Fortschritte der syrischen Regierungstruppen – eine Chronik

04.06.2016

Rakka-Offensive: Syrische Armee rückt auf IS-Hochburg vor

Die Truppen des syrischen Diktators Assad haben eine Offensive auf die Hochburg der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gestartet. Laut Aktivisten drangen sie in die Region Rakka ein.

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Die syrische Armee ist begleitet von massiven Luftangriffen auf Rakka, die Hochburg der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien, vorgerückt. Die Truppen drangen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in die Provinz Rakka rund 80 Kilometer südwestlich der Stadt ein. Ziel der Truppen sei demnach die Eroberung der Verbindungsstraße zwischen Rakka und Aleppo südlich des Assad-Stausees.

Mit der Eroberung der Straße gelänge dem Regime von Präsident Baschar al-Assad ein wichtiger Schlag gegen die IS-Terroristen. Bislang können sich die Dschihadisten weitgehend ungestört zwischen ihrer Hochburg Rakka, dem ebenfalls eroberten Manbidsch in Nordsyrien und dem umkämpften Aleppo im Westen bewegen. Diese Route wäre dann gekappt. Vor allem über Manisch hat der IS eine Verbindung an die südtürkische Grenze. Experten nehmen an, dass die Terroristen Waffen über die Grenze schmuggeln.

Der Sender Al-Arabija berichtete am Samstagabend, dass „syrische demokratische Kräfte“ in Manbidsch vorgedrungen seien und dass die Straße zwischen Manbidsch und Rakka gekappt sei. Weitere Quellen für diese Angaben gibt es bislang nicht. Mit den „syrischen demokratischen Kräften“ ist das Bündnis der Kurdeneinheiten und Syrer im Norden des Landes gemeint.

Die Dschihadisten des IS kontrollieren Teile Syriens und des Nordirak. Im syrischen Bürgerkrieg kämpfen sowohl rivalisierende Rebellengruppen als auch die Regierung in Damaskus gegen die Islamistenmiliz.

Aktivisten berichten auf Twitter, dass sich syrische Truppen und IS-Kämpfer am Samstag auch bei Manbidsch harte Gefechte lieferten. Nach Angaben der Beobachtungsstelle seien in den vergangenen Tagen 29 Dörfer im Umland vom IS zurückerobert worden, vor allem im Süden und Osten der Stadt.

Die Angaben der in London ansässige Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte lassen sich kaum unabhängig überprüfen. In der Vergangenheit hatten sie sich jedoch meist bestätigt. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hat die Truppenbewegungen zunächst nicht bestätigt.

Bereits Ende Mai hatte ein von kurdischen Truppen angeführtes Bündnis mit Unterstützung der US-geführten Militärkoalition eine Offensive vom Norden her auf Rakka begonnen.

Bei dem Vormarsch der Regierungstruppen sollen am Samstag mindestens 26 Dschihadisten und neun Assad-treue Kämpfer getötet worden sein. Das Regime hatte die Kontrolle über die Region 2014 verloren.

In vielen nicht erreichbaren Regionen Syriens werden Lebensmittel knapp. Die Vereinten Nationen setzen daher auf eine Luftbrücke. Die Uno werde die syrische Regierung am Sonntag um eine Genehmigung bitten, Hilfsgüter über belagerten Gebieten abzuwerfen, sagten Diplomaten.

Zwar gewährte das Regime in Damaskus den Helfern Zugang zu zwölf belagerten Städten sowie eingeschränkten Zugang zu drei weiteren belagerten Gegenden. Fünf der insgesamt 34 Anfragen lehnte die syrische Regierung der Uno-Nothilfeorganisation OCHA zufolge aber ab. In sechs Fällen genehmigte das Regime nur eingeschränkten Zugang für Hilfslieferungen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assads-armee-rueckt-auf-is-hochburg-rakka-vor-a-1095907.html

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03.02.2016

Assads Armee durchbricht vierjährige Blockade zweier syrischer Städte

Die syrische Armee hat mit Unterstützung der Volksmilizen die vierjährige Blockade der Städte Nebl und Al-Sahra im Norden der Provinz Aleppo durchbrochen, wie ein Sprecher der Miliz der Agentur RIA Novosti am Mittwoch mitteilte.

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Vorauseinheiten der Armee und der Miliz haben die Blockade in Nebl und Al-Sahra durchbrochen. Die Armee befindet sich innerhalb der Städte. Die Terroristen haben unter dem Druck der Sturmeinheiten und der Artillerie diese Ortschaften geräumt. Die Stadtränder werden allerdings bislang mit Granatenwerfern und selbstgemachten Raketen beschossen“, so der Sprecher.

Die befreiten Städte waren vier Jahre lang vollständig belagert. Während dieser Zeit wurden die vorwiegend schiitisch-besiedelten Ortschaften von örtlichen Milizen geschützt. Humanitäre Hilfe und Munition hat die syrische Luftwaffe aus der Luft abgeworfen.

Am Dienstag haben die Regierungstruppen die wichtigsten Versorgungsrouten der Terroristen gekappt, die aus der Türkei zu nördlichen Teilen der Stadt Aleppo führen. Damit konnten sie äußerst weit nach Nebl und Al-Sahra vordringen und den Durchbruch gleichzeitig aus mehreren Richtungen beginnen. Der Vormarsch der syrischen Truppen dauert auch im Osten der Provinz Aleppo und in ihrem südwestlichen Teil an.

http://de.sputniknews.com/panorama/20160203/307574998/assads-armee-blockade.html

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25.01.2016

Russland und Syrien erobern zwei Rebellen-Hochburgen

Die syrische Armee hat mit russischer Unterstützung zwei Rebellenhochburgen im Westen des Landes zurückerobert. Der militärische Erfolg mindert kurz vor den Friedens-Gesprächen in Genf den Verhandlungsdruck auf Präsident Baschar al-Assad.

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Die jüngste Rückeroberung der Städte Salma und Al-Rabia im Norden von Latakia durch die syrische Armee (SAA) mit russischer Luftunterstützung war nach Angaben von Al-Masdar News verheerend für die Rebellen. Die von den USA unterstützte Al-Nusra-Front und die Freie Syrische Armee (FSA) haben eine vernichtende Niederlage erlitten.

Dieser militärische Erfolg könnte in der gesamten Provinz Latakia offenbar einen Domino-Effekt aulösen, der auch auf die Provinz Idlib übergreifen könnte. Dort ist die militante Rebellengruppe Dschaisch al-Fatah aktiv. Nach Informationen der Zeitung Cumhuriyet wird die SAA auf die Stadt Dschisr asch-Schughur vorrücken.

Die Rebellen müssen sich nun auf SAA-Vorstöße aus den Anhöhen des Kurden-Gebirges (Jabal Al-Akrad) und dem Turkmenen-Gebirge (Jabal Al-Turkman) einstellen. Am Montag meldete die türkische Zeitung Hürriyet, dass das Turkmenen-Gebirge (Jabal Al-Turkman) vollständig von der SAA mit russischer Luftunterstützung erobert wurde. Al-Masdar News hatte zuvor berichtet, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis das Turkmenen-Gebirge erobert wird.

In dem Gebiet um die Stadt Al-Rabia in der Provinz Latakia, die sich an der Grenze zur Türkei befindet, sind alle Gegenoffensiven der Rebellen gescheitert. Zwanzig Dörfer fielen innerhalb von 72 Stunden nacheinander unter die Kontrolle der 103. Brigade der SAA und der Russen.

Ohne Salma und Al-Rabia sind die Rebellen nur noch auf zwei gut befestigte Dörfer im Kurden-Gebirge  – Kinsibba und Kabani – angewiesen. Salma befindet sich nur zwölf Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

In der östlichen Provinz Deir Ezzor hingegen gestalten sich die Kämpfe gegen die Terror-Miliz IS wesentlich schwieriger. Der IS hat in den vergangenen nach mehreren Rückschlägen Gegenoffensiven gestartet. Die russische Luftwaffe bombardiert hingegen Stellungen der Miliz, um den Vorstoß der SAA zu erleichtern.

Der militärische Erfolg Syriens mindert kurz vor der Syrien-Konferenz in Genf den Verhandlungsdruck auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Er und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin hatten gesagt, dass zwar mit Oppositionellen, jedoch nicht mit islamistischen „Terroristen“ verhandelt werde, doch diese Möglichkeit hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erstmals am Wochenende in den Raum gestellt.

Die Bundesregierung wirbt dafür, dass auch islamistische Rebellengruppen an den Friedensverhandlungen für Syrien beteiligt werden. „Ich fürchte, wir sind weit über den Moment hinaus, wo wir uns wirklich alle Gesprächspartner und Verhandlungsteilnehmer aussuchen könnten“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Wo sollen denn nach mehr als fünf Jahren Bürgerkrieg, extremer Gewalt und um sich greifender Verrohung die gemäßigten Kreise herkommen?“ Damit bezieht die Regierung in Berlin klar Stellung in dem Streit, wer die Konfliktparteien in den für diese Woche in Genf erwarteten Gesprächen vertritt.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/26/schaeuble-gibt-deutsche-sparguthaben-als-pfand-fuer-euro-risiken-frei/

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22.01.2016

Russischer Generalstab: Syrische Armee in meisten Richtungen auf Vormarsch

Der Vormarsch der syrischen Regierungstruppen auf die Stellungen der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) erfolgt in zehn Richtungen, wie der russische Generalstabschef Valeri Gerassimow am Freitag dem Nachrichtensender „Rossija 24“ sagte.

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Bereits zwei Wochen nach Beginn des russischen Lufteinsatzes gegen die Terroristen in Syrien habe die syrische Armee in einzelnen Richtungen zur Offensive übergehen können.

Jetzt handelt es sich bereits um eine allgemeine Tendenz: Die Offensive wird in zehn von 15 Richtungen durchgeführt. In drei wird der Vormarsch vorbereitet, in zwei ist von einer Defensive die Rede“, sagte er.        

Laut Gerassimow liegt jetzt die strategische Initiative in den Händen der syrischen Regierungstruppen.   

Früher oder später wird der Widerstand des Daesh gebrochen“, sagte er.

Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen Daesh (auch Islamischer Staat, IS) und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Russische Bomber töteten Hunderte Dschihadisten und zerstörten Tausende IS-Objekte: Feuerstellungen, Kommandobunker, Tankwagenkonvois mit Schmuggel-Öl.

http://de.sputniknews.com/militar/20160122/307311453/syrien-armee-offensive.html

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18.01.2016

Vor Kesselschlacht: Russland und Syrien treiben Rebellen in die Enge

Die syrische Armee hat, unterstützt von russischen Luftangriffen, an der Grenze zur Türkei die Hochburg der Rebellen umzingelt und von der Versorgung abgeschnitten. Zudem wurde ein Top-Kommandeur der Terror-Miliz IS getötet.

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Am Sonntagabend hat die 103. Brigade der Republikanischen Garde der syrischen Armee die vollständige Kontrolle über zwei strategisch wichtige Bergspitzen im Turkmenen-Gebirge (Jabal Al-Turkmen) errungen. Die radikal-islamistische Al-Nusra-Front und die Freie Syrische Armee (FSA) wurden vollständig zurückgeschlagen, berichtet Almasdarnews. Die beiden Bergspitzen werden wichtig sein, um Al-Rabi’yah zurückzuerobern. Al-Rabi’yah gilt als Kommandozentrum und Hochburg der FSA im nördlichen Teil der Provinz Latakia.

