Kampf um die Impfungen – eine Chronik

01.07.2015

Virus-Protein löst Narkolepsie aus

Sie nicken mehrmals am Tag ein, bei intensiven Gefühlen versagen ihre Muskeln: Ärzte stutzen, als vermehrt Kinder an Narkolepsie erkranken. Forscher vermuten einen Zusammenhang mit dem Impfstoff Pandemrix.

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Vorbeugende Impfungen sollen vor Krankheiten schützen. Umso größer war der Schock, als für den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix ein furchtbarer Verdacht aufkam: Im August 2010 informierte die schwedische Arzneimittelbehörde über Narkolepsie-Fälle bei Kindern und Jugendlichen nach der Impfung. Weitere Analysen in Finnland, Irland, Frankreich und England stützten den Verdacht, dass Pandemrix in seltenen Fällen die unheilbare Schlafkrankheit auslösen kann. Inzwischen fließen Entschädigungszahlungen – von Behörden, nicht vom Hersteller.

Die Forderungen richteten sich zwar gegen den Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK), sagt Anwalt Peter Todd, der 75 Betroffene in Großbritannien vertritt. „Aber letztlich wird die britische Regierung GSK entschädigen müssen.“ Denn sie habe den Impfstoff gekauft und die Impfung empfohlen. Auch in Deutschland wurde die Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (Stiko) empfohlen.

Ursache vermutlich gefunden

Über die Ursache dieser Schlafkrankheit wurde lange gerätselt, nun legen Forscher einen möglichen Mechanismus dar. Eine im Fachjournal „Science Translational Medicine“ vorgestellte Studie zeigt, dass ein bestimmtes Virus-Protein, das einer Andockstelle im Gehirn ähnelt, der Auslöser für die Erkrankung sein könnte. In der Folge richte sich das Immunsystem gegen bestimmte, für das Schlafverhalten wichtige Zellen im Gehirn, berichten Forscher um Lawrence Steinman von der Stanford University in Kalifornien.

In den Blutproben finnischer Patienten, die nach der Pandemrix-Impfung eine Narkolepsie entwickelt hatten, fanden sie spezielle Antikörper. Diese würden offensichtlich von dem Virus-Protein aktiviert und attackierten dann die Hypocretin-Andockstellen im Gehirn. Weitere Studien seien aber nötig, um den vorgestellten Mechanismus zu bestätigen, kommentiert Hartmut Wekerle, emeritierter Neuroimmunologe des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried.

Narkolepsie „macht wirklich Angst“

Die Ergebnisse unterstrichen, wie wichtig es sei, aus Impfstoffen alle Bestandteile zu entfernen, die vom Immunsystem mit körpereigenen Strukturen verwechselt werden könnten, betonen die Wissenschaftler um Lawrence Steinman von der Stanford University (Kalifornien). Die Narkolepsie ist eine seltene Schlaf-Wach-Störung, typische Symptome sind Tagesschläfrigkeit und sogenannte Kataplexie, ein plötzlicher Verlust des Muskeltonus bei starken Gefühlen. Sie entsteht, wenn bestimmte Zellen im Gehirn verloren gehen, die den Botenstoff Hypocretin herstellen, der das Wachsein steuert. Vor allem Menschen mit einer bestimmten Genvariante in ihrem Erbgut erkranken. Kinder können zusammenklappen, nur weil sie über etwas Lustiges sehr lachen müssen. Eines von ihnen ist Lucy, die als 13-Jährige plötzlich dauernd vor dem Fernseher einschlief und nach vorn sackte, wenn sie lachen musste.

Ein paar Monate zuvor war sie gegen Schweinegrippe geimpft worden, wie etwa sechs Millionen andere Briten in den Jahren 2009 und 2010. Inzwischen ist Lucy 18 und schläft etwa 40-mal am Tag einfach ein, ohne sich dagegen wehren zu können, wie sie dem britischen „Guardian“ berichtete. Sie verliere zudem die Kontrolle über ihren Körper, wenn sie sich zum Beispiel stark freut oder überrascht ist.

„Ich hatte einige schlimme Erfahrungen, als ich die Treppe runter gefallen bin oder von einem Stuhl auf Fliesen“, sagte sie der Zeitung. „Manchmal kippt mein Hals zu weit nach hinten oder vorn und ich kann nicht richtig atmen, das macht wirklich Angst.“ Lucy kann keinen Führerschein machen und hat den Schulabschluss nur mit größter Mühe geschafft. „Ich war ein totaler Bücherwurm, aber jetzt kann ich nicht mehr richtig lesen, weil ich so viel Energie aufbringen muss, um einen Abschnitt zu schaffen.“ Mit ihren Freunden gehe sie selten aus – in dunklen, chaotischen Clubs fürchte sie um ihre Sicherheit.

Schwieriger Kampf um Entschädigungen

Neben Pocken und Mumps steht auch die Schweinegrippe-Impfung auf der Liste der Impfungen, nach denen in Großbritannien eine Entschädigung beantragt werden kann. 120.000 Pfund, umgerechnet rund 166.000 Euro, bekommt, wer nach einer Impfung „schwer behindert“ ist – also zu 60 Prozent. Doch die Regierung hat lange, wie auch in Lucys Fall, alle Anträge abgewiesen mit der Begründung, die Patienten seien nicht ausreichend geschädigt für die Auszahlung.

Das sah ein britisches Gericht im Fall eines zwölfjährigen Jungen anders. Er kann, so berichten es seine Eltern, nicht unbeaufsichtigt duschen oder mit dem Bus fahren und hat große Probleme in der Schule. Nun soll er die Standard-Entschädigung von 120.000 Pfund für schwere Impfschäden bekommen. Anwalt Peter Todd von der Kanzlei Hodge Jones & Allen ist zuversichtlich, dass auch seine anderen Fälle Erfolg haben werden. Dabei gehe es ihm nicht nur um die 120.000 Pfund: „Ich hoffe, dass wir vollen Schadenersatz bekommen, was sehr viel mehr sein wird.“ Derzeit sei man mit GSK im Gespräch.

„Wir nehmen die Sicherheit der Patienten, die ihre Gesundheit unseren Impfstoffen und Medikamenten anvertrauen, sehr ernst“, heißt es dazu bei dem britischen Pharmakonzern. Ein Sprecher sagt, das Unternehmen erforsche den beobachteten Zusammenhang zwischen Pandemrix und Narkolepsie sowie Wechselwirkungen, die der Impfstoff mit anderen Risikofaktoren im Körper der Betroffenen gehabt haben könnte. Zudem unterstütze GSK die Forschung externer Experten dazu.

Meist Kinder und Jugendliche betroffen

Pandemrix war im September 2009 in der Europäischen Union (EU) zum Schutz gegen den Virusstamm H1N1A/v zugelassen worden. Während der Influenza-Welle 2009/2010 wurden fast 31 Millionen Menschen damit geimpft. Daneben gab es noch Impfstoffe anderer Konzerne. Zurzeit wird Pandemrix in der EU nicht mehr eingesetzt.

In Finnland – wo fast die Hälfte der Bevölkerung geimpft wurde – beantragten 342 Menschen eine Entschädigung, 244 Anträge wurden bewilligt. Insgesamt wurden 22 Millionen Euro gezahlt. Ähnlich ist die Situation in Norwegen und Schweden, weit weniger Fälle gibt es in Dänemark, wo nicht so massiv für die Impfung geworben wurde.

In Frankreich sind etwa 90 Narkolepsie-Fälle als Folge der Pandemrix-Impfung bekannt. Der Anwalt Charles Joseph-Oudin vertritt 76 Anträge auf Entschädigungszahlungen. Bei den Erkrankten handele es sich meist um Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren. Die Höhe der Entschädigungszahlungen liege zwischen 70.000 bis 300.000 Euro, in 3 besonders schweren Fällen bei 600.000 bis 650.000 Euro.

51 Verdachtsfälle in Deutschland

Für Deutschland hat das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen 51 Verdachtsfälle erfasst, in denen ein Zusammenhang zwischen Impfung und Narkolepsie bestehen könnte. 27 davon sind Kinder und Jugendliche. Hinzu kommen je 12 Frauen und Männer.

Mehr als 20 Narkolepsie-Patienten haben einen Antrag auf Entschädigung bei den zuständigen Landesämtern gestellt. Wird ihm stattgegeben, erhalten Betroffene ab einem bestimmten Schädigungsgrad eine lebenslange Grundrente, deren Höhe sich bundesweit einheitlich nach Schweregrad und Einkommensverhältnissen richte, erklärt Bernd Stöber vom Niedersächsischen Landessozialamt.

In Niedersachsen wurden demnach bisher drei Anträge von zwei Männern und einer Frau zwischen 30 und 37 Jahren gestellt, von denen einem zugestimmt, einer abgelehnt und einer noch nicht entschieden wurde. In Sachsen-Anhalt seien zwei Anträge gestellt worden, beide von Männern, sagt Denise Vopel vom Landesverwaltungsamt in Halle.

