in the bill.”

Sen. Blunt defended his bill to the News, shrugging off suggestions that it set a startling precedent that will affect all US agriculture by firing back, “What it says is if you plant a crop that is legal to plant when you plant it, you get to harvest it. But it is only a one-year protection in that bill.”

One year could be all it takes to cause catastrophic damage to the environment by allowing laboratory-produced organisms to be planted into the earth without oversight. Under the Monsanto Protection Act, health concerns that arise in the immediate future involving the planting of GMO crops won’t be able to be heard by a judge. Blunt, a junior senator that has held elected office since the late ‘90s, has good reason to whitewash the very bill he helped craft. The Center for Responsive Politics notes that Sen. Blunt received $64,250 from Monsanto to go towards his campaign committee between 2008 and 2012. The Money Monocle website adds that Blunt has been the largest Republican Party recipient of Monsanto funding as of late.

On the lawmaker’s official website, a statement explains a little more as to why he favored HR 933 and the rider within it.

As the Ranking Member of the Appropriations Subcommittee on Agriculture, Rural Development, Food and Drug Administration, and Related Agencies, Senator Blunt played a vital role in writing the fiscal year 2013 Agriculture Appropriations bill. This legislation maintained vital support for research and extension at land grant universities, capacity building grants for non-land grant colleges of agriculture, and competitive funding under the U.S. Department of Agriculture’s (USDA) Agriculture and Food Research Initiative (AFRI). The bill also included funding for conservation activities, housing and business loan programs for rural communities, domestic and international nutrition programs.”

Nowhere does the senator’s site mention the Monsanto Protection Act by name, although it claims Blunt “supports continued investments in agricultural research and engineering.”

Did Blunt not realize that Monsanto would stand to gain significantly if section 735 survived and HR 933 was signed into law?” asks Brumley. “Not likely,”

There’s no way of getting around the fact this is an abusive conflict of interest,” he says.

Clearly isn’t Brumley the only one that feels that way either: Blunt’s Wikipedia page was vandalized this week to read in the first paragraph, “His Senate seat was previously held by Republican Kit Bond, until Bond’s retirement, and will be sold by Blunt to Monsanto Corporation upon his retirement.”

http://rt.com/usa/monsanto-bill-blunt-agriculture-006/

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28.12.2012

Der Anfang vom Ende Monsantos?

Argentinien hat den Eintrag Monsantos in das Steuerverzeichnis registrierter Saatguthändler ausgesetzt

Laut einem Bericht einer Online Zeitung aus Paraguay wurde in einem Prozess in Cordoba aufgezeigt, dass sich die Krebsrate in der Region nach dem Einsatz des Pflanzenschutzmittels „Roundup“ vehement erhöht hat. In dem angestrengten Prozess konnte die Unbedenklichkeit der Produkte nicht nachgewiesen werden. Die Beweislast liegt nämlich in Argentinien seit 2009 nicht mehr beim Geschädigten, sondern beim Verursacher/Hersteller.

Außerdem hat das argentinische Finanzministerium den Eintrag Monsantos in das Steuerverzeichnis registrierter Saatguthändler ausgesetzt.

Ein Grund, warum dies passierte, wurde nicht genannt.

Eine aktuelle argentinische Fernsehdokumentation „Raising Resistance“ beleuchtet die verheerenden gesundheitlichen Auswirkungen des Mittels in den Einsatzgebieten. Von zunehmenden Missbildungen bei Säuglingen über eine vervierzigfachte Krebsrate bis zu chronischen Beschwerden der betroffenen Bevölkerung reichen die angeführten Belastungen. In der Provinz Cordoba wurden beispielsweise bei 80 Prozent der Kinder Rückstände des Pestizides festgestellt.

Frankreich und Ungarn haben den Einsatz dieser kontraproduktiven Form der Landwirtschaft bereits konsequent verboten.