Der Rückeroberung der beiden Bergspitzen kommt noch eine weitere wichtige Bedeutung zu. Sie befinden sich in der Nähe der türkischen Grenze. Die syrische Armee steht kurz davor, das Grenzgebiet zur Türkei in der Region Latakia vollständig abzuriegeln und den Nachschub für die Rebellen zu unterbinden. Die syrische Armee wird nun sowohl vom Turkmenen-Gebirge als auch vom Kurden-Gebirge (Jabal Al-Akrad) in Richtung türkischer Grenze vorstoßen. Eine Abwehr des Angriffs ist nahezu unmöglich, da die Hochburg der FSA von der Versorgung abgeschnitten wurde.

Russland hat stets angekündigt, gegen alle Terror-Gruppen vorgehen zu wollen – auch gegen die von den USA unterstützte al-Nusra-Front, die ein Teil von al-Kaida ist. Der frühere indische Botschafter hatte bestätigt, dass die al-Nusra eine der Hauptkräfte war, die den Krieg in Syrien angezettelt hatte. Von einem Volksaufstand gegen den Präsidenten Baschar al-Assad hatte der Botschafter nichts bemerkt, im Gegenteil: Er berichtet, dass Assad in weiten Teilen des bis zum Kriegsausbruch stabilen Landes breite Unterstützung genießt. Der investigative US-Journalist Seymour Hersch sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass die syrische Armee voll hinter Assad stehe. Hersch berichtet auch davon, dass das Pentagon die Kriegsführung Russlands in Syrien für professionell und erfolgreich hält. Die Amerikaner sind vor allem beeindruckt, dass es den Russen gelungen sei, die Kampfkraft der syrischen Armee wieder herzustellen. Damit stehen die Chancen gut, dass die Armee auch die Kesselschlacht gegen die Terroristen gewinnen kann.

Währenddessen toben auch in der Provinz Deir Ezzor schwere Kämpfe zwischen der syrischen Armee und dem IS. Die 104. Brigade der syrischen Luftwaffe hat den Chef des IS in Deir Ezzor, Abu Hamza Al-Ansari, getötet. Der IS soll in derselben Provinz hunderte Zivilisten entführt und ein Massaker an mindestens 135 Personen verübt haben. Diese Meldung kann allerdings nicht verifiziert werden. Sie kommt von der Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, deren Hintermänner nicht bekannt sind. Unter anderem berichtet der französische Figaro von den Vorfällen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/18/vor-kesselschlacht-russland-und-syrien-treiben-rebellen-in-die-enge/

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20.12.2015

Rückschlag für Rebellen: Syriens Armee rückt südlich von Aleppo vor

Nach dem Zustandekommen eines UN-Friedensplans dauern die Kriegshandlungen in Syrien mit unverminderter Härte an. Südlich von Aleppo geraten die Rebellen unter Druck. Der Iran will eine Rote Liste der zu ächtenden Terrorgruppen.

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Syriens Regierung erhöht trotz anstehender Friedensgespräche den Druck auf die Rebellen. Nach Angaben von Aktivisten und staatlichen Medien verdrängten Soldaten gemeinsam mit Kämpfern der libanesischen Hisbollah am Wochenende islamistische Milizen von einer wichtigen Anhöhe südlich von Aleppo. Aleppo gilt als einer der strategisch bedeutendsten Kriegsschauplätze. Bei Luftangriffen in der Stadt Idlib berichten mehrere Nachrichtenagenturen von zahlreichen Todesopfern in der Zivilbevölkerung. Diese Zahlen stammen jedoch von der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Diese in London ansässige Einrichtung zählt angeblich zur Opposition, ist jedoch schwer einzuordnen. Wirklich unabhängige Berichte liegen nicht vor. Reuters schreibt, dass Rettungskräfte auch den Tod von Zivilisten bestätigt hätten.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/20/160363/

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03.11.2015

Syrische Armee auf dem Vormarsch gegen Terroristen

In den letzten drei Tagen ist es der syrischen Armee gelungen, weitere Ortschaften in der Provinz Aleppo von den Terroristen zu befreien.

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Am vergangenen Montag haben die Regierungstruppen die Stadt Al Haser südlich von Aleppo, wo sich das Hauptquartier der Terrororganisation Jabhat al-Nusra befand, eingekreist und unter Beschuss genommen.

Dank dem Einsatz der russischen Luftstreitkräfte konnte die syrische Armee eine Offensive in den Gouvernements Aleppo, Latakia, Idlib, Homs und Damaskus starten und beachtliche Territorien wieder unter ihre Kontrolle bringen.

http://de.sputniknews.com/videoklub/20151103/305372642/syrische-armee-vormarsch-terroristen.html

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07.10.2015

Asad beginnt Bodenoffensive gegen Rebellen

Bodentruppen des syrischen Regimes und ihre Verbündeten rücken offenbar auf Stellungen der Rebellen im Westen des Landes vor. Unterstützt werden sie von russischen Luftangriffen.

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Erstmals seit Beginn der russischen Luftangriffe haben syrische Regierungstruppen und verbündete Milizen offenbar eine Bodenoffensive gegen die Rebellen im Westen Syriens begonnen. Das berichtet die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Mit Unterstützung der russischen Luftwaffe seien mindestens vier Stellungen der Aufständischen im nördlichen Teil der Provinz Hama und in benachbarten Regionen der Provinz Idlib angegriffen worden.

Keine Anzeichen für russische Bodentruppen

Die Angreifer sollen unter anderem Boden-Boden-Raketen eingesetzt haben. Anzeichen, dass bei den Kämpfen am Boden auch russische Soldaten beteiligt seien, gebe es zunächst nicht, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, der in London lebende Syrer Rami Abdulrahman. Syrische Staatsmedien und die regionalen regierungsnahen Medien berichteten zunächst nichts über den Vorstoss am Boden oder die russischen Luftangriffe.

Die Kämpfe folgen genau eine Woche nach Beginn russischer Luftangriffe in Syrien. Moskau bombardiert dort nach eigenen Angaben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Anhänger des Terrornetzwerks al-Kaida. Bisher schlugen ein Grossteil der russischen Bomben allerdings im Westen des Landes ein – in Gebieten, in denen sich der IS gar nicht befindet,

So wird die Provinz Idlib zum grössten Teil von einer Rebellen-Allianz kontrolliert, in der allerdings auch der syrische Kaida-Ableger, die extremistische Nusra-Front, mitkämpft.

Noch keine Informationen über Geländegewinne

Laut Rami Abdulrahman liegen bisher keine Informationen darüber vor, dass die Angreifer Geländegewinne erzielt hätten. Die russischen Luftangriffe hätten allerdings Fahrzeuge und Stellungen der Rebellen getroffen. Die Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte können von unabhängiger Seite nicht verifiziert werden – sie haben sich jedoch in der Vergangenheit zumeist als verlässlich herausgestellt.

Erst vergangene Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf libanesische Insider berichtet, dass die syrische Armee mit Unterstützung iranischer Soldaten, der libanesischen Hizbullah-Miliz und der russischen Luftwaffe eine grossangelegte Offensive vorbereite. Dazu ist es nun offenbar gekommen.

Abstimmung mit den Amerikanern?

Unterdessen erklärte sich das russische Militär bereit, mit den USA über eine engere Abstimmung bei Luftangriffen in Syrien zu sprechen. Bisher gibt es zwischen Russen und Amerikanern nur Kontakte auf unterer Ebene, um Zwischenfälle bei den Einsätzen in Syrien zu vermeiden.

Das russische Verteidigungsministerium habe die Vorschläge Washingtons zur einer «Koordinierung der Operationen» intensiv geprüft und stimme mit ihnen weitgehend überein, erklärte Ministeriumssprecher Igor Konatschenkow am Mittwoch in Moskau. Sowohl die USA als auch Russland bombardieren Ziele in Syrien. In der vergangenen Woche hatten beide Seiten auf Wunsch Moskaus erstmals darüber beraten, wie bei den Einsätzen mögliche Zwischenfälle im syrischen Luftraum verhindert werden können.

http://www.nzz.ch/international/asad-beginnt-mit-russischer-hilfe-bodenoffensive-gegen-rebellen-1.18625829

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02.05.2014

Rebellen verlieren Homs an Regierungstruppen

Vier Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Syrien ziehen sich die gegen das Assad-Regime kämpfenden Rebellen aus ihrer einstigen Hochburg zurück. Für den Diktator ist es ein womöglich vorentscheidender Sieg.

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Die bewaffnete syrische Opposition hat ihre einstige Hochburg Homs offenbar endgültig an die Regierungstruppen verloren. Wie oppositionsnahe Aktivisten am Freitag mitteilten, einigten sich die Kriegsparteien auf eine Waffenruhe, im Zuge derer sich die Rebellen aus der westlichen Metropole zurückziehen sollen. Wenn der Rückzug erfolgt, wäre das vier Wochen vor den Präsidentschaftswahlen ein entscheidender Sieg für Staatschef Baschar al-Assad.

In der Altstadt von Homs und in umliegenden Bezirken, in denen in der Vergangenheit heftig gekämpft wurde, sei eine Waffenruhe in Kraft getreten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zuvor hatten sich beide Seiten demnach auf ein Abkommen geeinigt, das außer der Feuerpause auch den Rückzug der Aufständischen vorsieht. Betroffen sind demnach über tausend Rebellen, die sich „in Richtung Norden der Provinz Homs“ zurückziehen sollten.

Waffenruhe zum Abzug der Oppositions-Kämpfer

Nach dem Abzug solle die Regierungsarmee „die Kontrolle über die Gebiete wieder übernehmen“, erklärte die Beobachtungsstelle. Sie bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk vor Ort, ihre Angaben sind deshalb von unabhängiger Seite kaum überprüfbar. Ein Aktivist in Homs bestätigte aber der Nachrichtenagentur AFP das Abkommen, das einen „sicheren Rückzug“ der Rebellen vorsehe. Diese dürften ihre Waffen behalten, sagte Thaer al-Chalidijeh. Noch habe der Rückzug aber nicht begonnen. Die Waffenruhe selbst soll demnach zwei Tage andauern, die Beobachtungsstelle sprach von einem Tag.

Homs galt einst als „Hauptstadt der Revolution“, da die zunächst friedlichen Proteste gegen die Regierung dort besonders stark ausgeprägt waren. Im Laufe des jahrelangen Bürgerkriegs eroberte die Armee die meisten Gebiete der Stadt wieder zurück. Seit nunmehr zwei Jahren ist die Stadt von Regierungstruppen belagert, es fehlt an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Sollten die Rebellen aus den vereinbarten Gebieten abziehen, halten sie nur noch die Kontrolle über den Bezirk al-Waer am Stadtrand.

Neue Selbstmordanschläge mit vielen Toten

Auch in anderen Landesteilen hielten die Kämpfe unvermindert an. In der Provinz Hama, die nördlich der Provinz Homs liegt, wurden staatlichen Medienberichten zufolge am Freitag mindestens 20 Menschen bei zwei Selbstmordanschlägen getötet, darunter zwölf Kinder. Die Anschläge trafen demnach die Ortschaften Dschibrin und al-Humairi. Aktivisten zufolge werden die beiden Dörfer mehrheitlich von Mitgliedern der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnt, der auch Assad angehört.

