Besorgnis wegen Tests mit genmodifiziertem Reis an Schülern

22.09.2013

Die Eltern von Schülern in Zentralchina, die an einem von China und den USA durchgeführten Test über genmodifizierten Reis teilgenommen haben, sagten, sie seien weiterhin besorgt wegen eventueller negativer Auswirkungen von genmodifizierten Lebensmitteln auf ihre Kinder trotz einer Entschuldigung seitens der USA.

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Die Tufts University erklärte in einer Email an Xinhua, dass sie sich für den „Golden Rice“-Test an Grundschülern in einem Dorf im Kreis Hengnan in der Provinz Hunan entschuldige, der von dem Forschungsteam unter Leitung von Forscher Tang Guangwen von der Universität durchgeführt worden war.

Der Reis ist genmodifiziert, so dass er reich an Beta-Karotin ist, und der Test sollte Methoden offenlegen, um Vitamin-A-Mangel bei Kindern vorzubeugen. Die Universität erklärte, der Test habe nicht im Einklang mit den Regeln des Ethik-Komitees der Uni und den US-Regelungen gestanden, auch wenn keine Gesundheits- und Sicherheitsrisiken unter den teilnehmenden Kindern entdeckt wurden.

Der Vater eines der 25 Kinder bei dem Test, der anonym bleiben wollte, sagte, er nehme die Entschuldigung nicht an, da sie nicht die Sorge ganz nehmen könne. Sein Kind habe keinerlei Auffälligkeiten nach dem Test gezeigt, so er. „Bislang hatte der Test keine Auswirkungen auf mein Kind, aber es gibt keine Garantie dafür, dass es in Zukunft keine Auswirkungen geben wird“, so er. „Eine Entschuldigung reicht nicht“, so ein anderer Elternteil, der ebenfalls anonym bleiben wollte. „Wenn mein Kind in der Zukunft Auffälligkeiten zeigt, werde ich auf jeden Fall die Universität verklagen.“ Er und andere Eltern hoffen, dass die amerikanische Universität ihnen wissenschaftliche Beweise dafür geben kann, dass die genmodifizierten Lebensmittel langfristig keine Auswirkungen auf ihre Kinder haben werde. Die Familien der Kinder hatten zuvor 80.000 Yuan (13.074 Dollar) Entschädigung von lokalen Behörden erhalten.

Greenpeace hatte den Test im August vergangenen Jahres aufgedeckt: Die Forscher hätten 25 Kindern in Hunan im Alter von sechs bis acht Jahren „Golden Rice“ gegeben. Die Aufdeckung des Falls hat starke Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst. Greenpeace hatte den Test durch ein Dokument aufgedeckt, dass in der Ausgabe vom August des American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht worden war und mit dem ausgesagt wurde, dass „Golden Rice“ wirksam bei der Bereitstellung von Vitamin A bei Kindern sei.

Eine darauf folgende Untersuchung vom Chinesischen Zentrum für Krankheitsvorbeugung und -kontrolle ergab, dass Tang zusammen mit Forschern dieses Zentrums und der Akademie für Medizinwissenschaften Zhejiang den Test durchgeführt hatte, ohne den Eltern der Schüler mitzuteilen, dass genmodifizierter Reis verwendet wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass der Test 2008 an 80 Schülern einer Grundschule im Kreis Hengnan durchgeführt wurde, wobei am 2. Juni 25 der Kinder jeweils 60 Gramm „Golden Rice“ aufgetischt bekamen.

http://german.china.org.cn/china/2013-09/22/content_30094372.htm

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