Deutlich mehr Anträge gab es in Hessen: 15 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens seien bisher gestellt worden, sagt Esther Walter vom Landesversorgungsamt. „11 dieser Anträge wurden abgelehnt.“ Über die verbliebenen vier Anträge solle erst entschieden werden, wenn eine bundesweite Studie des PEI vorliege. Es gebe bundesweit gleich gelagerte Fälle, die derzeit noch zurückgestellt seien.

Die Studie mit Daten von 2007 bis 2011 sei bereits abgeschlossen und stehe vor der Veröffentlichung, heißt es dazu beim PEI. Einer ersten Kurzfassung zufolge stieg die Narkolepsierate bei unter 18-Jährigen seit 2009 an – allerdings schon seit dem Frühjahr, nicht erst mit Beginn der Impfungen am Ende des Jahres.

http://www.n-tv.de/wissen/Virus-Protein-loest-Narkolepsie-aus-article15418401.html

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15.06.2015

Neues Präventionsgesetz: Ohne Impfschutz in Zukunft Kita-Verbot

Ein neues Präventionsgesetz soll unter anderem den Kampf gegen Masern einleiten. Union und SPD arbeiten aktiv daran den Impfschutz in Deutschland zu verbessern. Medienberichten zufolge hat Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bereits mehrere Änderungsanträge entgegengenommen. Am Donnerstag kommt es schließlich zur zweiten und dritten Lesung des Gesetzentwurfs. Einen Tag zuvor soll der Gesundheitsausschuss des Bundestages über die Änderungen befinden.

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Kampf gegen Masern

Kommt es in Zukunft in Kitas und Schulen zum Ausbruch von Masern, können Kinder nach dem neuen Gesetzentwurf von diesen Einrichtungen und anderen Gemeinschaftsunterkünften ausgeschlossen werden. Darüber hinaus sollen Eltern auch ein Bußgeld riskieren, wenn vor der Erstaufnahme der Kinder in einer der genannten Einrichtungen keine ärztliche Beratung über den Impfschutz schriftlich nachgewiesen werden kann. Auch Arbeitnehmer geraten nach dem neuen Präventionsgesetz vermehrt in das Visier von Kontrolleuren. So sollen Arbeitgeber in Zukunft auch die Möglichkeit erhalten den Impfstatus der Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen abfragen zu können. Fehlt es an dem Impfschutz, kann der Mitarbeiter von bestimmten Einsatz-Bereichen ausgeschlossen werden.

Das neue Präventionsgesetzt ist eine Reaktion auf die vergangene Masernwelle, die vor allem in Berlin für tausende Erkrankte sorgte. Ein Kind überlebte die Infektion nicht und starb an den Folgen. Der Druck auf die Politik wuchs und die Rufe nach einer allgemeinen Impfpflicht wurden laut. Impfgegner erhitzten die Debatte weiter.

http://www.trendsderzukunft.de/neues-praeventionsgesetz-ohne-impfschutz-in-zukunft-kita-verbot/2015/06/15/

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20.03.2015

Frankreich zwingt seine Kinder zur Impfung

Der französische Verfassungsrat hat entschieden: Erziehungsberechtigte müssen ihre Kinder gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung impfen lassen. Andernfalls drohen ihnen Bußgelder – und Haftstrafen.

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Die gesetzliche Impfpflicht in Frankreich ist verfassungskonform. Das hat der französische Verfassungsrat (Conseil Constitutionnel) am Freitag entschieden. In Frankreich sind damit weiterhin alle Erziehungsberechtigten verpflichtet, ihre Kinder gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung impfen zu lassen. Andernfalls kann den Kindern der Besuch öffentlicher Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen verweigert werden. Verstöße gegen die Impfpflicht können mit Geldstrafen bis zu 30.000 Euro und mit Haftstrafen bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Ein Ehepaar aus Auxerre hatte den Verfassungsrat am 15. Januar mit einer „vorrangigen Frage zur Verfassungsmäßigkeit“ befasst. Marc und Samia Larère argumentierten, der Impfzwang verstoße gegen das in der Verfassungspräambel verbürgte „Recht auf Gesundheit“. Sie haben sich geweigert, ihre Tochter im Alter von drei Jahren impfen zu lassen, weil sie schädliche Nebenwirkungen des Impfstoffs befürchten.

Auch ihr zwei Jahre alter Sohn wurde nicht geimpft. Die Behörde zum „Mutter- und Kinderschutz“ (PMI) hatte im Fall der Tochter im vergangenen Oktober hatte Anzeige erstattet. Das Strafgericht in Auxerre setzte jedoch das Verfahren zunächst aus und legte dem Verfassungsrat den Fall vor, um die „vorrangige Frage zur Verfassungsmäßigkeit“ klären zu lassen. Nach der ablehnenden Entscheidung des Verfassungsrates wird der Strafprozess gegen das Ehepaar wieder aufgenommen.

Recht auf Gesundheit“

Die „Verfassungsweisen“ argumentierten in ihrer Begründung, das „Recht auf Gesundheit“ beinhalte den Schutz der Bürger vor schweren und ansteckenden Krankheiten wie Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung. Es sei dem Gesetzgeber überlassen, die beste Art und Weise festzulegen, diesen Schutz zu gewährleisten. Die allgemeine Impfpflicht, die im Einzelfall bei medizinischen Bedenken aufgehoben werden könne, verstoße somit nicht gegen die Verfassung.

Die Entscheidung über die Impfpflicht wurde von acht „Verfassungsweisen“ unterzeichnet, darunter der frühere Premierminister Lionel Jospin, der frühere Senator Hubert Haenel und der frühere Präsident der Nationalversammlung, Jean-Louis Debré. Die Mitglieder des Verfassungsrat bedürfen keiner juristischen Berufsqualifikation.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreichs-impflicht-verfassungsmaessig-laut-verfassungsrat-13495547.html

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20.03.2015

Für Masernschutz: „Impfpflicht darf kein Tabu sein“

Angesichts der jüngsten Masernausbrüche, bei denen in Berlin sogar ein Kleinkind starb, will Gesundheitsminister Gröhe mit einem Präventionsgesetz den Druck erhöhen, den Impfschutz ernst zu nehmen. Zugleich bekräftigt er, dass eine Impfpflicht kein Tabu mehr sei. Erste Lesung des Präventionsgesetzes heute im Bundestag. Vor Aufnahme in Kita sollen Eltern künftig einen Nachweis über ärztliche Impfberatung vorlegen. Kassen kritisieren geplante Finanzierung.

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat Ärzte, Kitas, Schulen und Eltern dazu aufgerufen, die Impflücken vor allem bei Jugendlichen zu schließen. „Wenn das nicht gelingt, darf eine Impfpflicht kein Tabu sein“, sagte Gröhe in einem Interview.

Er fügte hinzu: „Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern.“

Impfberatung vor Kita-Start

Mit dem Präventionsgesetz würden wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Impfbereitschaft zu steigern. „Wir müssen alle Gesundheits-Routineuntersuchungen nutzen, um den Impfschutz zu überprüfen. Und bei der Aufnahme in die Kita muss künftig ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden.“

Alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen

Gröhe sagte weiter: „In den parlamentarischen Beratungen zum Präventionsgesetz müssen alle Möglichkeiten auf den Tisch, die dazu beitragen, dass mehr Kinder und Erwachsene gegen gefährliche Infektionskrankheiten geschützt sind.“ Das Gesetz soll im Sommer in Kraft treten – „rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit, in der es üblicherweise vermehrt zu Erkrankungswellen kommt“, so Gröhe.

Kassen sehen geplante Finanzierung skeptisch

Die gesetzlichen Krankenkassen äußerten Vorbehalte gegen das Gesetzesvorhaben. Der Entwurf sehe eine Quersubventionierung einer Bundesbehörde durch Versichertengelder vor, sagte der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer.

Bis 240 Millionen Euro Mehrausgaben

Hintergrund der Kritik ist die Absicht Gröhes, von den 220 bis 240 Millionen Euro Mehrausgaben der Krankenkassen durch das neue Präventionsgesetz etwa 35 Millionen Euro der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung zu stellen. Diese solle damit die Krankenkassen „bei der Erbringung von Leistungen zur Prävention“ unterstützen.

Kiefer sagte: „Für die Präventionsaufgaben der einzelnen Krankenkassen braucht es keine zentralistische Bundesbehörde als Subdienstleister. Wenn der Bund seine eigene Behörde besser finanzieren möchte, dann muss er das selbst machen und nicht aus den Portemonnaies der Beitragszahler.“

Grundsätzlich begrüßte der GKV-Vorstand aber das Gesetzesvorhaben, Primärprävention und Gesundheitsförderung zu stärken.

http://www.focus.de/familie/impfungen/gesundheit-gesundheitsminister-groehe-impfpflicht-kein-tabu-mehr_id_4558035.html

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06.03.2015

Impfung wirkt nicht so wie sie soll

Experten befürchten mehr Grippetote

Zehntausende Menschen sind in Deutschland an Grippe erkrankt. Eine Mutation des Erregers führt dazu, dass die Impfung nicht optimal wirkt. Das kann zu mehr Todesfällen führen.