Seit mehreren Monaten bekämpfen sich in Syrien auch verfeindete Rebellengruppen gegenseitig, vor allem geht die dem Terrornetzwerk Al-Qaida nahestehende islamistische Al-Nusra-Front zusammen mit dem Bündnis Islamische Front gegen die radikale Gruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil) vor. Der Isil werfen sie vor, in den von ihr kontrollierten Gebieten zahlreiche Übergriffe auf Zivilisten und rivalisierende Rebellen zu verüben.

Schon mehrmals forderte Al-Kaida ISIL zur Auflösung auf und distanzierte sich von den Kämpfern. In einer am Freitag veröffentlichten Audiobotschaft forderte Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri nun die Al-Nusra-Front auf, die Kämpfe mit den rivalisierenden Dschihadisten einzustellen. Stattdessen solle sich die Gruppe darauf konzentrieren, „die Feinde des Islams zu bekämpfen“ – vor allem Schiiten und den syrischen Führungsclan.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/buergerkrieg-in-syrien-rebellen-verlieren-homs-an-regierungstruppen-12920263.html

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11.03.2014

Assads Armee erkämpft sich die Macht zurück

Regimeanhänger feiern schon im Internet: Assads Soldaten nehmen immer mehr Gebiete ein. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Knotenpunkte wie Aleppo und Jabrud zurückerobert sind.

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Staubwolken steigen auf, wenn Panzer und Artilleriegeschütze feuern. Man sieht Raketen, die in Häuser einschlagen, unzählige Bombenexplosionen und immer wieder Hisbollah-Soldaten: Sie laufen durchs Gelände, robben über den Boden, aber vor allen Dingen schießen sie aus allen Lagen. Es sind Bilder aus dem neuen Musikvideo des libanesischen Sängers Ali Barakat – er macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung für die radikal-schiitische Miliz.

„Sieg in Jabrud“, nennt der 33-Jährige seine Hisbollah-Hymne. Jabrud ist eine syrische Stadt, etwa 80 Kilometer nördlich von Damaskus gelegen. Dort kämpft die Hisbollah mit der syrischen Armee gegen die Rebellen, die nun seit beinahe drei Jahren schon vergeblich versuchen, das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu stürzen.

Jabrud ist von entscheidender strategischer Bedeutung. Es liegt im Grenzgebiet zum Libanon und an der Autobahn, die Damaskus über Homs mit Tartus und Lattakia an der Mittelmeerküste verbindet. Die Stadt ist der letzte Stützpunkt der Rebellen in der Kalamun-Region, durch die der Nachschub an Waffen und Kämpfern aus dem Libanon nach Syrien geschmuggelt wird.

Seit drei Wochen läuft die gemeinsame Offensive von Armee und Hisbollah. Von den ursprünglich 30.000 Einwohnern Jabruds ist der überwiegende Teil geflüchtet. „Die Stadt ist Kriegsgebiet, und es gibt keinen Grund für Waffenstillstandsverhandlungen oder einen taktischen Rückzug“, sagte ein Kommandant der Al-Qaida-Gruppe Dschabhat al-Nusra. Sie will Jabrud mit den anderen vorwiegend islamistischen Brigaden unbedingt halten.

Nur eine Frage der Zeit

Wie lange die Rebellen der Offensive noch standhalten können, weiß niemand. Aber die Eroberung von Jabrud durch Regierungstruppen und Hisbollah ist nur eine Frage der Zeit. Umliegende Städte und Dörfer wie al-Nabk, al-Sahel oder die Rima-Farmen sind bereits in den Händen des Regimes.

Jabrud wird von den angrenzenden Hügeln beschossen, MiG-Kampfjets fliegen täglich Angriffe, und Hubschrauber werfen die gefürchteten Fassbomben ab. „Teile der Stadt dürften untertunnelt sein“, meint Eliot Higgins, ein britischer Waffenexperte und Beobachter des syrischen Bürgerkriegs. „Ob das aber etwas bringt, ist eine andere Frage.“ Hisbollah und Armee benutzen sogenannte Volcanos. Das sind in Eigenproduktion hergestellte Raketen. „Sie sollen die gleiche verheerende Sprengkraft wie Scud-Raketen haben“, erläutert Higgins.

Die Rebellen haben Jabrud noch lange nicht aufgegeben. Sie rüsten sich für den Endkampf um die für sie so bedeutungsvolle Stadt. Neue Videos im Internet zeigen Mitglieder der Märtyrer-Mheen-Brigade in den Kalamun-Bergen, wie sie insgesamt 13 neue chinesische Panzerabwehrraketen aus Transportkisten auspacken. Es sind lenkbare Raketen vom Typ HJ-8E, die als akkurat gelten und Ziele in einer Entfernung zwischen 100 und 4000 Metern treffen können.

Ein geübter Operateur kann in einer Minute zwei bis drei dieser Raketen abfeuern. Es ist ein ideales Abwehrmittel für eine Bodenoffensive, die mit Panzern durchgeführt wird.

Neue Waffenlieferungen für Rebellen

Diese chinesischen Raketen könnten das erste Indiz für neue Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen sein. Im Januar hatte Ahmad al-Dscharba, der Führer der syrischen Opposition, militärische Hilfe angekündigt und versprochen, dass darunter auch „kriegsentscheidende Waffen“ seien. Es hieß, diese neuen Waffen würden bereits in Jordanien lagern.

Das haschemitische Königreich war schon einmal Zwischenlager für eine große Lieferung. Anfang 2013 sollen 3000 Tonnen an Waffen aus Kroatien über Jordanien nach Syrien gelangt sein. Saudi-Arabien hatte damals die Lieferung nach dem Plazet der USA und mit britischer Hilfe gekauft und organisiert. Nur moderate Rebellengruppen sollten damals mit diesen Waffen unterstützt werden. Aber nach wenigen Wochen kämpften radikale Islamisten damit, darunter sogar die auf die Terrorliste Washingtons gesetzte Gruppe Dschabhat al-Nusra.

Saudi-Arabien soll die neuen Waffen nicht mehr in Kroatien, sondern in Pakistan oder auch im Sudan eingekauft haben. Wie die Nachrichtenagentur AFP meldete, seien darunter auch sogenannte Manpads, die in Pakistan produziert werden. Das sind Luftabwehrraketen, die Hubschrauber und Kampfflugzeuge vom Himmel holen können, aber auch Passagierflugzeuge.

Mit diesen Manpads würde man sich auf ein gefährliches Spiel einlassen. Sie sind eine ideale Waffe für Terroristen. Und die Annahme, sie würden in den Händen der ausgewählten moderaten Gruppen bleiben, hat sich schon einmal als falsch erwiesen.

Waffen geraten in falsche Hände

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte der ultrakonservative und für seine Brutalität bekannte Islamische Staat im Irak und in der Levante (Isil) Videos seiner Operationen im Nachbarstaat Irak. Dort kämpft Isil in der Provinz Anbar gegen die irakische Armee. In den Videos sind zum ersten Mal Waffen zu sehen, wie sie im letzten Jahr aus Kroatien nach Syrien geliefert wurden. Es ist wahnwitzig: Die irakische Armee wird ausgerechnet von Isil, den Radikalsten aller Rebellen, scheinbar mit denselben Waffen bekämpft, die Saudi-Arabien, die USA und Großbritannien an die syrischen Rebellen lieferten.

Isil hat die Waffen entweder von rivalisierenden Milizen erbeutet oder einfach gekauft. Das Gleiche könnte mit den Manpads passieren, die weitaus gefährlicher sind als Panzerabwehrraketen oder Granatwerfer.

„Nur neue Waffen könnten helfen“

In Syrien sind die Regimetruppen nicht nur in Jabrud auf dem Vormarsch. In der Provinz Homs wurde Zara, eine Grenzstadt zum Libanon, eingenommen. In der Nähe von Hama steht Morek unmittelbar vor der Rückeroberung. Der Ort liegt an der Autobahn, die nach Idlib und Aleppo führt, und es wäre ein weiterer Meilenstein zur Nachschubsicherung der syrischen Armee.

In Aleppo fehlen dem Regime noch 19 Kilometer, um die Blockade der Industriemetropole im Norden des Landes abzuschließen. Die Regierungstruppen nutzten die Gelegenheit, als die Rebellen untereinander kämpften. Im Januar verließ Isil einige Frontlinien, nachdem er von rivalisierenden Milizen angegriffen und aus zahlreichen seiner Stützpunkte vertrieben worden war.

Die Rebellen schicken derzeit Verstärkung nach Scheich Nadschar, dem Industriegebiet von Aleppo. „Man kann das Regime nicht mehr aufhalten“, glaubt Abu Mohammed, ein Kämpfer aus einer Brigade der Freien Syrischen Armee (FSA) aus Aleppo. „Jeden Tag werfen Hubschrauber mindestens 40 Fassbomben ab, dazu gibt es Angriffe von MiG-Flugzeugen und Artilleriebeschuss.“ Die meisten Bewohner seien bereits aus der Stadt geflohen. Man würde sich schon auf eine Blockade einstellen.

„Nur neue Waffen könnten helfen“, sagt Abu Mohammed bestimmt. „Wenn man Hubschrauber und Flugzeuge abschießen könnte, würde sich das Blatt wenden.“ Aber der Westen müsse sich beeilen, fügt der junge Mann an. Sonst sei es zu spät. Große Hoffnungen macht sich Abu Mohammed allerdings nicht mehr. So oft schon sei so viel versprochen worden, und nichts davon habe sich bewahrheitet. „Sehen Sie, zur Zeit haben wir Probleme, Munition zu kaufen. Isil hat im Laufe des vergangenen Jahres den Schwarzmarkt leergekauft und sitzt buchstäblich auf einem Berg von Munition und Waffen.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article125663984/Assads-Armee-erkaempft-sich-die-Macht-zurueck.html

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17.02.2014

Syrienkise: Regierungstruppen gelingt wichtiger Schlag gegen Terrorgruppen

Die syrischen Regierungstruppen haben heute die Einkreisung der Rebellen-Hochburg „Jabrud“ nahe der Grenze zum Libanon vorangetrieben.

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Nach Informationen der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London gab es am Stadtrand von „Jabrud“ heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Terrorgruppen  wie  Kämpfer der Al-Nusra-Front.

In die Kämpfe griff demnach auch die syrische Luftwaffe ein, die mit Bombenangriffen den Nachschub für die Rebellenhochburg zu unterbrechen suchte.

Jabrud ist die letzte Stadt in der Kalamun-Bergregion, die von den syrischen  Rebellen  gehalten wird. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer westlich von der Schnellstraße zwischen Damaskus und Homs. 

http://german.irib.ir/nachrichten/item/254687-syrienkise-regierungstruppen-gelingt-wichtiger-schlag-gegen-terrorgruppen

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16.11.2013

Regierungstruppen rücken vor

Soldaten des syrischen Präsidenten Baschar al Assad haben offenbar am Samstag neue Gebiete im Norden Aleppos und bei Damaskus erobert. Immer mehr Menschen fliehen in den Libanon.

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Syrische Regierungstruppen haben am Samstag ihren Vormarsch in den Rebellengebieten im Norden Aleppos und bei Damaskus fortgesetzt. Das berichteten syrische Staatsmedien und Rebellen am Samstag. Das Staatsfernsehen zeigte Soldaten in Tel Hasel etwa zehn Kilometer südöstlich der Handelsmetropole Aleppo.