Auch in anderen Ländern gibt es diverse Verbote: Beispielsweise wurde im Mai 2012 vom Obersten Gericht der Philippinen gegen die Zulassung genetische manipulierter Auberginen entschieden, weil diese „die verfassungsmäßigen Rechte des Individuums auf eine gesunde Umwelt verletzen.“

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1076097

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21.10.2012

Argentinien schmeisst die Giftfabrik Monsanto aus dem Land

Szenen der Vernichtung, die bald auch in Europa – dank der Bilderberger-Verbrecher und ihre Lobby – zu sehen sind. Und genau diesen Weg will auch Henoch Kohn (Helmut Kohl) und das Merkel beschreiten.

Das argentinische Finanzministerium hat gestern die Registrierung für das amerikanische Unternehmen Monsanto und deren Getreidehändler (u.a. Cargill, Bunge) in Argentinien zurückgezogen. (gemäss den talmudischen Gesetzen wird diese Untat oder Sakrileg für Argentinien noch gravierende Konsequenzen haben. Ein Goldman-Sachs-Rothschild Unternehmen wirft man nicht ungestraft aus dem Land. Und Argentinien könnte “Vorbildwirkung” haben. Auch hier wieder das gleiche Bild: Unermüdlich arbeiten “Deutsche”, um Deutschland zu vernichten. Die grössten Agrarbesitzer und Gift-Gen-Soya Produzenten Paraguays sind “ausgewanderte” Deutsche. Wurden die riesigen Besitztümer dort und in Argentinien mit deutschen “Zahngold” gekauft? (Zahngold ist wohl eine der sich am längsten haltenden Lügen der Zion-Propaganda))

Kommentar: Ein guter Grund für die Bilderberger-EU Verbrecherbande in Brüssel und Berlin, den Gen-Mais und sonstige Giftbomben Monsantos verstärkt in Europa einzusetzen. Die Konzernverluste Monsantos müssen logischerweise anderswo kompensiert werden. Zu  diesem Zweck hat man ja “fürsorglich” die passenden Politiker, Logenbrüder und Lobbyisten in Europa an die massgeblichen und wichtigsten Lobby-Positionen gehievt. Das einzige Problem, das Monsanto-vergiftete Länder haben ist, dass das alles vernichtende Gift sich bereits im Boden befindet und unzählige Quadratkilometer fruchtbaren Bodens für Jahrzehnte oder Jahrhunderte unwiderruflich zerstört sind. Ebenso ihre Bewohner. Schon 1980 wurde das aufklärende (von der österr. Justiz verbotene Buch) “Tödliche Gefahren aus der Retorte” im Eigenverlag herausgebracht: Dort kann man schon 1980(!) wörtlich nachlesen:

Bestes Beispiel für diese paradoxe Vorgangsweise ist der US Chemo-Multi MONSANTO. Ein  “Spezialunternehmen” für Genetische Produkte wie  Aspartam, Giftgas für militärische Zwecke,  genetisch manipulierte Samen (Mais, Reis, Weizen usw.), wobei auch gleich der dazu passende genmanipulierte Kunstdünger mitangeboten wird. Gibt es eine noch einfachere Methode, die Weltbevölkerung zu manipulieren?

Ja, die gibt es und Millionen grenzdebile Deppen konsumieren es: Red Bull zuckerfrei (oder Cola light) mit dem Monsanto-Gift Aspartam. (siehe unsere nächste Aussendung mit Subtitel: Wie man mit Wasser, Chemie, Werbung und einem tödlichen Gift ein Milliarden-Vermögen zusammenmauschelt.)

Ende der traurigen Zitate.