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Die laufende Grippesaison ist in Deutschland auf dem Höhepunkt angekommen – und hat es in sich. Fast 40.000 Menschen sind bisher nachweislich an Influenza erkrankt, im ganzen Land wird gefiebert, geschnupft und gehustet. Dazu kommt noch ein Negativ-Effekt: Ein wandlungsfreudiges Grippevirus hat eine Komponente der Impfung außer Kraft gesetzt. Geimpfte haben damit keinen so guten Schutz wie in anderen Jahren. Grippeforscher rechnen deshalb damit, dass es zum Ende der Saison mehr Tote geben könnte als sonst in einem Winterhalbjahr üblich.

Für Belege ist es aber zu früh. Noch läuft die Grippewelle auf Hochtouren, und mehr als doppelt so viele Patienten wie sonst im Winter gehen wegen Atemwegserkrankungen zum Arzt. Darunter sind besonders viele Erwachsene zwischen 39 und 59 Jahren. „Zu rund 60 Prozent ist es dann auch die Grippe“, sagt Silke Buda, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Berliner Robert Koch-Institut (RKI). „Die aktuelle Influenza-Saison gehört sicher zu einer der schwereren Wellen der vergangenen Jahre.“ Allein in der neunten Kalenderwoche kamen 12.000 bestätigte neue Fälle hinzu. Dass die Zahl der Arztbesuche Ende Februar nicht noch weiter gestiegen ist, könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass sich die Lage in den kommenden Wochen bessert.

Mehr Grippe- als Verkehrstote

Dass Grippe-Zahlen von Jahr zu Jahr schwanken, ist normal. Von den hohen Erkrankungszahlen her ist die aktuelle Welle mit der Saison 2012/13 vergleichbar. Von der Dominanz einer der drei Grippeviren – Typ A H3N2 – ähnelt sie aber eher dem Winter 2008/2009. Das sind beides keine guten Nachrichten: Vor sieben Jahren gab es geschätzte 18.000 Grippetote in Deutschland, vor zwei Jahren waren es geschätzte 20.000. Es sei noch zu früh zu sagen, ob es nun erneut zu einer deutlich höheren Sterblichkeit durch die Grippe kommt, betont Buda.

Die Schätzungen auf Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamts seien erst mit mehr als einem Jahr Abstand möglich. Durchschnittlich gibt es geschätzte 8000 bis 11.000 Grippetote pro Jahr. Allein das sind mehr als doppelt so viele Menschen wie jedes Jahr in Deutschland bei Verkehrsunfällen sterben. „Es gibt aber keine Durchschnittsgrippewelle, so dass auch die Zahl der Grippetoten von Jahr zu Jahr schwankt“, betont Buda. Jede Saison habe ihre eigenen Charakteristika.

Gefürchtete Mutationen

In der aktuellen Welle zirkuliert bisher zu 80 Prozent der Subtyp A H3N2. Mit diesem Typ haben Experten unangenehme Erfahrung: Er scheint regelmäßig schwerere Grippewellen auszulösen. A-Viren haben darüber hinaus eine größere Neigung, sich zu verändern, berichtet Buda. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geschah das in den vergangenen 25 Jahren viermal.

Ganz anders das gefürchtete Schweinegrippe-Virus vom Subtyp A H1N1: Es blieb seit 2009 stabil, obwohl gerade hier Mutationen befürchtet wurden. Seit der WHO-Impfempfehlung für die Nordhalbkugel von Ende Februar 2014 hat sich das H3N2-Virus auch in Deutschland verändert, berichtet Buda. „Das bleibt hoffentlich ein Ausreißer“, ergänzt die Expertin.

Ältere Menschen besonders gefährdet

Denn jede Veränderung bedeutet, dass das im Vakzin enthaltene Eiweiß nicht mehr mit dem Oberflächeneiweiß des Erregers übereinstimmt. Das hat zwei gravierende Folgen: „Bei Menschen, die in früheren Jahren mal eine Grippe mit H3N2 hatten, gibt es für das Immunsystem dann keinen Wiedererkennungseffekt“, erläutert Buda. Dadurch werden mehr Menschen nach einer Infektion krank.

Auch die Grippeimpfung kann bei einem veränderten Virus nicht den erwarteten Schutz erzielen. Denn die Komponente gegen A H3N2 wirkt schlechter oder gar nicht. Gefährlich ist ein nur schwach wirkendes Vakzin vor allem für geimpfte alte Menschen mit Vorerkrankungen. „Je schwächer das Immunsystem ist, desto schwerer kann es auf ein neues Influenza-Virus angemessen reagieren“, erläutert Buda. Damit wachse die Gefahr von Komplikationen. Wenn dann zur Grippe-Vireninfektion noch eine Bakterieninfektion wie zum Beispiel eine Lungenentzündung kommt, kann es für betagte Patienten eng werden. Viel seltener rafft die Grippe junge, gesunde Menschen hinweg – ausgeschlossen ist auch das aber nicht.

Keine Alternative zum Impfschutz

„Trotz aller Bemühungen bleibt es schwer, die genauen Influenza-Subtypen, gegen die der Impfstoff wirken muss, so weit im Voraus schon zu bestimmen“, sagt Carlos Guzman, Experte am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Ein universeller Impfstoff, der auch gegen Varianten der Subtypen wirken könnte, befinde sich erst im Stadium der Grundlagenforschung, ergänzt Buda. „Für die nächsten Jahre ist das nicht absehbar.“ Es sei trotzdem auf jeden Fall sinnvoll, sich auch in diesem Herbst wieder impfen zu lassen, betonen beide Experten. Denn es gebe keine Alternative zum Impfschutz – auch wenn die Wirkung leider nicht immer garantiert werden könne.

Nur wenn sich die Viren nach der WHO-Empfehlung und der massenhaften Produktion von Impfstoff nicht verändern, kann die Impfung gut schützen. In Deutschland liegt die Impfquote mit rund 30 Prozent bei Grippe ohnehin sehr niedrig. Für ältere Menschen empfiehlt die WHO zum Beispiel eine Grippe-Impfquote von 75 Prozent. Allein die Impfmüdigkeit der Deutschen gegen das Virus macht es Grippewellen hier also leichter – und zwar jedes Jahr. Und je mehr Menschen krank werden, desto größer sei auch die Gefahr von schweren Verläufen, sagt Buda. Und damit von Todesfällen.

http://www.n-tv.de/wissen/Experten-befuerchten-mehr-Grippetote-article14645151.html

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26.02.2015

Nur geimpfte Schüler und Lehrer dürfen zum Unterricht

Am Wald-Gymnasium ist am Mittwoch wegen eines Masernfalls der Unterricht abgebrochen worden. Wer ab Donnerstag ins Schulgebäude will, muss seinen Impfausweis vorlegen. Ungeimpfte bleiben erst einmal außen vor.

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Donnerstagmorgen, Waldschulallee, Berlin-Eichkamp. Wer keinen Impfpass hat, darf das Gelände der Wald-Schule nicht betreten. Das Gesundheitsamt sei im Einsatz und prüfe die Impfbücher im Klassenzimmer, sagte Schulleiter Wolfgang Ismer am Morgen. Dieser begründet seine Entscheidung damit, dass „wir eine gemeinsame Mensa für alle Schüler haben“, also für die jüngeren Schüler und auch für die der Oberstufe; die Viren würden sich drei Stunden in der Raumluft halten. Deshalb habe er sich am Vortag für die Vorsichtsmaßnahme entschieden. Der Junge sei seit 17. Februar erkrankt; das Gesundheitsamt habe ihn über die Diagnose am Mittwoch informiert.

Am Vortag gegen 11 Uhr war das Wald-Gymnasium wegen eines Masernausbruchs kurzfristig geschlossen worden, nachdem der Fall von Masern bekannt geworden ist. Wie der Tagesspiegel über eine Rundmail an Schüler und Lehrer der Schule erfahren hatte, wurde der Unterricht aller Jahrgangsstufen abgebrochen. Am Donnerstagmorgen sollten sich Schüler und Lehrer mit ihrem Impfnachweis in der Schule einfinden. Laut dem Rundbrief wird der Anteil der ungeimpften Schüler auf zehn Prozent geschätzt.

Wer geimpft ist, soll weiter unterrichtet werden. Ungeimpfte dürfen laut dem Rundschreiben das Schulgelände bis zum 3. März nicht mehr betreten. Dieser Termin gelte als Ende der Inkubationszeit. Schulleiter Wolfgang Ismer habe dieses Vorgehen „in Absprache mit den Verantwortlichen auf Regional- und Landesebene“ beschlossen, heißt es in der Mitteilung. Die Charlottenburg-Wilmersdorfer Gesundheitsstadträtin Elfi-Jantzen (Grüne) sowie die Pressestelle der Senatsverwaltung für Bildung waren für Rückfragen zunächst nicht erreichbar.

