Bankengewinne explodieren – Trotz Krise

29.08.2013

US-Banken verdienen so viel wie nie

Krise? Welche Krise? Amerikas Banken können ihre Gewinne zum Halbjahr auf einen Rekordwert steigern. Allein im Vergleich zum Vorjahr gibt es ein Plus von 23 Prozent – bei fast identischem Umsatz.

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Wenige Jahre nach der Finanzkrise verdienen die US-Banken so viel Geld wie nie. Im vergangenen Quartal, das am 30. Juni endete, stiegen die Gewinne in der Branche auf einen Rekordwert von 42,2 Milliarden Dollar, wie die Einlagensicherung FDIC am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum zweiten Vierteljahr 2012.

Es sei bereits das zweite Rekordquartal in Folge, teilte die FDIC mit. 2012 war das zweit-ertragreichste Jahr seit der Aufzeichnung der US-Bankenwerte, und der Boom setzte sich im ersten Halbjahr 2013 fort. Einige der US-Großbanken übertrafen mit ihren Erfolgen dabei die Erwartungen der Analysten.

„Die Trends aus den letzten Quartalen haben sich im zweiten Quartal fortgesetzt“, sagte FDIC-Chef Martin Gruenberg der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge bei einer Pressekonferenz. Er bescheinigte der Finanzbranche zudem eine Besserung seit der Finanzkrise. „Weniger Geldinstitute bleiben ohne Gewinne, die Anzahl der Problembanken ist gesunken, und die Anzahl der Pleiten liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.“

Zu den aktuellen Gewinnen der US-Banken trugen insbesondere ein florierendes Handelsgeschäft sowie sinkende Verlustrückstellungen bei. Die Einnahmen der Banken legten allerdings insgesamt nur kaum zu.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/krise-ade-us-banken-verdienen-so-viel-wie-nie/8715510.html

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26.02.2013

Krise?? Banken machten im Jahr 2012 historische Rekord-Profite

Die Banken in den USA haben 2012 ein Nettokommen in Höhe von 141,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Dieser Wert wurde bisher nur 2006 erreicht. Der Chef des US- Einlagensicherungsfonds sieht dies als „bedeutsamen Fortschritt“.

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Für die Banken der USA brachte das Jahr 2012 das zweitbeste Ergebnis der Geschichte. Ihr Nettoeinkommen lag mit 141,3 Milliarden Dollar nur knapp hinter der Rekordmarke von 145,2 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2006, so der Quartalsbericht des US-Einlagensicherungsfonds (FDIC).

Die Profite verteilen sich weit über die gesamte Branche. Trotz eines Rückgangs bei den Zinseinkommen, melden im vierten Quartal 60 Prozent der Banken einen Gewinnanstieg im Vergleich zum Vorjahr, nur 14 Prozent meldeten einen Rückgang der Gewinne. Der durchschnittliche Ertrag pro Vermögenswert stieg von 0,73 Prozent im Vorjahresquartal auf 0,97 Prozent – der höchste Wert seit sechs Jahren.

Die Geldinstitute haben im vierten Quartal eine Risikovorsorge in Höhe von 15,1 Milliarden Dollar gebildet. Dies ist ein Rückgang um 25 Prozent zum Vorjahresquartal. Die Abschreibungen gingen im vierten Quartal 2012 zum zehnten Mal in Folge auf nunmehr 18,6 Milliarden Dollar zurück.

Wenn man nur ein paar Jahre zurückblickt, dann ist das ein bedeutsamer Fortschritt“, zitiert Bloomberg den FDIC-Chef Martin Gruenberg. Doch faule Kredite, Problembanken und Pleiten verharrten auf erhöhtem Niveau, das Kreditwachstum und die Einnahmen stagnieren, sagte Gruenberg.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/26/krise-banken-machten-im-jahr-2012-historische-rekord-profite/

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05.12.2012

38 Milliarden Dollar im dritten Quartal

US-Banken verdienen so gut wie vor der Finanzkrise

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Die Lage der US-Banken bessert sich mehr und mehr. Fast 38 Milliarden Dollar verdienten die Institute im dritten Quartal. Trotzdem gibt es weiterhin zahlreiche Pleiten.