Rückblende zur Erinnerung: Im Juli 1967 wurde von der US-Regierung, dem Pentagon und Präsident Johnson 10 Millionen US$ an die folgenden Verbrecherfirmen angewiesen damit sie mit ihrem Giftgas das Volk in Nordvietnam möglichst zu Gänze ausrotten sollen: Dow Chemical, Diamond Alkali, Uniroyal Chemical, Thompson Chemical, Hercules, Monsanto, IG Farben, Ciba Geigy, Ahsul und Thompson Hayward. Holocaust-Wiedergutmachung gab es für die überlebenden Krüppel, da nichtjüdisch, natürlich keine. Ist es Zufall, dass in einer der führenden Denkfabriken jener Giftgas-Vernichtungskampagnen (verwendet wurden rund  6 Millionen Liter hauptsächlich des Giftes Esteron 245 GS – 2,4,5T  auch unter Agent Orange bekannt) der Brigadier-General Rothschild tätig war (heute Major General und im verdienten (?) Ruhestand). Selbst Satan würde Kreaturen dieser Art ausspucken.

Von ihm stammt auch die Aussage (er war später im Dienste Israels IDF  im Golfkrieg tätig): “Man muss die Existenz der Palästinenser extrem erschweren, damit sie freiwillig ihre Heimstätte verlassen. Palästina muss ethnisch gereinigt werden.” Aber auch im traditionell Rothschild-dominierten England gab es massive Giftgasforschungen – auch nach dem Krieg und wahrscheinlich wie in USRAEL im Geheimen bis heute.

Bemerkenswert ist aber, dass auch damals schon Deutschland mit dem Rockefeller-Konzern IG Farben und Agent Orange am Massenmord in Vietnam beteiligt war. Der dumme “Zufall” will es, dass auch damals im Vietnamkrieg (den übrigens  wie fast alle Kriege nach 1945 ein deutscher Jude und Bilderberger namens Kissinger eingefädelt bzw. die Fäden gezogen hatte) ein “deutscher” Volksverräter – Richard v. Weizäcker – für IG Farben tätig war. Für das vom engl. Geheimdienst gegründete Spiegel-Schmierblatt wörtlich: “Weizäcker war der beste Präsident den Deutschland je hatte.

Pikant ist, dass während der NS-Zeit und angeblicher Judenvergasung mit Zyklon-B, der deutsche Banker und Jude Warburg als Direktor von IG Farben firmierte. Wie eben Zufälle so spielen. Aber die traurige Geschichte vom Volksverrat wiederholt sich – was Deutschland betrifft – immer wieder.  Im Prinzip und aus der Sicht der Profiteure ist es egal, ob man Menschen durch Giftgas oder Gen-Nahrungsmittel vergiftet. Aber immer wieder tauchen auf der Verbrecherliste  der Giftlieferanten und Verwerter (wie z.B. Cargill oder Bunge) Namen auf, die auf Deutschland hinweisen. In diesem Verbrechernetzwerk ist personell jeder mit jedem vernetzt, wie z.B. Bunge mit BASF, Unilever, Dow Chemical. Es gibt kein Entweichen mehr. Die Welt ist diesen Verbrechern rettungslos ausgeliefert. Schlimmer noch, an der systematischen Vergiftung Südamerikas verdienen sich auch die deutsche Bayer und BASF goldene Nasen – obwohl die wahren Besitzer schon längst keine Deutschen mehr sind. Man hat sie und alle wichtigen Firmen nach dem Krieg und schon vor langer Zeit zionisiert.

Die Entscheidung wurde im Amtsblatt Argentiniens ohne Angabe von Gründen veröffentlicht.

Den Händlern von Monsanto wird untersagt, genmanipuliertes Saatgut und das dazu “passende” Pestizid “Roundup” weiterhin zu verkaufen.

Hintergrund ist möglicherweise der Ende August in Cordoba beendete Prozess, in dem die Schädlichkeit des Pestizids “Roundup” als erwiesen angesehen wurde. Eine Dokumentation zeigte schwere Missbildungen an Säuglingen, die mit sechs Fingern, fehlenden Zehen, Unterkiefern oder fehlendem Darm geboren wurden.
 