Erst am Montag war in der Carl-Zeiss-Sekundarschule in Lichtenrade der Unterricht komplett ausgefallen, nachdem am Freitag zuvor die Masernerkrankung eines ungeimpften Schülers bekannt geworden war. Gesundheitsstadträtin Sibyll-Klotz (Grüne) hatte diese Entscheidung im Nachhinein als „vollkommen überzogene Maßnahme“ kritisiert. In der Schule war die Entscheidung allerdings überwiegend positiv aufgenommen worden.

In Berlin haben sich in diesem Jahr bereits mehr als 600 Menschen mit der hoch ansteckenden Krankheit infiziert. Die Zahl der Fälle steigt täglich.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/masern-an-gymnasium-in-berlin-charlottenburg-nur-geimpfte-schueler-und-lehrer-duerfen-zum-unterricht/11425910.html

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26.02.2015

Die wirre Gedankenwelt der Impfgegner

In Berlin grassieren die Masern – und die irrationale Angst vor dem Impfen. Jetzt ist sogar ein Kleinkind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Höchste Zeit für Aufklärung

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Impfen ist zweifellos eines der Lieblingsthemen von Verschwörungstheoretikern. Wer eine Reise in die wirre Gedankenwelt dieser Leute machen will, begibt sich am besten ins Internet, wo jede noch so krude These nicht nur ihre Heimat, sondern leider auch epidemische Verbreitung findet. So war zum Beispiel auf der Homepage von »secret.tv« im Blick auf die Schweinegrippe-Impfung von einem »gewaltigen Verbrechen gegen die Menschheit« die Rede, »das offenbar nur ein Ziel verfolgt: den Genozid breiter Teile der Bevölkerung«. Ein Zentralorgan hartnäckiger Impfgegner ist die Webpräsenz »impfkritik.de«, deren Betreiber – ein gelernter Molkereifachmann – jegliches Impfen als Teufelswerk verdammt und stets dunkle Pharmamächte am Werk sieht, wenn es darum geht, einer Krankheit durch Vakzine Herr zu werden. Nun darf natürlich jeder seine Sicht der Dinge äußern, und sei sie noch so abstrus.

Pseudowissenschaftliche Begründungen

Aber es besteht eben doch ein gravierender Unterschied zwischen der Behauptung, die Erde sei eine Scheibe, und der organisierten Angstmache vor Impfstoffen mit pseudowissenschaftlichen Begründungen. Denn während Ersteres als harmlose Spinnerei abgetan werden kann, besteht bei Letzterem die Gefahr einer weitverbreiteten Impfangst mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Volksgesundheit. Welches Ausmaß die Panikmache annehmen kann, wurde im Schweinegrippejahr 2009 in Deutschland deutlich, wo allerlei von notorischen Impfgegnern in die Welt gesetzte Warnungen auch noch durch ein unkoordiniertes Verhalten der Gesundheitsbehörden Aufwind erhielten. Wer aber erst einmal verunsichert ist, der ist erwiesenermaßen weniger empfänglich für Gegenargumente, und seien sie wissenschaftlich noch so fundiert.

Während die Schweinegrippe grassierte (oder zumindest zu grassieren drohte), machte in Windeseile der von einer Ärztin in Umlauf gebrachte Hinweis die Runde, wonach der dem H1N1-Impfstoff beigesetzte Impfverstärker Squalen das sogenannte Golfkriegssyndrom (dazu gehören unter anderem chronische Erschöpfung, Muskelrheuma und Gedächtnisstörungen) verursachen könne. Aber erstens enthielt jener Anthrax-Impfstoff, der nach dem zweiten Golfkrieg als Auslöser des gleichnamigen Syndroms ins Gerede gekommen war, überhaupt kein Squalen. Und zweitens kann nach umfangreichen Untersuchungen mittlerweile ein Zusammenhang zwischen der Anthrax-Impfung und den beobachteten Symptomen ausgeschlossen werden.

Trotzdem kam das Gerücht in die Welt, das sich auf seinem Siegeszug nicht mehr aufhalten ließ. Eine ähnliche Persistenz dürfte der These des britischen Arztes Andrew Wakefield beschieden sein, der 1998 behauptet hatte, dass die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) unter anderem Autismus auslösen könne. 31 Studien später war klar, dass Wakefield, der übrigens Patente für eine alternative Impfvariante eingereicht hatte, völlig danebenlag: Geimpfte Kinder erkranken nicht häufiger an Autismus als ungeimpfte. Aber wie gesagt: Die Impfgegner im Internet werden schon dafür sorgen, dass trotzdem irgendwas hängen bleibt.

Die Vorbehalte gegen das Impfen sind beinahe so alt wie die Immunisierung selbst. So machte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Deutsche Reichsverband zur Bekämpfung der Impfung mit mehreren Hunderttausend Mitgliedern gegen die Pflicht zur Impfung gegen Pocken mobil – eine Krankheit, die nicht lange zuvor in Europa noch gewütet hatte wie die Pest und die dank entsprechender Vakzine inzwischen ausgerottet ist. Natürlich war das Impfen anfangs noch mit weitaus höheren Risiken verbunden als heute, weil die Methoden damals noch längst nicht so ausgeklügelt waren wie heute: Immer wieder löste der Pockenimpfstoff die Krankheit selbst aus; Wirkstoffe gegen Kinderlähmung enthielten teilweise Tumorviren von Affen, und 1930 starben in Lübeck 77 von 251 Säuglingen, weil die zur Immunisierung verabreichten Tuberkulosebazillen nicht abgeschwächt waren.

Großer Erfolg in der Medizingeschichte

Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass gerade Kinderlähmung und Diphterie in Deutschland und anderswo durch konsequente Impfprogramme nahezu vollständig verdrängt werden konnten. Impfen ist nicht nur, wie das Paul-Ehrlich-Institut es lakonisch auf den Punkt bringt, »eine der wirksamsten prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten«. Es ist auch einer der größten Erfolge in der Medizingeschichte schlechthin. Nur zur Erinnerung: Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert starben hierzulande rund 160 von 1000 Kindern bis zum Alter von fünf Jahren an Infektionen wie Diphtherie, Wundstarrkrampf, Polio, Keuchhusten oder Masern.

Natürlich existieren auch beim Impfen gewisse Restrisiken, so minimal sie inzwischen auch sein mögen. Professor Stefan H. E. Kaufmann, Impfexperte am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, spricht von Impfrisiken in der Größenordnung zwischen 1:500.000 bis zu 1:1 Million im Bereich der etablierten Impfstoffe. Denn Vakzine sind, wie alle anderen Arzneimittel auch, nicht frei von Nebenwirkungen. Gleichzeitig werden an die Sicherheit von Impfstoffen aber höhere Anforderungen gestellt als etwa an Medikamente zur Behandlung schwerer Erkrankungen, weil Schutzimpfungen ja grundsätzlich bei gesunden Personen eingesetzt werden und somit eine besonders vorsichtige Risiko-Nutzen-Abwägung zu gelten hat. Die Rede ist hier natürlich nicht von harmlosen Begleiterscheinungen wie Hautrötungen oder leichtem Fieber, die nach einer Impfung schon mal auftreten können. Sondern von ernsten Nebenwirkungen wie Gesichtslähmung (Guillain-Barré-Syndrom) oder chronische Erschöpfung bis hin zum Tod.

Das Paul-Ehrlich-Institut sammelt die Daten zu gemeldeten Verdachtsfällen einer »über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung« und meldet für die Jahre von 2001 bis 2009 insgesamt 65 Todesfälle bei Erwachsenen, wobei die Bandbreite von septischem Schock über Leberversagen bis zu plötzlichem Herztod reicht. Bei Kindern beläuft sich die Zahl möglicher Todesfälle im gleichen Zeitraum auf 107, viele davon starben an plötzlichem Kindstod. Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das Impfen sollte keinesfalls als ursächlich für den Tod dieser Menschen angesehen werden; die allermeisten Opfer litten gleichzeitig unter teilweise schweren Erkrankungen. Zudem existiert nach derzeitigem Kenntnisstand kein wissenschaftlicher Nachweis für einen Zusammenhang zwischen Impfung und plötzlichem Kindstod. Verschwörungstheoretiker werden sich natürlich dennoch ihren ganz eigenen Reim darauf machen.

http://www.cicero.de/salon/medizin-und-verschwoerungstheorie-die-wirre-gedankenwelt-der-impfgegner/58918

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24.02.2015

Masern sind viel gefährlicher als die Impfung

Jedes Mittel hat Nebenwirkungen, sonst würde es nicht helfen – so auch die Masern-Impfung. Doch deren Gesundheitsrisiken sind weit geringer, als wenn ein Kind erkrankt. von Paul Blickle und Alina Schadwinkel

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Soll ich mein Kind gegen Masern impfen lassen oder nicht? Nach dem Ausbruch in Berlin und dem mittlerweile bestätigten Masern-Tod eines Kleinkindes ist die Frage wieder einmal in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Im Büro, in der Nachbarschaft und nicht zuletzt in Kitas diskutieren Eltern die Vor- und Nachteile einer Impfung. Vor allem jene, die mögliche Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Fieber oder Gehirnentzündung fürchten, verschaffen sich derzeit besonders Gehör. Doch eine Grafik von ZEIT ONLINE basierend auf Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verdeutlicht: Die Risiken einer Impfung sind weit geringer als die Risiken, die im Fall einer Masern-Erkrankung auftreten.