Mit Unterstützung schiitischer Hizbullah-Kämpfer aus dem Libanon rückten Regierungstruppen auch im Gebiet von Al Kalamun nördlich von Damaskus vor. Oppositionelle äußerten Sorge um die Sicherheit der Zivilisten dort. Den Rebellen zufolge kämpfen 15.000 Hizbullah-Kämpfer in Al Kalamun, durch das Versorgungsrouten nach Homs laufen.

Mit der Intensivierung der Kämpfe schwoll auch der Strom von Flüchtlingen aus Syrien nach Libanon an. Augenzeugen berichteten, Lastwagen voller Frauen und Kinder seien in den frühen Morgenstunden in der ostlibanesischen Sunnitenstadt Arsaal eingetroffen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/syrien-regierungstruppen-ruecken-vor-12667342.html

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11.11.2013

Syrische Armee ringt bewaffneten Oppositionellen Schlüsselstützpunkt in Aleppo ab

Einheiten der syrischen Regierungstruppen haben bewaffneten Oppositionellen einen Militärstützpunkt in der nördlichen Provinz Aleppo, den sie eine lange Zeit gehalten hatten, abgerungen, meldet AFP unter Hinweis auf Militärs.

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In den letzten Tagen wurden erbitterte Kämpfe um ein Militärobjekt geführt, das nahe dem internationalen Flughafen Aleppo liegt.

Unsere tapferen Truppen kontrollieren den Stützpunkt 80 vollständig“, zitiert die Agentur eine Meldung des syrischen staatlichen Fernsehens.

Dem Militär zufolge ist handelt es sich bei dem Stützpunkt um einen strategischen Schlüsselpunkt in der Region.

Die bewaffneten Oppositionellen, die der Regierung von Präsident Baschar al-Assad gegenüberstehen, hatten die Fliegerbasis in der nördlichen Provinz Aleppo Anfang August besetzt.

In Syrien dauert seit März 2011 der bewaffnete Konflikt zwischen den Behörden und der Opposition an. UN-Angaben zufolge sind in dieser Zeit im Land etwa 100 000 Menschen ums Leben gekommen.

http://de.ria.ru/security_and_military/20131111/267254795.html

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21.08.2013

Syrische Armee startet Groß-Offensive bei Damaskus

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Vor dem Hintergrund der Gerüchte über einen erneuten Einsatz chemischer Waffen hat die syrische Regierungsarmee am Mittwoch in den östlichen Vororten von Damaskus eine groß angelegte Offensive gegen die bewaffneten Regimegegner begonnen.

Der Offensive ging in der Nacht ein massiver Artilleriebeschuss der Vororte Guta und Muadamija voraus, wie die Agentur Syria al An meldet. Das Militär habe alle Zufahrten nach Muadamija abgesperrt und bereite eine Landoperation vor. Nach Angaben der amtlichen Agentur Sana erlitt die bewaffnete Opposition durch den Beschuss bedeutende Verluste. Wie es hieß, wird das Armeekommando noch am Mittwoch eine Erklärung zur Situation m Land abgeben.

Am Mittwochmorgen hatten Medien unter Verweis auf die Opposition berichtet, dass Assad-treue Truppen in einem Vorort östlich von Damaskus chemische Waffen eingesetzt und mindestens 500 Menschen getötet hätten. Die syrische Regierung wies diese Information zurück.

http://de.rian.ru/politics/20130821/266708480.html

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10.06.2013

Bashar Assad: Alle westlichen Verschwörungen gegen Syrien sind gescheitert

Damaskus (IRIB)- Der syrische Präsident Bashar al Assad hat  am heutigen Montag betont,  alle Verschwörungen der westlichen Staaten und ihrer Verbündeten gegen Syrien  seien gescheitert.

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Die Zeitung Al Akhbar aus Libanon schrieb in ihrer Ausgabe unter Berufung auf Bashar al Assad, es sei Syrien gelungen in den Letzen zwei Jahren die Syrienkrise die durch den Westen in Gang gesetzt worden ist zu überwinden und alle feindseligen Aktionen des Westens zum Scheitern zu bringen.

Man sollte  nach dem Krieg effektiv  handeln. Der Wiederaufbau von zerstörten Gebieten stelle die Prioritäten der  Regierung dar, so der syrische Präsident.

Die Konfessionskriege  würden die islamische Umma und deren Zukunft gefährden, die syrische Regierung werde von seinen nationalen Grundsätzen und  seiner arabischen Identität nicht ablassen, so er weiter.

Bashar Assad sagte zudem, die Verschwörungen der westlichen Länder seien beendet und fügte hinzu, diese Länder strebten den Missbrauch der Ausschreibung für die Förderung  von Öl, Gas und großen Reserven in Syrien an.

http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/222122-bashar-al-assad-alle-westlichen-verschw%C3%B6rungen-gegen-syrien-sind-gescheitert

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10.06.2013

Syrien-Krieg: Washington sieht sich wegen Erfolgen von Assads Armee unter Zugzwang

Die US-Administration wird angesichts des schnellen Vorrückens der syrischen Regierungstruppen voraussichtlich noch in dieser Woche einen Beschluss über technische und finanzielle Unterstützung der bewaffneten Regimegegner treffen sowie die Notwendigkeit der Herstellung einer Flugsperre über Syrien erneut prüfen, meldet AP am Montag. 

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Laut US-Angaben sind momentan 5000 Hisbollah-Milizen in Syrien auf der Seite der Regierungstruppen im Einsatz, dank denen diese nach der Einnahme der Stadt al-Kusair in der Nähe der libanesischen Grenze weitere Territorien unter ihre Kontrolle nehmen.

Die bisherige Unschlüssigkeit des Weißen Hauses sei darauf zurückzuführen, dass Washington nicht Al Kaida und sonstige Extremisten unterstützen möchte, die Schulter an Schulter mit den Regimegegnern gegen Assad kämpfen.

http://de.rian.ru/security_and_military/20130610/266276828.html

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06.06.2013

Syrische Armee gewinnt Kontrolle über Grenzübergang zu Israel zurück

Die syrischen Regierungstruppen haben am Donnerstag erneut die Kontrolle über den einzigen Grenzübergang zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen zurückgewonnen, nachdem syrische Rebellen ihn eingenommen hatten, wie der TV-Sender CNN unter Verweis auf das lokale Fernsehen berichtet.

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Israelische Medien berichteten heute von der Einnahme des Kontrollpostens Kuneitra durch die bewaffnete syrische Opposition. Danach erklärte die israelische Armee den Raum der Golanhöhen, der an den Grenzübergang Kuneira anliegt, zur „Sperrzone“.

Eine Sprecherin der israelischen Armee führte das auf Sicherheitserwägungen zurück und lehnte es ab, Meldungen über die Zusammenstöße auf dem syrischen Teil der Golanhöhen zu kommentieren.

Wie das Nachrichtenportal Y-net berichtet, werden zurzeit im Raum des Kontrollpostens erbitterte Kämpfe zwischen der syrischen Armee und Anhängern der Opposition geführt. Reuters zitiert einen Augenzeugen, der gesehen hat, wie israelische Notfallwagen Verletzte vom Grenzübergang Kuneitra evakuiert haben.

Der syrische Teil der Golanhöhen ist längst zu einem Kriegsschauplatz zwischen den Assad-treuen Truppen und der bewaffneten Opposition geworden. In diesem Raum ist die rund 1000 Mann starke Uno-Friedenstruppe UNDOF stationiert, die seit den 1970er-Jahren die syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen überwacht.

http://de.rian.ru/politics/20130606/266258139.html

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06.06.2013

Washington blasts Syria, Hezbollah for liberation of strategic town

The US has strongly condemned Syrian Army’s liberation of the country’s border city of Qusayr, which had served as the major stronghold of foreign-sponsored armed insurgents that sought to overthrow Syria’s government.

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The United States condemns in the strongest possible terms the al-Assad regime’s assault on al-Qusayr, which has killed untold numbers of civilians and is causing tremendous humanitarian suffering,“ White House Press Secretary Jay Carney claimed in a Wednesday statement.The apparent US rage over the success of the Syrian forces to drive out the foreign-backed militant gangs that have terrorized the nation over the past two years, comes amid widely reported US plans to offer direct military support to the anti-Damascus militants with the announced aim of overthrowing the government of President Bashar al-Assad.

The White House official further called for „safe access“ to evacuate injured insurgents and provide “medical supplies,” a call that apparently was not considered worthy of a response by Syrian officials.

Washington has also blasted the Lebanese Islamic resistance movement Hezbollah for its support role behind the Syrian military triumph over the insurgents, who received massive amounts of arms and supplies from US-backed regimes in the region, including Jordan, Turkey, Saudi Arabia, Qatar, United Arab Emirates and even the Israeli regime.

This is while Hezbollah has described the recent military victory over Qusayr as a major blow to the US-Israeli-Takfiri triangle in Syria that sought to remove the only Arab government in the region that effectively remained behind Palestinian resistance against the Israeli occupation.

Takfiris are ultra-radical Muslims closely tied to the Saudi-invented Wahhabi brand of Islam that openly seeks to kill or neutralize any Muslim that opposes their radical worldviews and approaches.

Most Takfiris have identified themselves with the shadowy al-Qaeda terror network and are widely known to have committed countless atrocities in Syria against civilians as well as government forces.

Hezbollah Deputy Secretary-General Sheikh Naim Qassem, meanwhile, has reiterated that those who wish to see the fall of the Syrian government are deeply flawed.

Moreover, the Syrian army further vowed on Wednesday to entirely crush the remainder of the foreign-backed insurgents across the country following its triumph in Qusayr after weeks of fierce battles.

Hundreds of insurgents have been killed and many captured in the course of the recent fighting.

Yet, they have also vowed to continue the armed insurgency against the Damascus government despite their heavy loss in Qusayr.  MFB/MFB

http://www.presstv.ir/detail/2013/06/06/307458/us-slams-liberation-of-qusayr-by-syria/

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05.06.2013

Syrische Armee kontrolliert Al-Kusair

Die syrischen Regierungstruppen haben die seit Wochen umkämpfte Rebellenhochburg Al-Kusair erobert. Das berichtet das syrische Staatsfernsehen. Bei den Kämpfen seien zahlreiche Rebellen getötet worden.

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Die syrische Armee hat nach offiziellen Angaben die umkämpfte westliche Region Al-Kusair vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Bei der Einnahme seien zahlreiche Rebellen getötet oder festgenommen worden, berichtete das syrische Staatsfernsehen am Mittwoch. Die nahe der Grenze zum Libanon gelegene Kleinstadt Al-Kusair war rund ein Jahr von den Rebellen kontrolliert worden. Vor drei Wochen begann dann die syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz eine Offensive zu ihrer Rückeroberung.

Die Kleinstadt Al-Kusair ist von strategischer Bedeutung, da sie auf dem Weg von der Hauptstadt Damaskus zu den Küstengebieten liegt, die von den mehrheitlich regierungstreuen Alawiten bewohnt sind. Die Rebellen leisteten erbitterten Widerstand. Die Regierungstruppen setzten ungeachtet der Tatsache, dass zehntausende Zivilisten in der Stadt eingeschlossen waren, Kampfflugzeuge, Raketen und Artillerie bei der wochenlangen Belagerung ein. Genaue Angaben zu den Opfern gibt es bisher nicht.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/strategisch-wichtige-region-syrische-armee-kontrolliert-al-kusair/8300916.html

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26.05.2013

Hisbollah jetzt offizielle Kriegspartei an der Seite Assads

Die libanesische Hisbollah ist in Syrien jetzt ganz offiziell Kriegspartei und kämpft an der Seite des Assad-Regimes mit offenem Visier. Das sorgt im Libanon für Raketenbeschuss und Zündstoff. Dem Land droht eine Zerreißprobe.