In dem Prozess wurde nachgewiesen, dass sich die Krebsrate in der Region seit dem Einsatz des Pestizids “Roundup” vervierzigfacht hat.

Bei über 80% der Kinder in der Region konnten Pestizidrückstände im Blut nachgewiesen werden.

Einen entscheidenden Erfolg hatten die Roundup-Kritiker vor drei Jahren beim Bundesgericht Argentiniens: Dieses kehrte die Beweislast um, so dass seither nicht mehr die gesundheitlich Geschädigten den Zusammenhang mit Herbiziden beweisen müssen, sondern die Herbizid-Produzenten müssen beweisen, dass kein Zusammenhang besteht.

http://www.paraguay-rundschau.com/index.php?option=com_content&view=article&id=2380%3Aargentinien-widerruft-die-zulassung-von-monsanto&catid=224%3Asuedamerika&lang=de

Ebenfalls lesenswert: Alle 4 Minuten flüchtet ein Deutscher aus der BRD. Zumeist die Elite. Nur Republikflucht ist 2012 sinnlos, denn die Neue Weltordnung ist überall. Und das Gen-Gift auch.

http://www.paraguay-rundschau.com/index.php?option=com_content&view=article&id=113%3Ajeden-tag-verliert-deutschland-ein-dorf&catid=146%3Aquer-beet&Itemid=204&lang=de

PS: Pikant: Nunmehr wird auch Gen- und Chemievergiftete Baumwolle aus Indien in Europa von allen bekannten Modelabel als hippe Mode, cool und geil dem Deppenvolk auf den Leib geschneidert. Und wie überall, wo man mit Volks- und Menschenvergiftung auch gute Geschäfte machen kann, findet man die internationalen Konglomerate Bayer, Novartis, DuPont – und den üblen Rest dieser kriminellen Giftmischer.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=QG_2fPBhTO0

http://staseve.wordpress.com/2012/10/22/argentinien-spuckt-die-giftfabrik-monsanto-aus-dem-land/

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05.10.2012

Monsanto fails at attempt to explain away tumors caused by GM corn

(NaturalNews) Monsanto’s efforts to dismiss new evidence linking its genetically modified (GM) corn to tumors has been thoroughly debunked in a public briefing by the food sustainability nonprofit Earth Open Source.

„NK603 must be immediately withdrawn from the market and all GMOs must be subjected to long-term testing,“ the briefing concludes.

In a two-year study, a team of French researchers led by Professor Gilles-Eric Seralini found that rats fed Monsanto’s „Roundup Ready“ corn developed significantly more tumors than a control group not fed GM corn. The rats fed a GM diet also developed tumors that appeared earlier and behaved more aggressively, and died sooner than rats in the control group.

The study found similar effects in rats exposed to Roundup herbicide at levels currently considered safe by most regulators.

„Roundup Ready“ crops have been engineered for resistance to Monsanto’s top-selling herbicide glyphosate, marketed under the trade name Roundup. In the scientific literature, Roundup Ready corn is also known as NK603.

Monsanto’s faulty defenses

Responding to the study, Monsanto claimed that the findings were not significant because tumor rates in the rats fed GM corn were „within historical norms for this strain of laboratory rats, which is known for a high incidence of tumors.“ In other words, the company has claimed that the rats developed tumors simply because of their genetics, and that the tumor rates seen in the rats fed GM corn were similar to tumor rates in rats not fed GM corn in other studies.

In response to Monsanto’s „tumor prone rats“ argument, the briefing notes that while tumors did in fact occur in both groups of rats, they were both more common and more aggressive in the experimental group – and it is the difference between the two groups that is relevant for scientific study.

„This is a basic principle of science and it is worrying that attempts are being made by pro-GM lobbyists to override it in the interests of keeping the products of powerful multinational biotechnology companies on the market,“ the briefing reads.