Das Masern-Virus ist äußert aggressiv. Fast jeder, der Kontakt zu einem Erkrankten hatte, steckt sich an – außer er ist geimpft. Gegen Masern bekommt der Nachwuchs zumeist ein kombiniertes Mittel gegen Mumps, Röteln und gegebenenfalls Windpocken. Davon leitet sich die Abkürzung „MMR-Impfung“ ab.

Ohne Nebenwirkung keine Wirkung

Sie erfolgt in zwei Schritten: Kleine Kinder sollten im Alter von 11 bis 14 Monaten das erste Mal geimpft werden. Herrscht eine Ansteckungsgefahr wie dieser Tage, oder wird das Kind in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut, sollte die Erstimpfung frühestens ab dem neunten Monat erfolgen. Die zweite Impfung sollten Kinder dann frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung bekommen, und spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres, mit 23 Monaten. Bei älteren Kindern oder Jugendlichen ohne Schutz empfiehlt die Ständige Impfkommission, die Impfungen möglichst bald nachzuholen.

Wer das Mittel bekommt, reagiert möglicherweise sichtbar darauf. Hier greift eine alte Regel: Ohne Nebenwirkung keine Wirkung. Das heißt, der Impfstoff regt das Abwehrsystem des Körpers an, in manchen Fällen stärker als gewünscht. Natürliche Impfreaktionen sind beispielsweise eine Hautrötung oder Schwellung, sie sind ungefährlich. Ebenso leichtes Fieber oder Kopfschmerz. Gravierende Symptome, die eine Gefahr für die Gesundheit des Kindes darstellen, treten äußerst selten auf.

Das mag manchen Eltern als Gegenargument reichen – ihr Kind leidet schließlich. Dass es ein „seltener Fall“ ist, spielt im ersten Moment nur eine untergeordnete Rolle. Doch den Nachwuchs wegen des Risikos nicht impfen zu lassen, ist eindeutig gefährlicher. Denn hat ein Kind die Masern, schädigt das Virus den Körper weit häufiger und stärker, als es der Impfstoff je könnte, wie unsere Grafik zeigt:

Auch wenn wegen der Forderungen nach einer Impfpflicht und Warnungen vor Impflücken zuletzt ein anderer Eindruck entstanden sein könnte: Deutschland ist kein Land der Impfgegner. Mehr als 90 Prozent aller Kinder hierzulande sind nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Zeitpunkt der Einschulung gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. Seit 2002 werden es Jahr für Jahr mehr.

Die eigene Impfung trägt zum Wohl aller bei. Allerdings lässt sich das Virus nur dann vollends stoppen, wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung einen ausreichenden Schutz gegen die Masern aufweisen. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, es fehlen wenige Prozente. Das jedoch ist eine Gefahr für all jene, die nicht geimpft sind. Der aktuelle Ausbruch ist dafür das beste Beispiel.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-02/masern-impfung-risiko-nebenwirkung

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21.02.2015

Masernwelle in Berlin – Koalition droht mit Impfpflicht

Berlin erlebt zurzeit die größte Masernwelle seit der Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001. Nun droht eine Verschärfung des Gesetzes: Bundespolitiker diskutieren eine Impfpflicht.

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Immer mehr deutsche Großstädte werden zurzeit von einer Masernwelle erfasst. Am schwersten sind Berlin und Leipzig betroffen. Allein in der Bundeshauptstadt wurden in den ersten acht Wochen dieses Jahres mit 447 Fällen mehr Masernerkrankungen gemeldet als deutschlandweit im gesamten vergangenen Jahr.

Der Ausbruch versetzt die schwarz-rote Koalition in Alarmbereitschaft. Gesundheitspolitiker von CDU und SPD drohen nun mit der Einführung einer Impfpflicht. „Wir brauchen jetzt eine konzertierte Aktion von Gesundheitspolitikern aller Parteien und von den Ärzteverbänden, um eine große Impfwelle in Gang zu setzen„, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach.

Nötig sei in den nächsten Wochen ein Kraftakt zur Steigerung der Impfbereitschaft. „Wenn das nicht gelingt, muss eine Impfpflicht für Kleinkinder der nächste Schritt sein.“ Lauterbach bekommt damit Zustimmung vom Koaltionspartner. Auch der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn fordert eine härtere Gangart gegen Impfskeptiker.

Größter Ausbruch seit 2001 in Berlin

Seit dem Beginn der Welle in Berlin im Oktober bis zum 18. Februar sind laut Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) 530 Fälle gemeldet worden. Damit ist dieser Ausbruch der größte seit der Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001. Bisher lag der Spitzenwert bei 493 Fällen im Jahr 2013. Allein in der vergangenen Woche hätten sich 70 Menschen neu angesteckt, berichtete das Landesamt.

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie schwächen das Immunsystem und können bei Komplikationen zu schweren Infektionen wie Lungen- und Gehirnentzündungen führen. Seit Beginn des aktuellen Ausbruchs mussten 144 Menschen ins Krankenhaus. 426 Patienten – das sind 89 Prozent – gaben bisher an, dass sie nicht gegen Masern geimpft waren.

Inzwischen haben die Berliner Gesundheitsbehörden dazu aufgerufen, den Impfschutz bei Kindern und Erwachsenen zu überprüfen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

http://www.morgenpost.de/berlin/article137696116/Masernwelle-in-Berlin-Koalition-droht-mit-Impfpflicht.html

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18.01.2015

Impf-Studie mit 300.000 Kindern zeigt: Grippeimpfung wirkungslos

In Deutschland gibt es keine gesetzlich verankerte Impfpflicht, dennoch sind vollständige Impfpässe in vielen Bildungs-Einrichtungen eine Voraussetzung für die Aufnahme von Kindern, was als indirekte Impfpflicht aufzufassen ist.

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Anders sieht es in den USA aus, wo zum Beispiel jährliche Grippe-Impfungen in Bundesstaaten wie New Jersey seit 2008 verpflichtend sind. Dies wird unter Umständen mit Polizeigewalt durchgesetzt.

Aber welchen Effekt haben Grippeimpfungen überhaupt. Was sagen wissenschaftliche Untersuchungen. Zu diesem Thema hat der Arzt Dr. Frank Lipman verschieden Ergebnisse von US-amerikanischen Grossstudien über Grippeimpfungen und ihre Wirksamkeit bei verschiedenen Altersgruppen zusammengefasst:

Grippe-Impfungen wirken…

nicht bei gesunden Babys: Bei einer Untersuchung bestehend aus 51 Studien mit mehr als 294.000 Kindern wurden keine Anhaltspunkte gefunden, dass eine Grippe-Impfung bei 6 bis 24 Monate alten Kindern effizienter ist als ein Placebo. Bei Kindern über 2 Jahren wirkte die Impfung bei 33 Prozent bei der Verhinderung einer Ansteckung.

nicht bei Kindern mit Asthma; Studie 1: Bei einer Studie mit 800 asthmatischen Kindern wurde die Hälfte geimpft und die andere Hälfte erhielt keine Impfung. Beide Gruppen wurden in Hinsicht auf Klinikbesuche, Notaufnahmen und Hospizbesuche verglichen. Ergebnis: Die Studie versagte bei der Beweiserbringung, dass Grippeimpfungen einer Verschlimmerung von Asthma bei Kindern entgegenwirken.

nicht bei Kindern mit Asthma; Studie 2: “Der Totimpfstoff führt nicht zu einer Verminderung von durch Grippe verursachten Hospizbesuchen, insbesondere in Verbindung mit Asthma…Tatsache ist, dass geimpfte Kinder sogar dreimal gefährdeter sind als nicht-geimpfte Kinder.”

nicht bei Erwachsen: In einer aus 48 Berichten bestehenden Untersuchung (mit mehr als 66.000 Erwachsenen) , “reduzierten die Grippe-Impfungen die Anzahl der Grippe-Infektionen nur um 6 Prozent und die Anzahl der Arbeitsausfälle um 0.16 Tage. Ein Einfluss auf die Anzahl der Krankenhausbesuche oder Arbeitsausfälle war nicht feststellbar.”

nicht bei Senioren: Ein 64 Studien umfassender Bericht, der sich über 98 Grippeperioden erstreckt und ältere in Pflege befindliche Menschen betraf, zeigte, dass Grippeimpfungen zur Vorbeugung bei Grippe, ILI oder Lungenentzündung keine signifikante Wirkung zeigen.

Was ist in einer Standard-Grippe-Impfung enthalten?

