Das tägliche Gift in Lebensmitteln: gefährliche Zusatzstoffe

15.08.2013

Ende der 90er Jahre gab es von der Kinderklinik Uni-Düsseldorf einen Aushang über gefährliche Zusatzstoffe in Lebensmitteln, sogenannte Emulgatoren. Viele Bürger befassten sich fortan mit jenen Zusatzstoffen, verglichen einige Jahre lang genauestens sämtliche Angaben hinsichtlich gefährlicher Emulgatoren. Ergo reagierte die Lebensmittelindustrie, stellte ihre Werbung um auf „Lebensmittel ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe“.

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Keine Geschmacksverstärker, Aromen, Konservierungs- oder Farbstoffe; das klingt natürlich verlockend. Verbraucher könnten folglich annehmen, jene Lebensmittelkonzerne, welche früher einzig um Profit bemüht, legen nunmehr Wert auf die Gesundheit ihrer Konsumenten. Hinter dem industriellen Nebelschleier erkennt man jedoch schnell den wahren Etikettenschwindel der Lebensmittel-Lobbyisten. Mittels psychologisch ausgereiften Wortspielen und entsprechender Verpackung verkaufen Lebensmittelkonzerne weiterhin gewissenlos Produkte samt gefährlichen Zusatzstoffen. Glutamat, zum Beispiel, wird oftmals neu zusammengesetzt, um namentlich E-Nummern-Bezeichnungen zu umgehen.

Ähnlich verhält es sich bei „Lebensmitteln ohne künstliche Farbstoffe“, wo gesetzliche Grauzonen seitens großer Lebensmittelkonzerne regelrecht zum Verbraucherbetrug einladen. Im Labor hergestellte Farbstoffe natürlichen Ursprungs gelten als Naturprodukte. Jedwede Laborprozesse blenden Verantwortliche indes völlig aus.

Aufklärung , Kaufzwang durch Armut und gesundheitliche Folgen

Infolgedessen reagierte der Verbraucherschutz Niedersachsen, veröffentlichte einen hervorragenden PDF-Flyer unter dem Namen „Ohne Zusatzstoffe – Verwirrspiel auf den Etiketten“. Darin erklären Niedersachsens Verbraucherschützer detailliert, verständlich das strategische Vorgehen der Lebensmittelindustrie, animieren Verbraucher dazu, genauer auf Einzelheiten zu achten.

Zweifelsohne hilfreich, sofern Millionen Menschen solche Informationen verinnerlichen in Form täglicher Anwendung. Aufgrund drastischer visueller Werbeeinflüsse, trügerischem Zeitmangel oder anderweitig manipulativen Betäubungsmechanismen nutzen bisher allerdings nur sehr wenige Menschen derartig wichtige Informationen. Menschenmassen scheint ihr gesundheitliches Wohlergehen egal, sie wirken überfordert, dank künstlich erschaffener, unnötiger beruflicher bzw. gesellschaftlicher Anforderungen, dem Reputationszwang.

Am besten erkennbar im Fall Aspartam: Ein synthetisch entwickelter Süßstoff (E 951), mitunter  Nervengift genannt, wird bedenkenlos in Lebensmitteln verwendet. Obgleich gesundheitliche Folgen des künstlichen Zusatzstoffes, wie Angstanfälle, Migräne, Unterleibschmerzen hinlänglich bekannt. Anstatt Millionen Menschen Verbote derartiger chemischer Substanzen einfordern, konsumieren etliche Bürger überdies fortlaufend diese „Gifte“.

Beeinflusst natürlich durch wachsende Armut. Stetig zunehmend, kämpfen immer mehr Menschen um das tägliche Überleben. Eigenen Analysen zufolge existieren besonders hohe Anteile von Geschmacksverstärkern, Aromen, Konservierungs- oder Farbstoffen in preisgünstigen Massenkonsumgütern bzw. schnellen Fertiggerichten. Menschen mit Zeitmangel, Finanznöten greifen demzufolge unüberlegt nach angebotenen, mitunter gar „beruhigenden“ Lebensmitteln.

Kommunale Selbstversorgung – landwirtschaftliche Netzwerke

Abhängige Konsumsklaven können genannte Zustände keineswegs verändern, selbstdenkende Menschen hingegen dürfen keine Scheu davor haben, gemeinschaftlich altbekannte unabhängige Versorgungsstrukturen eigenständig erneut vorbildhaft aufzubauen. Konzerne bestimmen, was Menschen essen, sie verdienen, wie ihr Lebensablauf auszusehen hat.

Damit Menschen wieder frei Leben können, bedarf es kommunaler Versorgungsstrukturen. Weg vom kontinuierlichen technisch orientierten Medienkonsum, raus in die Natur, Barrieren durchbrechen, Freundschaften schließen, Landflächen konstruktiv nutzen, um selber Lebensmittel anzubauen. Sofern regionale Überschüsse vorhanden, Online-Netzwerke ausbauen, Kommunen innerhalb bestimmter Entfernungen verbinden, Menschen darauf hinweisen, wo gen- und chemiefreie Lebensmittel erhältlich.

Außerdem erfüllt es einen weiteren sozialen Mehrwert: Wer überlegt, zeitintensiv kocht, lernt aufeinander zuzugehen, hört dem anderen konzentrierter zu. Selbstverständlich zählt vielfältige Umsetzung, woraus resultierend Alternativwährungen, direkte Tauschgeschäfte sinnvoll. Jetzt ist die Zeit reif, nicht morgen, denn spätestens mit baldig eintreffenden Finanzmarktkollaps ist gemeinschaftliche Selbstversorgung unabkömmlich. Besser also, wenn bis dahin feste Strukturen bereits vorhanden.

Aushang Kinderklinik Uni-Düsseldorf herunterladen

http://www.buergerstimme.com/Design2/2013-08/das-taegliche-gift-in-lebensmitteln-gefaehrliche-zusatzstoffe/

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