The briefing also debunks Monsanto’s „historical data“ argument. First of all, the historical tumor data cited by Monsanto actually comes from a completely different strain of rats (Charles River Labs SD rats) than those used in the study (Harlan SD rats). In fact, the researchers did compare their findings to historical tumor rates in Harlan SD rats, and found that all their results remained statistically significant. For example, the rate of tumors in rats fed GM corn was three times higher than the historical average tumor rates for the same strain of rats.

The briefing further notes that the very idea of using „historical data“ to dismiss statistically significant findings is shoddy science, and the technique is rejected by serious scientists. Any legitimate scientific study includes a control group that is tested at the same time as the experimental group, because this is the best way to actually control as many variables as possible and make sure any differences observed are due to the variable being tested (in this case, consumption of GM corn). Rats in other studies may have been fed different diets, been at different phases of their life cycles, been exposed to other environmental pollutants, had a different genetic background, or been exposed to any number of other potentially relevant factors.

„The use of historical control data is an unscientific strategy used by industry and some regulators to dismiss statistically significant findings of toxicity in … studies intended to evaluate safety of pesticides, chemicals, and GMOs,“ the briefing notes.

Sources for this article include:
http://www.gmwatch.org
http://www.cera-gmc.org
http://bit.ly/SRJgUs

http://www.naturalnews.com/037437_Monsanto_GM_corn_rat_tumors.html

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04.06.2012

Seeds of doubt: Brazilian farmers sue Monsanto

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Five million Brazilian farmers are locked in a lawsuit with US-based biotech giant Monsanto, suing for as much as 6.2 billion euros. They say that the genetic-engineering company has been collecting royalties on crops it unfairly claims as its own.

The farmers claim that Monsanto unfairly collects exorbitant profits every year worldwide on royalties from “renewal” seed harvests. “Renewal” crops are those that have been planted using seed from the previous year’s harvest. While the practice of renewal farming is an ancient one, Monsanto disagrees, demanding royalties from any crop generation produced from its genetically-engineered seed. Because the engineered seed is patented, Monsanto not only charges an initial royalty on the sale of the crop produced, but a continuing 2 per cent royalty on every subsequent crop, even if the farmer is using a later generation of seed.

„Monsanto gets paid when it sell the seeds. The law gives producers the right to multiply the seeds they buy and nowhere in the world is there a requirement to pay (again). Producers are in effect paying a private tax on production,“ Jane Berwanger, lawyer for the farmers told the Associated Press reports.

In the latest installment of the legal battle erupting in South America, the Brazilian court has ruled in favor of the Brazilian farmers, saying Monsanto owes them at least US$2 billion paid since 2004. Monsanto, however, has appealed the decision and the case is ongoing.

In essence, Monsanto argues that once a farmer buys their seed, they have to pay the global bio-tech giant a yearly fee in perpetuity – with no way out.

At stake is Brazil’s highly profitable and ever growing soybean production. Last year, Brazil was the world’s second producer and exporter of soybean behind the United States, according to the AFP report. The crops can be used for anything from animal feed to bio fuel, and worldwide demand is growing.

Genetically engineered soy first appeared illegally in Brazil in the 1990’s, smuggled in from neighboring Argentina. The Brazilian farmers found the seed attractive despite the ban in place from the Brazilian authorities because Monsanto had specifically designed the seed to be resistant to its own immensely powerful and popular herbicide Roundup.

When used in tandem, the strong herbicide will kill the weeds while allowing the soy crops to grow unimpeded. After the ban was lifted, genetically modified seed flooded the Brazilian market, and now 85 per cent of the Brazilian soy crop is genetically-engineered. Soy has been extremely successful in Brazil, currently making up 26 per cent of the country’s farm exports last year and netting Brazil a total of $24.1 billion, according to AP. However, Brazil’s farmers were apparently unaware there would be a heavy price to pay.