Formaldehyde: Krebserreger

Thimerosal (Quecksilber)

Eiweiss und aviäre Viren

Polysorbate 80: Allergen; Unfruchtbarkeit bei Mäusen

Triton X100: Reinigungsmittel

Saccharose: Haushaltszucker

Harz: bekanntes Allergen

Gentamycin: Antibiotikum

Gelatine: bekanntes Allergen

Quellen: epochtimes.de/The Truth About the Flu Shot vom 17.01.2015

http://www.pravda-tv.com/2015/01/impf-studie-mit-300-000-kindern-zeigt-grippeimpfung-wirkungslos/

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10.12.2014

Vor Kita-Besuch soll Impfberatung zur Pflicht werden

Eltern, die ihr Kind erstmals in eine Kindertagesstätte schicken, sollen künftig eine Impfberatung absolvieren müssen. Das sieht nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor. Er soll voraussichtlich am 17. Dezember im Kabinett behandelt werden.

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„Wir wollen damit die Eltern an die Impfempfehlungen erinnern und die Impfraten erhöhen“, sagte eine Sprecherin von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der Zeitung. Trotz aller Aufklärungskampagnen ist es bislang nicht gelungen, Kinderkrankheiten wie Masern oder Mumps auszurotten.

Spätfolgen drohen

Kinderärzte sehen dies mit Sorge, zumal in Deutschland immer mehr Kleinkinder in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden. Gerade für sie ist das Risiko, an Spätfolgen wie der tödlichen Maserngehirninfektion SSPE zu erkranken, deutlich erhöht.

„Ein erster Schritt in die richtige Richtung“

Kinderärzte begrüßen die Pläne der Regierung. „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um die Impfquoten in Deutschland zu erhöhen“, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, der Zeitung. Dem Verband gehen die Pläne aber nicht weit genug. Er fordert eine Impfpflicht für alle Kinder, die öffentlich finanzierte Kitas und Schulen besuchen.

http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_72112910/impfberatung-vor-kita-besuch-soll-zur-pflicht-werden.html

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28.11.2014

Italien zieht Impfstoff-Chargen von Novartis zurück

Es sei nur eine „Vorsichtsmaßnahme“, teilen die italienischen Behörden mit: Nach mehreren ungeklärten Todesfällen haben sie zwei Impfstoff-Chargen des Novartis-Grippe-Impfstoffes Fluad vorerst verboten.

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Nach mehreren noch ungeklärten Todesfällen haben die italienischen Behörden einen Impfstoff gegen die Grippe vorerst verboten. Es handle sich um zwei Chargen des Mittels Fluad des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, teilte die italienische Arzneimittelbehörde (Aifa) am Donnerstag mit. Das Ganze sei eine „Vorsichtsmaßnahme“, hieß es.

Italienischen Medienberichten zufolge waren Mitte November im Süden von Italien zwei Frauen und ein Mann im Alter zwischen 69 und 87 Jahren gestorben, nachdem sie mit dem Mittel gegen Grippe geimpft wurden. Ein 92-jähriger Mann liegt demnach in lebensbedrohlichem Zustand im Krankenhaus.

Novartis bestätigte die Suspendierung der Impfstoff-Chargen. Bislang sei der Zusammenhang zwischen dem Mittel und den Todesfällen aber noch nicht bewiesen, erklärte das Unternehmen. Eine Untersuchung des Stoffs habe ergeben, dass dieser allen Produktions- und Qualitätsvorgaben entsprochen habe. Die beanstandeten Chargen des Impfstoffs waren in einer Novartis-Fabrik in der Toscana hergestellt worden.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/nach-todesfaellen-italien-zieht-impfstoff-chargen-von-novartis-zurueck/11046860.html

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06.10.2014

Impfungen: Bill Gates Foundation in Indien unter Beschuss

Die Bill & Melinda Gates Foundation, sowie zwei von ihr finanzierte Organisationen und die WHO werden in Indien vom Obersten Gerichtshof angeklagt. Grund sind mögliche Versuche an zehntausenden Kindern, die ohne Einwilligung und Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft wurden.

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Im Jahr 2009 wurden in mehreren Schulen im indischen Khammam-Bezirk in Telangana 16.000 Mädchen zwischen neun und 15 Jahren gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft. Der Gardasil-Impfstoff vom Hersteller Merck gegen das Human Papilloma Virus (HPV) wurde unter staatlicher Aufsicht in drei Dosen verabreicht.

Monate später wurden viele Mädchen krank und bis 2010 verstarben fünf von ihnen. Zwei weitere Todesfälle gab es in Vadodara, Gujarat, wo schätzungsweise 14.000 Kinder gegen das HPV-Virus geimpft wurden, allerdings mit dem Impfstoff Cervarix von GlaxoSmithKline. Zuvor hatten Medien gemeldet, dass auch in Kolumbien dutzende Mädchen aus der selben Ursache in Krankenhäuser eingeliefert worden seien, nachdem ihnen Gardasil verabreicht wurde. Am 30. August des vergangenen Jahres legte ein Ausschuss eine Beobachtungsstudie über die Unregelmäßigkeiten vor, worin festgestellt wurde, dass den zuständigen Behörden in einem Großteil der Fälle keine ordnungsgemäßen Einverständniserklärungen für die Impfungen der Kinder vorlagen.

Laut einem Bericht von Health Impact News sind die Gates Foundation und zwei von ihr finanzierte Organisationen, PATH (Program for Appropriate Technology in Health) und GAVI (Global Alliance for Vaccines and Immunization) dafür verantwortlich, weshalb sich nun der Oberste Gerichtshof Indiens der Sache annimmt. Die indische Economic Times zitierte in einem aktuellen Beitrag einen der Verfasser der Petition, dass es unmoralisch sei, wenn dieselben Personen die Vorteile von Impfungen propagieren, welche auch gleichzeitig in deren Entwicklung investieren.

Dem vorausgegangen war eine Petition, in der es hieß, dass die Gates Foundation, PATH und die WHO fahrlässig und auf kriminelle Weise Impfstoffe an anfälligen und ungebildeten Personen getestet hätten, und zwar ohne Einwilligung und ohne Beratung über mögliche Nebenwirkungen.

Bereits vor zwei Jahren waren Berichte erschienen, laut denen die Gates Foundation in Indien für Lähmungen nach Polio-Impfungen in über 47.000 Fällen verantwortlich gemacht wurde.

http://www.gegenfrage.com/impfungen-bill-gates-stiftung-indien-unter-beschuss/

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06.09.2014

CNN-Sendung pro Impfen: Autismus-Eltern wehren sich gegen Propaganda

Für einen Beitrag, der mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen und der Entwicklungsstörung Autismus kategorisch abstritt, hat der US-Sender CNN mächtigen Gegenwind bekommen: Eltern autistischer Kinder starteten eine Socialmedia-Kampagne, um das zu widerlegen, was sie als Propaganda der Pharmaindustrie bezeichnen. Sie sagen, dass die Zukunft ihrer Kinder durch Impfungen ruiniert wurde. Unter dem Titel „Hear This Well“ wurden innerhalb weniger Tage über 300 Videos mit persönlichen Statements und Schicksalen gepostet, die eine Botschaft vereint: „Impfungen verursachen Autismus“.

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Ein Whistleblower war der Anlass

Am 27. August hatte CNN seinen Bericht gesendet, der sich auf „67 Studien” berief, wonach von Impfungen keine Autismus-Gefahr ausginge. Das Thema war heiß, denn am gleichen Tag hatte Dr. William Thompson, Arzt am US-Regierungsinstitut „Centers of Disease Controll“ (CDC) eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin erneuerte der Whistleblower seine bereits bestehende Aussage, Teil eines Teams gewesen zu sein, dass im Auftrag der CDC eine Studie gefälscht habe, um den Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus zu verschleiern.

Kein großes US-Medium berichtete die Story, doch in den alternativen Medien und der Socialmedia schlug sie hohe Wellen. Als der CNN schließlich einen Beitrag sendete, der den möglichen Zusammenhang kategorisch verleugnete, reagierten betroffene Familien mit eigenen Youtube-Videos.

Der erste Clip kam von Polly Tommey, Leiterin des Autism Media Channel und langjährige Verfechterin von Impf-Sicherheit. Ihr war bei der CNN-Sendung der Kragen geplatzt:

Manchmal wünsche ich, diese Reporter würden mal einen Tag wie wir leben und klarkommen müssen. Mit dem Schreien, dem Kopf an die Wand knallen, den Windeln und der Angst. (…) Vielleicht würden sie dann über ihre Aussagen nachdenken“, so Tommey zu EPOCH TIMES. Sie gründete den Youtube-Channel „Hear This Well: Breaking the Silence on Vaccine Violence“. Mütter, Väter, Großeltern, Geschwister – ja sogar nicht betroffene Personen reagierten und erzählten ihre Geschichten.

Erschütternde Berichte betroffener Eltern

Eines haben alle Kurzberichte der Autismus-Betroffenen gemeinsam: Sie benennen Impfungen als eindeutigen Auslöser. Am Anfang steht immer ein normal entwickeltes Kind, dass innerhalb von Stunden nach einer Injektion extreme Symptome entwickelte. Meistens, aber nicht immer, nach der „Mumpf-Masern-Röteln-Impfung“.

