Altersabsicherung: Vorsorge für Dax-Vorstände verschlingt Milliarden

04.09.2013

Die Dax-Konzerne haben laut einer Studie Rückstellungen von 2,8 Milliarden Euro gebildet – allein um die Altersbezüge ihrer Vorstände zu finanzieren. Künftig soll es aber weniger geben.

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Die großen deutschen Konzerne lassen sich die Altersabsicherung ihrer Vorstandsmitglieder Milliarden kosten. Insgesamt summierten sich die Pensionsrückstellungen der im Dax notierten Unternehmen für früheren Vorstände 2012 nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung auf 2,8 Milliarden Euro.

Durchschnittlich 7,4 Millionen Euro zahlte jedes der Unternehmen demnach 2012 als Altersversorgung an frühere Vorstandsmitglieder. Das entspricht mehr als einem Drittel der Summe, mit der die Konzerne ihre aktiven Vorstandsmitglieder honorierten.

Auch die Altersvorsorge für ihre aktiven Vorstandsmitglieder ließen sich die Konzerne einiges kosten. Durchschnittlich gaben sie je Manager rund 450.000 Euro für deren Altersvorsorge aus. Dies entspricht rund 54 Prozent der aktuellen Festbezüge.

Ende des Aufwärtstrends ist in Sicht

Die Absicherung der Top-Manager liegt damit erheblich über dem, was Normalverdiener nach einem langen Arbeitsleben erwarten können. Doch sei ein Ende des Aufwärtstrends der vergangenen Jahre absehbar, betont der Verfasser der Studie, der Vergütungsexperte Heinz Evers.

Mit neu eingestellten Vorständen werde inzwischen oft ein geringeres Leistungsniveau vereinbart. Zudem hätten viele Unternehmen die bislang sehr niedrigen Altersgrenzen für die Pensionierung ihrer Vorstände angehoben.

http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article119696363/Vorsorge-fuer-Dax-Vorstaende-verschlingt-Milliarden.html

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