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Die libanesische Hisbollah kämpft im syrischen Bürgerkrieg jetzt mit offenem Visier an der Seite des Assad-Regimes und setzt damit die Stabilität des eigenen Heimatlandes aufs Spiel. Der Generalsekretär der Schiitenbewegung, Hassan Nasrallah, prophezeite während einer Fernsehansprache einen „Sieg“ in Syrien. Er versprach, dass die Milizen solange wie notwendig blieben. Nur wenige Stunden nach der Rede schlugen am Sonntag Raketen in zwei von der Hisbollah kontrollierten Vororten Beiruts ein. Fünf Menschen wurden verletzt.

Während die Schiitenorganisation jetzt erstmals ganz offiziell mit Kämpfern Partei für Syriens Machthaber Baschar al-Assad ergreift, gibt es im Libanon aber auch Muslime sunnitischer Glaubensrichtung, die schwer bewaffnet sind und die syrische Opposition unterstützen. Damit droht dem Libanon immer mehr eine Zerreißprobe.

Raketenangriffe im Libanon

Bei den Raketenangriffen im Süden der libanesischen Hauptstadt wurden am Sonntag mindestens fünf Menschen verletzt. Zwei Raketen vom Typ „Grad“ hätten eine Automobilausstellung und ein Wohngebäude getroffen, berichteten Sicherheitskräfte. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Libanons Innenminister Marwan Charbel sah in dem Angriff einen Versuch, die Sicherheitslage in seinem Land zu destabilisieren.

Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah hatte am Vorabend seine Kämpfer auf einen „Sieg“ in Syrien eingeschworen. Ein Sturz des Regimes von Baschar al-Assad komme nicht infrage. Syrien sei das Rückgrat des Widerstandes, und der Widerstand – die Hisbollah – werde nicht mit verschränkten Armen zuschauen, wie Syrien von den USA, Israel und Extremisten das Rückgrat gebrochen werde.

Mit Hilfe von Hisbollah-Milizionären haben syrische Regierungstruppen in der strategisch wichtigen Kleinstadt Al-Kusair am Wochenende eine neue Offensive gestartet. „Rauchschwaden überziehen das Gebiet, und es fallen mindestens 50 Geschosse pro Minute auf die Stadt“, beschrieb der Aktivist Abu Raad die Lage. Rund 2000 Hisbollah-Kämpfer seien inzwischen an den Gefechten beteiligt.

Al-Kusair liegt an der Grenze zum Libanon und in der Nähe einer wichtigen Straße, die Damaskus mit den vom Regime kontrollierten Küstengebieten verbindet. Auch für die Rebellen ist der Ort strategisch wichtig, weil hier Nachschublinien aus dem Libanon entlanglaufen. Die Hisbollah wiederum will nach den Worten von Nasrallah verhindern, dass radikale Islamisten oder Extremisten das Gebiet entlang der Grenze zum Libanon kontrollieren.

Außenminister Guido Westerwelle nannte die Hinweise auf ein „massives Eingreifen“ von Hisbollah-Milizen in die Kämpfe in Syrien „sehr bedrohlich“. „Die Gefahr eines Flächenbrandes ist durch diese jüngsten Entwicklungen mit Händen zu greifen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagte der Zeitung: „Es gibt die große Gefahr, dass Syrien nicht implodiert, sondern explodiert.“ Dann würden der Libanon, die Türkei und Jordanien in den Konflikt gezogen.

Teilnahme an Friedenskonferenz

Berichten des englischen Nachrichtensenders BBC zufolge habe Russland Aussagen aus Damaskus bestätigt, wonach Syrien „grundsätzlich“ bereit sei, an der von Russland und den USA initiierten internationalen Friedenskonferenz teilzunehmen. Das berichtete der Sender am Freitag auf seinem Online-Portal. Das russische Außenministerium äußerte sich demnach zufrieden mit der Zusage Syriens an der Konferenz. „Im Eigeninteresse Syriens soll möglichst schnell ein politischer Weg zur Konfliktlösung gefunden werden“, zitierte BBC den russischen Ministeriumssprecher Alexander Lukashevich.

Nach Angaben von syrischen Oppositionellen in Damaskus könnte die geplante Friedenskonferenz für den 12. Juni in Genf einberufen werden.

Der Syrienkonflikt hat seit seinem Beginn im März 2011 UN-Schätzungen zufolge mehr als 80 000 Menschen das Leben gekostet. Im Nordlibanon wurden bei den jüngsten Kämpfen zwischen Unterstützern des syrischen Regimes und dessen Gegnern binnen einer Woche mindestens 26 Menschen getötet.

http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/tid-31441/libanon-im-syrien-strudel-hisbollah-jetzt-offizielle-kriegspartei-an-der-seite-assads_aid_998979.html

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23.05.2013

Syrien: Rückschlag im Stellvertreterkrieg brüskiert den Westen

Von SEBASTIAN RANGE,

Die jüngsten militärischen Erfolge der syrischen Armee, über die auch die westliche Berichterstattung nicht hinweggehen konnte, markieren eine drastische Kehrtwende in der öffentlichen Wahrnehmung des Konfliktes.

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Noch vergangene Woche wurde in den etablierten Medien beinahe einhellig von einem bevorstehenden Ende des Assad-Regimes fabuliert und von Auflösungserscheinungen der Armee gesprochen. „Jetzt steht die deutsche Presse im wahrsten Sinne des Wortes vor den Trümmern ihrer Berichterstattung. Die Rebellen hochgejubelt, Assad maßlos unterschätzt, alle mahnenden Stimmen in Zweifel gezogen, teilweise sogar lächerlich gemacht – und nun stellt sich heraus, dass die Kritiker des Medien-Mainstreams richtig lagen“, schreibt die junge Welt, die als einzige Tageszeitung Deutschlands konsequent kritisch über die Ereignisse in Syrien berichtet, über die nun als propagandistische Stimmungsmache entlarvte Berichterstattung ihrer Mainstream-Kollegen. (1)

Auch das deutsche Außenministerium teilte die Einschätzung des baldigen Sieges der Opposition und plante bereits für den „Tag danach“ (2) – und steht nun ebenso düppiert da wie der Bundesnachrichtendienst, der mit seinen Berichten diese Fehleinschätzung maßgeblich mit zu verantworten hat.

Noch Ende 2012 hatte BND-Chef Gerhard Schindler die Assad-Regierung in ihrer „Endphase“ gesehen. Nun plötzlich sei die syrische Armee so stark wie lange nicht, so der Auslandsgeheimdienst in einer aktuellen Stellungnahme.

Die Kursänderung kommt so überraschend, dass man sich fragt: Will uns da jemand für dumm verkaufen? Eine militärische Lage ändert sich doch nicht komplett über Nacht. Und aus einer Armee, die gestern angeblich noch kurz davor war, in alle Himmelsrichtungen davonzulaufen, wird nicht von heute auf morgen ein regimetreues Bollwerk.“ (3)

Hintergrund berichtete bereits vor zwei Monaten, dass die „Rebellen“ nicht in der Lage seien, einen Sieg zu erringen, stattdessen erhebliche Verluste zu verzeichnen hätten und dass das auch vom BND beschworene bevorstehende Ende Assads Propaganda sei – eine Einschätzung, der sich nun auch die Leitmedien aufgrund der nicht zu verbergenden militärischen Erfolge der syrischen Armee gezwungenermaßen anschließen müssen. (4)

Die schamlosen Freunde der Heuchelei

Auch die sich als „Freunde Syriens“ bezeichnende Staatenkoalition, die den in Syrien agierenden Terroristen die Mittel für einen mit Gewalt erzwungenen Regime-Wechsel bereitstellt, vollzieht zumindest rhetorisch eine Kehrtwende. Hat sie bis vor kurzem noch jede Verhandlung mit Vertretern der syrischen Regierung abgelehnt, übt sie nun Druck auf ebenjene aus, an den für kommenden Monat von Russland und den USA angesetzten Verhandlungen teilzunehmen. US-Außenminister John Kerry drohte im Fall eines Fernbleibens vom Verhandlungstisch mit einer Eskalation der Gewalt durch eine verstärkte Unterstützung der „Rebellen“.

Ziel der Gespräche soll die Schaffung einer Übergangsregierung sein. Im Grunde handelt es sich um eine Neuauflage des Ende Juni 2012 in Genf unter Beteiligung des Westens, Russlands und Chinas ausgehandelten Kofi Annan-Plans, der die Bildung einer syrischen Übergangsregierung aus Vertretern der derzeitigen Regierung und der Opposition vorsah, sowie Eckpunkte eines Überganges festlegte. Damals aufkeimende Hoffnungen nach einer friedlichen Lösung wurden aber nur Tage später von den „Freunden Syriens“ enttäuscht, indem sie den Rücktritt Baschar al-Assads zur Vorbedingung für Verhandlungen machten.

Bei einem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman verabschiedete die Kerngruppe der „Freunde Syriens“, der unter anderen die USA, Deutschland, Saudi-Arabien und die Türkei angehören, in der Nacht zum heutigen Donnerstag eine Erklärung, in der ausdrücklich der Eingriff der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah und iranischer Kämpfer in den Konflikt verurteilt wird. Dabei handele es sich um eine „schamlose Intervention in syrisches Gebiet und eine ernsthafte Bedrohung der regionalen Stabilität“.

Gleichzeitig sprach sich auch Deutschlands Außenminister Westerwelle nach längerem Zögern dafür aus, mindestens den militärischen Arm der Hisbollah von der EU als Terrororganisation einstufen zu lassen.

Ausgerechnet die Vertreter jener Nationen, die mittels ihrer Geheimdienste tausende ausländische Kämpfer – vornehmlich aus dem dschihadistischen Spektrum – nach Syrien brachten, sprechen von Schamlosigkeit. Diese Heuchelei geht einher mit einer Überhöhung der Rolle, die die Hisbollah in dem Konflikt tatsächlich spielt. Die „Intervention“ der Hisbollah beschränkt sich auf die an der Grenze zum Libanon gelegenen Dorfschaften rund um die Stadt Al-Kusair, die vor Tagen zum Großteil von der syrischen Armee zurückerobert wurde. Die Dörfer befinden sich zwar auf syrischem Staatsgebiet, deren Einwohner sind aber vornehmlich libanesische Schiiten und Christen. Die französische Staatsmacht hatte dort in den 1930er Jahren willkürlich eine Grenze gezogen und so die libanesische Bevölkerung auf syrisches Territorium verbannt. Die Hisbollah hat nie einen Hehl daraus gemacht, in dieser Region die Bevölkerung vor Angriffen der „Rebellen“ zu schützen. „Die Dörfer gehören verwaltungstechnisch zur libanesischen nördlichen Bekaa-Ebene, die von der Hisbollah regiert wird. Viele Bewohner sind Anhänger oder Mitglieder der Hisbollah, was deren militärisches Engagement in Al-Kusair erklärt“, so die aus Damaskus berichtende deutsche Journalistin Karin Leukefeld über die Hintergründe. (5)

Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Hisbollah außerhalb dieses Gebietes an Kämpfen auf Seiten der syrischen Armee teilnimmt, auch wenn die Propagandaorgane der „Rebellen“ das seit zwei Jahren behaupten.