To make a deal with Monsanto is to make a deal with a company that is one the most powerful and pervasive food giants in the world. It is the world’s number one seed developer, and its patented genes have been inserted into 95 per cent of all American soy, and 80 per cent of all American corn crops. Monsanto has repeatedly levied large damage suits against independent farmers that have unknowingly or unwittingly used their seed.

And Monsanto’s reach goes far beyond agriculture.

Monsanto is also the world’s largest manufacturer of synthetic bovine growth hormone, injected into cows in order to stimulate greater milk production. The widespread pressure by the company to use the chemical and the subsequent measures taken by Monsanto to suppress information regarding the potential health risks sparked uproar among American farmers.

When dairy producers that did not use Monsanto’s products began labeling their products as “Hormone Free” or “Organic”, Monsanto slapped them with a lawsuit as recently as 2008, claiming the labels amounted to negative advertising against hormone-produced milk.

Director of corporate communications for Monsanto, Phil Angell, summed up Monsanto’s take on the issue in a report by food author Michael Pollan for New York Times Magazine in 1998: „Monsanto should not have to vouch for the safety of biotech food. Our interest is in selling as much of it as possible. Assuring its safety is FDA’s job.“

http://rt.com/news/monsanto-brazil-seed-soy-908/

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20.04.2012

Brasilien: Erfolgreiche Sammelklage gegen Monsanto

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Eine Gruppe brasilianischer Landwirte hat erfolgreich gegen den Saatgutriesen Monsanto wegen unzulässiger Lizenzgebühren geklagt. Ein Gericht im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul hat ihnen recht gegeben, die Geschäftspraktiken von Monsanto verletzten das brasilianische Sortengesetz. Künftig ist es dem Konzern nicht mehr erlaubt, Lizenzgebühren für die Wiederaussaat zu erheben. Monsanto hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Der Antrag des Konzerns, die Entscheidung des Gerichts aufzuheben, ist bislang ohne Wirkung. Vielmehr muss der Saatgut-Riese mit Strafgebühren von 400.000 Euro täglich rechnen, wenn er sich nicht an das Urteil halte. Die Rückzahlung der seit der Ernte 2003/2004 nicht rechtmäßig erhobenen Lizenzgebühren wird derzeit vom Obersten Gerichtshof geprüft und beläuft sich auf 6,2 Milliarden Euro. Ein harter Schlag für Monsanto. Denn Brasilien baut abgesehen von den USA weltweit die meisten Gentechnik-Pflanzen an. Der Unmut seitens der Landwirte wurde durch die 5-fache Erhöhung der Lizenzgebühren für die neue Gentechnik-Soja "Intacta RRpro" geschürt, die zur Saison 2012/2013 eingeführt werden soll und seit 2010 in Brasilien genehmigt ist. Monsanto rechtfertigt die Gebühren mit angeblichen Ersparnissen von Pestizid-Aufwendungen und Produktivitätssteigerung.

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/25587.html

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17.03.2012

France Bans GM Corn Amid Mass US Protests against Monsanto

Amid mass US protests against Monsanto in mid-March, France imposed a temporary moratorium on the planting of Monsanto’s genetically modified corn, MON810.

Due to the proximity of the planting season,” said Agriculture Minister Bruno Le Maire along with Francois Fillon, Minister for Ecology and Sustainable Development, in a press release on Friday, authorities “decided to take a precautionary measure to temporarily prohibit the cultivation of maize MON810 on the national territory to protect the environment.”

­All prior plantings of MON810, trade name YieldGard, become illegal on March 20.

Headquartered in St. Louis, Missouri, Monsanto announced in January that it would not sell genetically modified corn in France due to public opposition.

A growing list of human health and environmental hazards from GM crops has raised concern over bioengineered food and feed, including a literally explosive growth of a “new” microbe on pig manure:

Likely linked to GM feed served to most livestock in the US, methane-filled “foam” growing on pig manure has resulted in several pig farm explosions since 2001, killing thousands of animals.

And there’s no stopping it,” reports the Daily Mail, “the foam has now started growing on one in four farms across the Midwest.”  Scientists believe a new type of bacteria may have developed.