Steigende Einnahmen haben der US-Bankenbranche das beste Quartalsergebnis seit sechs Jahren beschert. Im dritten Vierteljahr wuchs der Gewinn der Branche um 6,6 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar, wie die Einlagensicherung FDIC mitteilte. Das ist so viel wie seit demselben Zeitraum 2006 nicht mehr. Die Geldhäuser profitierten nicht nur von guten Geschäften, sondern auch davon, dass sie nicht mehr so viele Rückstellungen bilden mussten. Die Belastung durch faule Kredite sinkt, weil die Menschen wieder Arbeit haben und ihre Raten pünktlicher zahlen.Die bessere Lage der Branche zeigt sich auch an der Zahl der Pleiten: Zwölf Banken gingen im dritten Quartal bankrott. Das letzte Mal waren es Ende 2008 so wenige, als die Finanzkrise ihren Lauf nahm. Im Gesamtjahr sind es damit 50 Pleiten, etwa die Hälfte des Vorjahreswerts. „Das war ein weiteres Vierteljahr, in dem sich die schrittweise aber kontinuierliche Erholung der bei der FDIC versicherten Institute fortsetzte“, sagte der Chef der FDIC, Martin Gruenberg.Die FDIC sichert die Kundeneinlagen in 7181 US-Banken ab. Dabei handelt es sich zumeist um regionale Institute, aber auch um Finanzkolosse wie die Bank of America. Die FDIC führt 694 Institute auf ihrer Liste der Problemfälle. Zuvor waren es 732.

Damit hat sich insbesondere die Lage bei den kleinen Geldhäusern verbessert, die in der Krise massiv unter Kreditausfällen gelitten hatten.

http://www.focus.de/finanzen/banken/38-milliarden-dollar-im-dritten-quartal-us-banken-verdienen-so-gut-wie-vor-der-finanzkrise_aid_875061.html

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16.10.2012

Milliarden-Überschüsse:Tanz auf dem Vulkan – Banken-Gewinne explodieren

Nach den Geschäftsbanken hat auch die Investmentbank Goldman Sachs ein dickes Plus bekanntgegeben. Die US-Verbraucher und die Notenbank machen es den Instituten leicht. Doch wie lange kann das gut gehen?

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Es ist eine Wiederkehr, die in ihrem Ausmaß überrascht. Die US-Großbanken geben in diesen Tagen ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal bekannt – und die Finanzriesen können „durch die Bank“ überzeugen.

Am Dienstag hat Goldman Sachs die Anleger mit einem Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar erfreut. Vor einem Jahr hatte die Investmentbank noch einen Verlust von mehr als 400 Millionen Dollar eingefahren. Damals hatten Goldman die Flaute im Investment-Banking und die Schuldenkrise in Europa zugesetzt. Es war erst der zweite Quartalsverlust seit dem Börsengang der Investmentbank im Jahr 1999.

Blankfeins dunkelste Stunde bei Goldman Sachs“ titelte im Oktober 2011 Handelsblatt Online. Doch nur ein Jahr später ist alles anders. Und das nicht nur bei den Investmentbankern von Goldman Sachs. Die US-Universalbanken verbuchen sogar Rekordgewinne. Am vergangenen Freitag legten JP Morgan und Wells Fargo ihre Zahlen vor. US-Branchenprimus JP Morgan steigerte die Nettoerlöse auf 5,7 Milliarden Dollar.

Auch Wells Fargo ließ sich nicht lumpen. Das Institut aus der Westküstenmetropole San Francisco verkündete einen Gewinnsprung auf knapp fünf Milliarden Dollar. Das waren satte 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Am Montag schließlich konnte auch die Citigroup überzeugen – jedenfalls im operativen Geschäft. Nach Abschreibungen beim Verkauf der Anteile des Gemeinschaftsunternehmens Smith Barnes an Morgan Stanley stand unter dem Strich nur ein Nettogewinn von einer knappen halben Milliarde Dollar. Am Dienstag trat Citi-Chef Vikram Pandit zurück, warum ist noch nicht bekannt.