Die westliche Interventionsgemeinschaft bauscht die Rolle der Hisbollah auch deshalb auf, um die eigene Unterstützung ausländischer Kämpfer in Syrien zu kaschieren beziehungsweise zu rechtfertigen.

EU-Mitglieder wollen „Rebellen“ aufrüsten

Das am Monatsende auslaufende Waffenembargo der EU wird voraussichtlich nicht verlängert werden. Denn dazu wäre ein einstimmiger Beschluss nötig. Frankreich und Großbritannien kündigten bereits an, wenn nötig auch auf eigene Faust Waffen an die „Rebellen“ zu liefern. Europa müsse den Druck auf den Machthaber Assad erhöhen, forderte der britische Premierminister David Cameron. Frankreichs Präsident Hollande unterstützte ihn: „Wir können es nicht hinnehmen., dass es auf der einen Seite ein Regime gibt, das von Russland Waffen bekommt und auf der anderen Seite eine Opposition, die davon ausgeschlossen wird.“

Hollande vergaß zu erwähnen, dass Russland ausschließlich Defensiv-Waffen liefert, deren Kaufverträge bereits vor Ausbruch der Krise abgeschlossen wurden. Zudem ist die „Opposition“ nicht außen vor, was Waffenlieferungen angeht. Alleine aus kroatischen Beständen empfing sie in den vergangenen Monaten über dreitausend Tonnen an Kriegsmaterial. (6)

Innerhalb der EU sorgt die aggressive Haltung Frankreichs und Großbritanniens für Streit. Vor allem Österreich positioniert sich deutlich gegen eine Aufhebung des Embargos. „Wir sind ganz entschieden gegen eine Lockerung“ erklärte Bundeskanzler Werner Faymann. Österreich könne dann seine 370 UN-Blauhelmsoldaten vermutlich nicht mehr auf den Golan-Höhen stationiert lassen, wo sie den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien kontrollieren. Österreichs Außenminister Michael Spindelegger wies bereits vor Monaten, als noch die Rede von einem bevorstehenden Ende Assads die Gazetten beherrschte, darauf hin, dass der syrische Präsident offenbar noch immer von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt werde. (7)

Auch Russland warnte vor der „sehr riskanten“ Aufhebung des Embargos. „Die syrische Opposition ist ein kunterbunter Haufen verschiedener Organisationen“, sagte der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow der Agentur Interfax. Dabei hätten die moderaten Gruppen deutlich weniger Einfluss als die radikalen. Es sei daher unmöglich sicherzustellen, dass Waffen nicht in den Händen von Islamisten landeten.

Dschihad für Demokratie und Menschenrechte?

Die Bezeichnung „moderat“ ist in diesem Zusammenhang ohnehin äußerst relativ zu betrachten. Kaum einer der Kämpfer der als moderat bezeichneten Gruppen würde hierzulande nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Selbst die vom Westen hofierte und als Gegenpart zu den islamistischen Kämpfern präsentierte „Freie Syrische Armee“ hat jüngst eine nach Osama Bin Laden benannte Brigade ins Leben gerufen. (8)

Das Argument, der Westen könne mit Waffenlieferungen gezielt die moderaten Kräfte unterstützen, entlarvt sich nicht nur aufgrund des Mangels an diesen als Beschwichtigungspropaganda. Denn die Frage des „Könnens“ bleibt zweitrangig, solange ein wirkliches „Wollen“ nicht erkennbar ist. Solange auf einen militärischen Regime-Wechsel gesetzt wird, solange muss der Westen auf die kampfstärksten und am besten organisierten Kräfte vor Ort setzen, um überhaupt Aussicht auf Erfolg zu haben. Und in diesem Stellvertreterkrieg sind das die Gruppen aus dem salafistischen und dschihadistischen Spektrum. Es ist daher kein Versehen, wenn in der Vergangenheit die vom CIA koordinierten Waffenlieferungen in den Händen von Gruppen wie Ahrar al-Sham landeten. (9) Diese ist neben der sich zu Al-Qaida bekennenden Al-Nusra-Front die kampfstärkste Truppe aus dem islamistischen Spektrum. Im UN-Sicherheitsrat verhinderten Frankreich und Großbritannien, die Al-Nusra-Front auf die „schwarze Liste“ der Organisationen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida zu setzen.

Hanna Ghoneim, christlicher Pater aus Damaskus, zeichnet ein düsteres Bild der Lage, das sich kaum mit der Berichterstattung der Mainstreammedien vereinbaren lässt:

Alles deutet darauf hin, dass islamische Extremisten (…) die Macht für sich alleine beanspruchen und so das syrische Volk der Scharia unterwerfen wollen. Was wir Syrer nicht nachvollziehen können und uns schockiert, ist, dass dieses verwerfliche Vorhaben von westlichen Weltmächten – unter dem Vorwand der Menschenrechte und Demokratisierung! – sogar unterstützt wird. Erst jetzt sickert allmählich in der hiesigen Medienberichterstattung durch, dass westliche Staaten die Rebellen mit Waffen unterstützen. Mit diesen Waffen wird nicht wirklich die offizielle Armee bekämpft, die noch über ein großes Waffenarsenal verfügt. In erster Linie werden schutzlose und unbewaffnete Zivilisten getötet. Viele junge und ältere Menschen haben sich inzwischen dem Militär angeschlossen, um Waffen zu erhalten und ihre Häuser vor den Rebellen zu verteidigen. (…)

Menschen werden von Rebellen getötet, entführt und gefoltert, von ihren Wohnungen vertrieben, ihre Häuser werden ausgeraubt, sie werden erpresst, Frauen vergewaltigt und Kinder missbraucht. Vielerorts werden Bombenanschläge verübt, Massaker finden statt, Häuser werden nach Bombenanschlägen geplündert und verwüstet. Ausländische Rebellen dringen im Namen des Islam in die Häuser der Zivilisten ein mit der Begründung: Sie möchten das Land von der Diktaturmacht befreien. Die Bewohner bekommen Angst und fliehen Hals über Kopf in einen sicheren Ort. Wer gegen die sogenannte „Freie Armee“ der Rebellen ist, wird kurzerhand von ihnen hingerichtet, enthauptet oder erschossen. Solche Gräueltaten, die tagtäglich vorkommen, werden dann per Video von den Rebellen selber aufgenommen und im Internet triumphierend präsentiert.“

Was die gegenwärtige Verfolgung von Christen betrifft, komme diese eher aus dem Westen. „Die Solidarität zwischen einheimischen Muslime und Christen in Syrien hat sich durch den Krieg eher verstärkt! Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Muslime in Syrien die Christen mehr schützen als die Christen im Westen ihre syrischen Brüder und Schwestern“, so Pater Ghoneim. (10)

Der Westen unterstützt in Syrien keine Demokratiebewegung, sondern bewaffnete Banden religiöser Fanatiker, die einen Krieg gegen Andersgläubige führen. Selbst das EU-finanzierte und der Opposition zugehörige „Syrische Observatorium für Menschenrechte“ in London musste diesen Aspekt insgeheim eingestehen. Laut einer jüngsten Veröffentlichung des Observatoriums, das grundsätzlich getötete Kämpfer der Opposition in der Kategorie ziviler Opfer verbucht, befinden sich unter den auf insgesamt 94.000 bezifferten Toten 41.000 Angehörige der alawitischen Religionsgemeinschaft, dir nur rund zehn Prozent der Bevölkerung stellt und sich mehrheitlich loyal gegenüber der Regierung verhält. (11)

In der Vergangenheit hatten radikale Prediger aus den Reihen der „Rebellen“ wiederholt dazu aufgerufen, Angehörige dieser Minderheit zu ermorden und selbst das Vergewaltigen von alawitischen Frauen und Kindern für rechtmäßig erklärt.

Der Fanatismus der bewaffneten Oppositionskämpfer und die von ihnen verübten Gewaltexzesse und Massaker haben ihrem Rückhalt in der Bevölkerung schweren Schaden zugefügt.

Die westliche Wertegemeinschaft droht den von ihr geführten Stellvertreterkrieg zu verlieren. Das erhöht die Gefahr einer direkten militärischen Intervention.

Generaloberst i. R. Leonid Iwaschow, Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische Probleme, wies vor einer Woche auf das Dilemma der „Freunde Syriens“ hin: „Sie haben vor zwei Jahren diese Operation begonnen, bestimmte Mittel eingeplant und Stabsstrukturen geschaffen und stehen heute vor einer Niederlage. Sie sind das nicht gewohnt und schüren deshalb eine Psychose um Syrien, um einen Anlass (für eine Intervention, Anm. d. Red.) zu finden – selbst den geringsten“, sagte der General. (12)

Und zur Not werden Anlässe fingiert. Dazu zählt wohl auch das Bombenattentat auf Zivilisten in der an der Grenze zu Syrien gelegenen türkischen Stadt Reyhanli vor zwei Wochen, bei dem über fünfzig Menschen getötet wurden. Die türkische Regierung machte sofort den syrischen Geheimdienst verantwortlich. Statt Beweise für diese Behauptung zu präsentieren, verhängte sie eine Nachrichtensperre.

Geheimdokumente, die von der türkischen Hackergruppe Redhack der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, werfen ein anderes Licht auf die Ereignisse in Reyhanli. Laut diesen habe die Al-Nusra-Front die bei dem Anschlag verwendeten Fahrzeuge zu Autobomben umfunktioniert – mit dem Wissen des türkischen Geheimdiensts. (13)


Anmerkungen
(1) http://www.jungewelt.de/2013/05-23/031.php
(2) Siehe: http://www.hintergrund.de/201208292221/politik/welt/the-day-after-ein-konspirativer-zirkel-referiert-in-berlin-die-zukunft-syriens.html
(3) http://www.jungewelt.de/2013/05-23/031.php
(4) http://www.hintergrund.de/201303282508/politik/welt/syrien-westen-forciert-eskalation.html
(5) http://www.jungewelt.de/2013/05-21/050.php
(6) Siehe: http://www.hintergrund.de/201303282508/politik/welt/syrien-westen-forciert-eskalation.html
(7) http://www.wirtschaft.com/20130324-oesterreichs-aussenminister-eu-hat-bislang-zu-wenig-in-syrien-getanhttp://www.military.com/video/operations-and-strategy/battles/fsa-osama-bin-laden-brigade/2399706179001/ -97267
(8)
(9) Siehe: http://www.hintergrund.de/201303282508/politik/welt/syrien-westen-forciert-eskalation.html
(10) http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=858&Itemid=1
(11) http://www.washingtonpost.com/world/middle_east/video-purporting-to-show-syrian-rebel-biting-heart-highlights-challenges-for-west-on-aid/2013/05/14/d06585de-bca6-11e2-89c9-3be8095fe767_story.html
(12) http://de.rian.ru/security_and_military/20130517/266134593.html
(13) http://redhack.tumblr.com/

http://www.hintergrund.de/201305232586/politik/welt/syrien-rueckschlag-im-stellvertreterkrieg-brueskiert-den-westen.html

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22.05.2013

BND rechnet mit Vormarsch von Assads Truppen

Der Bundesnachrichtendienst revidiert seine Prognose für den syrischen Bürgerkrieg. Demnach sei mit einem schnellen Sieg der Rebellen nicht mehr zu rechnen. Assads Truppen gewinnen wieder an Boden.