This comports with plant pathologist Don Huber’s discovery last year of a new pathogen associated with spontaneous abortions in livestock, which has been linked to the use of glyphosate, the main ingredient in Monsanto’s Roundup herbicide.

Modified with a Bt protein to kill insects, MON810 is losing its efficacy in the US.  The Western rootworm beetle – one of the most serious threats to corn – has developed resistance to the bacterial toxin in eleven states.

In early March, a group of pro-biotech corn entomologists sent a letter to the US Environmental Protection Agency warning that insect resistance to genetically modified corn can be halted by planting non-GMO seed.  The warning will likely go unheeded as the US Dept. of Agriculture announced plans to speed up the process of GM approval by 18 months.

Over the past eight months, the European Commission has approved 11 new transgenic crops.  However, EU nations can independently restrict or prohibit the sales of products under certain conditions.

Also on Friday in the US, GM opponents held a nationwide protest against Monsanto. Dressed in hazmat suits, they targeted Congress for its complicity in allowing the dangerous adulterant in the food and feed supply:

Protests continue today across the US, and include an action against WalMart for planning to sell Monsanto’s GM corn this year.

The move to label GMO foods in the US grew stronger last week when 55 Members of Congress sent a letter to the US Food and Drug Admin demanding the label.

In California, a statewide petition drive is underway to put the labeling initiative on the ballot this November. With six weeks remaining to collect one million registered voter signatures, the Label GMOs group got a welcome boost when Baker Creek Heirloom Seeds designed a special seed packet to be used for the campaign.

http://www.globalresearch.ca/france-bans-gm-corn-amid-mass-us-protests-against-monsanto/29828

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15.03.2012

Monsanto plans massive biotech experiment in the US

The US government has for the first time signed off on a large-scale experiment involving genetically modified crops, which will lead to biotech big shot Monsanto introducing an engineered corn seed across America from South Dakota to Texas.

The Monsanto Corporation has been given the go-ahead to test out a man-made corn variant that they claim can thrive in dry, unfavorable conditions. With much of the American south and southwest experiencing abnormally arid conditions, the freak-seed could revitalize a chunk of the nation’s agriculture.

More likely, however, is that a success will mean revitalization in terms of Monsanto’s profits and not much more.

The government has agreed to let Monsanto test out the biotech crop on farms owned by the company from the state of South Dakota down through Texas to see if the seed stands to be commercially viable; if so, it is expected to be made available for purchase in 2013. With America’s small-time agriculturists in danger — and already largely threatened by industry giant Monsanto — a success for the seed could see yet more farmers finding themselves unable to compete and forced to throw in the towel.

Monsanto has in recent years attracted criticism for questionable legal practices after it has introduced lawsuits against small-time farmers for the unauthorized use of genetically-modified crops patented by the corporation. In many instances, it is believed that the smaller farms in question only ended up with Monsanto seeds due to wind, rodents and other forces of nature bringing the crops across corporate farms and onto their own terrain. Unable to compete against Monsanto in court, however, the company has time-and-time-again bought out its competition and, as a result, made great strides as of late in terms of monopolizing the seed biz.

Last month Jim Gerritsen, president of the Organic Seed Growers and Trade Association, issued a statement saying he and others were serious about saving farms from being forced to close due to corporate muscling. “Monsanto’s threats and abuse of family farmers stops here,” said Gerritsen. “Monsanto’s genetic contamination of organic seed and organic crops ends now. Americans have the right to choice in the marketplace — to decide what kind of food they will feed their families — and we are taking this action on their behalf to protect that right to choose.”

Around 300,000 organic farmers are currently awaiting a court decision to see if a US District Court will hear a lawsuit against Monsanto that, if successful, will keep the company from continuing to sue small-time agriculturists. Between 1997 and 2010, Monsanto tackled 144 organic farms with lawsuits and investigated roughly 500 plantations annually during that span with their so-called “seed police.” Gerritsen and others want to see to it that Monsanto can’t do that anymore, but if they are denied a day in court and the new corn crop prevails, it could soon be the final curtain call for many of America’s independent farmers.