Doch warum diese wundersame Erholung der US-Finanzinstitute? Denn schließlich hatten Analysten nach dem schwachen Jahr 2011 vor allem den Investmentbanken erneut ein schlechtes Geschäftsjahr vorausgesagt. Auch die Geschäftsbanken kamen in ihren Prognosen für das laufende Jahr aufgrund der Euro-Schuldenkrise und des in der Folge schwächelnden Kapitalmarktgeschäfts nicht gut weg.

Und so sind es auch nicht Aktienplatzierungen von Privat- und Geschäftskunden, die die US-Großbanken nun frohlocken lassen. Verantwortlich für die Gewinnexplosionen ist vor allem der US-Immobilienmarkt. Dazu kommt noch das anziehende Kapitalmarktgeschäft.

Wir glauben, dass der Immobilienmarkt die Wende geschafft hat“, kommentierte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon am Freitag seine starken Quartalszahlen. Im Juli, August und September vergab seine Bank 47 Milliarden Dollar an Hypotheken – ein Plus von 30 Prozent. JP Morgan nahm mit den Krediten 1,8 Milliarden Dollar und damit 36 Prozent mehr ein als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dabei galt der Markt für Immobilien in den USA bisher als großes Sorgenkind. Der Kollaps des damals völlig überhitzten Häusermarktes hatte 2008 eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Fallende Immobilienpreise hatten US-Bürger in Zahlungsschwierigkeiten gebracht, die deshalb auch ihre Kreditkartendarlehen und Autofinanzierungen nicht mehr bedienen konnten. Dies führte bei den Banken zu Abschreibungen und zu einem Stillstand im Kreditgeschäft, der auch andere Teilbereiche traf.

Nun haben sich die Häuserpreise stabilisiert, das lässt US-Bürger wieder investieren, die Preise steigen, die Kreditausfälle sinken und die wachsenden Konsumausgaben helfen der Wirtschaft und den Banken. Experten erkennen eine Trendwende. „Wir glauben, dass der Häusermarkt am Beginn einer dauerhaften Erholung steht“, schrieb der US-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Joseph LaVorgna, zuletzt in einer Studie. Das billige Geld der US-Notenbank Fed befeuert diese Entwicklung. Die Kreditzinsen sind niedrig. Günstige Hypotheken locken, viele Immobilieneigner schichten ihre Kredite um.

Wells Fargo bestätigt den Trend. Die Bank ist mittlerweile der größte Kreditgeber für Häuser in den USA, rund ein Drittel der Immobiliendarlehen stammt von ihr. Der Gewinn im Hypothekengeschäft im dritten Quartal stieg auf 2,8 Milliarden Dollar – ein Zuwachs um mehr als 53 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Mit dem Comeback der US-Banken folgt also auch das Comeback der Hypothekenpapiere. Und die Fed spielt munter mit. Erst Mitte September hat die Notenbank angekündigt, monatlich Immobilienpapiere in Höhe von 40 Milliarden Dollar anzukaufen, um damit die Konjunktur in Gang zu bringen.

Doch der Boom am Hypothekenmarkt ist nicht ohne Risiko. Durch die niedrigen Zinsen können die Banken ihre Immobilienfinanzierungen am Kapitalmarkt nur schlecht weiterverkaufen. Die Finanzierungen werden in Wertpapieren gebündelt und diese mit Hypotheken besichert. Der Zusammenbruch des Marktes genau solcher Papiere löste vor fünf Jahren die Finanzkrise aus. Ein weiteres Comeback kündigt sich an – das der Finanzkrise.

Zunächst aber könnte das Konzert der Gewinnsteigerungen weiter gehen. In dieser Woche haben noch zwei US-Kreditinstitute ihren Auftritt: am Mittwoch die Bank of America, am Donnerstag die Investmentbank Morgan Stanley. (mit ben)

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/milliarden-ueberschuesse-tanz-auf-dem-vulkan-banken-gewinne-explodieren/7259822.html

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