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Das Militär des syrischen Machthabers Baschar al-Assad ist nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) wieder erstarkt. BND-Chef Gerhard Schindler habe Sicherheitspolitiker in einer geheimen Sitzung darüber informiert, dass in diesem Jahr mit einem Vorrücken der Armee im Kampf gegen die Rebellen zu rechnen sei, berichtet „Spiegel online“.

Das syrische Militär sei derzeit so stark, wie seit Langem nicht mehr. Damit habe der deutsche Auslandsgeheimdienst sein Lagebild des Bürgerkriegs revidiert. Im Dezember hatte sich Schindler noch davon überzeugt gezeigt, dass sich die Herrschaft der syrischen Führung dem Ende zuneige.

Nach Ansicht des BND haben Assads Truppen wieder funktionsfähige Nachschubwege für Waffen, berichtet „Spiegel online“. Auch die Versorgung mit Treibstoff für Panzer und die Luftwaffe sei wieder angelaufen. Damit könne die Armee verlorenen Boden zurückgewinnen. Allerdings könne Assad dem BND zufolge so die Aufständischen zwar in Schach halten. Das Regime habe aber kaum Chancen, die Oppositionskräfte komplett zu besiegen.

Am Wochenende hatten Assads Truppen eine Großoffensive gegen die Rebellenhochburg Kusair an der Grenze zum Libanon gestartet. An der Seite der Regierungstruppen kämpften auch Soldaten der libanesischen Islamistenmiliz Hisbollah. In den Bürgerkrieg in Syrien werden zunehmend auch Nachbarländer hineingezogen. Damit droht ein Flächenbrand in der gesamten Region.

US-Senatsausschuss fordert Waffenhilfe

So mehrten sich zuletzt auch die Rufe nach Waffenhilfe für syrische Rebellen im US-Kongress. Der außenpolitische Ausschuss im Senat verabschiedete am Dienstag einen Gesetzentwurf, der „tödliche Unterstützung“ für die Opposition sowie militärisches Training und mehr humanitäre Hilfen vorsieht.

Der Beschluss des mit Demokraten und Republikanern besetzten Gremiums dürfte den Druck auf Präsident Barack Obama erhöhen, der bisher Waffenhilfe ablehnt. Obama fürchtet, die Waffen könnten in die Hände islamistischer Extremisten fallen. Außerdem würden mehr Waffen den Bürgerkrieg lediglich verschärfen, heißt es in der Regierung.

Dagegen meinte der Senatsausschuss: „Es ist jetzt Zeit zu handeln.“ Waffen für die Rebellen könnten im Bürgerkrieg das Blatt gegen das Assad-Regime wenden.

„Freunde Syriens“ treffen sich zu Beratungen

Die Staatengruppe der sogenannten Freunde Syriens trifft sich am Mittwochabend in der jordanischen Hauptstadt Amman, um eine von Russland und den USA geplante Friedenskonferenz für das Bürgerkriegsland vorzubereiten.

An den Beratungen nehmen neben Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) auch die Chefdiplomaten der zehn weiteren Mitgliedsländer der Gruppe teil. Mit am Tisch sitzen die USA, Großbritannien, Frankreich, die Türkei, Italien, Ägypten, Saudi-Arabien, die Arabischen Emirate, Katar und Jordanien.

Besonders umstritten ist im Vorfeld der für Juni geplanten Friedenskonferenz, die nach einem politischen Ausweg aus dem Bürgerkrieg suchen soll, wer die Gegner der syrischen Führung in den Verhandlungen vertreten darf. Syriens Machthaber Assad hatte allerdings zuletzt deutlich gemacht, dass er die Friedenskonferenz ablehnt. Seine Gegner bezeichnete er als Terroristen, mit denen er sich nicht an einen Tisch setze.

http://www.welt.de/politik/ausland/article116403128/BND-rechnet-mit-Vormarsch-von-Assads-Truppen.html

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20.05.2013

USA verurteilen Offensive von Hisbollah und Assad

Bei Kämpfen um die Rebellenhochburg Kusair in Syrien war die Hisbollah auf Seiten der Regierungstruppen beteiligt. Nach Ansicht der USA spielen die Kämpfer aus dem Libanon eine entscheidende Rolle bei der Offensive des Assad-Regimes. Die Sorge wächst, dass das Nachbarland in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen wird.

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Bei schweren Kämpfen um eine Grenzstadt zum Libanon starben am Wochenende der Opposition zufolge auch rund 30 Soldaten der libanesischen Hisbollah, die an der Seite der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad kämpften. Es ist das bislang deutlichste Zeichen für die massive Verwicklung der Miliz aus dem Nachbarland in den Bürgerkrieg. Auch auf das nordlibanesische Tripoli griff der Konflikt über; hier starben drei Menschen.

Die Beteiligung der Hisbollah beim Angriff auf die Rebellenhochburg Kusair bezeichnete das US-Außenministerium als „direkte Intervention“. Die Hisbollah spiele eine „entscheidende Rolle in der Offensive des Regimes“, sagte Außenamtssprecher Patrick Ventrell am Montag. Auch US-Präsident Barack Obama äußerte sich in einem Telefongespräch mit dem libanesischen Präsidenten Michel Suleiman besorgt über die Einmischung. Er sprach von einer „aktiven und zunehmenden Rolle“ der Hisbollah in Syrien.

Kusair hat große strategische Bedeutung

Zugleich verurteilte das State Department das syrische Vorgehen, insbesondere die Luftangriffe auf Kusair. Das Regime von Baschar Al-Assad versuche, Spannungen zwischen den religiösen Strömungen zu provozieren. „Das Assad-Regime und seine Unterstützer, die weiterhin Verbrechen gegen syrische Volk begehen, sollten wissen, dass die Welt zuschaut“, hieß es. Die Täter würden zur Verantwortung gezogen.

Kusair liegt nordwestlich von Damaskus an der Strecke, die die Hauptstadt mit den Siedlungsgebieten der Alawiten an der syrischen Mittelmeerküste verbindet und ist nur rund zehn Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Assad gehört der Gemeinschaft der Alawiten an, die dem schiitischen Islam entsprungen ist. Die Opposition hält es für möglich, dass Assad mit seiner Regierung in die Region um Kusair ausweichen könnte, falls die Hauptstadt in die Hand der Rebellen fällt.

Bei den Kämpfen um die Stadt starben nach Angaben der Opposition 30 Hisbollah-Kämpfer und 20 Regierungssoldaten. Auch viele Zivilisten sollen getötet worden sein. Angaben darüber und über die eigenen Verluste machten die Rebellen nicht. Während die syrische Regierung angab, weitgehend die Kontrolle über die Stadt gewonnen zu haben, erklärten die Aufständischen, die Soldaten wieder an den Stadtrand zurückgedrängt zu haben.

Assad will nicht mit der Opposition verhandeln

Die Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft für eine Syrien-Friedenskonferenz erlitten unterdessen einen Rückschlag. Assad erklärte, er werde nicht mit der Opposition verhandeln. Der argentinischen Zeitung „Clarin“ sagte der Staatschef, Friedensgespräche hätten keinen Sinn, da die Opposition zu zersplittert sei, als dass sich ein Abkommen aushandeln ließe. Er bezweifle, dass sich der Konflikt durch die Bemühungen der USA und Russlands beilegen lasse. „Sie denken, dass eine politische Konferenz die Terroristen im Land aufhalten wird. Das ist unrealistisch.“

Auch die Rebellen sehen die Initiative skeptisch, signalisierten aber ihre Teilnahme an der Konferenz, auf die sich die USA und Russland geeinigt hatten. Es ist der erste gemeinschaftliche Versuch von Syrien-Unterstützern und Gegnern, den Bürgerkrieg zu beenden, bei dem nach Angaben aus der Opposition mehr als 90 000 Menschen getötet worden sind. Auch am Pfingstwochenende sollen bei Kämpfen und Luftangriffen wieder mehr als 300 Menschen getötet worden sein.

Wichtige Etappen zu der Friedenskonferenz werden am Mittwoch und Donnerstag erwartet, wenn US-Außenminister John Kerry bei einem Treffen der „Freunde Syriens“ die Pläne erläutern will beziehungsweise die Arabische Liga und die syrische Opposition Vorbereitungstreffen abhalten wollen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon drängte auf eine rasche Konferenz. Die Weltgemeinschaft dürfe den Schwung nicht verlieren, sagte er nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Lawrow pflichtete Ban bei: „Je eher, desto besser.“ Er forderte aber auch, die Opposition dürfe keine Vorbedingungen stellen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte sich dagegen skeptisch. Ein Treffen wäre sehr wichtig. „Aber es ist alles andere als sicher, dass das dann auch erfolgreich gelingt.“

Kritik an russischen Waffenlieferungen nach Syrien

Sorge in der Region löste das Bekanntwerden von Lieferungen von Anti-Schiffs-Raketen Russlands an Syrien aus. Die „Jachont“-Marschflugkörper könnten eine Marineaktion zur Durchsetzung eines Flugverbots über Syrien gefährden. Israel ist neben der „Jachont“ vor allem wegen russischer Flugabwehrraketen vom Typ S-300 besorgt.

Beide Systeme, so Israel, könnten der Hisbollah in die Hände fallen und gegen Israel und US-Truppen im Golf abgefeuert werden. Die S-300 könnten den Einsatz israelischer Militärmaschinen gefährden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu behielt sich das Recht zu weiteren Luftangriffen auf Syrien vor. „Es sind nicht irgendwelche Waffen, sondern entscheidende Waffen“, sagte Justizministerin Zipi Livni.

http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/tid-31305/syriens-buergerkrieg-greift-auf-den-libanon-ueber-usa-verurteilen-offensive-von-hisbollah-und-assad_aid_994846.html

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19.05.2013

Syrien: Beispiellos massive Offensive der Regierungsarmee

Die syrische Regierungsarmee hat am Sonntag eine massive Offensive gegen bewaffnete Gruppen der Opposition gleich an vier Fronten gestartet. Laut dem libanesischen Fernsehsender Al Mayadin werden die Operationen der Armee in Al Quseyr, Provinz Homs, in der Nähe der libanesischen Grenze, in der Provinz Hama, in der Provinz Damaskus und in Deraa im Süden des Landes in der Nähe der jordanischen Grenze unternommen.

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Experten bezeichnen die Operationen als beispiellos in strategischer und in taktischer Hinsicht, so der TV-Sender.

Die Regierungstruppen nahmen den zentralen, den südlichen und den westlichen Teil von Al Quseyr ein, der Norden der Stadt werde noch hart gekämpft. Wie syrische und libanesische Medien berichten, müssen die Oppositionsgruppen beträchtliche Verluste erleiden. Die Zahl der Toten und Verletzten gehe in die Hunderte. Für zivile Flüchtlinge ließ die Armee einen Korridor im Westen der Stadt frei, über den die Einwohner die umkämpfte Stadt verlassen können.

Die nationale libanesische Nachrichtenagentur meldete einen Raketenbeschuss der Stadt Hermel im Norden des Libanons vom Territorium Syriens aus. Meldungen über eventuelle Opfer und Zerstörungen liegen nicht vor.