Governmental approval of the modified crop marks the first time that the US Department of Agriculture’s Animal and Plant Health Inspection Service has okayed a product that has been genetically engineered to resist a weather condition such as a drought, rather than a pest or herbicide. Acting on concerns that Washington has been overly encouraging to Monsanto as they force farms into foreclosure, US-based non-profit group Public Employees for Environmental Responsibility went after the White House recently for ignoring Freedom of Information Act requests. Members of PEER suspect that if they can come into possession of certain correspondence, they can link the Obama administration to key lobbyists for Monsanto.

Protesters with the Occupy Wall Street movement in the region Monsanto plans to test its new seed are holding a conference this weekend in St. Louis, dubbed Occupy Midwest. Members of the group say they intend on waging a demonstration against Monsanto, which has offices in the area.

http://rt.com/usa/monsanto-biotech-us-seed-683/

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03.03.2012

Monsanto’s Roundup herbicide found to destroy testosterone, male fertility


(NaturalNews) A recent study published in the
Journal of Toxicology in Vitro has found that, even at very low levels, Monsanto’s herbicide formula Roundup destroys testosterone and ultimately leads to male infertility. The findings add to the more than 25 other diseases known to be linked to Roundup, which include DNA damage, birth defects, liver dysfunction, and cancer.

For their study, Emilie Clair and her colleagues from the Universite de Caen Basse-Normandie Institute of Biology in France tested the effects of glyphosate, the active ingredient in Roundup, on testicular cells from rats. Ranging in dilution from one part per million (ppm) to 10,000 ppm, which accounts for varying exposure levels in real life situations, each of the tests revealed undeniable cell toxicity caused by Roundup.

Interestingly, the findings revealed that even at one ppm, Roundup was responsible for causing severe endocrine disruption that reduced testosterone levels by 35 percent. And a one ppm exposure level is considered to be extremely low, and much lower than typical exposure levels in everyday environmental situations.

At higher exposure levels, Roundup was shown to induce testicular cell death in a little as one hour, and typically no later than 48 hours after exposure. And this is only acute toxicity, as the study did not analyze the long-term effects of continual and repeated exposure to Roundup, which has already been shown to seep into rivers and groundwater supplies.

A similar study published in the journal Reproductive Toxicology back in 2007 found similar results. In vivo tests with Roundup revealed that the ducks exposed to Roundup exhibited „alterations in the structure of the testis and epididymal (a part of the male reproductive system) region as well as in the serum levels of testosterone and estradiol, with changes in the expression of androgen receptors restricted to the testis.“

So contrary to the claims made by Monsanto, there is truly no safe exposure level to Roundup. At typical exposure levels, it has been proven to destroy human cells and cause serious reproductive harm. And at trace levels, it has been proven to severely disrupt proper hormonal function and lead to low testosterone in men.

„Because it’s a systemic pesticide and sprayed in high doses, produce and fruit and nut trees often take up the poison into the parts of the food we eat,“ writes Leah Zerbe in a recent Rodale News piece on Roundup. „Three easy ways to reduce your exposure? Eat organically grown foods … [a]dopt organic lawn care techniques in your yard, and start an organic garden to further reduce your exposure to harmful chemicals.“

Sources for this article include:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0887233311003341

http://www.activistpost.com

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0890623806002711

http://www.greenmedinfo.com/toxic-ingredient/roundup-herbicide

http://www.rodale.com/roundup-dangers?page=0,0


http://www.naturalnews.com/035135_Roundup_herbicide_testosterone.html

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Wie Monsanto, der größte Gen-Konzern der Welt die Nahrung monopolisieren will und dabei die Umwelt zerstört

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