Eine Mutter nahm das Stöhnen ihres erwachsenen, autistischen Sohns auf, während sie seinen Kopf streichelte. Ein andere hielt das Foto ihrer Tochter hoch, die nach jahrelangem Kampf gegen die „Nebenwirkungen“ einer Impfung gestorben war. Ein junges Paar beschrieb ihre beiden Kinder, das ungeimpfte völlig gesund, das andere ein Pflegefall.

Impfungen haben meine Familie zerstört“

Erik Nanstiel ist alleinerziehender Vater einer stummen, 15-jährigen Tochter. Bei ihr brach nach einer Masern-Impfung nicht nur der Autismus, sondern auch die Masern aus. Ihre Mutter steckte sich an und entwickelte daraufhin Multiple Sklerose. Heute wird die Mutter in einem Heim gepflegt, während Nanstiel allein für sein autistisches Kind sorgt. „Impfungen haben meine Familie zerstört“, sagt er. Sein Video, kaum zwei Tage alt, wurde über 2000 Mal auf Facebook geteilt.

Ein älterer Herr, den in der Community der Impfkritiker niemand kannte, schockierte mit einem erschütterndem Bericht: Er hielt ein Baby-Foto seines Sohnes hoch, der mit acht Monten überdurchschnittlich entwickelt war, zu sprechen und zu laufen begonnen hatte und sogar versucht hatte, wie sein Papa mit Schraubenziehern umzugehen. Nach einer Impfung habe er alle diese Fähigkeiten verloren, so sein Vater. „Er liegt jetzt mit Windeln im Schlafzimmer. Er ist 32 Jahre alt. Impfungen verursachen Autismus.“

Was mit unseren Kindern gemacht wurde ist kriminell“, sagt Karin Kain, die ihre Tochter im Alter von 15 Jahren verloren und betroffene Eltern überall in den USA besucht hat.

Noch mehr Ärzte wollen auspacken

Laut der „Hear This Well“-Initiatorin Polly Tommey ist Whistleblower William Thompson nicht der einzige von Reue geplagte Arzt, der von den Impf-Risiken wusste: „Es werden noch mehr Leute auspacken. (…) Sie haben zwar Angst, aber wenn sie gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen, wird das CDC sie nicht mehr einfach totschweigen können.”

Einige dieser Quellen lassen Thompson blass aussehen. Sie wissen, dass die Mumps-Masern-Röteln-Impfung ein massives Problem darstellt, dass Daten gefälscht und Vertuschung angeordnet wurde”, so Tommey.

Zwar rechnet niemand wirklich mit einer Entschuldigung der CNN-Redakteurin. Aber schon jetzt hat die „Hear This Well“-Kampagne die Gemeinschaft der Betroffenen gestärkt, die, abgesehen vom täglichen Kampf mit dem Autismus, von Impf-Befürwortern regelmäßig als Spinner dargestellt wird. Der Vorteil an der Socialmedia-Aktion: Hier geht es nicht um medizinische Thesen und deren Widerlegung auf Papier, sondern richtige Menschen, so Tommey. „Die Leute kommunizieren einfach ihr Herzensanliegen: Bitte bringt Euch nicht in die Situation, in der wir stecken.“

Link zum amerikanischen Original-Artikel:

Autism Parents reply to CNN: „Hear this well“

http://www.epochtimes.de/Socialmedia-Kampagne-gegen-Propaganda-der-Pharmaindustrie-CNN-Sendung-pro-Impfen-Autismus-Eltern-wehren-sich-gegen-Propaganda-VIDEOS-a1179813.html

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02.09.2014

Erste Kitas bestehen auf Impfpflicht

Soll man sein Kind impfen lassen oder nicht? Dieses Thema spaltet Eltern in ganz Deutschland. Befürworter sehen darin einen wirksamen Schutz für ihre Kleinen vor schweren Krankheiten; die Gegner lehnen Impfen als überflüssig oder gar gefährlich ab. In Sachsen-Anhalt ist nun eine neue Debatte darüber entbrannt. Denn die ersten Kitas haben eine Impfpflicht eingeführt. Hier gilt: Ohne Impfausweis kein Betreuungsplatz.

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In Sachsen-Anhalt gibt es eine neue Diskussion um Schutzimpfungen. Halles zweitgrößter Kita-Träger, SKV Kita, hat für seine Einrichtungen eine Impfpflicht eingeführt. Wie die „Magdeburger Volksstimme“ berichtet, bekommen dort nur Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Sprösslinge, wenn sie für ihre Kinder einen Impfausweis vorlegen können. Geschäftsführerin Elke Schwabe sagte dem Blatt: „Die Regelung richtet sich an Impfgegner. Wir wollen unsere Kinder schützen.“ Vertreter der Eltern zeigten sich empört. Sie sehen darin einen Eingriff in das Sorgerecht der Eltern.

Masernfall 2013 war der Auslöser

Der Kita-Träger hat sich der Zeitung zufolge zu dem Schritt entschlossen, weil es im vergangenen Dezember einen Vorfall mit Masern gab. Die Infektionskrankheit war erstmals seit Jahren in einer der 15 Einrichtungen in Halle ausgebrochen.

Geschäftführerin Schwabe sagte dazu: “ Eltern, die mit ihren Kindern auf Masernpartys gehen, also bewusst nicht geimpfte Kinder mit an Masern erkrankten Kindern zusammenführen, lehnen wir ab.“

Eine Impfpflicht halten wir für mehr als ungünstig. Hier wird übers Ziel hinausgeschossen.“ Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Sachsen-Anhalt

Kritik kommt vom Landesgesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt. Ein Sprecher sagte der Zeitung, man habe Verständnis für das Anliegen des Trägers. Eine Pflicht rufe aber Impfgegner in besonderer Weise auf den Plan. Sie argumentieren, dass Impfungen Kindern Schaden zufügen können.

Diese Bedenken sehen Gesundheitsexperten jedoch nicht. Der Direktor der Universitätsklinik Magdeburg, Professor Gerhard Jorch, erklärte, alle Impfstoffe seien geprüft und hätten kaum Nebenwirkungen. „Impfen ist vorbehaltlos zu empfehlen.“ Die Impfgegner würden nur deshalb nicht durch die Realität bestraft, weil sich die meisten Menschen impfen ließen. „Wäre das nicht so, hätten wir jedes Jahr Tausende tote Kinder durch Masern.“ Jorch warnte jedoch vor einer „Gesundheitsdiktatur“. Er nannte es ein hohes Gut, dass Patienten beziehungsweise deren Eltern frei darüber entscheiden dürfen, den Rat der Ärzte anzunehmen oder nicht.

Ein Einzelfall oder ziehen andere Kitas nach?

Bisher ist unklar, ob diese Impfpflicht nur für die Kitas dieses Trägers gilt. Der „Magdeburger Volksstimme“ zufolge drängen viele Erzieher anderer Einrichtungen, dass alle Impfungen bei den Kindern vorhanden sein sollten. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz wird davon nicht beeinträchtigt. Sollten Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, deshalb von einer Kita abgewiesen werden, so können sie sich an ihre Stadt oder ihren Landkreis wenden. Die Kommunen müssen einen anderen Platz anbieten.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/impfpflicht-in-kitas100.html

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13.06.2014

Kinderärzte fordern Impfkonzept

Beim Thema Impfen kochen die Gemüter bei deutschen Eltern hoch: Längst nicht alle sind dafür. Dabei können Kinderkrankheiten wie die Masern lebensgefährliche Spätfolgen haben. Kinderärzte fordern daher nun einen nationalen Impfplan. Von Michael Weidemann, NDR, ARD-Hauptstadtstudio

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Jedes fünfte Kind ist nicht ausreichend geimpft. Bei immer noch weit verbreiteten Kinderkrankheiten wie Masern führt das zu neuen Gefahren für die Gesundheit der Kleinen, warnen Deutschlands Kinder- und Jugendärzte. Denn erst bei einer 95-prozentigen Durchimpfungsrate ist die Ansteckungsgefahr gebannt – und gerade Masern bergen das Risiko lebensgefährlicher Spätfolgen, etwa einer meist tödlich verlaufenden Enzephalitis.

„Kindeswohl muss vor Elternrecht gehen“

Nicht ohne Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deshalb das Ziel vorgegeben, die Masern bis 2015 auszurotten, so der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann: „Ich sehe aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen die einzige Möglichkeit, diese gesteckten Ziele, die man ja auch gegenüber der WHO bestätigt hat, zu erreichen, wenn man eine Impfpflicht für den Besuch von Schulen und Kindergärten einführt.“

Kein Kitaplatz, keine Einschulung ohne ausgefüllten Impfpass also. Das Elternrecht, von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe als Hindernis für eine allgemeine Impfpflicht angeführt, müsse im Interesse des Kindeswohls zurückstehen, fordern die Pädiater.