In Damaskus’ Vororten im Osten und im Norden habe die Regierungsarmee mehr als 50 Oppositionskämpfer getötet. Die dortigen Ortschaften würden nun von den Regierungstruppen kontrolliert.

http://de.rian.ru/security_and_military/20130519/266148114.html

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21.01.2013

Syrische Armee blockiert Tausende Rebellen im Vorort von Damaskus

Die syrische Armee hat rund 1000 militante Oppositionelle und Islamisten im Vorort Daraya südwestlich von Damaskus blockiert, verlautete am Montag von der syrischen Militärspitze gegenüber RIA Novosti.

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Die Situation verbessert sich täglich – derzeit kontrollieren wir zwei Drittel des Territoriums der Stadt (Daraya)“, hieß es. „Wir haben die Terroristen vollständig blockiert und ließen denen keinen Korridor für ein Entkommen frei. Sie haben die Wahl, entweder sich zu ergeben oder getötet zu werden.“

Umzingelt seien 1000 bis 1500 Rebellen, hieß es. „Sie benutzen modernste und verschiedenste Waffenarten und Komunikationsmittel, darunter aus der US-amerikanischen und israelischen Produktion. Bei den Toten finden wir Papiere, die bestätigen, dass sie aus der Türkei, Libyen und Afghanistan gekommen sind“, so die Quelle.

Der Vorort Daraya grenzt an den strategischen Luftwaffenstützpunkt Mazzeh im Westen von Damaskus  sowie an das Viertel Kafar Sousseh, wo sich das Staatssicherheitsministerium und das  Auswärtige Amt sowie der Regierungssitz befinden. Der Präsidentenpalast liegt in nur zehn Kilometer Entfernung von Daraya.
Die Operation der syrischen Armee unter Einsatz von Panzertechnik und Fliegerkräften hatte vor zwei Monaten in Daraya begonnen. Die Zivilbevölkerung musste aus Daraya flüchten.

http://de.rian.ru/politics/20130121/265356973.html

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31.10.2012

Die syrische Luftwaffe bombardiert Rebellen

In Syrien dauern die Kämpfe um Damaskus und in der Provinz Idlib mit unverminderter Heftigkeit an. Nach dem Scheitern seines Plans für eine Waffenruhe sucht Brahimi nach neuen Ideen. Jürg Bischoff, Kairo

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Während die Kämpfe an den Hauptschauplätzen des syrischen Bürgerkriegs mit grosser Intensität andauern, hat der Syrien-Emissär Brahimi nach dem Scheitern der von ihm vorgeschlagenen Feuerpause seine diplomatische Tour fortgesetzt. Nach Gesprächen in Moskau traf Brahimi am Mittwoch in Peking ein, wo ihm Aussenminister Yang einen Vierpunkteplan zur Lösung des Syrien-Konflikts vorstellte. Ausser dass er die schrittweise Umsetzung eines Waffenstillstands auf regionaler Basis vorschlägt, scheint der Plan Pekings gegenüber früheren Vorschlägen nicht viel Neues zu bringen.

Alte Wünsche der Amerikaner

Die amerikanische Administration hingegen will Bewegung in die politische Blockade bringen, indem sie die Opposition gegen Asad umorganisieren und straffen will. Wenn man einem Bericht auf der Website von «Foreign Policy» glauben will, hat das Aussenministerium in Washington die Gründung einer neuen Dachorganisation vorbereitet, die den als untauglich erachteten Syrischen Nationalrat (SNC) ersetzen soll. Die neue Organisation soll sich nächste Woche in Katar konstituieren.

Im Bericht heisst es, Washington bemühe sich, ethnische und konfessionelle Gruppen, die dem stark sunnitisch-arabisch geprägten SNC skeptisch gegenüberstünden, in die neue Organisation zu integrieren. Ebenso will Washington die aufständischen Führer im Innern Syriens in die neue Struktur einbinden, um die vielen getrennt agierenden Gruppen unter einen Hut zu bringen. Dies sind alte Wünsche der Amerikaner, die der SNC bisher nicht erfüllen konnte. Sie dürften auch unter einem neuen Etikett unerfüllbar bleiben. Ihre ambivalente Syrien-Politik hat die Amerikaner in der syrischen Opposition einigen Goodwill gekostet. Dies beschränkt Washingtons Möglichkeit, auf die Aufständischen Druck auszuüben.

Die syrische Luftwaffe hat laut Berichten oppositioneller Medien seit Montag zahlreiche Angriffe in der Peripherie der Hauptstadt und entlang der Verkehrsachse Damaskus–Aleppo in der Provinz Idlib geflogen. In Damaskus wurden über die letzten Tage mehrere Bombenanschläge verübt. Am Mittwoch wurden in der Nähe des schiitischen Schreins von Sayyeda Zainab im Süden der Stadt bei einer Bombenexplosion 6, nach andern Berichten 8 Personen getötet. In Yarmuk, einem Palästinenserlager bei Damaskus, war es am Dienstag zu Gefechten zwischen Aufständischen und Kämpfern der PFLP-GC gekommen, einer mit dem Regime verbündeten palästinensischen Gruppe. Ein syrischer Rebellenführer sagte am Mittwoch der Agentur Reuters, in Yarmuk sei nun eine Miliz aus Palästinensern gebildet worden, die den Aufstand gegen Asad unterstützten.

Drohungen der PKK

Nach Zusammenstössen zwischen Kurden und syrischen Rebellen in Aleppo hat die PKK, die in der Türkei für kurdische Selbstbestimmung kämpft, damit gedroht, zum Schutz der Kurden in Syrien zu intervenieren. Kurdische Quellen beschuldigten in den letzten Tagen die Rebellen, kurdisch-yezidische Dörfer bei Afrin westlich von Aleppo angegriffen zu haben. Dabei wurde laut einem Bericht eines libanesischen Nachrichtenkanals auch ein Rebellenführer getötet, der seit dem Frühjahr zehn libanesische Schiiten als Geiseln gehalten und kürzlich einen libanesischen Journalisten entführt hatte.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/uebersicht/die-syrische-luftwaffe-bombardiert-rebellen-1.17743061#

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02.09.2012

Syrien: Assad-Armee verdrängt Dutzende Rebellen nach Libanon

Die syrischen Grenzsoldaten haben in der Nacht zum Sonntag im Norden des Landes Dutzende Bewaffnete aufgespürt, die offenbar aus dem bewaffneten Libanon eingedrungen waren. Bei einem Gefecht wurden die Eindringlinge vom syrischen Hoheitsgebiet verdrängt, wie das Staatsfernsehen berichtete. 

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Dutzende Terroristen und Söldner haben versucht, im Raum Tel Kalach über die libanesische Grenze illegal nach Syrien einzudringen“, berichtet der TV-Sender Syria. Bei einem Gefecht haben die Terroristen „Verluste erlitten“ und mussten auf das libanesische Territorium fliehen.

Aus dem Nordlibanon, in dem viele Sympathisanten der syrischen Rebellen leben, werden nach syrischen Behördenangaben regelmäßig Waffen geschmuggelt und Kämpfer eingeschleust.

In Syrien dauern seit fast anderthalb Jahren Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten insgesamt etwa 17 000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden sprechen von 8000 Toten. Die Regierungsarmee kämpft nach eigener Darstellung gegen Terroristen und ausländische Islamisten, die aus dem Ausland mit Waffen versorgt werden. Die Opposition aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

http://de.rian.ru/politics/20120902/264343348.html

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27.08.2012

Syrische Armee bekämpft erfolgreich Terroristen in Aleppo, Homs und Idlib

Die syrische Armee hat sich im Zentrum und Nordwesten Syriens weiter mit Terroristen auseinandergesetzt und ihnen schwere Verluste zugefügt.

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Am Sonntagabend wurden zig bewaffnete Terroristen in den Provinzen Idlib, Aleppo und Homs von den syrischen Regierungskräften getötet.
Die Armee verhinderte auch das Einschleusen einer terroristischen Gruppe aus dem Libanon. In Jericho bei Idlib brachten die Armeeeinheiten bei einer Operation große Gebiete der Stadt unter ihre Kontrolle.
Die syrische Armee hat den bewaffneten Gruppen in Maarat al-Numan im Nordwesen Syriens eine Frist von 48 Stunden gesetzt, ihre Waffen niederzulegen und sich zu ergeben, sonst würden sie das Schicksal der anderen Terroristen erleben. Die Bevölkerung dieser Stadt forderte am Sonntag bei Demonstrationen den Rückzug der Bewaffneten und die syrische Armee auf, durch ein hartes Vorgehen die Terroristen zu bekämpfen.

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/210114-syrische-armee-bekaempft-erfolgreich-terroristen-in-aleppo-homs-und-idlib

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24.08.2012

Die syrische Armee verdrängt Rebellen aus Christensiedlung Rabla

Die syrischen Regierungskräfte haben am Freitag Einheiten der oppositionellen Syrischen Freien Armee aus dem von Christen bewohnten Ort Rabla an der Grenze zum Libanon verdrängt, teilte der libanesische Fernsehsender Al-Mayadin mit.

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Nach seinen Angaben wurden bei dem Kampfeinsatz 60 Aufständische getötet.Die bewaffnete Opposition hatte die Ortschaft mit mehr als 12 000 Einwohnern knapp zwei Tage lang besetzt gehalten. Wegen der faktischen Blockade seien die Lebensmittelvorräte in Rabla zu Ende gegangen, so der Fernsehsender.Das Leben in Rabla normalisiert sich langsam wieder. Die Versorgung der Häuser mit Strom ist wieder hergestellt.Die syrischen Christen, die etwa zehn Prozent der Landbevölkerung ausmachen, sympathisieren größtenteils mit den jetzigen Behörden, die eine Politik der konfessionellen Gleichheit und der religiösen Toleranz betreiben. Die Christen sind nicht in den Bürgerkonflikt verwickelt, der Syrien seit März 2011 erschüttert.

http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/210045-die-syrische-armee-verdr%C3%A4ngt-rebellen-aus-christensiedlung-rabla

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10.08.2012

Syrische Armee nimmt Hochburg der Rebellen unter Kontrolle

Die Kämpfe im Stadtviertel Salah al-Din, das seit langem die wichtigste Hochburg der bewaffneten Kämpfer in der Stadt Aleppo im Norden Syriens war, haben aufgehört. Dies teilte am Freitag der libanesischen Satellitensender „Al-Mayadeen“ mit. Die Regierungstruppen sollen dieses sowie eine Reihe von anderen Stadtvierteln völlig unter Kontrolle genommen haben.

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Die Kämpfe im Stadtviertel Salah al-Din, das seit langem die wichtigste Hochburg der bewaffneten Kämpfer in der Stadt Aleppo im Norden Syriens war, haben aufgehört. Dies teilte am Freitag der libanesischen Satellitensender „Al-Mayadeen“ mit. Die Regierungstruppen sollen dieses sowie eine Reihe von anderen Stadtvierteln völlig unter Kontrolle genommen haben.

Während der Kämpfe um Aleppo wurde eine große Zahl von rebellen Militanten getötet, berichtet die syrische Nachrichtenagentur SANA.

Darüber hinaus seien auch viele Kämpfer, darunter afghanische, saudi-arabische und jemenitische Bürger, gefangen genommen worden, teilt die unabhängige syrische Zeitung „ Al-watan“ mit.

http://german.ruvr.ru/2012_08_10/84623682/

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