Mehr gesellschaftliche Verantwortung gefordert

Mehr gesellschaftliche Verantwortung fordert der Berufsverband auch bei den wachsenden Umweltgefahren. So ist die Belastung durch Nikotin für die gesundheitlich besonders gefährdeten Kleinkinder nach wie vor sehr hoch, denn jedes zweite Kind lebt in einem Raucherhaushalt. Steigende Krankheitszahlen bei Bronchitis und Mittelohrentzündungen seien die Folge, klagen die Kinderärzte.

Ein zunehmendes Risiko stellt auch die Feinstaubbelastung dar, erläutert der Professor für Kinder- und Jugendmedizin, Michael Keller. Die Feinstaubbelastungen führe schon im Mutterleib dazu, dass die Kindern sich nicht gut entwickeln, so Keller. Das habe auch mit dem Straßenverkehr zu tun: „Wenn Sie wissen, dass ausgerechnet an den hauptbefahrenen Straßen natürlich wieder die Familien wohnen, die unter ökonomisch schlechteren Bedingungen leben, dann haben sie hier einen Teufelskreis.“ Und der müsse dringend durchbrochen werden, so Keller.

Sensibilität auch bei Nikotin und Antibiotika

Mehr Sensibilität fordern die Kinder- und Jugendärzte auch beim Umgang mit den verstärkt auf den Markt drängenden E-Zigaretten ein. Die rauchfreien Nikotinspender sind derzeit zwar noch so konzipiert, dass sie das suchtgefährdende Gift nur in geringeren Mengen abgeben. Für Jugendliche seien sie dennoch eine Gefahr, warnt Keller: „Die Kinder und Jugendlichen haben besonders sensitive Nikotinrezeptoren. Wenn sie vor 18 anfangen zu rauchen haben sie ein viel höheres Risiko, Kettenraucher zu werden, als später – und wenn die Zigarettenindustrie sagt, sie möchte Umsatz machen, wird es schon Mittel und Wege geben, vielleicht auch Veränderungen in der Produktion, dass das Nikotin schneller verdampft und dann doch diesen Kick erzeugt“, so Keller: „Da müssen wir, meine ich, eher vorsichtig sein.“

Auch beim Umgang mit Antibiotika sollte verstärkt auf die besondere Gefährdung von Kindern geachtet werden, ergänzen die Pädiater. In der Tiermast eingesetzte Präparate, aber auch den Kindern unbedacht verabreichte Medikamente können die empfindliche Darmflora im noch nicht voll entwickelten Körper verändern. Das führe zu mehr Diabeteserkrankungen, allergischem Asthma und Darmentzündungen, warnt der Kinderärzteverband.

http://www.tagesschau.de/inland/impfkonzept-100.html

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08.10.2012

Berliner Arzt warnt vor Grippe-Impfung

Eine Grippe-Impfung, die im Verdacht steht, Krebs zu erregen. So einen Stoff will sich niemand vom Hausarzt in den Arm spritzen lassen. Der Pharmakonzern Novartis hat ein umstrittenes Mittel auf den Markt gebracht. Er fördert dessen Verkauf – und genau das kritisiert der Berliner Arzt Wolfgang Becker-Brüser (63). Er warnt vor dem Impfstoff.

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Jetzt im Herbst zieht es viele Menschen in die Arztpraxen: Sie wollen sich für die kalte Zeit des Jahres vor Grippe schützen. Ab sofort könnte dann „Optaflu“ auf der Produktverpackung stehen. In den USA hat das Mittel keine Zulassung erhalten, weil es in Tumor-Zellen von Hunden gezüchtet wird. „Darin sind Gen-Bruchstücke enthalten, die noch Krebs-Informationen enthalten können“, sagte Experte Becker-Brüser gegenüber dem KURIER. Zum Vergleich: Der klassische Impfstoff „Begripal“ wird in Hühnereiern gewonnen. Genau dieses Mittel ist aber zur Zeit schlecht zu bekommen. Für den Konzern Novartis die Chance, um „Optaflu“ auf dem Medizin-Markt durchzusetzen.

Seit Wochen gibt es Liefer-Probleme für den altbewährten Impfstoff Begripal“, sagt Becker-Brüser, der auch das pharmakritische Arznei-Telegramm herausgibt. Krankenkassen, die mit Novartis Exklusiv-Verträge für Hamburg und Schleswig-Holstein haben, benötigen jetzt 700.000 Dosen. Novartis liefert aber nicht genug – und bietet „Optaflu“ als Ersatz an. Auch in Berlin ist es auf dem Markt, jeder Hausarzt darf es seinen Patienten verabreichen.

Wolfgang Becker-Brüser: „Ich kann dem Konzern zwar keine bewussten Tricks beweisen, aber das ändert nichts an dem Problem.“ Nicht ganz unschuldig seien an alldem auch die Krankenkassen, weil sie sich überhaupt auf Exklusivverträge mit Einzelanbietern einlassen.

Eine ganz andere Sicht hat die Zulassungsbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut, auf „Optaflu“: Es sei in 100.000 Fällen ohne Komplikationen eingesetzt worden. Becker-Brüser rügt hingegen, dass in einer Studie nur 4000 Personen untersucht wurden. Und das auch nur ein halbes Jahr nach der Impfung. Der Berliner Experte: „Will man eine mögliche Krebsgefahr ausschließen, muss man die Versuchspersonen viel länger untersuchen.“

Becker-Brüser rät Patienten, sich nur altbewährte Impfstoffe verabreichen zu lassen.

http://www.berliner-kurier.de/gesundheit/krebsgefahr-berlin-arzt-warnt-vor-grippe-impfung,7168818,20295278.html

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September 2005

Zahlreiche Todesfälle nach 6fach-Impfung

An Untersuchung beteiligte Impfstoffhersteller als Garant für Unabhängigkeit?

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Todesfälle bei Deutschen Behörden seit langem bekannt

Der deutschen Zulassungsbehörde für Impfstoffe, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen sind mindestens 16 Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer vorausgegangenen 6fach-Impfung bekannt, für die keine anderen Todesursachen gefunden werden konnten (Stand Frühjahr 2003). Selbst vehemente Impfbefürworter beunruhigt

Dies führte dazu, dass sich Prof. Windorfer, Leiter des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes und als vehementer Impfbefürworter bekannt, bei Prof. Löwer, dem Leiter des PEI darüber beklagte, die Landesgesundheitsämter seien von den Vorgängen offensichtlich nicht informiert worden und die Einsetzung eines unabhängigen Expertengremiums forderte. Er befürchte ansonsten „einen erheblichen Schaden für den Impfgedanken insgesamt“

PEI wiegelt ab

Prof. Löwer verwies in seiner Antwort an Prof. Windorfer darauf, dass die Todesfälle bereits durch einen europäische Ausschuss untersucht und bewertet worden seien. Offensichtlich sah er nach deren abwiegelndem Gutachten keinen weiteren Handlungsbedarf. Geschehen ist seitdem bis zur im FOCUS-Bericht vom 18. Oktober 2004 erwähnten Studie, die bei SIDS-Kindern (SIDS = Plötzlicher Kindstod) ein erhöhtes Todesrisiko feststellte – nichts.

Studie angekündigt

Die Folge dieser Studie: „Ab Januar 2005 müssen die bundesweit 430 Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) jeden Todesfall eines Kindes bis zum Alter von zwei Jahren melden. ‚ Wir wollen prüfen, ob Sechsfach-Impfungen zu Risikofaktoren zählen ‚, so RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.“

RKI dementiert – Aussage gegen Aussage

Zu dieser neuen Meldepflicht gab es keine weiteren Meldungen in der Presse, woraufhin die Zeitschrift impf-report bei der RKI-Pressestelle nachfragte und im April 2005 die Auskunft bekam, die FOCUS-Meldung sei falsch. Der zuständige Redakteur der Wochenzeitschrift beharrt jedoch bis heute (Sept. 2005) darauf, diese Aufkunft vom RKI erhalten zu haben.

Impfstoffhersteller mit im Boot – unabhängige Untersuchungen?

Inzwischen hat das RKI zusammen mit dem PEI, dem Bundesgesund-heitsministerium und mit zwei namentlich nicht genannten Pharmaunternehmen die sog. TOKEN-Studie in Gang gesetzt, die ab Juli 2005 für 3 Jahre die Todesursachen von Kindern zwischen dem 2. und 24. Lebensmonat untersuchen soll Quelle. Es ist in der entsprechenden Publikation des RKI nicht die Rede davon, dass es hierbar speziell um die Todesfälle nach 6fach-Impfungen geht. Da Nachfragen ergaben, dass es sich bei den beiden Pharmaunternehmen um die Hersteller der beiden in Deutschland zugelassenen 6fach-Impfstoffe handelt (GlaxoSmithKline und Sanofi Aventis MSD), dürfte der Zusammenhang klar sein!

Impfkritische Elternverbände halten dies für einen beispiellosen und ungeheuren Vorgang und fordern, dass die beiden Impfstoffhersteller unverzüglich aus der Studie genommen werden!

http://www.impfkritik.de/6fach-impfstoffe/index.html

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